Die gute alte Leinenführigkeit ...

  • Hallo zusammen, hab ein Problem mit meinem 9 jährigen Benni, einem kastrierten großem Labrador, das Problem ist, das wenn er nur die Leine sieht schon vor Freude durchrdreht, und dann die ganze Zeit winselt und um mich rumspringt.
    Dann gehts los, er läuft an der 10 m Schleppleine und wie ein Jojo, vor in die Leine egal was geht alles was hinten dran hängt wird halt mitgeschleift( is ja auch nervig immer so was langweiliges wie ein Frauchen hinter sich herzuziehen, dass dann auch noch ständig was zu mosern hat...) , und dann wagt es auch noch ein andere Hund zu kommen: Hey pass auf du! Dann geht das pöbeln los, und weils so schön ist gehts immer der Nase nach, oh ... wo ist Frauchen? Ach egal die findet mich schon irgendwann...nach ein paar Studnen... seit dem lassen wir ihn nicht mehr von der Leine.
    Also was wir schon probiert haben, wir waren bei 2 Hundeschulen, und 1 Hundetrainer die, wie ich jetz mal bewerte zeimlich schlecht gearbeitet haben, in der 1. HS wurde er dauernd mit einer Wasserpistole voll gespritzt, seit dem hat er Angst vor Wasser. Dann sind wir zur Nächsten, die haben ihn mit Leckerlis verwöhnt, aber mein Hund ist nicht dumm, also wenn er ein Leckerli wollte ist er brav gegangen, wenns ihm egal war oder was anderes interessanter war dann hat er gemacht was er wollte. Er hat sich quasi immer selber belohnt, das hat auch nicht funktioniert. Und dann der Hundeprofi, omg das erste war der Hund ist zu dominant, er darf nicht mehr aufs Sofa, ok Hund runter vom Sofa und Alufolie drauf, dass er sich nicht mehr traut drauf zu springen, hat nix gebracht, ok, Hund missachten und nicht mehr anfassen, ok probiert, Hund war vollkommen verstört und wusste gar nicht was los war, hat aber beim Gassigehen auch nix gebracht also, Schnip Schnap Männlichkeit ab, hmmm bei einem 4 jährigen Hund? Na gut wenns sein muss und es dem Hund danach besser geht machen wirs halt. 1/2 Jahr später Hund ist Kastriert, scheint ihn aber nicht beeindruckt zu haben denn es war alles wie vorher, gut, letzte Möglichkeit: Die Alpharolle! Hmm na gut, Hund steht auf Kiesweg und guckt sich die Gegend an als sich auf einmal zwei vollkommen bekloppte Frauen auf ihn stürzen und ihm die Beine wegziehen und schwupps lag er auf dem Boden und zwei 45 Kg Frauen auf ihm, Hund guckt blöd und steht (trotz dem Gewicht das auf ihm war) auf und dreht sich seit dem nicht mehr beim Kuscheln auf den Rücken - Problem immer noch nicht gelöst...
    Also, wenn Hund zieht einfach umdrehen und weitergehen, Hund läuft mit (kennt das Spielchen inzwischen und weiß nach ein paar metern dreht die eh wieder in ne andere Richtung, also lauf ich mal dahin wo ichs am schönsten finde...)... mit der Leine klatschen, interessiert nicht, mit Leckerlis und Klicker versuchen, hund spielt altes Spielchen, so nun ist es so weit, dass wir mit dem Hund nicht mehr Gassigehen können so gehts jetzt einfach nicht weiter, er hat zwar nen riesigen Garten aber das ist doch kein tolles Hundeleben.
    Also unsere Hauptprobleme noch mal zusammengefasst sind er zieht an der Leine, hört draussen nicht und läuft weg. Was können wir denn noch versuchen? Bitte bitte helft uns :-(
    Liebe Grüße Asgard

  • Hallo,

    was für eine Odysee...
    Also:
    ich würde den Herrn Hund an eine zwei Meter-Leine machen und erstmal nur mit dieser laufen. Geht er vor, bleibst Du stehen und holst ihn wieder an Deine Seite.
    Ist er da, machst Du wieder einen Schritt. Bleibt er an Deiner Seite läufst Du weiter, prescht er vor, bleibst Du stehen und holst ihn wieder an Deine Seite.

    So würde ich vorgehen an der Straße...

    Im Feld käme dann eine 5 Meter-Schleppleine zum Einsatz.
    Du gehst auf eine Wiese, machst die Schlepp dran und läufst ziel und planlos durch die Gegend. Immer in die entgegengesetzte Richtung vom Hund.
    Irgendwann wird er sich an Dir orientieren und nach Dir schauen.

    Wenn das geklappt hat, dann kannst Du langsam auf normale Wege gehen und dort immer darauf achten, dass der Hund auf Dich achtet. Prescht er wieder vor, drehst Du um usw.

    Wenn Du ausdauernder bist als Dein Hund, dann wird das auch klappen.

    Klappt das irgendwann an der Straße und auch mit der 5 Meter-Schleppleine, dann nimmst Du eine 10 Meter-Schleppleine im Feld, aber erst wenn es an der 5 Meter-Leine klappt über eine längere Zeit.

    Hier gehst Du dann genau so vor wie mit der 5 Meter-Schleppleine.

    Du brauchst bei der ganzen Aktion auch nicht reden, denn der Hund soll lernen auf Dich zu achten.

