Mittel zum Bestrafen
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Gast19870 -
1. Oktober 2011 um 15:59
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Ich habe grad überlegt wie ich Schara strafe.
Gut ja, ein lautes Nein kommt schon mal. Das muss bei uns leider sehr laut und deutlich mit viel Körpersprache sein, mangels ihres Gehöres.
Wenn sie meint sie müsse andere Hunde anpöpeln wird sie geblockt. Ist das Strafe? Eher nicht, oder? Wenn das Blocken funktioniert und sie sich auf mich konzentriert wird sie gelobt. Mittlerweile funktioniert das sehr gut.
Eigentlich wird sie nicht gestraft. Mal ignoriert, aber hauptsächlich belohnt.
Wenn sie im Laden mal nach vorne geht wo sie nicht hin darf, wird sie wieder nach hinten geschickt. Da reicht ein Fingerzeig. Was sollte ich da strafen?
Wissentlich weh tun wollte ich ihr nicht. - Vor einem Moment
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Zitat
Wenn sie meint sie müsse andere Hunde anpöpeln wird sie geblockt. Ist das Strafe? Eher nicht, oder?Dafür müßte man darüber sprechen, was für eine Strafe gemeint ist. Strafe nach den Lerngesetzen oder nach dem menschlichen und subjektivem empfinden. Nach den Lerngesetzen strafst du, nach dem menschlichen empfinden nicht :) .
Strafen tue ich eigentlich relativ wenig und je nach Hund wird es unterschiedlich empfunden. Wenn ich die Stimme erhebe, dann weiß Max, dass er irgendwas übertrieben hat aber ist ansonsten relativ unbeeindruckt davon. Bei Mr. Big führt selbiges zu einem halben Herzinfakt und für ihn ist schon das erheben der Stimme definitiv eine Strafe.
Hier fliegt auch mal die Leine und ich stampfe auch schonmal mit dem Fuß auf den Boden oder "bedrohe" körpersprachlich.
Mittlerweile ist mehr auch absolut nicht mehr nötig, da beide Jungs gut erzogen sind (das ist ja auch wieder rein subjektiv) oder sagen wir es so ... Max ist gut erzogen und Biggi braucht noch etwas aber bei ihm würde man sich mit Strafen nur die Zähne ausbeißen :) .
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Ich habe schon mit folgenden Dingen gearbeitet:
- grobes wegdrängen, beim versuchten pöbeln/fixieren bei Kira garnicht, bei Luna, wenn sie mal wieder nervös ist, aufdreht und mich anrempelt/-springt- ein kurzer Ruck an der Leine, jedoch nicht permanent oder zum trainieren der Leinenführigkeit eigentlich auch nur bei Luna, wenn sie meint, wieder an der langen Leine im Deschirr zu hängen
- NEIN! auch mal gebrüllt ich bin Ruhrpottkind, wenn ich brülle ists nen EYYYY und höchste Eisenbahn für die Damen
- der Erschreckeffekt (Leine geworfen ) eigentlich ein No-Go, denn Kira kriecht dann und Luna erschreckt sich, außer die ist im Jagdmodus, aber dann interessiert es sie nicht
- aus dem Zimmer schicken (anfangs wenn sie sehr aufdringlich war) tja, ich hab eine 1-Zimmer-Wohnung *lach* aber auf den platz schicken, wenn se mich nerven
- durch eine Wendung den Hund selber volle Kanne in die Leine laufen lassen (Geschirr) garnicht ... sollte Luna rein rennen, liegt es an Wild und ich bleibe dabei stehen, da steckt Kraft genug hinter
Mir geht es darum, dass es mich interessiert, mit was ihr so (mit Erfolg?) arbeitet, oder ob ihr bei manchen Sachen sagt, das ist ein NoGo für euch und warum :)
machen wir doch mal kurz und schmerzlos
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- Leine werfe ich nur, wenn er im Freilauf an Hündinnen-Pisse leckt...
Darf ich fragen, warum?
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Ist ja auch immer die Frage was man unter Strafe versteht. Rempelt mich ein Hund an, rempel ich zurück. Hab meinen Hund auch schon "über den Haufen gerannt" wenn er sich so gar nicht benommen hat. Wegschicken gibts bei uns auch.
