Hundesitter - Erfahrungsaustausch

  • Naja, man sollte sich schon überlegen, was man möchte, wenn man am Preis kritisiert...

    Einen Schüler, der nebenan wohnt und sich über 5 € freut für mal eben eine halbe Stunde spazierengehen, ok.

    Aber wenn ich euch die Rechnung aufmache, die ein richtig arbeitender Sitter machen muss, ist man mit 15 € pro Tag beileibe nicht überbezahlt.
    Da wäre zunächst mal der ganze behördliche Kram: Vet-Amt, Gewerbeanmeldung, Steuern, Versicherung, denn sonst ist es Schwarzarbeit!, sowie es über den Schüler, der ab und zu mal geht, hinausgeht.
    Dazu kommt aber auch noch, dass die laufenden Kosten ja auch gedeckt sein müssen: Auto, Sprit!, Steuer und Versicherung fürs Auto (nicht zu vergessen die Umbauten und Boxen fürs Auto), Unterhalt des Platzes, Stromkosten, Telefon-und I-netkosten, die Waschmaschine läuft viel häufiger, der Staubsauger auch, das summiert sich im Laufe des Jahres ganz schön zusammen, aber das sieht niemand.
    Und da sind die ganzen Stunden rund um die Uhr noch gar nicht drin! Wenn man nicht eine gehörige Portion Idealismus dazuschiessen würde, ginge es gar nicht. Wir sind rund um die Uhr für unsere Hunde da, auch nachts.
    Wenn ich mir dann den Stundenlohn für einen Urlaubstag ausrechne, komme ich auf nichtmal einen Euro!! Wer von euch würde dafür arbeiten gehen?

    Jemand, der das schwarz macht, kann sicher gute Preise anbieten, aber was ist, wenn was passiert? Wenn das Vet-Amt eine Meldung bekommt und mit der Haltung nicht zufrieden ist, können sie die Hunde einziehen, und dann? Wenn das Finanzamt Wind davon bekommt, ist eine Anzeige und saftige Nachzahlung fällig; und da die wenigsten Buch führen, schätzen die eben den Verdienst...
    Nene, dann doch lieber richtig und dann halt auch eben die Leute am Telefon abwimmeln, die einen beschimpfen, weil man ihren lieben Hund (hat doch nur ein klitzekleines Problem mit anderen Hunden, jagt und heiss wird sie ja auch demnächst) nicht kostenlos nehmen will... :headbash:

  • Ich weiß ja nicht, was manche für eine Vorstellung von einem Job als Hundesitter haben.
    Das ist kein Job bei dem man locker flockig durch die Gegend geht mit ein paar Hunden, die sich alle immer vertragen und wo es nie zu Reiberein kommt. Bei dem Job muss man immer ein Auge auf die Hunde haben, kann sich nicht großartig an (momentan) blühenden Frühlingsblumen, grünwerdenden Bäumen und dem Rest der Umwelt erfreuen.
    Alle paar Minuten zählen wir unsere Hunde durch, um zu sehen ob noch alle bei uns sind. Es ist alles andere als Kaffeeklatsch und dann nur 5 € dafür ausgeben wollen finde ich ne Frechheit :) Selbst einen Radfahrer mussten wir letztens davon abhalten unsere Hunde mit Brot zu füttern. O_o Er hat von unserer Wiese in der Zeitung gelesen und wollte die achsosüßen Hunde dann doch mal füttern. :muede:

    Ein Handwerker kriegt ja auch nicht nur 5€ Stundenlohn und bei denen sind auch die Kosten für den Fahrtweg in Ordnung, obwohl die immer sehr teuer sind.

    ..so ich brauchte mal Luft ;)

  • Mal davon abgesehen, dass ich nie von 5€ geschrieben habe, sondern da eher an 7€ dachte, wie auch z.B. in meiner Anzeige stand, habe ich eine genaue Vorstellung davon, was ich von einem Gassigeher erwarte.
    Der soll den Hund weder füttern, noch erziehen und wenn er keine Lust hat, dann muss er auch nicht damit spielen. Er soll ihn nur eine Runde spazieren führen, damit die Kleine keine 8 Stunden einhalten muss. :/
    Mehr erwarte ich von einem Gassigeher nicht und für diese Anforderungen bezahle ich, als Studentin ohne extra Einkommen, nicht mehr. Es muss sich ja niemand melden, dem das zu wenig ist.
    Wo kämen wir denn da hin.. andere Leute haben andere Anforderungen und bezahlen auch gerne für mehr Leistung. Völlig legitim und für mich völlig verständlich. Geht aber an meinen Fall vorbei.. ich habe nur einen Hund, dazu einen sehr kleinen, wohne in einer Stadt mit über 130 Tausend Einwohnern (also normalerweise vielen Anbietern und damit auch kurzen Anfahrtswegen) und suche diesen Helfer auch nur für einen Termin in der Woche. Klar, wenn ich Werktags immer 8 Stunden arbeiten würde, dann müsste der Hund eine ganz andere Betreuung erhalten, entsprechend würde ich auch mehr bezahlen. Allerdings sähe dann auch mein Kontostand anders aus, da fällt das leichter. ;)

    Es war auch nie meine Intention den "Hundesitter" als Beruf schlecht zu reden oder als Kinderspiel darzustellen. Mein Vater ist selbstständig und ich weiß daher, welche Kosten und Mühen damit einhergehen - und auch welche Risiken.
    Aber ich in meinem speziellen Fall brauche keinen hauptberuflichen Hundesitter, darum verwende ich auch lieber das Wort Gassigeher.

    Habt ihr denn Studenten oder Schüler als eure Kunden? Oder sind das eben doch eher die Berufstätigen, die die Zeit unter der Woche nicht aufbringen können?

  • Ich würde an Deiner Stelle Zettel in der Uni aufhängen. Vielleicht findet sich ja ein netter Student, der zur der Zeit grad keine Vorlesung hat aber trotzdem an der Uni ist (zum Beispiel weil er von weiter weg pendelt, davor und danach Uni hat und es sich nicht lohnt heim zu fahren).
    Ich bin auch oft zwischen meinen Vorlesungen an der Uni und gehe dann halt zum Lernen in die Bib oder - jetzt wenns wieder wärmer wird - lege mich mit einem Buch auf die Campuswiese. Wenn ich mir da noch ein bisschen was dazuverdienen könnte, indem ich in der Zeit einen Hund bespaße, würde ich das sicherlich machen ;). Und ich denke mal ich bin da kein Einzelfall.

  • Sagt mal...einige von euch bieten ja hauptsächlich Betreuungsangebote im eigenen Haus/Wohnung an.
    Bei denen die zur Miete wohnen:
    Habt ihr das vom Vermieter genehmigen lassen?
    Zahlt ihr einen Gewerbezuschlag...wie viel?

  • Suchlauf zur Erkennung von Werbung gestartet...

    Ergebnis:
    undefiniert + Wortwahl TS neutral + Anforderung von Werbemitteln durch User

    Dieser Thread wurde in die Beobachtungsliste aufgenommen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!