Wie fähig ist der Hund zu unterscheiden?
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Sandschiffchen -
2. November 2011 um 23:29
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Wie fähig ist Eurer Meinung nach der Hund zu unterscheiden zwischen den "erziehungsberechtigten" Personen, welche Schwierigkeiten gibt es da und wieviel einfacher wäre es bei einer konformem Erziehung?
Ich frage mich das, da ich mit meinem Hund in der Partnerschaft wenig konform bin in der Stringenz der Erziehung und ich Sorge habe in wieweit der Hund erkennt - ok jetzt bin ich mit xy unterwegs, da darf und soll ich das und das und da kann ich schalten und walten?
Klar ist wohl, es ist einfacher und nachhaltiger wenn alle an einem Strang ziehen, aber wie sind Eure Erfahrungen???
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Um es vorweg zu nehmen ... natürlich ist es sehr sehr viel einfacher für den Hund wenn die "Erziehungsberechtigten" am gleichen Strang ziehen. Es gibt aber durchaus Hunde die wissen das sie bei Person X auf dem Tisch tanzen können während sie sich bei Y benehmen müssen.
Gut heißen kann ich das dennoch ist. Das ist wie bei kleinen Kindern wenn die Mami nein sagt geh ich halt zu Papa, der sagt dann Ja damit er seine Ruhe hat

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Je mehr man mit einem Hund macht und trainiert, desto besser hört er. ABER es kommt auch sehr darauf an, wie kosequent man ist und WIE man trainiert.
Meine Hunde haben bisher immer auf mich gehört -bei meinen Kindern nach Lust und Laune -bei meinem Ex-Mann eher schlecht als recht -und bei meinem jetzigen Freund recht gut. Ich finde es ist wie bei kleinen Kindern -sie merken sehr schnell bei wem sie mitarbeiten sollten und wem sie auf der Nase rumtanzen können.
Natürlich bringe ich meinen Hunden verschiedene Komandos bei -das heisst aber noch lange nicht, dass sie bei jedem diese Komandos ausführen -und das ist auch gut so! -
Ich teilte mir Lisa mit einer anderen Person.
Hatte ich frei,war sie bei mir,musste ich arbeiten (Schichtdienst),war sie beim Frauchen.
Klappte perfekt.Zudem konnte Lisa ganz genau unterscheiden,was sie bei mir durfte und was beim Frauchen.
War sie beim Frauchen,ging si enicht ins Bad oder aufs Bett,weil Frauchen das nicht wollte. Bei mir durfte sie es und machte es auch.
Und so gab es noch einige Dinge mehr,die Lisa bei mir machte ode rnicht machte im Gegensatz dazu,wenn sie beim Frauchen war. -
Zitat
Um es vorweg zu nehmen ... natürlich ist es sehr sehr viel einfacher für den Hund wenn die "Erziehungsberechtigten" am gleichen Strang ziehen. Es gibt aber durchaus Hunde die wissen das sie bei Person X auf dem Tisch tanzen können während sie sich bei Y benehmen müssen.
Gut heißen kann ich das dennoch ist. Das ist wie bei kleinen Kindern wenn die Mami nein sagt geh ich halt zu Papa, der sagt dann Ja damit er seine Ruhe hat

Das ist klar, und das was ich auch denke...die Spanne zu "testen" wird vielleicht dadurch ungemein vergrössert...ich denke auch, dass man dann umso mehr arbeiten muss um klarzustellen: ich bin nicht so, bei mir läuft das nicht...
@ balaika
Sehe ich auch so!Generell finde ich die Diskrepanz zwischen Symphatie, Erziehung, Dir "vertraue ich" dort auch sehr spannend und wie Hund dort unterscheidet oder es "kann".
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Zitat
Ich teilte mir Lisa mit einer anderen Person.
Hatte ich frei,war sie bei mir,musste ich arbeiten (Schichtdienst),war sie beim Frauchen.
Klappte perfekt.Zudem konnte Lisa ganz genau unterscheiden,was sie bei mir durfte und was beim Frauchen.
War sie beim Frauchen,ging si enicht ins Bad oder aufs Bett,weil Frauchen das nicht wollte. Bei mir durfte sie es und machte es auch.
Und so gab es noch einige Dinge mehr,die Lisa bei mir machte ode rnicht machte im Gegensatz dazu,wenn sie beim Frauchen war.Als indiskrete Frage - war das "wohnungstechnisch" gebunden - also andere Örtlichkeit - oder einfach "ansagetechnisch" personengebunden anders verknüpft?
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Bei uns ist es auch so, daß mein Mann aus zeitlichen Gründen so gut wie gar nicht mit Freddie arbeitet, allerdings 'pfuscht' er mir auch nicht ins Handwerk. Wenn ich mal nicht mit Freddie rausgehen kann, sage ich meinem Mann, was er erwarten kann und wie er es erreicht. (Und auch, wie er reagieren sollte, wenn Freddie mal wieder auf taub stellt.)
Prinzipiell habe ich aber die Erfahrung gemacht, daß ein Hund sehr wohl unterscheiden kann, wer konsequent ist und wer nicht.
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Ich versuche es mal kurz zu fassen (ohne mich aufzuregen

