Hilfe! Bin momentan echt überfordert..:-(
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Fräulein Smilla -
5. Oktober 2011 um 19:50
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Soooo,
hallo erstmal...

Ich muss sagen, ich habe lange mit mir gehadert, einen solchen Thread zu erstellen..., aber nun muss es einfach mal raus! (ACHTUNG, ROMAN!)
Tja, nur wo am besten anfangen?!
Also, wir haben eine eineinhalb jährige Golden Retriever Hündin, die, abgesehen von ihrem doch recht ordentlichen Jagdtrieb, nie wirkliche Probleme gemacht hat. Klar, es gab immer mal Kleinigkeiten über die man sich aufregen konnte, aber sonst war sie echt immer super und ich war oft so stolz, dass sie so "gut geraten" ist..

Nun ist es so, dass wir im Januar Nachwuchs erwarten..., geplanten und wir freuen uns total! Klar, dass sich das Leben etwas ändert, wenn man ein Kind erwartet..., aber eigentlich ist, abgesehen von einigen Kleinigkeiten, wie z.B. dass ich jetzt zu Hause bin und unsere gemeinsamen Gassirunden teilweise etwas kürzer oder langsamer ausfallen, alles beim Alten.. Gut, ich muss zugeben, meine Gedanken kreisen jetzt fast ausschließlich ums Baby, aber wenn ich mich mit Smilla beschäftige, achte ich schon darauf, dass ich mich auf sie konzentriere, ebenso natürlich bei Gassirunden.
Trotzdem ist es leider so, dass sie sich seit etwa 2 Monaten völlig daneben benimmt. Es hat damit angefangen, dass sie plötzlich extrem auf Männer reagiert hat, wenn ich mit ihr unterwegs war, so dass ich sie jetzt immer auf Abstand halte. Trotzdem hat sie dollen Stress, wenn sich uns einer nähert.. Unsere Hundetrainerin hat das so analysiert, dass sie mich verteidigen möchte. Also versuche ich nun, ihr zu verstehen zu geben, dass sie das nicht zu regeln hat. Klappt auch ganz gut, seitdem wir eben wissen, was das soll..
Seit etwa einem Monat kommen fast täglich neue Probleme hinzu.. Angefangen hat es damit, dass sie plötzlich nicht mehr wusste, wie sie ordentlich an der Schlepp zu gehen hat, d.h. sie hat nicht am Ende gewartet, sondern es war fast permanent Zug auf der Leine. Da das ja völlig kontraproduktiv ist, haben wir da schnell gegengewirkt, und mit Hilfe des Clickers hat sie es auch schnel wieder verstanden und verinnerlicht. Als ich anfing, mich darüber zu freuen, fing Smilla pötzlich wieder an, Fährten nachzugehen, was wir eigentlich auch schon ganz gut unter Kontrolle hatten.. Hier haben wir bislang wenig Fortschritte machen können..., wenn etwas allzu verlockend riecht, lässt sie sich oft nur durch das Ende der Schlepp bremsen.. Genauso verhält es sich, wenn sie in der Ferne irgendwas sich bewegendes entdeckt (Hunde, Radfahrer, Wild, Vögell, etc.).. Hier ist das Problem vor allem, dass ein 32kg Hund schon ordentlich Wumms hat, und das Erreichen des Endes der Schlepp (auch wenn ich sie aufwickel) für uns beide einfach sehr unangenehm ist. Nachdem ich es ein paar Mal ausgehalten habe, und hinterher direkt Schmerzen im Unterleib hatte, habe ich jetzt auch schon zwei Mal losgelassen aus Angst vor dem Ruck.. :/
Ein weiteres Problem ist pötzlich wieder die Leinenführigkeit.. Hier waren wir fast Profis und die Streber in der HuSchu.. Und jetzt ist alles wie gelöscht..., jeden Abend habe ich einen Tennisarm..
Tja, hinzu kommt, dass sie plötzlich wieder anfängt, unsere Nachbarn, die sie von Beginn an kennt, anzubellen. Heute hat sie unseren kleinen dreijährigen Nachbarsjungen so angekläfft, dass er vor Schreck angefangen hat zu weinen..
Also, zusammengefasst kann man sagen, dass alles, was wir uns in den letzten eineinhalb Jahren erarbeitet haben, wie gelöscht scheint.. Unsere Trainerin meint, das liegt sowohl an einem pubertären Schub, als eben auch daran, dass sich unser Leben so sehr verändert. Aber das tut es doch momentan noch gar nicht..., wie soll das denn erst werden, wenn das Baby da ist?!
Ich muss sagen, ich habe einfach Angst vor den nächsten Monaten.. Angst davor, wie das überhaupt so wird, und davor, dass mir bzw. meinem Baby mal was passiert bei einem von Smillas "Aussetzern".. Außerdem verliere ich so langsam die Lust daran, mit ihr zu gehen, weil ich fast jedes Mal heulend und/oder mit Unterleibsschmerzen zurückkomme.. Auf der anderen Seite habe ich ständig ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mal etwas auf der Couch ausruhe, weil ich befürchte, dass der Hund zu kurz kommt..