    Was machst Du denn um ihn geistig zu beschäftigen?
    Ein Labrador muss auch geistig ausgelastet sein.

    Wie lange und oft geht ihr spazieren am Tag?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hallo, danke für deine Antwort!
    Also, wir haben da so Beschäftigungsspielchen die wir mit ihm machen, dann legen wir fährten die er sucht und dann gehen wir noch mit ihm 1,5 h am Tag spazieren und da darf er dann ausgiebig schnüffeln und rennen.
    Und sonst beschäftigt er sich hauptsächlich damit uns um die Pfote zu wickeln und Streicheleinheiten zu kassieren ;-)
    Wie lange am Tag sollte ich denn die Übung mit ihm machen? Wir haben das ganze schonmal probiert mit Leckerli, die hat er dann quasi als "Stütze" bekommen wenn er was richtig gemacht hat und bei uns geblieben ist, aber mit der Zeit holt er sich ein Leckerchen wenns ihm passt und rennt dann wieder seiner Wege ;-)
    Und wie kann ich vermeiden, dass er draussen vor lauter Freude sofort auf jeden rennt der an uns vorbei läuft??
    Vielen Dank ;-)
    Nina

  • Mein erster Tipp wäre, mit dem Hund gar nicht raus zu gehen, wenn er so flippt. Sobald er hochfährt, hört der Spaß auf. Dann kann man wenn er wieder ruhig ist, das selbe Spiel wieder starten. Wenn ihr schon ruhig aus dem Haus geht, dann wirds auch draußen besser klappen. Es liest sich so, als wäre die allgemein extrem hohe Aufregung euer Problem. Deshalb würde ich Ruhe üben - in jeder Lebenslage. Dann kann er auch den Rest besser lernen.

  • Ich hätte dir zu einem guten Trainer geraten aber nachdem was ich da lese, lasse ich das mal lieber.

    Ich sehe es genauso -->

    Zitat

    Mein erster Tipp wäre, mit dem Hund gar nicht raus zu gehen, wenn er so flippt. Sobald er hochfährt, hört der Spaß auf. Dann kann man wenn er wieder ruhig ist, das selbe Spiel wieder starten. Wenn ihr schon ruhig aus dem Haus geht, dann wirds auch draußen besser klappen. Es liest sich so, als wäre die allgemein extrem hohe Aufregung euer Problem. Deshalb würde ich Ruhe üben - in jeder Lebenslage. Dann kann er auch den Rest besser lernen.

    So würde ich mit deinem Hund auch trainieren.

    Du kannst z.B. draußen eine schöne Übung machen, um Ruhe in den Hund zu bringen. Du gehst 2 Meter, bleibst stehen, läßt ihn neben dir absitzen, wartest einen Moment, dann wieder, 2 Meter gehen, stehenbleiben, Hund absitzen lassen, etc. etc.

    Mit einem Hund auf dem Erregungslevel kannst du nicht gescheit trainieren, deshalb mußt du erstmal Ruhe reinbringen.

  • Moin,

    klingt ein bisserl wie nach meinem Hund, obgleich die Dinge da ganz anders liegen.... also, was die anderen sagen, nicht ruasgehen, wenn er flippt, halte ich für schwierig, meine Hunde flippen auch aus, wenn ich aufsteh und sage "Na, Jungs? Wollen wir raus?"

    Aber, sie müssen beim Leine anlegen sitzen, sitzen, bis ich meine Schuhe angezogen habe und wenn da jemand an der Leine zieht, bleib ich einfach stehen. Mich ziehen die nicht weg....

    Stehen bleiben und den Hund nicht dahin lassen wo er hin will, würde ich noch ausprobieren - ansonsten sehe ich doch ein wenig schwarz. Ein gutes Antizuggeschirr, das ihn stört, wenn er zieht kann Abhilfe schaffen. Mein Diego hat so eines, da wird die Leine an seiner Brust mittels Öse befestigt und er hasst es, wenn er in die Leine rennt und rumgezogen wird.... seitdem geht er ordentlicher.

    Bei ihm hat auch alles nicht geholfen, weder Hundeschule (da ging er auf dem Platz wie ne Eins) noch Trainer, er ist ein ehemaliger Straßenhund, der rennt in die Halsung, das es nur so kracht - macht ihm nix - find ich aber blöd. Stehen bleiben nervt ihn..... deutlich..... hat er auch fix begriffen, er rennt in die Leine, ich werfe Anker und es geht erst weiter, wenn er den Druc deutlich verringert.

    Aber zu Anfang haben wir für eine Runde von 15 Minuten mehr als eine gute Stunde gebraucht. Samt Kommando "Nicht ziehen!" bevor er in die Leine kracht. Ich glaub ich hab mir den Mund fusslig geredet.

    Heute geht es, mit dem Geschirr deutlich besser, mit Leine nicht so.... wir gehen trotzdem unterschiedlich, damit keine Gewöhung eintritt. Geschirr mit Öse hinten animierte ihn nur, noch mehr zu ziehen, da kann man ja Kraft aufbauen... er ist harthalsig, vermutlich wurde er früher angebunden? Wer weiß.

    Also, stehen bleiben, bis Dein Hund aufhört zu ziehen oder wieder ins Fuß kommt (das musst Du wissen), und ihn nicht irgendwohin ziehen lassen.... Mein Hund geht mit mir, nicht umgekehrt.

    LIebe Grüße
    Sundri

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!