Ich bin der absolut konsequente Part, meine Mutter absolut inkonsequent.
Es dauert bei meiner Mutter in vergleichbaren Situationen von Aussprache des Kommandos bis zur Ausführung ungf. drei mal so lange, wenn es überhaupt ausgeführt und nicht einfach ignoriert wird.Vorteile, die ich für meinen Hund bei mir sehe:
- mein Hund weiß, wo er dran ist, das gibt ihr Sicherheit.
- ich bin deutlich durchschaubarer für meinen Hund.
- Frau Hund lebt sicherer (unsere Umwelt übrigens auch).Vorteile bei meiner Mutter:
- sie bekommt Futter und Leckerlie ohne Ende.
- sie darf viele Grenzen überschreiten, meine Mutter greift sehr spät ein.
Nachteile bei mir:
- wenn sie sich bei mir wie bei meiner Mutter benimmt, kassiert sie in gewissen Punkten eine verbale Ansage (bspw. wenn es um die körperliche und geistige Unversehrtheit anderer Individuen geht) und fällt manchmal dann körpersprachlich kurz in sich zusammen.
- wenn sie kugelrund von meinem Tag mit meiner Mutter wiederkommt, muss sie hungern.
- sie darf sich nicht ungehindert in und an ihrem Wirkungskreis kreativ ausleben
Nachteile bei meiner Mutter:
- sie verfolgt und kontrolliert meine Mutter.
- sie ist in ihrer Anwesenheit gestresst.
- Luna ist deutlich unsicherer in der Anwesenheit meiner Mutter, verbellt Leute.Zusammenfassend (kurz hat nicht ganz so geklappt): in meinen Augen verhält sich mein Hund mit und bei mir völlig anders als mit und bei meiner Mutter. Eben weil ich mich mit und bei meinem Hund völlig anders verhalte als meine Mutter

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Doch, bei mir ist es auf jeden Fall so, dass mein Hund unterscheidet. In quasi allem. Sei es das Ausführen von Kommandos oder die Leinenführigkeit.
Mein Freund gibt sich Mühe, das finde ich auch toll, aber er sieht es eben nicht so eng oder vergisst die Hälfte- bei mir ist zB das selbstständige Auflösen eines Kommandos gar keine Option, mein Freund löst fast nie auf und Fény wartet auch nicht wirklich drauf
trotz alledem würde ich mir auf jeden Fall wünschen es wäre anders. Aber gut. Was nich is is halt nich. Umbringen tut es den Hund nicht, höchstens mich mal zum Augenverdrehen

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Zitat
Doch, bei mir ist es auf jeden Fall so, dass mein Hund unterscheidet. In quasi allem. Sei es das Ausführen von Kommandos oder die Leinenführigkeit.
Mein Freund gibt sich Mühe, das finde ich auch toll, aber er sieht es eben nicht so eng oder vergisst die Hälfte- bei mir ist zB das selbstständige Auflösen eines Kommandos gar keine Option, mein Freund löst fast nie auf und Fény wartet auch nicht wirklich drauf
trotz alledem würde ich mir auf jeden Fall wünschen es wäre anders. Aber gut. Was nich is is halt nich. Umbringen tut es den Hund nicht, höchstens mich mal zum Augenverdrehen

Da schließe ich mich zu 100% an - ist bei uns genauso!
Männe ist etwas unbedarft (aber auch nicht täglich hier sondern nur 1-2 Tage in der Woche), da geht auch mal ein Sitz als Platz durch und die verlangte linke Pfote fürs Leckerchen ist plötzlich doch die rechte
Aber ok, er weis, dass sie ihn ein bisschen veräppelt, findet das aber nicht schlimm.
Gassi war er noch nie mit ihr, allerdings bezweifel ich, dass das gut gehen würde
Ein schönes Beispiel ist auch das Kommando "Decke" - bei MIR heißt das "du gehst da JETZT hin und bleibst da, bis ich was anderes sage" - bei meiner Mutter, wo sie tagsüber ist wenn ich in der Uni bin, heißt das "mach dich mal in diese Richtung auf, ich erinner dich dann auf halbem Weg nochmal drann und aufstehen kannste wann du Lust hast".
Beides klappt bei der entsprechenden Person und Shira weis ganz genau wer was verlangt.Da gibts noch viele andere Beispiele: Bei mir wird nicht gebettelt, nichtmal geguggt, bei meiner Oma legt sie diie Nase auf den Tisch

IDEAL ist das sicher nicht, besonders in der Anfangszeit ist das für den Hund sicher verwirrend wenn man nicht exakt gleich mit ihm/ihr umgeht, aber ich denke, ein normaler Hund ist klug und belastbar genug, sowas abzukönnen, wenns nicht anders geht.
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