'Frauchen-ist-angesäuert'-Kommando gesucht
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Lucanouk: Wenn du dich vor meinen Hund stellst und womöglich noch ein Leckerlie hast setzt der sich gleich hin - dennoch heißt das nicht, dass er damit dein Kommando verstanden hat.
Er hat nur gelernt = Lunanouk mit Leckerlie im Wohnzimmer vor mir = hinsetzen.
Sagst du ihm jetzt im Flur Sitz kann es sein, dass er nix macht.
Die Ablenkung steigern hat also nicht nur was mit der Fixierung auf den Halter zutun, sondern eine Wiese mit Fremdhund ist ein anderer Fall als Wiese ohne Fremdhund. Die meisten Hunde werden das dann generalisieren, aber gerade bei so jungen Hunden kann man nicht denken, dass sie das Kommando kennen. Sie wissen nur, in dem und dem Szenario bedeutet das Wort Sitz = Hinsetzen.
Deswegen lernen sie ja es ja relativ schwer auf Entfernung. - Vor einem Moment
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achso, ich meinte natürlich, wenn der hund das ohne leckerchen und co auch unter ablenkung kann und nur unter dem einfluss der pubertätshormone "vergessen hat".;)
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Zitat
ob ein hund ein kommando verstanden hat oder nicht hat erst einmal nicht so viel mit der reizlage zu tun.
hat ein hund in ruhe verknüpft, dass "sitz" hinsetzen heißt, hat er das kommando erst einmal verstanden.
wenn ein hund aufgrund von unkonzentriertheit ein kommando nicht ausführt hat das erst einmal nichts damit zu tun, ob das kommando verstanden wurde oder nicht.
die erhöhung der reizlage dient in erster linie dazu, die konzentration des hundes auf das kommando bzw. den hundeführer zu fixieren.er kann (oder möchte) es gerade nicht ausführen, weil sein focus in diesem moment woanders liegt, nicht weil er nicht weiß, was er machen soll.
Ich glaube nicht, dass man das sagen kann, dass der Hund, wenn er ein Kommando ohne Ablenkung ausführt, er es bereits komplett verstanden hat und dann in jeder Lebenslage weiss, was zu tun ist. So lernen Hunde nicht, sie lernen situationsbezogen. Der Hund abstrahiert nicht gleich das Kommando von Po runter in entspannter Situation im Garten zu Po runter, wenn rundum die Hölle los ist. Der Fokus ist ein integraler Bestandteil des Kommandos, und nicht etwas losgelöstes.Verstanden, worum es geht bei einem Kommando hat ein Hund bei richtigem Aufbau sehr schnell, oft nach wenigen Wiederholungen. Von wirklich "können", verinnerlicht haben würde ich erst sehr viel später sprechen, nämlich wenn es in vielen verschiedensten Situationen (= erhöhte Ablenkung) zuverlässig ausgeführt wird. Dann erst sollte ich über durchsetzen nachdenken, nicht vorher.
Ausserdem, was bringt die Durchsetzerei, wenn der Focus des Hundes ganz woanders ist? Der weiss ja dann gar nicht, warum er plötzlich so angerotzt wird, hat das Kommando meist gar nicht wahrgenommen. Sicher kann man mit "durchsetzen" die Ausführung eines Kommandos erzwingen, aber bringt es nicht mehr, den Hund erst zu fokussieren, und dann das Kommando freudig motiviert ausführen zu lassen? Die Prioritätenliste über positive Motivation zu ändern?
Ich setze zugegebenermassen auch Kommandos durch. Es ist bei mir leider in der Automatik verankert, wurde früh so eingetrichtert, und passiert besonders dann, wenn ich entnervt bin. Aber ich glaube je länger je weniger an den nachhaltigen Nutzen, gerade in der Pubertät habe ich andere Erfahrungen gemacht. Konsequent kann man auch sein, ohne Kommandos bei einem überforderten Hund durchzusetzen - und in der Pubertät (und auch sonst) ist der Hund meist überfordert, wenn er ein Kommando nicht ausführt, bzw. Mensch hat sich verschätzt. Die echten Fortschritte sehe ich immer bei Anforderungen runtersetzen, Motivation erhöhen, den Erfolg für den Hund wahrscheinlicher machen.
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Zitat
Habt ihr ein Frauchen-ist-angesäuert-und-ich-mach-jetzt-lieber-was-sie-will-sonst-werde-ich-zur-Adoption-freigegeben-Kommando? Wenn ja welches und wie habt ihr das eurem Hund beigebracht?
Es gibt da etwas, das hilft: "10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1" - tief einatmen, lächeln und es noch mal probieren :-)Nein, im ernst: wenn meine Hündin mal doof ist und nicht so reagiert wie geplant, dann lass ich tatsächlich eine kurze Zeit vergehen und gebe das Kommando noch mal. Klappt es immer noch nicht, frage ich mich selber, was ich falsch mache bzw. die Wochen vorher falsch gemacht habe. Entweder korrigiere ich mein Verhalten sofort oder schreibe mir hinter die Ohren, entsprechendes Signal noch mal in Ruhe zu üben.
Ein sauberer Trainingsaufbau hilft meistens mehr, als ein vorhandenes Kommando mit einem "jetzt meine ich es aber wirklich ernst"-Kommando zu verbinden. Das würde im Umkehrschluss ja bedeuten, dass du es vorher nicht ganz so ernst gemeint hast!
Wenn du dennoch unterscheiden willst, dann kannst du mit deiner Stimme arbeiten. Kommandos, die dir "ernst" erscheinen mit etwas prägnanter und bestimmender Intonation aussprechen (zB: Halt, Aus, Nein...) und lustige, tolle Sachen mit freundlicher Tonlage (zB: Hier, Sitz, Fuß...).
Ein zusätzliches Wort würde ich nicht einsetzen - zumindest nicht bewusst. Ein "Frooooolein" oder "Eeeey" ist uns allen schon rausgerutscht... und hat meistens auch seine Wirkung. Aber nicht vergessen: Hunde sind auch nur Menschen! Von daher nicht alles so ernst nehmen was sie tun ;-)
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was Zappa schreibt, habe ich auch so erlebt und gemacht,
nämlich die Stimmlage drastisch verändert- bei den Kommandos, die Nein, Aus etc. bedeuten.Tiefer werden und kürzer bei dem entsprechenden Wort. Und auch Blickkontakt, selbst Heben der Brauen wirkt bei unseren.
Ein neues Wort würde ich nicht aufbauen, das verwirrt. Sie lernen bald, dass ein bestimmtes Wort, das mit Abbruch etc. verknüpft ist, durchaus noch eine strengere Bedeutung kriegen kann- durch die Höhe der Stimme. Und durch knapp sein.
lg
Kathrin -
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Meine wissen, dass wenn ich leise werde es Zeit ist zu kommen :)
Dein Hund wird lernen aus dir zu lesen.
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