Begegnungen mit anderen Zweibeinern und ihren Hunden

  • Das mit den Flöhen finde ich keine Lösung!
    Die HH merken doch irgendwann dass es nur eine Ausrede ist!
    Und andere HH in Angst zu versetzen dass ihr eigener Hund jetzt Flöhe hat, nur weil sie die Situation nicht verstehen oder nicht in der Lage sind ihren Hund zurückzurufen finde ich selbst zu hart!
    Es versteht eben nicht gleich jeder HH dass man seinem Hund den Sozialkontakt in dem Moment nicht geben will!

  • Bist du schon einmal mit einem kleinen, am besten noch weißen, wuscheligen Hund spazieren gewesen?

    - Ich wechsel die Straßenseite, die kommen hinterher - mein Hund braucht Sozialkontakte,

    - Ich sage denen deutlich, dass ich keinen Kontakt will - wird ignoriert,

    - Ich verstecke meinen Hund hinter mir - der andere wird trotzdem nicht zurückgerufen bzw. -gezogen

    - Mein fast noch Welpe läuft panisch weg vor ranstürmenden Münsterländer, sitzt dann in einer Ecke Hauswand/Kellertreppe/Gestrüpp fest und knurrt sich die Seele aus den Leib vor Angst - Kommentar: Abrufen? Wenn andere Hunde da sind, hört der sowieso nicht. Der Hund wurde noch nicht einmal am Halsband zurückgezogen! (Wenn ich an die Begegnung denke, könnte ich immer noch platzen vor Wut!)

    - Goldie lässt man ins Spiel zweier kleiner Hunde reinstürmen - Maja flieht. Und sie kennt große Hunde. Ist regelmäßig mit 3 Labbis und einer Schäferhündin zusammen.

    - Ach ja, fast vergessen: Zurückrufen? Wieso? Hütehunde beißen grundsätzlich nicht.

    - Auch immer wieder gerne: "Das regeln die Hunde schon unter sich" - jaaaa, aber nur, solange der fremde Hund größer ist. Sind leider die meisten :verzweifelt:.

    Alles erlebt - und Maja ist noch keine 9 Monate alt!

    Glaub mir, in mehr als 20 Jahren, in denen ich - allerdings unregelmäßig - einen Mali oder einen DSH eines Bekannten an der Leine hatte, ist mir so etwas kein einziges Mal passiert. Kleinhunde werden ganz oft einfach nicht für voll genommen, egal wie deutlich sie kommunizieren und was ich sage. Die anderen HH reagieren erst dann, wenn ihr eigener Hund betroffen ist. Und selbst wenn der Hund ein überflüssiges Flohbad abkriegt, vielleicht regt sich der HH so darüber auf, dass er das nächste Mal seinen Hund zurückruft. Und solche Sprüche bringe ich schließlich nicht, wenn der Hund nicht auf den Rückruf reagiert, sondern der HH massiv meine Bitte um Rückruf ignoriert.

  • Guten Morgen,

    ich hänge mich mal hier dran. War heute morgen mit meiner Spanierin wieder auf dem Feld. Eigentlich mag sie alle Hunde, nur machen ihr die Großen manchmal Angst, so dass sie mich dann anschaut und wir nach dem Beschnuppern weitergehen. Ich fasse sie immer kurz, tu sie auf die andere Seite, nähere mich langsam dem anderen Hundehalter bzw. bleibe bei engen Wegen stehen und frage, wenn beide Hunde schnuppern wollen, ob es ok ist. Bisher gab es keine Probleme.

    Heute morgen auf dem Rückweg treffen wir einen Hund, recht groß, aber im Gegensatz zu meiner kann er schon bei Fuß gehen und der Mann hat den Hund auch wieder angeleint, als er uns gesehen hat. Beide beschnuppern sich und auf einmal geht ein Gebelle und Gefletze los. Ich und auch der Herr haben/hatten keine Ahnung, wer angefangen hat bzw. was der Auslöser war. Klar, der andere Hund war größer und über ihr, aber ich habe ein wenig Schiss, dass meine mit dem ganzen angefangen hat....ich konnte das in diesem Bruchteil der Sekunde nicht ausmachen. Ich habe meinen Hund weggezogen, bin dazwischen, habe mich entschuldigt und bin weggedüst.

