• Ehrlich gesagt verstehe ich das Problem hier nicht so ganz :???:

    Ich persönlich bin der Typ, der nicht gern allein ist, Bauchschmerzen bekomme, wenn ich mit einem geliebten Menschen streite und mir wird schlecht, wenn ich mir zu große Sorgen wegen irgendetwas mache.

    Mein Ex war eher der Einzelgänger -er war gern mal allein und ihn hat nichts aus der Bahn werfen können. Gefühle zeigte er relativ selten und "versteckt"

    Mein Freund ist sehr anhänglich wenn er bei mir ist, kann aber auch gut und gern mal allein sein...

    Was ich damit eigentlich sagen will: Jeder Mensch/Hund ist anders, hat einen anderen Charakter und geht mit Stress anders um. Das würde ich auch garnicht ändern wollen.

  • Zitat

    Sie folgt mir nicht auf Schritt und Tritt ;) Sie beobachtet nur jede kleinste Bewegung von mir. Und wenn ich zu Hause bin entspannt sie auch ganz normal und liegt eigentlich die ganze Zeit auf ihrem Platz.


    uuupss :ops: hab ich falsch gelesen :D

  • balaika

    Das Problem ist, dass ich merke, dass ihr diese enge Bindung nicht nur gut tut. Ich möchte einfach nicht, dass es ihr schlecht geht, nur weil es mir mal nicht so gut geht, oder sie Durchfall bekommt, nur weil ich mal nen Tag nicht da bin.
    Deswegen frage ich hier nach Tipps, die uns helfen könnten, bzw. ob ich das bei Janosch vermeiden kann. Ich möchte zwar eine enge Bindung zu meinen Hunden, aber das soll ihnen nicht schaden.
    Aber irgendwie zweifle ich daran, dass man da bei Nele noch was machen kann.

    kisscate
    Nicht so schlimm ;)

  • Bei Bibo habe ich mich ständig versteckt, sobald sie mal nicht aufgepasst hat, dazu gab es noch ein "Tschüß" und weg war ich.
    Sie hat also gelernt, immer drauf zu achten, mich nicht aus den Augen zu lassen.
    Zu Hause öffnet sie auch die Augen, wenn ich den Raum verlasse, aber sie bleibt liegen, Dusty hat nicht mal die Augen geöffnet, die war total entspannt, allerdings hat sie draußen auch ganz anders verfahren, eben sehr selbstständig.
    Bibo habe ich sehr abhängig gemacht, was bei genau diesem Hund falsch war. Sie hätte das schlicht nicht so extrem gebraucht.
    Hätte ich wohl wieder einen Hund mit viel Jagdtrieb, dann würde ich auch so verfahren, aber wenn es ein Hund ist wie Bibo, dann würde ich ganz normal an der Bindung arbeiten, aber sie auch mal selbstständig entdecken lassen.
    Dazu ist natürlich Vertrauen notwendig. Manche brauchen für das Vertrauen ne ganze Weile Schleppleinentraining, andere lassen ziemlich schnell von der Leine.
    Durch die Abhängigkeit lief Bibo als Welpe/Junghund/älterer Hund fast nie an der Leine, weil sie eben nicht weg ging.
    Ja, das ist toll, aber für den Hund wirklich sehr einschränkend.

    Der Thread ist wirklich interessant, Anja, danke dafür :gut:

  • Das Problem ist, dass das nicht gesund ist und einfach auch Stress verursacht, der nicht sein muss.

    Pepper war abhaengig und das war echt uebel. Sie hat ohne mich nicht gefressen und da sie krank war, konnte man sie nicht hungern lassen. Sehr geil, wenn der Hund in der TK bleiben muss und es dann nur 2 Moeglichkeiten gibt. 1. jeden Tag mind. 2x in die TK fahren (1,5 Stunden ein Weg) und fuettern oder 2. einen Hund daheim intravenoes infundieren (weil er infundiert werden muss!)..

