Berührungsangst ??

  • Ich hab so meinen Probleme unseren Rüden (1 Jahr alt ) an jeder Stelle seines Körpers anfassen zu können. :???:
    Er lässt sich einfach nicht an den Hinderbeinen und am Schwanz anfassen. Warum das so ist-keine Ahnung.
    Heute morgen hatte er an seinen Hinderbeinen ,Klätten hängen die ich ihm rauß machen wollte. Das war ein Drama. Er weigerte sich mit aller Macht. Bis jetzt hab ich es nicht geschafft. Das große Problem kommt irgendwann wenn er beim TA mal Fieber gemessen bekommt. da dreht er ganz durch.

    Ich habe schon einiges ausprobiert. Ablenken mit Leckerli, ruhig hinlegen und dann vorsichtig anfassen. Ich habe ihn angebunden und dann versucht ihn ganz vorsichig dort zu berühren auch das geht schief.

    Schmerzen kann er nicht haben denn er tobt mit mir rum und verhällt sich sonst ganz normal.

    Habt ihr noch Ideen wie ich ihm das beibringen kann das er sich hinten rum anfassen lässt ??

  • Seit wann besteht das Problem denn?

    Herumspringen und Toben ist kein Indikator dafür, dass er keine Schmerzen hat. Meine BC-Hündin ist auch immer getobt und gesprungen und hat schwere Schäden an der Wirbelsäule. Auch sie will und wollte nie hintenrum angefasst werden, was ich aber natürlich trotzdem geübt habe.

    Wie sieht es denn bei den Eltern aus? Sind die HD-frei? Alles in Ordnung mit dem Bewegungsapparat?

    Viele Grüße
    Corinna

  • Hallo,

    Du sagst Du hast es mit Ablenkung versucht. Sehr viel anders würde ich es auch nicht machen.
    Evtl was voll tolles geben und dann vorsichtig üben.
    Kong, Schweineohr, ect sind sehr beliebt. Musst Du rausfinden, was er so mag.
    Fang erstmal an, ihn da nur zu streicheln, später, so zu tun, als ob Du z.b. Flöhe sucht, also das Fell etwas auseinander und dann immer mehr steigern, aber nicht zu schnell ;)
    Ansonsten wirklich mal beim TA gucken lassen, ob er nicht doch Schmerzen hat.

    Liebe Grüße

  • Ja , beide Eltern sind gesund haben keine Probleme. Das Problem besteht seid ich ihm vor ein paar Monaten eine Zecke aus dem Hinderbein entfernt habe. dabei ist aber nichts passiert. Die zecke war schon groß und hat sich ohne weiteres entfernen lassen.

  • Moin,

    bei meinem Hund war das lange in der Kopfgegend ein echtes Drama. Ablenken konnte man da auch knicken, das ging schlecht.

    Ich habe es mit einem Signal belegt - wenn ich ihm im Kopfbereich anfasse, gibt es vorher ein "Ruhig!"; das heißt so viel wie: "Es wird jetzt unangenehm, aber wenn du ruhig hälst, ist alles ok und es lohnt sich."
    Zuerst habe ich einfach nur die Schnauze kurz berührt, wenn er dabei ruhig hielt, sofort belohnt. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich mit beiden Händen seinen Kopf "packen" kann (nicht, dass ich das besonders oft tue, aber als er das Ohr gelocht bekam, war es z.B. nötig) und er dabei trotzdem ganz entspannt bleibt.
    Nun trainieren wir das mit Werkzeugen, also, dass er auch ruhig bleibt, wenn ich z.B. mit einer Schere ankomme, das ist nämlich ein großer Graus für ihn.

    Allerdings kann auch nur ich das machen, einen TA oder auch schon meine Eltern lässt er da nicht ran.

    Liebe Grüße

  • Eigenartig ist ja, das ich ihn vollständig kämmen kann. das lässt er sich auch hinten rum gefallen,obwohl es manchmal ziepst .denn er hat gerade da hinten ganz schön lange Haare. Aber wehe die Hand kommt. Ich kann mir das einfach nicht erklären. Habe desswegen meinen Bruder angerufen- ob im Welpenalter schon mal irgend etwas passiert ist . Aber der verneint.