    Was soll ich in so einer Situation machen? Soll ich generell an allen Hunde vorbei gehen? Meine zieht in solchen Situationen doch noch, da sie hin möchte und ich tu mein Bestes, dass ich sie kurz halte und auf die Seite schiebe.

    Antwort wäre nett.

    LG

  • Lavinia, das ist der Schmarrn mit Kontakten an der Leine.
    Hunde kommunizieren sehr fein und genau, das "gerade aufeinander Zulaufen" ist eigentlich aus Hundesicht ein Fauxpas. Nun führst du sie aber an kurzer Leine ran, gibst ihr nicht die Möglichkeit, auszuweichen, zu kommunizieren.
    Da sie sich in die Leine hängt, sieht das für den anderen Hund auch noch richtig bedrohlich aus, nach vorn gebeugte Körperhaltung, am besten noch auf den Hinterbeinen stehend, ist Provokation.
    Stellen sie dann Nase an Nase eine Antipathie fest, knallt es eben. Was sollen sie auch sonst machen?
    Weggehen können sie nicht. Die stramme Leine bringt auch noch Spannung in den Hund.
    Du tust ihr mit solchen Begegnungen keinen Gefallen, bringst ihr auch das Ziehen bei, wenn du sie hinziehen lässt.

    Es ist eigentlich egal, wer angefangen hat, man kann es ihnen nicht übel nehmen.
    Kein Hund muss jeden anderen Hund mögen. Oft ist da viel Getöse hinter, solange keiner verletzt wurde, würde ich mir darüber keinen Kopf machen.

    Aber mein Verhalten würde ich ändern;
    ebenfalls muss kein Hund mit jedem anderen Kontakt haben - Leinenbegegnungen sind für den Hund auch noch ziemlich "wertlos", es ist gestörte Kommunikation, kein richtiger Austausch.

    Sucht euch ein paar "Hundekumpel", Hunde mit gutem Sozialverhalten, mit denen sie sich versteht.
    Und lasse sie mit denen leinenlos spielen.
    Dass muss nicht jeden Tag sein, für viele Hunde sind solche Begegnungen sehr stressig.
    Übe gleichzeitig ruhig und gelassen an anderen Hunden vorbei zu gehen.
    Hinziehen oder -stürmen ist nicht drin.

    Das braucht Zeit und eventuell würde ich mir für die Technik auch zwei, drei Einzelstunden bei einem Trainer gönnen.

    Liebe Grüße

  • Danke für die Antwort.

    Die Trainerin kommt am Montag zum ersten Mal nach Hause, um sich alles anzuschauen und eben auch erste Ziele bzgl. Einzeltraining und Gruppenunterricht auszumachen.

    Soll ich sie denn dann locker auf den Hund zulaufen lassen, so dass sie selbst entscheiden kann, was sie möchte?

    Gezielte Hundebegegnungen haben wir momentan noch gar nicht. Es ist eher so, dass wir eben beim Spazierengehen ab und an Hunde antreffen. Die Hundehalter, die im Feld spazieren, sind meist recht gut drauf, wenn wir allerdings im Ort spazieren, gibts nahezu nur Kläffer, die ihren Haltern davonspringen und bellen wie verrückt...meine guckt mich dann nur fragend an.

    lg

  • Wenn du sie nicht ableinen kannst (Straße, anderer Hund ist blöd, ect ;) ) würde ich einfach an den anderen Hunden vorbei gehen, sie also nicht schnüffeln lassen - davon hat sie eh nichts, außer Stress.
    Kommt ein anderer Hund auf euch zu, blocke diesen ab. Das wird dir die Trainerin sicher zeigen können.
    Du regelst Hundekontakte, nicht dein Hund oder irgendein anderer.