Ich habe das Gefühl, wie stecken ein wenig in einem Teufelskreislauf, aus dem es (so offensichtlich) kein Entrinnen gibt: Smilla benimmt sich daneben --> ich habe das Gefühl, versagt zu haben --> selbstsicheres Verhalten meinerseits ist gleich null --> Smilla macht, was sie will etc. pp.Ich weiß nicht, ob mir jemand von euch helfen kann oder mag, oder ob ihr nur alle den Kopf schüttelt und denkt "Das hätte die doch vorher wissen müssen"..., keine Ahnung..., in erster Linie geht es mir darum, dass ich mich einfach mal ausheulen musste.. Also danke an alle, die sich den kompletten Beitrag angetan haben!!!
Liebe und etwas verzweifelte Grüße von Jule und Smilla
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5. Oktober 2011 um 19:50
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Hilfe! Bin momentan echt überfordert..:-( - Vor einem Moment
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Hallo,
also ich finde das jetzt gar nicht mal so unnormal. Denn sie ist ja noch jung und noch lange nicht fertig. Da gehören so Phasen einfach noch dazu. Ausserdem denke ich bekommt sie die Veränderung mit und vielleicht weiss sie auch nicht wirklich wie sie damit umgehen soll.
Aber ich find das jetzt nicht so überraschend
da probieren sie halt immer mal wieder aus.
Die Profis hier können sicher mehr sagen! -
Mag ja sein..., die Frage, die ich mir stelle ist eben nur, wenn sie schon so stark reagiert, wenn ich "nur" schwanger bin, wie stark wird dann wohl erst die Veränderung, wenn das Baby da ist?!
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Lass dich mal drücken.
Das hört sich ja reichlich anstrengend und quälend an,...
Letztlich halte ich alle von dir geschilderten Probleme für lösbar, was Smillas Verhalten angeht. Training, Konsequenz, vielleicht auch Umorganisierung einiger Hunderunden (dass jemand dir welche abnimmt) usw.
Aber ich sehe da noch eine andere Ebene, die Frage, ob sich deine Haltung zu Smilla geändert hat.
Das passiert manchen, zB durch eine Schwangerschaft.
Da spielen auch die Hormone eine Rolle. Aber auch die Frage: Welche Rolle hatte der Hund bisher in meinem Leben?
Jetzt mal ganz platt und gerade heraus: Wenn der Hund Kindersatz war und es kommt ein "echtes" Kind, kann der Hund damit überflüssig sein.Wenn der Hund aber Gefährte war, vor der Schwangerschaft, dann kann er auch an deiner Seite sein, wenn du Mutter bist.
Hast du keine Bilder in dir, wie dein Kind mit Smilla aufwächst?
- Der Rest ist lösbar, da bin ich sicher.
Und wie immer: Die Wahrheit und die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist am Wichtigsten.
Es gibt so vieles, was sich gerade in deinem Leben ändert und worauf du dich innerlich vorzubereiten versuchst - da kann vieles überfordern, das muss nicht Smilla sein, auch wenn es dir jetzt so vorkommt. -
Ich denke auch, dass es "Normal" ist. Erstens ist sie noch in einer schwierigen Phase und möchte halt noch etwas erproben. Zweitens merkt sie ja auch deine Veränderung. Du riechst jetzt anders, du reagierst anders, dein Partner verhält sich anders... Das sind alles Faktoren, die deine Hündin doch sehr durcheinander bringen.
Wie ein Leben mit Baby ausschaut kann ich dir nicht sagen. Aber wichtig ist, dass Smilla immer noch einen Platz in deinem Leben hat und sie auch ihren gewohnten Ablauf bekommt. Ich denke, deine Hündin wird sich gut als Familienhund machen. Lass ihr nur etwas Zeit und verzweifle nicht. ;-)
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Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Schangerschaft!
Ich könnte mir auch vorstellen, dass ihr gerade in einem Teufelskreis steckt und das alles in einer Zeit, in der du noch viele andere Dinge im Kopf hast und deine Hündin vielleicht auch gerade einen Entwicklungsschub hat.Gibt es denn jemanden, der dich ein bisschen entlasten kann mit Smilla? Wie benimmt sie sich, wenn dein Mann mit ihr spazieren geht? Ein großer Hund, der "unbeherrscht" in die Leine rennt ist nun mal nicht lustig, ich kann verstehen, dass das für dich sehr unangenehm ist. Und dann macht man sich ja Sorgen wegen der SW und man wird angespannt und sauer auf den Hund und der rennt dann ganz bestimmt noch einmal in die Leine... :solace:
Vielleicht kannst du es ja organisieren, dass zumindest ab und zu jemand anders eine größere Runde mit Smilla drehen kann?