    Ich habe es bei Pepper nie weg bekommen. Allerdings waren wir vor ihrer Erkrankung auf einem guten Weg. Wir haben sie vor Probleme gestellt, die sie selber loesen musste (und konnte!). Angefangen haben wir mit:
    Hilfsperson legt den Keks auf ne Decke, Pepper (neben mir) sieht es und darf ihn holen. Die Schwierigkeit wurde gesteigert und am Ende ist sie hochmotiviert ueber/unter aufgestellten, gestapelten etc. Paletten rumgeturnt, hat Pylonen umgeworfen und ueberall den Keks gesucht. Meine Hilfe gab es nur, in dem ich sie zurueck geholt und neu angesetzt habe, wenn sie nicht weiter kam. Zusaetzlich hat ihr der Rettungshundesport wirklich geholfen. Da musste und durfte sie Entscheidungen treffen und sich von mir loesen.

  • Ich bin dennoch der Meinung, dass man die Bindung weder antrainieren noch vermeiden kann. Meinem Freund gefällt es auch nicht, dass ich oft weine, weil ich ihn vermisse... Natürlich kann ich es vermeiden, dass mein Hund eine Bindung zu mir aufbaut -indem ich ihn immer links liegen lasse, aber das will doch niemand. Meine Hunde zB sind eigentlich von Anfang an ohne Leine unterwegs -lassen mich aber nie aus den Augen. und wenn es doch mal passiert suchen mich beide SOFORT. Und das ist auch gut so. Janka -meine erste eigene Hündin war viel "selbstständiger" sie tendierte auch mal zum Streunen. Laika meine Labbihündin litt mit mir als ich sehr krank war. Sie spielte nicht mehr, wollte nur vor die Tür zum Pinkeln und lag IMMER bei mir. Cooper -selbe Rasse war das ziemlich egal. Er lebte einfach weiter und fand es doof, dass er sich oft langweilen musste.

    Hunde haben eine Gefühlswelt wie wir auch. Und meine Bindung zu meinen Kindern, meinen Hunden oder meinem Freund wird keiner ändern können -warum sollte das denn dann bei Hunden funktionieren?

    Klar können "meine Menschen" mehr Abstand zu mir halten, weil ich ein Sensibelchen bin, aber würde mich das glücklich machen? Überhaupt nicht. Ich bin sehr anhänglich und liebesbedürftig -und leider (oder GsD) gibt es eben auch hunde wie mich ;)

  • Wir reden hier aber nicht von einer normalen Bindung/Beziehung, sondern von Abhaengigkeit. Und das ist nicht gesund. Weder in der Beziehung Hund-Mensch, noch in der Beziehung Mensch-Mensch.

  • Ja, ich gebe Murmelchen Recht. Es gibt einen Unterschied zwischen einer engen (bzw festen) Bindung und einer Abhängigkeit, die krank ist und krank macht.

    Selbstbewusstsein stärken durch eigene Problemlösung und gleichzeitig immer wieder mal auch Distanz einfordern (aber nicht in der "Warte, dann bekommst du was Tolles", sondern in der "schalt ab, es wird eh nix passieren" Version) haben mir bei Theo geholfen, der tendentiell auch so ein Kandidat wäre.

    Edit: Unter Abhängigkeit verstehe ich, dass der Hund sich alleine nicht gut und nicht sicher fühlt, sondern den Menschen unabdingbar braucht, um sich gut zu fühlen. Das Wohlbefinden ist von der Anwesenheit und der Gefühlslage des Menschen dann abhängig und kann nicht mehr eigenständig beeinflusst werden.

  • Zitat


    Selbstbewusstsein stärken durch eigene Problemlösung und gleichzeitig immer wieder mal auch Distanz einfordern (aber nicht in der "Warte, dann bekommst du was Tolles", sondern in der "schalt ab, es wird eh nix passieren" Version) haben mir bei Theo geholfen, der tendentiell auch so ein Kandidat wäre.

    Aber ich kann doch nicht beeinflussen was der Hund denkt oder fühlt, wenn ich das Haus verlasse...

    Wobei ich denke, dass das Alleinbleiben eine Trainingssache ist -die bei einem sehr anhänglichen Hund deutlich schwerer ist als bei einem, der eben nicht soooo anhänglich/liebesbedürftig ist.

    Ich bin auch sehr ungern allein. Werde da wirklich schnell nervös und muss dann unter Leute -bin ich jetzt auch abhängig?

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