Bei meiner Hündin muss man aufpassen, die war ja so ein panik hund. Bei ihr habe ich vor ner weile mal die leine in der hand in
Ihre richtung "geschleudert" (ich hab sie nicht losgelassen). Grund: sie läuft super am Pferd, das einzigste Problem was wir hatten: parriere ich durch fängt sie irgendann an wild kläffend ums pferd zu rennen. Egal was ich versucht habe, es hat nicht geholfen. 2x das mit der leine und seit dem läuft sie super locker und entspannt mit. -
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Ich verstehe nicht wirklich warum Strafe bei den meisten Hundehaltern so verpönt ist. Sicher muß man differenzieren in welcher Form gemaßregelt wird. Aber...
Man betrachte einmal Hunde untereinander. Wenn mein Rüde seine Tochter maßregelt geht er nicht gerade zimperlich mit ihr um. Ebenso unsere Hündin. Wirds zuviel, knallts. Einmal kurz und heftig und dann ist alles wieder gut. Ich maßregel auch. Wenn alle im Garten am Zaun pöbeln, fliegt schon mal die weiche Plastikflasche, gefüllt mit trockenen Erbsen dazwischen. Schon ist Ruhe.
Im Haus wird auch mal abgedrängt von mir und Hunde, die im Weg liegen müssen aufstehen. Auch ich hab schon an der Leine gezupft. Wohlgemerkt gezupft nicht sinnlos gezerrt oder geruckt.
Wichtig ist doch dabei das ich für die Hunde berechenbar bleibe. Angst entsteht bei ihnen erst wenn sie mich nicht mehr einschätzen können.
Zum Thema Schlüssel schmeißen, wie in einem der Posts berichtet, kann ich nur von abraten. Es ist toll wenn man mitten im Wald in einer gottvergessenen Gegend ist, den Schlüssel wirft und der Autoschlüssel dabei abbricht. Na herzlichen Glückwunsch. Und dann kein Handy dabei.
Ignorieren ist so etwas was ich nicht anwende. Der Hund lernt dabei nichts. Er macht etwas falsch, ist frech oder wie auch immer. Und was ist die Reaktion? Ignorieren. Das einzige was er dadurch lernt ist, egal wenn ich was mache es hat keine Konsequenzen für mich.
Ich bin für eine klare Sprache mit den Hunden, klare Regeln im und außer Haus. Wer sich nicht daran hält muß die Konsequenz tragen.
LG Andreas und die PON Bande
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Bei mir kommt es ganz auf den Hund an.
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- grobes wegdrängen, beim versuchten pöbeln/fixierenBei Copper, wenn ich zu spät reagiert habe und aus nem "Hund anknurren" ein fixieren und pöbeln wird
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- ein kurzer Ruck an der Leine, jedoch nicht permanent oder zum trainieren der Leinenführigkeitsiehe oben, ist halt Situationsabhängig
Wenn Breandán auf "Nein" nicht reagiert und er etwas Fressbares auf dem Gebüsch ziehen will.
War bei Teddy am Anfang auch.Zitat
- NEIN! auch mal gebrülltAlles, was sie zu unterlassen haben. Hauptsächlich Fressbares auf der Straße/im Gebüsch
Oder aber auch, wenns Fressen gibt undeiner der Wuffs nicht warten will, bis er an seinen Fressnapf darf
(Ich stell immer erst alle Näpfe auf und schicke die Hunde dann nacheinander zum Fressen. Der, der am schnellsten futtert zum Schluss)Zitat
- der Erschreckeffekt (Leine geworfen )Wenn im Freilauf mal etwas passiert. Heisst: Breani findet mal wieder was Fressbares und reagiert nicht auf "nein", oder wenn sich einer der anderen auf stur stellt und das Kommando zum herkommen ignoriert. Muss aber nicht die Leine sein, kann auch mal ein Schlüsselbund etc sein. Irgendwas, was Krach macht und ich grad dabei hab.
Oder wenn bei Copper aus Spiel plötzlich Pöbeln wird.Zitat
- aus dem Zimmer schicken (anfangs wenn sie sehr aufdringlich war)Wenn einer der Wuffs Blödsinn macht, wenn ich meine Ruhe haben will, wenn sie Besucher nicht in Ruhe lassen,...
