Kleiner Vorfall... abwarten?

  • Zitat

    Dennoch bin ich der Meinung, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr...

    Und das das absoluter Quatsch ist, wurde schon mehr als einmal bewiesen. Denn viele alte Hunde (auch die 10+) aus dem Tierschutz lernen noch sehr viel.
    Davon ab, man lernt immer - auch wenn man schläft.

  • Jetzt muss ich auch mal ganz kurz meinen Senf dazu abgeben:

    Ist jedem bewußt, das hier von einem Junghund gesprochen wird, der 21 Wochen alt ist? In dem Alter konnte mein Streberlein bestimmt auch schon viel: aufs Sofa hüpfen obwohl nicht erwünscht, Crocs kauen, obwohl ebenfalls nicht erwünscht, angesabberte Kauknochen im Bett verstecken.... usw. Wenn nicht viel Ablenkung war, er gedanklich bei mir und es nicht grad um eine seiner Lieblingbeschäftigungen gind, dann hat er auch ein "Nein" verstanden. Ansonsten war ich viel damit beschäftigt ihm zu zeigen, welches Verhalten ich besser finde und wie wir auf einen Nenner kommen, mit dem Beide gut leben können.
    Aber weder denke ich das ein Hund in dem Alter in jeder Situation in der Lage ist ein "Nein" wahrzunehmen, noch dazu die Bedeutung abzurufen, zu verstehen und dann auch noch umzusetzen.

    Jeder hier berichtet von den Umstruckturierungen während der Pubertät, das die Hunde gelerntes kurzfristig vergessen, so wirken als haben sie Bohnen in den Ohren....

    Aber das "Nein" beim Fransen kauen oder was auch immer, das muss ein jeder Hund in jeder Situation und vor allen Dingen in jeder Altersspanne verstehen und umsetzen. :???:

    Nur mal so zum drüber nachdenken!!!!!

  • Zitat

    Dennoch bin ich der Meinung, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr...


    Dieser Spruch mag durchaus auf viele Menschen zu treffen, ein Hund aber lernt bis zum Schluß dazu.


    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Quebec nein ich bin kein Hund aber ich kommuniziere in diesem Fall mit einem Hund..klar maßregle ich auf andere Art und Weise wie ein Hund aber das Muster bleibt das Gleiche und somit für meinen HUND besser zu verstehen als Menschliches Verhalten. (Mit Muster meine ich das Agression einem Ranghöheren Rudelmitglied zu einer Strafe führt) Ein Hund ist da wohl klüger als die meisten Menschen..er kann durch beobachten lernen und weiß wie ich mich verhalte wenn ich ihn loben.maßregeln oder sonstwas von ihm will...
    Aber ich sage auch jeder solls so machen wie ers richtig findet..du wirst sich für deine Methoden genauso logische Argumente finden wie ich für meine...aber deshalb ist noch lange keine Methode besser oder schlechter oder effektiver als die andere

  • Zitat

    ...
    Meine Gegenfrage bezüglich großer, kräftiger Rassen war provokativ, denn, auch wenn nun einige das Gegenteil behaupten, glaube ich nicht, dass Menschen (die eigentlich nicht einmal einen Bezug zum Hund haben) sich wirklich trauen, einen der oben genannten Rassen, wenn der schon droht, vom Teppich zu schubsen.
    Es besteht immer die Möglichkeit der Eskalation (ok, bei Mozart ging es gut aus).
    Also überlege ich mir eine, für mich, günstige Strategie, damit ich nicht mit dem Hund raufen müsste.
    .....

    Also ich weiß nicht - wenn ich nen 21 Wochen alten Rottweile hätte (egal wie schwer), und der würde (typisch Junghund halt, so wie ein Kleinkind eben auch mal fünfmal zum Essen gerufen werden muß, weil die Barbie oder der Fußball gerade interessanter sind) mich anknurren, um zu testen, wie weit er gehen kann, dann würde ich den vom Teppich schubsen (notfalls eben alternativ frontal und energisch auftretend auf ihn zugehen, um ihn zum Weggehen zu bringen). Wenn ich mich das beim Junghund nicht mehr traue (der von Anfang an bei mir lebt und mich kennt und ich ihn; oder den ich regelmäßig sitte und daher kenne) - dann würde ich mich ernsthaft fragen, was ich mit so nem "Kalb" will, wenn der erst mal ausgewachsen ist...... Natürlich gibt es die Möglichkeit, Alternativen anzubieten und den Hund wegzulocken - aber lernt er tatsächlich daraus, daß ich nicht mag, daß er den Teppich anknabbert? Oder lernt er dabei, wenn er den Teppich anknabbert, wird er hergerufen und kriegt ein Leckerli? (Stichwort Verhaltenskette)

    Klar, wenn das wer ist, der nicht so den Bezug zum Hund hat (wie Du ja schreibst), dem würde ich eher empfehlen, mit dem Halter Rücksprache zu halten und mit diesem zu klären, daß er seinem Hund das beibringt, daß Teppiche tabu sind (oder eben einfach den Teppich für die Zeit des Zahnens zu entfernen...*gg Einfachste Lösung, aber eben nur für diese eine Situation, das wird sich das Austesten dann eben woandershin verlagern....). Aber ich würde den Hund auch nicht bei jemandem lassen in einem Alter, von dem ich weiß, daß der Hund Grenzen austesten könnte - es sei denn, ich kenne denjenigen, und weiß, daß der damit umgehen könnte - so wie hier eben gezeigt: Blümeleins Mutter hat intuitiv gezeigt, daß sie es ernst meint. Und in dem Alter sind sie doch noch schön leicht zu beeindrucken, wenn man sich ein wenig energisch zeigt.... *gg