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Zitat
Lass dich mal drücken.
Dankeschön...!
ZitatDas hört sich ja reichlich anstrengend und quälend an,...
Letztlich halte ich alle von dir geschilderten Probleme für lösbar, was Smillas Verhalten angeht. Training, Konsequenz, vielleicht auch Umorganisierung einiger Hunderunden (dass jemand dir welche abnimmt) usw.
Ja, ist es irgendwie auch!
Und ja, lösbar sind sie sicher..., ich habe nur die Befürchtung dass ich das in den verbleibenden 3 Monaten nicht mehr schaffe und dass ich dann Baby und Chaoshund auf einmal hab..
Mein Freund nimmt mir ja auch, so gut es geht, das Gassigehen ab, und wir haben auch Bekannte mit Hunden in der Nähe, die sie gern immer mal für ein paar Stündchen nehmen.. Aber dann kommt eben immer wieder dieses schlechte Gewissen, erstens weil ich denke, dass das dann verpasstes Training ist, und zweitens weil sie mir dann fehlt..
ZitatAber ich sehe da noch eine andere Ebene, die Frage, ob sich deine Haltung zu Smilla geändert hat.
Das passiert manchen, zB durch eine Schwangerschaft.
Da spielen auch die Hormone eine Rolle. Aber auch die Frage: Welche Rolle hatte der Hund bisher in meinem Leben?
Jetzt mal ganz platt und gerade heraus: Wenn der Hund Kindersatz war und es kommt ein "echtes" Kind, kann der Hund damit überflüssig sein.Wenn der Hund aber Gefährte war, vor der Schwangerschaft, dann kann er auch an deiner Seite sein, wenn du Mutter bist.
Also ich denke, Kinderersatz war sie nie..., aber ich muss schon sagen, dass sich vor der Schwangerschaft meine Welt schon stark um den Hund gedreht hat, was sich jetzt schon etwas geändert hat. Aber überflüssig ist und wird sie nicht sein, da bin ich mir schon recht sicher!
ZitatHast du keine Bilder in dir, wie dein Kind mit Smilla aufwächst?
Oh doch, sicher, die gibt es, und ich bin mir so sicher, dass sie das super meistern wird!
ZitatEs gibt so vieles, was sich gerade in deinem Leben ändert und worauf du dich innerlich vorzubereiten versuchst - da kann vieles überfordern, das muss nicht Smilla sein, auch wenn es dir jetzt so vorkommt.
Das kann natürlich sein..., es ist eh vieles Neue und das kommt dazu..., wobei ja die Frage ist, ob Smilla vielleicht sogar so reagiert, weil sie merkt, dass ich momentan eh den Kopf voll hab?

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Du musst doch kein schlechtes Gewissen haben, wenn du Smilla von jemand anderem betreuen lässt! (Es sei denn, sie wird von dem anderen geschlagen, getreten und an einer Kette angebunden
).
Alles, was dich jetzt entlastet, entlastet doch auch euer Verhältnis, genieße die Zeit, die du dann für dich hast und freue dich, wenn Smilla wieder da ist und du mit ihr kuscheln kannst. -
Danke für deine lieben Worte, Donnerunddoria!!!
Und ich weiß, dass ich dieses schlechte Gewissen nicht haben muss. Trotzdem isses da... :/
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Ich denke auch das Smilla einfach merkt, dass sich grad sehr viel in eurem Leben ändert. Das ist halt so und auch wenn ihr sie nicht anders behandelt, sie "nur" etwas weniger Aufmerksamkeit bekommt, reicht das vielleicht für sie schon. Es gibt Hunde die sehr, sehr sensibel auf solche Änderungen reagieren. Gib ihr Zeit sich daran zu gewöhnen und arbeite so gut du kannst mit ihr. Dann kommt halt eben noch die Phase ihres Alters hinzu. Sie ist noch nicht fertig und merkt, dass du nicht so kannst wie du wohl möchtest. Da versucht sie eventuell auch ein bisschen was auszunutzen. Aber das ist schwer zu beurteilen, wenn man euch nicht kennt und nicht sieht.
Als meine Freundinnen schwanger waren (die alle Hunde haben), habe ich ihnen auch ab und zu die Hunde abgenommen. Ich habe das immer sehr, sehr gern gemacht. Nutze diese Möglichkeit, wenn du sie hast. Das ist für den Hund gut und für dich auch. Du kannst dich dann entspannter um sie kümmern, wenn sie wieder da ist und Smilla wird gut ausgelastet. Da brauchst du auch kein schlechtes Gewissen haben!
Vielleicht kannst du dir auch mal einen Zettel machen und überlegen was sich verändert hat gegenüber früher und was sich auch verändern wird. Diese Veränderungen könntest du schon jetzt langsam einführen, damit der Schnitt nicht so hart ist.
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