  • Wenn eine medizinische Ursache ausgeschlossen ist, würde ich es über Clicker trainieren und dabei mit dem HandRÜCKEN anfangen.. Berühre ihn mit dem Handrücken und arbeite dich dabei langsam die Wirbelsäule runter. Jeden Tag ein Stückchen näher in die betreffende Region. Lass ihn zusehen, was du da machst.. Manchmal haben Hunde mit einer Berührung über den Handrücken weniger Probleme, als mit der Handfläche.

    Zusätzlich würde ich noch Tellington Touch empfehlen, dass kann gerade bei berührungsempfindlichen Hunden Wunder wirken.
    So habe ich es bei meinem Rüden Sam gemacht, de ließ sich anfangs ja ab den Schulterblättern gar nicht anfassen..

  • Das ist eigentlich ein normales Verhalten, das viele Hunde haben. Viele Hunde mögen es nicht an den Gliedmaßen berührt zu werden und da ist hinten meist noch unangenehmer als vorne. Wenn Hunde ernst machen, gehen sie unter anderem an die Läufe - besonders die hinteren - um diese zu brechen und den Gegner damit Kampfunfähig zu machen.
    Da kann man nur ganz langsam und mit viel Geduld üben, das man die Füße berühren kann und man muss da von leichten Streichungen (und im Zweifel erst mal mit einer Gerte oder Fliegenklatsche und nicht direkt mit der Hand) beginnen und sich dann langsam vortasten. Der Hund sollte dabei entspannt sein und es sollte gutes Verhalten direkt belohnt werden und zwar richtig gut. Während der Übung sollten man ganz ruhig mit dem Hund sprechen. In einer Sequenz sollten nicht mehr als 3 -5 Streichungen oder Halten stecken und das kann man immer mal über den Tag verteilen.
    Meist akzeptieren Hunde sehr schnell, das es nichts schlimmes ist, überall berührt zu werden.

    Bei der Klette würde ich jetzt erst einmal kurzen Prozess machen. Was muss, das muss.

  • Zitat

    Ich habe schon einiges ausprobiert. Ablenken mit Leckerli, ruhig hinlegen und dann vorsichtig anfassen. Ich habe ihn angebunden und dann versucht ihn ganz vorsichig dort zu berühren auch das geht schief.


    Nicht mit Leckerchen ablenken, sondern die Berührung mit Leckerchen belohnen. Wie Julia schon schreibt, funktioniert dies mit dem "Clicker" sehr gut:
    Hund auf Clicker konditionieren, dann an noch akzeptierten Körperstellen mit der Hand berühren und sofort Click/Belohnung (Leckerchen). Viele Wiederholungen. Mit viel Geduld und vielen Clicks/Belohnung(Leckerchen) an die Problemzonen heranclicken.
    Wenn du geschickt vorgehst, wird dir dein Jungspund bald von allein erwartungsvoll den Po entgegen strecken. ;)

    LG

  • Hallo,

    meine Erfahrungen sind:
    je mehr der Mensch das möchte um so mehr weigert sich der Hund.

    Schon alleine die Gedanken reichen aus, so kommt es mir zumindest vor.

    Filou lies sich auch nicht an den Pfoten anfassen.
    Mittlerweile kann ich ihm die Pfoten sauber machen ohne Probleme. Pfote gibt er aber keine...(was mir auch nicht wichtig ist).

    Ich habe das so gemacht, dass ich ihn beim Trockenrubbeln nach einem Regenspaziergang immer mal wie beiläufig die Pfoten runtergefahren bin.
    Er liebt es wenn man ihn durchknetet am Körper und dabei bin ich dann kurz die Pfoten runter und wieder hoch.
    Völlig zwangfrei und ohne Bestechung, denn das hat gar nicht geklappt bei ihm.
    Ich sags ja: GEDANKENLESEN

    Je unbefangener und lockerer ich war um so lockerer war er.

    Versuch es mal locker anzugehen und docktere nicht dran rum. Versuch vor allem nicht alles Mögliche um an die Pfoten zu kommen.

    Manchmal hilft es auch draußen im Freien solche Pflegemaßnahmen vorzunehmen.

    Wenn ich Filou mit einer Schere in der Wohnung komme, dann kann ich das komplett vergessen.
    Draußen im Feld kann ich überall ran mit der Schere ohne, dass es irgendwelche Probleme gibt.

    Versuch die Kletten bei einem Spaziergang rauszumachen, vielleicht hast Du da mehr Glück bis es in der Wohnung wieder klappt.

    Liebe Grüße

    Steffi

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