    Daß der Junghund in so einer Situation gleich zupacken wird beim nächsten Mal, bezweifle ich, da ja sonst im Alltag (davon gehe ich mal aus bei Blümelein) das Knurren nicht verboten wird. Ich glaube, die kleinen Racker können ganz gut unterscheiden, ob sie das Knurren generell verboten kriegen (und dann daher irgendwann fast zwangsläufig etwas "handfester" kommunizieren müssen), oder dies nur eine einmalige Reaktion auf ihre eigene Frechheit war. Ich denke daher, der Kleine wird sich an der Mutter nicht mehr so schnell austesten, weil er gesehen hat, sie zeigt Grenzen auf und besteht auf deren Einhaltung.

    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    Das erwarte ich von einem 2 jährigen Hund. Aber nicht von einem 21 Wochen alten Junghund.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs


    ...aber wie solls der 2jährige zeigen, wenn Du das nicht dem 21-wöchigen schon klar machst.... Und ganz ehrlich - mit 5 Monaten haben meine Hunde schon gewußt, was nein heißt (auch ohne großes Üben, rein von meiner Körpersprache und ernstem Tonfall her), und Blümelein schreibt, daß ihrer das auch schon kann.

    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    ...... Scheinbar nicht, sonst hätte der Hund auch bei deiner Mutter auf das Nein reagiert. Entsprechend hat er das Signal vielleicht mit dir generalisiert, aber nicht mit deiner Mutter und wenn Ihr alle in einem Haushalt lebt. Dann sollte das schon so sein, daß die Signale von allen Bewohnern des Haushaltes gegeben und eingehalten werden können...


    ... und genau das hat der Hund jetzt gemerkt - so what?....

    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    .....Wenn auf ein "Nein oder Aus" noch nicht reagiert wird, wird abgelenkt. Nichts ist leichter als einen verspielten Junghund ohne Konflikte aus unerwünschtem Verhalten zu holen. Dabei bleibe ich und bin immer gut gefahren.....

    ...aber warum willst Du den Konflikt in dem Moment meiden? Mich interessiert das wirklich. Mein Gedanke zu dem Moment ist: der Hund testet an, völlig natürlich in dem Alter, die probieren halt mal, wie weit sie gehen können bei welcher Person. Wenn Du mit 21 Wochen in so einem Fall dem Konflikt bewußt durch Ablenkung aus dem Weg gehst - dann schiebst Du es doch nur auf, dem Hund zu erklären, wer da was zu knurren/entscheiden hat. Sprich, besteht da nicht die Gefahr, daß Du den Konflikt dann womöglich irgendwann später hast, wenn der Hund ausgewachsen ist, wesentlich kräftiger, wesentlich selbstbewußter - was machst Du dann? Oder meinst Du, der Hund gibt irgendwann das Austesten auf, nur weil er erwachsen wird? Das klingt für mich nicht logisch.... Aber bei Dir muß es ja geklappt haben, sonst würdest Du das nicht so erklären - also klär mich auf, damit ich net dumm sterben muß..... ;-)

    LG,
    BieBoss
    (die von ihren 5 bzw. 9 Kilo Hund bisher nicht gefressen wurde, auch wenn sie mal körperlich wurde mit Wegschubsen.... *gg)

  • Zitat

    ...
    zu 1. Ich bin kein Hund, darum werde ich auch nicht wie einer agieren. Oder bellst Du, wenn Du deinem Hund Hörzeichen gibst?

    2. Der Junghund wird abgelenkt, bevor er einen Grund hat, aggressiv zu werden.

    zu 1.: Aber Du als Mensch bist intelligenter als der Hund, und der versteht ja zunächst Deine Sprache nicht. Also begibt man sich normalerweise kommunikativ auf ein Kommunikations-Niveau, das der Hund versteht. und was macht ein Hund, der einem anderen etwas abluchsen möchte? Der kommt ja nicht mit ner Wurst an..... Geht also niht darum, daß Du so tun sollst wie ein Hund, sondern Dich auf dem hund verständliche Weise ausdrücken mußt als Mensch.

    2. Das ist natürlich die beste Lösung. Hier also Teppich rechtzeitig wegräumen. Aber wenn die Situation eben schon mal da ist, sprich, er hört nicht auf das Verbot, und knurrt dafür noch - wie kann ich dann ablenken, ohne beim Hund den Eindruck zu erwecken, daß ich das Knurren in dem Moment respektiere, und er beim nächsten Mal damit ebenfalls weiterkommt? Ich hätte da wie vorher schon beschrieben Angst vor Verhaltensketten, wenn ich den Hund mit etwas Anderem herlocke.

    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    ...
    Aber das "Nein" beim Fransen kauen oder was auch immer, das muss ein jeder Hund in jeder Situation und vor allen Dingen in jeder Altersspanne verstehen und umsetzen. :???:

    Nur mal so zum drüber nachdenken!!!!!

    ..es geht ja hier nicht darum, daß der Hund das NEIN nicht umgesetzt hat - aber er hat ja mit Knurren und einem Schnappen nachgesetzt, als dieses dann wegen nicht-Umsetzung durchgesetzt werden sollte (Stichwort Konsequenz, das predigen wir hier doch alle immer, oder?).

    DAS war ja das eigentliche Problem. Daß der Hund mal nicht auf Anhieb hört, ist ja nix Dramatisches in dem Alter.

    LG,
    BieBoss

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