Anderen Hund gejagt
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Hallo!
Ich weiß nicht, ob ich die Situation überbewerte, aber als es sich vorhin ereignete, war ich schon recht geschockt...
Vorhin, als ich mit Timmy im Wald Gassi ging, kam uns ein Herr mit Border Collie-Junghündin entgegen- wir trafen sie einige Tage zuvor schon einmal und Timmy beschnüffelte sie "damals" auch recht ausgiebig - doch heute lief das ganze aus den Rudern. Auch heute schnüffelte er an ihr, ich leinte ihn ab, da die Hündin auch "ohne Leine" unterwegs war und es erst so aussah, als würden die beiden unmittelbar vor'm Spielen stehen. Die Hündin ist, wie es scheint, sehr devot - sie hat sich gleich am Anfang der Begegnung auf den Rücken geworfen und auch danach noch beschwichtigt. Da sie allerdings auf Timmys Spielaufforderung einzugingen schien, dachte ich mir nichts weiter dabei. Doch urplötzlich fing Timmy an, die Hündin zu jagen. Die Arme rannte mit eingeklemmter Rute vor ihm weg - und er hinterher! Er versuchte nicht, sie zu zwicken/packen, aber ich war schon ziemlich schockiert. Der Border Collie hatte sichtlich Angst :/ Zu allem Überfluss ließ sich Timmy nicht abrufen! Das hatte ich bis dato noch nie! Er schien fast wie im Wahn. Konnte ihn die anderen Male immer aus dem Spiel abrufen, aber heute hab' ich nur recht hilflos versucht, ihn irgendwie von der Hündin wegzubekommen
Dem Halter der Hündin gelang es letzten Endes auch, ihn abzudrängen, sodass ich ihn anleinen konnte. Ich weiß nicht, was in ihn gefahren ist.Er passt sein Spiel normalerweise dem Gegenüber (groß, klein, schnell, langsam) an, pöbelt nicht rum. Ich muss dazu sagen, dass er das letzte Mal vor ca. fünf Tagen die Gelegenheit hatte, ausgiebig mit einem Artgenossen zu spielen und über 'ne Wiese zu fetzen. Täglichen Hundekontakt hat er zwar schon, aber über's Beschnüffeln, geht es teilweise nicht hinaus, da entweder der andere Hund keine Lust hat, Herrchen/Frauchen weitergehen wollen oder Timmy "die Flucht ergreift" (geschah bis dato "nur" bei Hunden, die wesentlich größer waren als er; Königspudel, DSH, große Mixe etc. - sind ihm wohl nicht ganz geheuer).
Na ja, lange Rede, kurzer Sinn: Was könnte der Auslöser für diese "Jagd" gewesen sein? Beschädigungsabsicht scheint er ja keine gehabt zu haben, wie gesagt. Wobei ich mir das bei ihm auch wirklich nur sehr schwer vorstellen kann, aber man weiß ja nie!
Na ja, wir werden in Zukunft mit Sicherheit von diesem Halter und jenem, der unmittelbar vor uns lief und es mitbekam, gemieden werden :/
Ich hoffe, dass die Hündin keinen psychischen Schaden davonträgt

Der Text ist wieder so wirr, aber ich kann meine Gedanken gar nicht richtig ordnen. Das war wirklich ... sch....
Edit: Tippfehler korrigiert...
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Also ich würde mir da keine großen Gedanken machen. Er wollte sie ja offensichlich nicht verletzen. Sonder war einfach etwas aufgedreht und wollte "fangen" spielen?!
Ich stell mir das jetzt villt falsch vor, aber ich kann an der Situation nichts besonders dramatisches erkennen. Kann halt mal passieren das ein Hund nicht so will wie der andere.
Psychische Schäden? Wegen einmal bisschen gehetzt werden? Wohl eher kaum
Dann hätten ja alle Hunde die ich kenne nen Schaden xP -
ich würde mir da auch nicht so viele Sorgen machen..
Lilly ist diese Woche schon 2 mal von sehr kleinen Hündinnen angegriffen/gebissen worden, und sie hatte vorher NICHTS gemacht.. die eine Hündin war an der Leine und hat sie angekeift, als sie näher kam.. und die andere lief wie sie frei im Feld und ist direkt auf sie losgegangen und hat zugebissen.. und Lilly geht trotzdem noch freundlich auf jeden anderen Hund zu..
also so gesehen müsste unser Hund auch schon viele Dachschäden haben :) -
Zitat
Psychische Schäden? Wegen einmal bisschen gehetzt werden? Wohl eher kaum Dann hätten ja alle Hunde die ich kenne nen Schaden xP
Wegen "einmal bisschen gehetzt" hat meine unsichere, ängstliche Hündin sehr wohl jetzt ein Problem...
