Jagdtrieb kontrollierbar machen

  • Die Trainingsdisc ist ein Hilfsmittel-klar...
    Hilfsmittel sind dafür da,um wieder abgebaut zu werden...
    ich laufe nicht mit discs durch den wald,ich habe es abgebaut...heute sitzt es perfekt...;)

    Sprühhalsband,hat einmal den vorteil,dass du viel schneller agieren kannst.Du drückst schneller,und der hund kann eher verknüpfen,was du ihm damit untersagen wolltest.
    Natürlich erst nur dann,wenn du sofort im anschluss drückst,Fakt ist:unerwünschtes verhalten sollte im ansatz unterbunden werden!

    Wasserpistolen sind völliger quatsch...;)
    das ähnliche prinzip,nur dass du als otto normaler mensch mit ner wasserpistole KEINE 10-20 meter spritzen kannst...;)
    also ich könnts nicht,und bewunder jeden der es kann;)

  • Achso, die Zahl an Hunden, die durch Discs oder Sprühhalsbänder (zzzzisch) Geräuschängste entwickeln ist sehr hoch. Das überträgt sich dann auch rasch auf alle möglichen Alltagsgeräusche, und dann gibts ganz schnell erst ach so mutige Hunde, die nicht mehr ohne Zittern aus dem Haus gehen können.

    Wenn du das Risiko einer erheblichen Lebensqualitätsminderung des Hundes eingehen willst, nur zu.

  • ohoh;)

    also meine Hunde haben eine hohe lebensqualität-Sie können ohne leine und halsband immer laufen...sind kontrollierbar...
    Und stell dir vor...sie sind kein bisschen geräuschempfindlich...

    Apropos:fällt dir in der Küche ab und an auch mal ein Topf auf den boden?Ist dein hund nun auch geräuschempfindlich?;)

    Es führen mehrere Wege nach Rom...
    es gibt nicht DIE methode...gibt es nicht,gab es nie,wird es nie geben!

    Hilfsmittel müssen nach gebrauch abgebaut werden...das ist der sinn der sache...und mal ganz ehrlich...
    Lieber zieh ich meinem hund ein Sprüher an,und mach dreimal alles richtig,sodass ich ihn in zukunft ein leben in freheit schenken kann,als wenn ich ihn ein leben lang,an der leine lasse,weil es sein kann,dass er jeden moment weg ist...

    gerade bei HUnden mit entsprechender Vorgeschichte,die man evtl nicht nachvollziehen kann,aber mekr dass sein leben nicht gut gewesen ist,und/oder der hund nie klare grenzen bekommen hat,sind solche hilfsmittel ab und an auc sinnvoller,als den immer bieten und betteln,wattebauschwerfern,und und und...:"ja komm doch bitte her,dutzi,dutzi du..."...

    klasse:)

  • Hi,

    ich habe einen Weimaraner und wundere mich immer wieder wieviele Leute Probleme mit ihren Nichtjagdhunden haben. Also was den Jagdtrieb betrifft.

    Ich habe es eigentlich ganz einfach gelöst. Haust Du ab, haue ich auch ab. Das hat bei meinem Mamakind durchschlagend gewirkt.

    Hätte ich diese Probleme würde ich auch Hilfsmittel in Erwägung ziehen. Und das könnte auch ein Sprühhalsband sein. Die Gefahr das dem Hund (oder anderen) was passiert ist einfach zu hoch. Da kann ich mich nicht um das seelische Befinden des Hundes kümmern.

    Mein Hund z.B. gibt keine Beute ab. Ich habe mich lange von ihm "verarschen" lassen. Bis ich es satt war. Er hatte die Chance den Ball abzugeben hat diese aber nicht genutzt.

    Daraufhin habe ich kommentarlos einen Eimer mit Wasser befüllt und dem Hund genauso kommentarlos über den Kopf geschüttet. Hat gewirkt und der Hund hat keinen Schaden genommen. Bis auf den Verlust seines Balls.

