Hündin beisst Rüden :(

  • deine Hündin und die Hündin deiner Schwester haben sich gefetzt uind das war der EINZIGE Vorfall?


    Ich würde mal sagen, dass deine Diagnose "Hündinnenunverträglichkeit" nciht zutrifft. Die haben unter Garantie irgendwas anderes ausgetragen.

    Ich würde dir.. genau wie Sleipnir.. zu nem Hundetrainer raten, der dir hilft, Hundereaktionen besser lesen und beurteilen zu können. :)

  • Klar bist du nach so einem Vorfall verunsichert, dies darf aber nicht dazu führen das dies deine Hündin bemerkt.
    Weil deine Hündin dann ganz schnell denkt sie müsse alles selbst regeln.

    Ich würde nach einem Trainer suchen der dir hilft deine Hündin einschätzen zu können. Vielleicht kann dir auch eine gute Hundeschule helfen dir mehr Sicherheit und Vertrauen zu geben.

    Wie reagiert sie sonst auf Hundebegegnungen?

  • Nein, das war nicht der einzige Vorfall. Wir sind ja früher gassi gegangen, ohne jegliche Probleme. In unserer Gegend gab es keine merkwürdigen Menschen und auch keine merkwürdigen Hunde, so wurden die Hunde grundsätzlich frei gelassen und es gab nie ein Problem. Man kannte sich ja auch. Dann, eines Tages trafen wir wieder eine Dobermannhündin, altbekannt. Plötzlich aber fing Kaya mit ihrem "daran kleben" an. Da konnte ich mir das Verhalten noch nicht erklären, die Dobermannhündin aber legte sich ständig auf den Boden, drehte sich auf den Rücken und dann passierte auch nichts. Beim nächsten Aufeinandertreffen aber war noch ein anderer Hund dabei. Filou, der andere Hund und die Dobermannhündin rannten im Kreis und jagten sich, plötzlich schnappte sich Kaya dann die Dobermannhündin und beißte (wirklich böse) sie.
    Nach dem Umzug dann, kannte ich hier niemanden. Die Hunde hatten also komplett fremde Hunde jeden Tag zu begrüßen.
    Eine Jack Russel Hündin kam von hinten mit ihrem Frauchen mit dem Fahrrad angefahren, sie hatte noch vier weitere Hunde dabei. Leider hatte sie nicht geklingelt oder sowas und so konnte ich nicht schnell genug reagieren. Kaya drehte sich um und fixierte sofort die JR Hündin und rannte auf sie los. Sie knurrte schon bös während des Rennens und die JR Hündin rannte los....und rannte und rannte...... :sad2:
    Dann ein Golden-Retriever Welpe. 3 Monate alt, das arme Mädchen.....Kaya packte sie im Genick, zog sie nach oben, ließ sie dann aber bei meinem Schrei fallen. Sie quiekte noch lange danach, ich konnte es nicht fassen....es war furchtbar.
    Die Hündin einer Freundin. Eine total ängstliche Maus. Wir hatten uns alle zum Wandern verabredet. Ich sagte, wir schauen ob sie sich verstehen, ansonsten bleibt Kaya an der Leine. Es gab keine Probleme. Kaya schnüffelte an ihr, lief dann weg. Kein Interesse. Dann hatten wir uns mal im Weg verfranst, standen alle beisammen in der Gruppe, rätselten über den Weg. Plötzlich dann ging Kaya auf die arme Maus los.
    Eine Husky-Hündin dann noch. Sie fixierten sich allerdings beide beim Aufeinandertreffen schon von 5m Abstand. Bei beiden stand das Nackenfell vollkommen. Keiner von uns wäre auf die Idee gekommen, die zwei aufeinandertreffen zu lassen, wenn nicht vom Waldweg her ein Auto heraufgerast gekommen wäre und wir alle von der Strasse springen mussten. Durch das ganze kamen die zwei sich zu nahe und es passierte......und das war wirklich gnadenlos.....die waren total verbissen ineinander. Ihr Herrchen hing in der Leine, und ich hing in der Leine und doch hat es (meinem Gefühl nach) ewig gedauert die zwei wieder auseinander zu bekommen.
    Dann eine Tibet-Terrier Hündin, die über die Pferdeweide zu uns gerannt kam. Ich packte Kaya am Halsband, aber sie tickte total aus bei der. Sie fletschte, knurrte, drehte sich im Kreis, hüpfte und wollte los zu der. Gott.....ich will nicht wissen, wie das geendet hätte, wäre sie frei gewesen.
    Und zu guter Letzt letzten Mittwoch......eine Aust.Sh. Hündin. Schon von weitem war klar, das wird nicht gut gehen. Kaya ihr Verhalten war schon wieder lesbar. Also hab ich sie angeleint und wollte daran vorbei. Es war aber noch ein Aus.Sh.Welpe dabei, der schnüffelte erst an allen freilaufenden Hunden und kam dann zu Kaya gelaufen. Ich sah Kaya ihren Blick und ging schon mit ihr ein paar Schritte nach hinten, aber er kam hinterher und als er dann zu nah war, sprang sie vor in die Leine und schnappte. Man hörte ihr Gebiss aufeinanderknallen. Ich schaute nach dem Frauchen, rief sie soll bitte den Kleinen rufen. Machte sie und so zogen sie schnell weiter.

