• Ich nehm Pepps mal als Beispiel. Alleine bleiben war nie ein Problem, sie hat gepennt. Ein Problem kam auf, wenn sie bei anderen (bekannten) Menschen ohne mich war. Sie hat, wie gesagt, aufgehoert zu fressen. Gassi (oder auch nur loesen) war mit bekannten Menschen erst nach langem Training moeglich. Bin ich zurueck geblieben, ging sie nicht mal mit bis ans Auto, obwohl sie die andere Person genauso lange kannte wie mich und mit dieser Person gelebt hat. Wichtig war ich, alleine/selbststaendig Probleme loesen ging nicht (auch nicht, wenn sie es sollte), sich mal etwas von mir loesen war ihr nicht moeglich, usw.
    Es ging um die absolute Fixierung auf einen einzigen Menschen.

    Wir haetten es ggf. in den Griff bekommen, waere sie nicht krank geworden. Durch die Krankheit und die damit verbundene Geschichte hat es sich nur noch gesteigert..


    Und wenn du unfaehig bist, dein Leben ohne deinen Partner zu leben dann bist du mMn abhaengig, ja.

    Ich such morgen mal ne Definition raus, ich bin bei sowas immer schlecht im beschreiben :ops:

  • Ich fühl mich jetzt irgendwie schlecht, dass ich das bei Nele soweit hab kommen lassen :/

    @Rike
    Welche Übungen hast du denn konkret mit Theo gemacht wenn ich fragen darf?

    Murmelchen
    Bei Nele ist es nicht ganz so krass, aber mit fressen, lösen usw. ähnlich. Als ich sie das letzte Mal 4 Tage bei meinem Bruder und einer Freundin lassen musste hat sie zum Ende hin auch nicht wirklich fressen wollen und als ich dann wieder da war ging es ihr den ersten Tag ziemlich schlecht. Wollte nicht fressen, war schlapp und berührungsempfindlich :verzweifelt:
    Mit Nele werd ich ja jetzt keinen Rettungshundesport mehr starten können. Hättest du Tipps für Übungen, die man vielleicht auch so machen könnte? Zusätzlich zu dem schon genannten mit Keksen verstecken.

  • Als Beispiel habe ich ihn schon auf seiner Decke (oder auf einem anderen Platz) abgelegt - aber nicht als "Platz" oder "Bleib" Kommando. Wenn er aufgestanden ist, habe ich ihn deutlich von mir weg und dorthin zurück geschickt (oder an einer leichten Hausleine gebracht) - aber ohne Kommando oder Ansprache. Und vorbei war das erst, wenn er dösig war. Wenn er also nicht mehr gewartet und verfolgt hat, sondern abgeschaltet. Dann habe ich ihn dort abgeholt.
    So war für ihn sehr schnell klar, dass er, wenn ich ihn so auf seine Decke (oder einen anderen Platz) schicke, er nichts zu erwarten hat (als Belohnung, als Aufmerksamkeit oder oder), außer, dass Ausbruchsversuche sinnfrei sind. Tatsächlich wird er weder angesprochen dabei, noch anschaut oder gestreichelt, weil ich ihm vermitteln wollte, eben GAR NICHTS zu erwarten. Dadurch, dass ich das Ganze erst aufgelöst habe, wenn er wirklich abgeschaltet hat, war das dann schnell so, dass er sich super schnell zum echten Entspannen eingerollt hat nach dem Motto "Achso, die Nummer. Kann ja was dauern, ich schlafe eine Runde". Das hat ihm sehr gut getan. Vor allem, weil ich es immer wieder mal und auch an unterschiedlichen Orten so gehandhabt habe, so, dass es zu einer Routine geworden ist.

  • Hm... Schwierig.

    Ich denke immernoch, dass es eine zu enge Bindung nicht gibt. Es gibt natürlich Marotten, die wir -ungewollt- dem Hund antrainieren. Wenn ein Hund in keinster Weise selbstständig ist, liegt das eher an einer falschen Erziehung oder falsch abgelaufenen Prägephase. Aber als zu enge Bindung würde ich das nicht sehen.

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