Staendiges Hochspringen abgewoehnen

  • Ich habe in den via suchfunktion gefundenen Beitraegen bisher leider keine passende Antwort gefunden, deswegen der neue Thread.

    Es geht darum, dass ich meinem hund das STAENDIGE an-mir-hochspringen abgewoehnen moechte.

    Kurz zu ihrer geschichte:
    urspruenglich ein strassenhund, ist sie mir heuer im april "zugelaufen" (etwa 2-5 jahre alt).
    sie braucht relativ viel aufmerksamkeit, ist sehr verspielt und sehr, sehr auf mich bezogen.

    sie ist meistens draussen im garten, darf auch nur hin und wieder ins haus rein (bei schlechtem wetter natuerlich, wenn ich alleine zuhause bin immer, oder wenn die anderen familienmitglieder nichts dagegen einzuwenden haben).
    ich bin auch der, der die meiste zeit mit ihr verbringt - also ich bin sehr oft mit ihr draussen zum rumtollen oder rumsitzen oder runden-drehen oder einfach miteinander-zeit-verbringen...

    dass ich fuer sie die bezugsperson nummer 1 bin, ist also klar.

    die bevorzugte aufmerksamkeit mir gegenueber ist ja auch okay, allerdings springt sie DAUERND an mir hoch sobald ich in die naehe komme.
    anfangs dachte ich, sie braucht einfach aufmerksamkeit...

    aber ich meine langsam, dass meine aufmersamkeit das verhalten noch verschlimmert!
    liegt sie zb im haus schlafend am boden waehrend ich ruhig am bett oder im stuhl sitze und ich stehe dann auf um auf toilette zu gehen, so springt sie auf, rennt mir nach und springt dabei andauernd an mir hoch!

    ich kann irgendwie nicht glauben, dass sie "einfach nur spielen" will, denn der hund hat zuvor wie gesagt geschlafen - keine spur von spieltrieb!

    ich hab mir auch schon ueberlegt, dass sie eine art "trennungsangst" haben koennte.. allerdings finde ich das recht kontrovers zu der tatsache, dass sie zuvor ein strassenhund(!) war, also staendig gewohnt, allein zu sein.

    es ist egal, ob sie sich draussen oder drinnen aufhaelt - sobald ich in die szene trete beginnt das euphorische hochspringen. das dauert dann 1-2 minuten bis sie sich wieder beruhigt und merkt, dass ich "eh da bin"...

    ich merke, dass sie dabei voller freude ist, als waere ich stundenlang weg gewesen oder so!!
    das vertrauen zwischen ihr und mir ist 100%, also sie ist sich sicher dass ich da bin.

    kann es sein, dass ich sie nicht zuviel "draussen alleine lassen" sollte oder so??

    ich moechte ihr das echt abgewoehnen, denn es ist zum teil wirklich laestig - wenn ich zb mit saecken voller einkaeufe nach hause komme und beschaeftigt bin, diese ins haus zu bringen!


    was kann ich am besten tun damit beide zufrieden sind?!

  • Unserer springt auch noch öfters mal an uns hoch, was wir ihm abgewöhnen wollen. Man erkennt ja meistens, ob der Hund zum anspringen ansetzt. Dann blocken wir mit der Hand oder dem Knie ab, drehen uns weg und sagen deutlich "Nein". Einfach nur umdrehen und ignorieren ist auch eine Möglichkeit.

    Unserer macht es schon deutlich weniger. So schön es ja ist, wenn der Hund sich beim heimkommen augenscheinlich freut, aber das kann er auch auf andere Weise zeigen. Meine Patenkinder sind oft zu Besuch und wenn satte 29 Kg an ihnen hochspringen ist kein halten mehr. Daher absolutes No-Go.

  • Huhu,

    ich schließe mich Wuff11 an.

    Die Variante ignorieren, und dem Sprung aus dem Weg gehen, habe ich auch gemacht. Wenn meine Mädels dann den "Dreh" raus hatten und dan einfach um mich rum sind, um dann wieder mich von vorne anzuspringen, habe ich sie tatsächlich ganz ignoriert und bin einfach meinen Weg weitergegangen, auch wenn Hund vor mir gerade zum Anspringen ansetzte. Sie fiel(en) also auch mal auf die "Nase".
    Dabei habe ich auch wirklich kein sterbenswörtchen gesagt.

    Wenn dann einmal Hund vor mir steht oder sitzt, dann natürlich ruhiges Ansprechen und langsames Kraulen, weil wenn ich dann quitschig fein oder ähnliches sagen würde, würden zumindest meine Mädels wieder voll aufdrehen.

    Kann eine ganze Weile dauern. So bei meiner ersten Hündin. Oder auch schneller gehen, so wie jetzt bei unserem Zuwachs, jetzt inzwischen knapp 10 Monate alt.