    Ich muss dazu sagen, mich machen solche Situationen danach dann immer total fertig. Ich bin traurig und irgendwie auch total enttäuscht und mein schlechtes Gewissen frisst mich immer schier auf.....mich beschäftigt das oft noch tagelang.
    Wirklich gestresst bin ich deswegen allerdings nicht beim gassi gehen, also nicht, dass ich jetzt mit Angst spazieren gehe. Ich weiss, dass Kaya abrufbar ist. Ich hatte nach den ganzen Vorfällen nämlich nicht die Aggression bearbeitet, da mir das einfach zu viel "versuchen mit möglichen Opfern" war, sondern ich hab das Abrufen geübt und weitestgehend zu perfektionieren versucht, was gut gelungen ist. So gehen wir also normal laufen und treffen wir auf jemanden, wird Kaya gerufen und angeleint.
    Ist es vielleicht ein Fehler, dass Filou frei bleibt? Er darf ja (solange es die anderen Herrchen/Frauchen zulassen) immer zu dem Hund hin. Nuca auch.
    Ich weiss nicht......ich habe eben einfach Angst, dass wieder etwas passiert. Die anderen Hunde sind ja in den meißten Fällen nicht mal annähernd Schuld. Dazu hab ich eben dann auch noch den "bösen Rottweiler". Sie ist so wahnsinnig lieb und draussen dann so wahnsinnig doof, ich bin traurig, wie sie sich entwickelt hat, hab aber einfach Angst vor einem wirklich schlimmen Ausgang so einer Situation..... :sad2:

  • Ich würde mir professionelle Hilfe holen. Ich wäre damit überfordert, den hund in solchen Situationen korrekt einzuschätzen und korrekt zu reagieren.

    Dann würde ich den Hund mit Maulkorb sicher. Meine Überlegung dabei: Sicherheit vermitteln. Ich denke dass durch die vielen Vorfälle auch bei dir einiges hängengeblieben ist. Wenn du weißt dass der Hund gesichert ist, hast auch du wieder mehr Ruhe, mehr Zeit zu beobachten oder zu reagieren.
    Und die Kollateralschäden halten sich etwas in Grenzen ;)

  • Zitat

    Ich würde mir professionelle Hilfe holen. Ich wäre damit überfordert, den hund in solchen Situationen korrekt einzuschätzen und korrekt zu reagieren.

    Dann würde ich den Hund mit Maulkorb sicher. Meine Überlegung dabei: Sicherheit vermitteln. Ich denke dass durch die vielen Vorfälle auch bei dir einiges hängengeblieben ist. Wenn du weißt dass der Hund gesichert ist, hast auch du wieder mehr Ruhe, mehr Zeit zu beobachten oder zu reagieren.
    Und die Kollateralschäden halten sich etwas in Grenzen ;)

    da stimme ich zu :gut: Maulkorb wäre eine gute Idee

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