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- durch eine Wendung den Hund selber volle Kanne in die Leine laufen lassen (Geschirr)Durch eine Wendung nicht. Eher durch einen festen Stand.
An der langen Leine damals, als Sally noch nen enormen Jagdtrieb hatte. Gleichzeitig beim "in die Leine rennen" ein "Nein" und wenn sie dann herkam, gabs ein Lob.
Bei Copper am Anfang, als er noch wirklich "wilde Sau" gespielt hat, wenn uns ein andere pöbelnder Hund entgegen kam. Und dann gleiches Prinzip wie bei Sally. "Nein" und Lob, wenn er dann zu mir kam.Mitlerweile reicht bei beiden meist ein leises aber bestimmtes "Ich warne Dich" und sie bleiben bei mir.
Sagen wir mal so. Sally, Copper & Teddy sind bei mir noch durch ne relativ "harte Schule" gegangen.
Ich versuche bei Breandán einen anderen Weg einzuschlagen.
Manchmal klappt es, manchmal gibt es aber auch "das Wort zum Sonntag".
Aber ich denke um einiges seltener, als ich bei den anderen 3 angewandt hab. Versuche in vielen Situationen gelassener zu reagieren.Ansonsten gibt es bei mir auch den verpöhnten Schnauzengriff.
Obwohl ich grad gar nicht mehr weiß, wann und in welcher Situation ich den das letzte Mal angewandt habe....Ich hab mir Copper auch schon einfach am Genick und Rücken gepackt und weggeschleudert, weil er auf nen anderen Hund drauf ist. War ne harte Reaktion, aber in solch einer Situation brauch ich nicht anfangen, es mit ihm auszudiskutieren ^^ Bei Copper hab ich im Laufe der Zeit einfach gemerkt, dass er am einfachsten zu händekn ist, wenn ich das "Zuckerbrot & Peitsche"-Prinzip anwende. Es knallt, wenn er Mist baut und wird daraufhin jedoch sogleich gelobt, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt.
Sally würde mir bei sowas die Mittelkralle zeigen und gar nix mehr machen und Teddy würd sich wohl eher einpinkeln vor Angst. (Breani glaub ich auch)
Aber bei Copper ist es das beste Prinzip. Zumindest in "Härtefallsituationen". -
- grobes Wegdrängen, beim versuchten Pöbeln/Fixieren
Die Situation haben wir nicht wirklich, wegdrängen nutze ich in anderen Situationen, z.B. wenn Mina mich auf
der Treppe von hinten mehr oder weniger über den haufen rennen will (obwohl sie hinter uns zu gehen hat, was
sie i.d.R. auch stets tut, von Anfang an so gehandhabt)- ein kurzer Ruck an der Leine, jedoch nicht permanent oder zum Trainieren der Leinenführigkeit
wurde auch mir in der 1. HuSchu als Leinenimpuls "beigebracht", und zwar GERADE zum trainieren der
Leinenführigkeit, aber auch um den Hund vom Katzenjagen etc. abzuhalten; fühlte ich mich nicht gut mit,
mache ich nicht mehr.- NEIN! auch mal gebrüllt
Jepp. Je nach Situation kommt das eh in unterschiedlicher Intensität raus, und in unterschiedlicher Schärfe
o.ä.; sitzt, wirkt, ist gut :)- der Erschreckeffekt (Leine geworfen )
wurde mir in den 1. HuSchu beigebracht - direkt neben den Hund zu pfeffern. Mein Hund wirkte aber SO
geschockt dass mir das gar nicht gefiel;
kommt bei einem Hund, der mit hoher Wahrscheinlichkeit geschlagen wurde, sicher auch nicht gut. Habe ich
also nicht übernommen. Ich werfe höchstens mal was in ihre Nähe (mittlerweile kenne ich ihre "Grenzen" da) um
ihre gebannte Aufmerksamkeit von etwas abzulenken, wenn sonst nix hilft. Aber eben wirklich in gebührendem
Abstand. So schocken wie da in der HuSchu will ich sie nicht mehr.- aus dem Zimmer schicken (anfangs wenn sie sehr aufdringlich war)
Schicken klappt nicht wirklich
aber wir geben ihr eine Auszeit wenn sie sich mal wirklich daneben benimmt,
dann darf sie außerhalb des Zimmers warten bis sie wieder rein darf. Ist aber schon lange nicht mehr "nötig"
gewesen.- durch eine Wendung den Hund selber volle Kanne in die Leine laufen lassen (Geschirr)
Jein; ich trainiere die Leinenführigkeit durch Richtungswechsel, aber volle Kanne reinrennen tut sie eigentlich
nicht. Wenn eine Situation kommen sollte wo sie wirklich lossprintet, stemme ich wohl eher die Füße in die Erde
und halte die Leine gut fest, falls das - gebrüllte - NEIN dann nicht wirkt
Abgesehen davon gibt's neben "nein" auch "pfui", benutzen wir wenn sie irgendwas fressen will (was zum Glück kaum noch vorkommt), aber das würde ich nun nicht als Bestrafung zählen ...
