Mein Terrierwelpe hat Krämpfe in den Beinen.

  • Ich verstehe nicht, warum du ständig auf der Herkunft deines Hundes rumreitest, keiner von uns hat dazu etwas negatives gesagt. :???:

    Die Dinge die ich aufgezählt habe, sind einfach nur ein paar Dinge, die mir spontan im Hinblick auf meine Physiologiekurse eingefallen sind. Nichts davon muss, aber etwas davon kann zutreffen. Das kann aber keiner aus dem Forum erkennen, weil das nur ein Neurologe könnte.

    Und wenn mein Welpe nichts mehr laufen könnte, würde ich ihm keine Hausmittel geben, sondern an dem Tag beim Spezialisten stehen und notfall 4 Stunden warten. Aber nicht irgendwann mal sich einen Termin holen, vorher noch zum THP und so weiter.

  • Es wurde der Begiff Vermehrer in den Raum geworfen, der in diesem Forum für etwas steht, was ich nicht mit meiner Züchterin in Zusammenhang bringen möchte.
    Wenn es so schlimm wäre, dass sie gar nicht mehr laufen kann, würde ich selbsverständlich sofort zur Klinik fahren.
    Aber sie kann laufen. Sie ist hier heute den ganzen Morgen rumgehüpft, ohne einmal wacklige Beine zu Bekommen.
    Das freut mich sehr! Der Arztbesuch steht natürlich trotzdem, nicht das jetzt jmd denkt, nur weil´s täglich besser wird, geh ich nicht mehr.

    Ich gebe mir die beste Mühe.

  • Hallo,
    ich kann Dir nur von meinem bereits erwachsenen Doggen-Buben berichten, der eine - trotz ausführlichster neurologischer Diagnostik - ungeklärte neurologische Grunderkrankung hat, die sich überwiegend in einem sowohl die Extremitäten als auch die Ausprägung wechselnden Tremor der Extremitäten äußert (vorzustellen wie beim menschlichen Parkinson) - bei ihm allerdings sowohl in absoluter Ruhe, als auch in Bewegung und in erhöhtem Erregungslevel, bei letzterem aber deutlich verstärkt
    Wir wissen nicht, WAS genau es ist, aber ich kann Dir schreiben, was wir immerhin alles ausgeschlossen haben an bekannten Erkrankungen:
    - zentralnervöse (er hat auch noch andere neurologische Auffälligkeiten) Infektionserkrankungen, wie z. B. Staupe-Folgen, Menigitis, Enzephalitis jeweils durch verschiedene Erreger, etc.)
    - Tumoren/Blutungen/Thrombosen im Hirn und RM
    - diverse Nerven-Erkrankungen/autoimmune Muskelerkrankungen, wie z. B. Myasthenie, diverse Stoffwechselerkrankungen
    - rassetypische Erkrankungen, wie z. B. Wobbler

    usw. usf.

    Wir wissen es nicht, der Fachtierarzt für Neurologie ist mittlerweile ratlos.

    In dem einem Jahr, in dem der Kerle bei uns ist, hat sich zumindest nichts verschlimmert. Es ist subjektiv (von mehreren Seiten) der Eindruck da, dass der Tremor unter hochdosierten Vitamin-B-Gaben und auch einen ausgewählten homöopathischen Einzelmittel ein wenig besser geworden ist. (Übrigens braucht man für die Homöopathie keine allopathische Diagnose, sondern es geht nach Symptomen, die in der Homöopathie anders gewertet werden, als in der Allopathie).

    Was ich mir bei Deinem Welpen noch an Möglichkeiten vorstellen könnte, wäre eine mangelnde Ausreifung des Nervensystems, die ja bis zu einem gewissen Punkt völlig normal ist.
    Vielleicht sind Dir die Schwimmer-Welpen ein Begriff? Welpen, die nicht in der Lage sind, zu stehen, deren Beinchen völlig nach aussen gegrätscht sind, weil durch eine mangelhafte bis nicht vorhandene Myelinsierung der Axone eine normale Reizleitung der Nerven verhindert wird. Bei Wirbeltieren sind die meisten Axone von einer Myelinscheide umhüllt , die von den s. g. Schwannschen Zellen im peripheren Nervensystem oder von Oligodendrozyten im Zentralen Nervensystem gebildet wird und die im Abstand von etwa 2 mm an den Ranvier´schen Schnürringen unterbrochen ist. Mit Myelin umhüllte Axone leiten Nervenimpulse etwa 10mal schneller als Axone, die nicht von Myelinscheiden umhüllt sind .
    Unmittelbar nach der Geburt fehlen die Markscheiden, bilden sich aber im Laufe der Entwicklung aus. So dass bei Neugeborenen die Reizweiterleitung normalerweise wesentlich langsamer von statten geht und sich dies erst im Laufe der weiteren Entwicklung normalisiert.

    Und eben da kann es zu "Reifungsstörungen" kommen, die sich in verschiedenen neurologischen Störungen äussern können.Bei dem einen Welpen eskaliert das als Schwimmer-Syndrom bei milderen Verläufen kann es sich als Störungen im PNS äußern.

    Bei den Schwimmer-Welpen wird schulmedizinisch ein Behandlungsversuch mit hochdosiertem Vitamin-B-Komplex gestartet, ausserdem werden Vitamin E und Selen (die aber auf den einzelnen Welpen berechnet!) gegeben.
    Das A und O bei Schwimmer-Welpen (Deiner ist keiner, es könnte aber eine sehr ähnliche Ursache dahinterstecken) ist eine wirklich intensive, mehrmals tägliche Physiotherapie, mit Nervenstimulation, Propriozeptivem Training, Bewegungsübungen, Muskelaufbau, Massagen, etc.

    Gerade, weil sich unter Deinen bisherigen Bemühungen ja schon kleinere Fortschritte zeigen, kann ich mir solch eine "Ausreifungsstörung" vorstellen. Wenn Euer TA-Besuch ebenfalls in diese Richtung führt, rate ich Dir dringend zum Besuch bei einem Physiotherapeuten, um Dir die wichtigen Übungen genauestens zeigen zu lassen.

    Ich drück Deiner Maus alle Daumen, dass "es" etwas gut behandelbares ist, was Ihr dann auch gut in den Griff bekommt.

    Bitte halte uns auf dem Laufenden.

    LG, Chris

  • Vielen Dank, Chris! Das ist eine Antwort, mit der ich viel anfangen kann. Am Sonntag werde ich in eine Tierklinik fahren, die auf Hunde spezialisiert ist. Unter anderem werden dort sowohl Akkupunktur als auch Chirotherapie angeboten.
    Ich werde berichten!

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