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Zitat
Wegen "einmal bisschen gehetzt" hat meine unsichere, ängstliche Hündin sehr wohl jetzt ein Problem...
Unsere Tibihündin war auch immer so ein Opfer und hatte laaange daran zu knapsen. "Ein bißchen hetzen" kann sich wirklich lange bei einem unsicheren Hund auswirken.
Allerdings frage ich mich wie gut der HH seine Borderhündin lesen konnte . . . Wenn mein Hund schon am Anfang so extrem unterwürfig ist und zur Flucht neigt, würde ich anders agieren. -
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Hallo Mondstein,
wie alt ist denn dein Hund, wenn ich fragen darf?
Für mich klingt das nicht wirklich nach Spiel in dem Sinne, wo die Rollen auch mal von den Hunden getauscht werden.
Du schreibst, dass der Junghund mit eingeklemmter Rute deinem Hund davon gelaufen ist.
Für das Verhalten beider Hunde kann es verschiedene Gründe geben.
Vielleicht stecken die Hormone dahinter, dass die Junghündin evtl. bald geschlechtsreif wird....
Vielleicht hat dein Hund das gerochen und sie deshalb gehetzt....Vielleicht steckt in deinem Hund aber auch ein kleiner Jäger und der Bewegungsreiz der Junghündin hat ihn immer weiter hochgeschaukelt....
Anders kann ich es mir nicht erklären, wenn er, wie beschrieben in seinem Rausch war...
Sollte die Variante "Jagen b.z.w. hetzen" dahinter stecken, heißt das nicht automatisch, dass er Verletzungs - od. Tötungsabsicht haben muss, weil auch die Hatz schon ausreichend für Adrenalinschübe sorgt.
Dem hinzuzufügen ist, dass manche Rassen speziell dorthin gezüchtet wurden - also nur zu hetzen, ohne zu töten.Ich hoffe, du findest noch den Grund dafür, damit du daran arbeiten kannst.
L.G., Claudia.
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Das Problem ist dabei die Lernerfahrung.
Er lernt dadurch, dass er unsichere Hunde mobben kann, indem er sie vor sich her hetzt.
Die nächste Instanz kann sein, dass er schnappt.
Bei Bibo hat es ähnlich angefangen.
Da hilft nur den Rückruf ganz neu aufzubauen und zu festigen.
Ansonsten mit Schleppleine sichern.Und ja, die Hündin kann dadurch sicherlich einen Schaden davon tragen.
Je nachdem, wie sensibel ein Hund ist, kann ihn das sehr lange begleiten. :/ -
Was ich allerdings auch nicht verstehe, dass der andere Hundehalter nicht entsprechend reagiert hat, als du dabei warst, deinen Hund abzuleinen.
Wenn er die Hündin ohne Leine laufen lässt, hatte sie doch sicher zuvor bereits Kontakt zu anderen Artgenossen.
Diese Unterwürfigkeit bemerkt man doch normalerweise als HH....
Ob ein Hund Schaden davon trägt hängt vom Wesen des einzelnen Hundes ab.
Gute Nacht.
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Zitat
Das Problem ist dabei die Lernerfahrung.
Er lernt dadurch, dass er unsichere Hunde mobben kann, indem er sie vor sich her hetzt.
Die nächste Instanz kann sein, dass er schnappt. :/Das kommt noch dazu - also nicht nur die Junghündin kann daraus negative Konsequenzen an den Tag legen, sondern auch dein Hund.
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Meine Große hat das auch mal gemacht, mit einer sehr unsicheren, ängstlichen Hündin. Die Hündin hatte etwa die gleiche Größe wie Mia, ich schätze, sie war ein Aussi-Mix.
Ich muss bei meiner Großen sehr aufpassen, dass sie unsichere Hunde nicht mobbt. Mit selbstbewussten oder entspannten Hunden kommt sie gut klar. Ist ein Hund aber extrem unsicher/ ängstlich, kann sie richtig ätzend werden. Aufpassen muss ich immer, wie sich Hundebegegnungen gestalten. Und notfalls auch mal einen Schrei los lassen ... dann lässt sie das Zicken/ Mobben in der Regel sein. - Vor einem Moment
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