  • Also..nicht nur Jagdhunde haben Jagdtrieb...das ist schwachsinn;)

    hättest du mal eine meiner Hündinen erleben müssen als ich sie übernahm mit 7 jahren...
    Sie ist ein Border Collie/Cattle dog mix...mit der härte eines echten Hüters..;)das hat sie mir auch gezeigt,und hat mich aber sowas von ignoriert...
    ich hätte mit nem halben rind in der hand rum wedeln können und sie ist trotzdem weiter,und hat ihr ding durchgezogen...
    Sie hat durchaus schon erfahrung mit Wild gemacht...

    Ich habe 16 wochen mit ihr intensiv trainiert,trainingstagebuch geführt,und in der zeit über 4000 mal unser abbruchsignal konditioniert...und siehe da...Danach war sie komplett abrufbar,hat sie wiold gesehen,hat sie sich abgelegt und gewartet...


    Das Motto:haust du ab hau ich ab,kann bei hunden klappen die eher auf den menschen geprägt sind...Doch jetzt bei meinen Hunden war es immer anders-Menschen?och...die sind halt mal da...sind nicht toll...es lohnt sich einfach nicht da hin zu gehen.!
    Und vorallem Hunde,die immer machen durften was sie wollten,bekommt man schwerer raus aus ihrem erlernten schema als einer,den man von welpen an hat.Da kann man nämlich gleich alles so lenken wie man es will,was man bei enem erwachsenen TS hund,mit vorgeschichte nicht machen kann!

  • das nicht nur Jagdhunde Jagdtrieb haben habe ich so auch nicht sagen wollen.

    Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte eher das ich verwundert bin wie easy das bei meinem Vollblutjäger zu handeln ist. Die erste Frage wenn ich neue Leute treffe ist immer: Und wie machst Du das mit dem Jagdtrieb? Diese Leute erzählen mir dann immer das sie schon stundenlang auf ihren Hund warten mussten, weil dieser besseres zu tun hatte.

    Ja und mit dem selber abhauen ist natürlich nur bei einem stark geprägten Hund möglich. Sollte auch keine Empfehlung sein.

    Mein Hund musste nur einmal total verwirrt durch den Wald rasen weil er mich nicht finden konnte. (Ich hatte ihn im Auge) Danach nie wieder. Das saß.

    Dafür haben wir ganz andere Baustellen, eben weil ich mich von Anfang an auf denJagdtrieb konzentriert habe. Da sind andere Sachen nach hinten gerückt.

  • Hm... gerade bei Deinem Sensibelchen müsste ein "Anschnauzen" eigentlich wunderbar wirken. Von den Halsbändern, Disc, whatever... Joah, sind schon ok als Hilfsmittel. Um zu verdeutlichen, das Frauchen das echt nicht witzig findet. Aber mE geht das auch mit Stimme, Knurren oder so. Du kennst Emi ja, und sie weiß genau, wie lange sie mich verschaukeln kann ;-)... Und tut es auch *lach*

    Und zum Unterschied: naja, der einzige Unterschied ist der Reiz und die Vorhersehbarkeit des Reizes.

  • Zitat

    Mein Hund musste nur einmal total verwirrt durch den Wald rasen weil er mich nicht finden konnte. (Ich hatte ihn im Auge) Danach nie wieder. Das saß.

    Ein Jagdhund rennt eigentlich nicht verwirrt durch den Wald, sondern weiß genau wo er ist. Und wo Frauchen ist. Er findet mich auch wenn ich nicht auf ihn warte. Und zur Not läuft er alleine nach Hause. Der Hund ist intelligenter als ihr denkt, wenn es um seine Haut geht.
    Also bei meinem Hund hätte die Taktik nicht gewirkt.

    Eines Tages bin ich ihm mit dem Fahrrad hinterher gefahren. Als sich unsere Wege kreuzten, schaute er total verdaddert. An dieser Stelle hätte er mich nicht erwartet. "Vereinbart" war dort, wo er entschwand.