    Im Feld würde ich sie dann ohne Leine spielen lassen, wenn das möglich ist.
    Ihr könnt euch dem anderen Hund nähern, sobald sie aber anfängt zu ziehen, dreht ihr um. Wer zieht, bekommt nicht, was er will, so einfach ist das. Um ihr das anfangs zu erleichtern, kannst du auch ein paar Meter mit ihr joggen. Auch abgeleint wird nur, wenn sie aufmerksam ist. Leine ab bedeutet nicht: "Vergiss mich ruhig, ich komme dich dann irgendwann abholen". Lass sie anfangs nicht zu lange schmoren, sondern nutze Blickkontakt, um sie abzuleinen und sie freizugeben.

    Das braucht ein bisschen "Handwerkszeug", aber dafür bekommt ihr ja Trainerstunden :gut:
    Viel Erfolg!

  • Ich hatte gestern auch so einen Fall. Ich war mit meinem Parson Russel 2 Jahre alt und unserem neuen Welpen, Aussie 12 Monate alt spazieren. Die Kleine hat noch Angst vor großen Hunden die auf sie losstürmen. Beide waren an der Leine. Kommt mir ein älterer Herr mit freilaufendem Hund entgegen. Der freilaufende Hund des Herren hat sich schon 30 m vor uns mit anderen Hunden gebissen. Mein Sohn nimmt die Kleine hoch, weil si vor dem freilaufenden Hund weglaufen wollte und Angst hatte. Hat uns der Herr nicht zur Sau gemacht. Wir wären blöd, der Hund wird nie sozialisiert, dumme Hundehalter etc. Mein Parson hat sich vorbildlich verhalten und Ruhe gegeben. Und hier zur Info: die Kleine geht zwei mal in der Woche in die Welpenstunde, wir treffen uns mindestens 3 mal die Woche mit befreundeten Hundehaltern und sie spielt toll schon jetzt mit diesen Hunden.
    Wie man sieht, man kann diesen Idioten nicht aus dem Weg gehen. Selbst meine Aufforderung seinen Hund anzuleinen oder von meinen Hunden abstand zu halten hat er nicht eingesehen. Das Hundeführer mit angeleinten Hunden keinen Kontakt ihrer Hunde mit freilaufenden Wünschen könnten hat er als Blödsinn abgetan.

  • Zitat

    Wir wären blöd, der Hund wird nie sozialisiert, dumme Hundehalter etc. Mein Parson hat sich vorbildlich verhalten und Ruhe gegeben.


    Na gut, wenn mir ein HH so kommen würde und mich als "dummen Hundehalter" beschimpft dann könnte ich mich nicht so verbildlich verhalten und Ruhe geben,Respekt :gut:
    Ich hatte bisher wohl immer viel Glück, da mir noch nie so etwas passiert ist, aber es scheint wirkliche Idioten zu geben die es überhaupt nicht einsehen wollen!
    Vielleicht fange ich dann auch an als Lösung bei sowas zur "Flohlüge" zu tendieren :smile:

  • Zitat

    wenn wir allerdings im Ort spazieren, gibts nahezu nur Kläffer, die ihren Haltern davonspringen und bellen wie verrückt...meine guckt mich dann nur fragend an.

    Das würde ich belohnen. Wenn sie Hilfe bei dir sucht, wenn sie angepöbelt wird, ist das doch schon ganz schön.


    Ich hatte auch neulich eine Begegnung der anderen Art:

    Bei uns im Dorf wohnt ein Schafhalter der drei Border Collies hat.
    Wenn ich ihn auf meinen Spaziergängen (mit unangeleintem Hund) sehe, wie er Schafsnetze umsteckt, dann spielen alle drei hunde auf der Wiese rum.
    Sieht er mich kommen, packt er sie sofort ins Auto.

    Gestern ging ich dann wieder spazieren und er weidete mit zwei seiner Hunde die Schafe auf einer Wiese.
    Ich dachte also: "Der arbeitet, Hund an die Leine." und einen kleinen Bogen gelaufen um nicht zu stören.
    Komischerweise durften die Hunde jetzt auf einmal Kontakt aufnehmen (während meine an der Leine war).
    :???:

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