    Das habe ich übrigens auch bei den FREUNDLICHEN Straßenhunden getan, die teilweise vor meiner Garage ins Gebüsch eingezogen sind und mich dann auch vor Freude ansprangen, wenn ich heimkam oder Gassi gehen wollte. Auch die haben es mir nie übel genommen. (Leider wurden sie meist dann doch irgendwann erschossen - So geht man hier das "Problem" Straßenhunde an. Nur einer hat jetzt hoffentlich ein schönes Zuhause, denn der wurde scheinbar samt Wassernapf eines Nachmittags mitgenommen, weil er vermutlich ein guter Wachhund zu sein schien, denn kein Fremder durfte sich meiner Gartentür nähern, ohne dass er verbellt wurde, war aber mit lieben Worten und Leckerchen zu ködern. :hust: )

    Grüße, auch an die "Straßengöre",
    Trööt

  • Ich glaube, je nach Hund klappt das eine gut, das andere weniger gut ... bei uns z.B. war (und ist) es so, dass es Mina wenig juckt wenn man sich wegdreht, sie ignoriert o.ä. - das klappte witzigerweise aber hervorragend, als wir ihr die "Beisshemmung" nachträglich beigepult haben; was aber wirkt, ist, sie wegzuschubsen - nicht brutal oder mit roher Gewalt, sondern einfach "abwehren" quasi. Ruhig ein wenig rüde, aber eben nicht brutal. Und auch wenn jetzt sicher viele "Meideverhalten" schreien - niemand tut ihr weh dabei, es ist nicht grob, aber sie versteht es so eindeutig besser. Auch in anderen Situationen, wie ich schonmal in einem anderen Thread schrieb - körperliches begreift sie, sie spricht sehr auf Körpersprache an. Wenn ich mir meinen Hund mit anderen Hunden angucke, sagt sie/die anderen auch nicht "würdest du bitte mal weggehen"? :p

    Und auch bei Fremden interessiert es sie null wenn jemand "nein" sagt oder weggeht - abwehren aber schon. Sich im Anschluss kurz abzuwenden, mag nicht verkehrt sein.
    Unser Trainer damals hat uns erst darauf gebracht es so zu versuchen (zuvor haben wir uns auch immer weggedreht) - sie sprang ihn an, er wehrte sie abwärts ab, sie setzte sich wedelnd vor ihn und versuchte es seither nie wieder.
    Wenn es also mit dem Ignorieren klappt, ist das toll. Ansonsten ist abwehren unserer Erfahrung nach auch eine Methode, die auch bei vielen anderen uns mittlerweile bekannten Hunden fruchtet - mehr als umdrehen oder ein "nein".

  • hallo
    also ich kenn es so. hört sich zwar immer rabiat an aber hilft. wenn der hund hochspringt, knie anwinkeln. den hund natürlich keinen kinnhaken geben, nur so das er mit den pfoten keinen halt bekommt. meinen erfahrungen nach macht er das 3-4x und dann nicht mehr.... ;-)

  • Zitat

    hallo
    also ich kenn es so. hört sich zwar immer rabiat an aber hilft. wenn der hund hochspringt, knie anwinkeln. den hund natürlich keinen kinnhaken geben, nur so das er mit den pfoten keinen halt bekommt. meinen erfahrungen nach macht er das 3-4x und dann nicht mehr.... ;-)

    Das hat ne Freundin mit ihren Rüden auch so gemacht. Find ich jetzt nicht optimal, denn je nach Hund hat man dem Tier schnell mal das Knie in den Bauch gerammt. :verzweifelt:

    Das Abwehrverhalten von Elataia finde ich da weitaus besser.
    So mach ich es mit Liz auch. Sie springt mich an, und während ich schon in der wegdreh Bewegung bin, bekommt sie von mir nen kleinen Schubs nach unten. (manchmal ist es soagar nur nen Schubser mit der Hüfte ...)
    Hab ich ein paar mal machen müssen, nun springt sie nicht mehr.

  • Zitat

    Das hat ne Freundin mit ihren Rüden auch so gemacht. Find ich jetzt nicht optimal, denn je nach Hund hat man dem Tier schnell mal das Knie in den Bauch gerammt. :verzweifelt:

    Das Abwehrverhalten von Elataia finde ich da weitaus besser.
    So mach ich es mit Liz auch. Sie springt mich an, und während ich schon in der wegdreh Bewegung bin, bekommt sie von mir nen kleinen Schubs nach unten. (manchmal ist es soagar nur nen Schubser mit der Hüfte ...)
    Hab ich ein paar mal machen müssen, nun springt sie nicht mehr.


    Genau so, und es tut keinem weh :)
    Knie hochziehen funktioniert im Grunde ja nicht anders, da muss man eben nur aufpassen dass man es nicht zu ruckartig hochzieht und wirklich den Hund "tritt"; ich bin dafür sicher zu ungeschickt, daher lasse ich das lieber und bleibe beim "abwehren" ;)

  • Viele gute Tipps!

    Aber warum soll der Hund immer draußen sein? Was macht ihr im Winter? Ein Hund möchte bei seiner Familie sein. Gerade wenn es ein Straßenhund war, kann man eine Bindung doch nicht mal schnell durch die Terassentür aufbauen.

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