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Wirklich nteressanter Thread!!
Mhm..jetzt musste ich mal nen Moment überlegen, wie ich Cuba gewöhnlich für unerwünschtes Verhalten strafe..
- unerwünschtes Hochdrehen/Bellen im Haus (bei ihr dank meiner Eltern ein Mittel um Aufmerksamkeit zu bekommen) - eiskalt ignorieren
- ins Platz legen, wenn sie ihre dummen Minuten hat oder gar nicht zur Ruhe kommt (das Kommando Platz verwende ich nur im Alltag, eben z.B. für ne Auszeit, in der UO verwende ich das französische Pendant)
- das höchste der Gefühle (und nur selten notwendig) ist Blocken oder ein Klaps wenn sie z.B. sich beim Fixieren eines Balls sonst nicht ablenken lässt.Ich regle die meisten Dinge verbal, wenn mir was nicht passt, den richtigen Tonfall wählen und sie weiß "ohoh, lieber lass ich das mal schnell sein".
Dazu muss ich sagen, dass Cuba sehr klar weiß, was erlaubt ist und was nicht, das habe ich von Anfang an eindeutig abgesteckt und sie hält sich zu 99% dran. Körperlich strafen oder schimpfen mit zu drohender Körperhaltung führt bei ihr entweder zu extremem (!) Pseudobeschwichtigen (also Ohren and den Kopf, Zähne zu einem "Lächeln" blecken, Augen zukneifen und fiepsend herum"tanzen") oder dass sie aufdreht, beides nicht sehr zielführend.
Die einzigen Situationen, in denen ich bis jetzt (massiv) körperlich gestraft habe, war, a) als sie einem anderen Hund in einer Keilerei partout an die Gurgel wollte und in Rage dann auch nach mir geschnappt hat und b) als sie im Alter von ca. nem dreiviertel Jahr in pubertärem Größenwahn beim Spielen meine kleine Schwester getackert hat.
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Bei meiner Hündin ist das total situationsabhängig. Wenn sie aus Angst unerwünschtes Verhalten zeigt, zum Beispiel wenn sie den Elektriker verbellt, der plötzlich im Flur steht, dann nehme ich sie aus der Situation und gut ist. Da wird nicht bestraft.
Wenn sie richtig frech ist und zum Beispiel Nachbars Welpen verkloppen will, dann kriegt sie klipp und klar gesagt, dass ich dieses Verhalten nicht will. Beim ersten Mal habe ich sie gekniffen und dazu laut und streng "Schluss!" gerufen. Das ist unser Abbruchsignal und wird verwendet, wenn sie sich inakzeptabel verhält. Mittlerweile reicht die verbale Ermahnung.
Neulich waren wir an der Ostsee und saßen in einem offenen Restaurant. Sie lag zu meinen Füßen und in etwa 4 Meter Abstand wackelte ein uraltes Rauhhaardackelchen vorbei. Zeigte null Interesse an meiner Hündin, war nichtmal in unserer Richtung unterwegs. Meine Zicke schießt unter dem Tisch hervor und will den Kleinen vertreiben. In so einer Situation kann ich das Verhalten nicht ignorieren. Da muss eine Konsequenz her, denn im Restaurant herrscht Ruhe und wer auch immer an uns vorbeigehen will, der darf das unbeschadet tun.
Ganz ohne Strafen gehts nicht. Meine Meinung. - Vor einem Moment
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