  • wenn du dich mit dem gedanken trägst, ein sprühhalsband zu benutzen (was ich persönlich nicht grundsätzlich verurteile, es kommt eben darauf an, wie es benutzt wird), wäre es sehr wichtig, dass du dich einmal mit verschiedenen dingen beschäftigst.

    welches verhalten deines hundes möchtest du kontrollieren? das jagen besteht aus zig verschiedenen sequenzen. das jagen an sich unter verbot zu stellen, würde bedeuten, dass du jedes scnüffeln, jedes rennen, jedes buddeln verbieten müsstest. das wäre mit sicherheit absolut tierschutzrelevant und höchstwahrscheinlich nciht konsequent durchführbar.

    was sicherlich vernünftig wäre, ist das erarbeiten eines gut sitzenden abbruchsingals, das immer und konsequent durchgesetzt wird, erst einmal abseits vom jagen, gekoppelt mit einem motivierenden alternativverhalten (z.b. dem suchen und bringen des dummys).

    also z.b. ein positiv aufgebautes "stop"-signal, ein superpfiff oder ein positiv aufgebautes "down".

    je nach hundetyp wählst du das passende kommando aus. dieses wird positiv und klar aufgebaut, erst in nideriger reizlage (zu hause), dann in höherer reizlage (z.b. an der reizangel).

    hast du schon einmal mit der reizangel gearbeitet?

    in der aufbauphase muss der hund erst einmal lernen, das kommando IMMER zu befolgen, sonst bleibt der erfolg aus.

    erst dann kann man sich mit dem gedanken tragen, ein solches kommando abzusichern.

    ich würde dir raten hierzu einen trainer zu rate zu ziehen, der sich mit solchen methoden auskennt.

    du musst dir also um folgende dinge gedanken machen:

    1.was für ein abbruchsignal möchte ich einführen?
    2. wie möchte ich es einführen?
    3. was ist das alternativverhalten, das ventil für den hund (gaaaanz wichtig!!)?
    4. in welchen situationen benutze ich dieses signal?
    5. wie steigere ich langsam die reizlage?
    6. wie sichere ich es ab?

    zusätzlich dazu brauchst du ein saumäßig gutes timing und du musst deinen hund perfekt lessen zu können, um rechtzeitig abzubrechen. hier kann dir ein guter trainer sicherlich behilflich sein.

    denn, wenn du hier fehler machst sind die gefahren einer fehlverknüpfung bzw. einer erlernten hilflosigkeit nicht gerade gering, zusätzlich dazu kann es auch völlig nutzlos sein, solche methoden anzuwenden.

  • Mal ne ganz andere Idee, einfach solange mit Schleppleine Arbeiten und das auch direkt am Wild bis selbst da der Abruf Funktioniert.

    Hab es mit meinem Jagdhund-mix so gemacht. 8 Monate non Stop Schleppleine. Dann über den letzten Winter konnte er Freilaufen und bei der Brutzeit wieder Schleppleine.

    Diese Woche ist der 2 mal hinter Vögeln her, lies sich aber Abrufen nach 5 Metern hinterher Hetzen.

    Hab hier auch das Glück das ich eine Umgebung habe wo wir jeden Tag Wildtiere sehen. Bei Vögeln bin ich mit ihm an der Schleppleine auch drauf zugegangen und hab ihn fürs Stehn bleiben belohnt. Auch wen das stehen bleiben anfangs nur war, weil ich mich an der Schlepp zu ihm geangelt hatte.

    Als der Begriffen hatte Wildtiere sehen bedeutet auch von Frauchen Leckerlies bekommen, kam dann der Abruf dran. Als das dann klappte bin ich sogar ne stufe weiter und im Fuß an Wildtieren vorbei.

    Der Abruf klappte auch meist, weil ich mit freudiger Stimme ihn gerufen hatte und viel gelobt hatte. Quasi "toll du hast nen Wildtier entdeckt"

    Da seh ich dann eben auch das problem an der Disc und am Sprühhalsband. Dann fällt das ja weg dem Hund zu vermitteln "Toll das du ein Wildtier gesehen hast, hol dir bei mir dafür die Belohnung ab".

    Es gibt auch immer für den erfolgreichen Abruf vom Wild eine Super Belohnung. letztes Jahr hat ich als Zugvögel hier auf den Wiesen hockten auch öfter Hühner Herzen dabei.

    Vielleicht versuchst es ja auch mal auf diesem Weg. Kann dir für diesen Weg empfehlen öfter in nem Tierpark Spazieren zu gehen und auch öfter in die Stadt zu gehen (an Tauben üben). Und immer wenn du Wildtiere siehst, lieber zusammen mit dem Hund drauf zuzugehen dem Hund ein Stop Signal beizubringen, als den Jagdtrieb über Strafe Kontrollieren zu wollen.

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