Hund aus neuer Familie nehmen?

  • Hallo ihr lieben,

    wie einige ja wissen habe ich Anfang diesen Jahres einen Pflegling zu mir genommen.
    Die kleine Tia blieb ca drei Monate bei uns und wurde dann an eine Familie vermittelt. Allerdings mit einem mulmigen Gefühl im Bauch meinerseits.

    Nungut, dann passierte folgendes:

    Ostern wollte diese Familie Tia das erste mal wieder zurück geben. Als ich dann Kontakt aufgenommen habe, hieß es sie behalten den Hund doch und suchen sich Hilfe bei der Problematik. (Tia hat angeblich das kleinere Kind - sechs oder sieben Jahre) angeknurrt und nach ihr geschnappt)

    Vor ca zwei Wochen dann kam eine E mail, das Tia das größere Kind ins Gesicht gebissen hätte. (keine größeren Verletzungen) Das Kind (ca 12 - 14 Jahre) hätte auf dem sofa etwas gegessen, und Tia kam aus dem nichts und hätte sie gebissen.
    Also wollten sie den Hund wieder zurück geben.
    Am nächsten Tag habe ich dort angerufen, und oh Wunder, sie wollen den Hund behalten und sich nen Trainer suchen.
    Als ich eine Woche später angerufen habe um mich nach dem Stand der Dinge zu informieren, hieß es der Hund würde sich benehmen und nen Trainer haben sie noch nicht.

    Das habe ich entsprechend der Orga mitgeteilt und gehofft das diese sich mit der Mutter in Verbindung setzt und einen Nachweis verlangt das mit dem Hund gearbeitet wird.
    Es wurde mit der Familie eine Frist vereinbart in der sie sich nachweißlich externe Hilfe holen sollten, ansonsten könnte es auch sein das Tia aus der Familie genommen wird.

    Letzte Woche dann bekam ich eine SMS von der Mutter. Sie entschuldigte sich das sie sich nicht gemeldet habe (hat niemand verlangt), und erklärte weshalb sie noch nicht mit Tia hätte arbeiten können.
    Die eine Tochter war im Urlaub, die andere draussen mit Freunden unterwegs. Aber wenn die Kinder wieder zu Hause sind, will sie anfangen.

    Wenn ich kurz überlege - seit Ostern hatte sie Zeit "anzufangen", und wieder ist keine Sprache von einem Trainer der zumindest mal drüber schaut!

    Ich habe die Frau dann nocheinmal darauf hingewiesen das sie sich einen Trainer holen soll und nicht alleine mit dem Hund und den Kindern arbeiten soll. Das klappt seit Monaten nicht - und ich habe nicht den Eindruck das sie wirklich wissen was sie tun!

    Nun ist die Frist fast abgelaufen. Meine Orga meinte das sie kaum eine Chance hätten den Hund wieder zu bekommen - das wäre eben sehr langwierig und da sie nicht misshandelt wird oder ähnliches ...

    Wie seht ihr die Sache? Was kann ich tun? Reagiere ich vielleicht über?

    Ich habe wirklich ernsthafte Bedenken das Tie zu einem Hund wird der tatsächlich irgendwann ein Kind gebissen hat weil einfach an dem erkannten Problem nicht gearbeitet wurde.
    Und wenn die Familie an dem Problem nicht arbeitet, nimmt sie ganz bewusst in Kauf das 1. ein Kind verletzt werden könnte und 2. ein Hund ein Rückläufer wird und es sehr schwer haben wird wieder eine Familie zu finden.

    Tia hatte mit meiner Tochter nie Probleme solange sich mein Kind entsprechend zu Verhalten wußte. Ich versteh da ganze auch nicht. Klar sie ist ein Terrier und entsprechend speziell in einigen Dingen. Aber muß es denn soweit kommen?

    Hilfe gemeinsam nach einem Trainer zu suchen wurde von der Familie abgelehnt, Besuche sind unerwünscht - ich war ja nur die Pflegestelle ...

    Ich bin ratlos! Am liebsten würd ich morgen da hin fahren und den Hund verlangen ... :(

  • Hallo Amare

    Am meisten wird sicher die Orga erreichen können, kann nicht jemand von denen mit der Familie einen Termin vereinbaren und vorbeifahren?
    Wende dich doch noch mal an die und bitte sie, der Familie auf die Sprünge zu helfen.

    Das scheint ja schon beim ersten Mal Eindruck gemacht zu haben, wie du an der SMS der Mutter sehen konntest.

    So wie du die Situation schilderst, brauchen die einen Tritt in den Po, damit sie sich bewegen.
    Der Wille ist grundsätzlich da, aber dann passiert nichts.
    Vielleicht kann die Orga vor Ort mit der Mutter schriftlich Termine vereinbaren, bis dann und dann muss ein Trainer beauftragt sein, dann und dann hat die erste Stunde spätestens stattzufinden.

    Ich teile deine Bedenken.

  • Hm, das Problem ist das die Orga ca 300 km weit weg sitzt und es eine wirklich kleine Organisation ist.
    Die Vermittlung von Tia und die Betreuung liegt hier eben in meiner Hand. Ich spreche mich zwar mit der Orga immer ab - aber umsetzten muß ich das dann hier vor Ort.

    Die OrgaChefin will zwar nochmal mit der Familie telefonieren, aber ich denke da wird auch nur "ja und Amen" geasgt - und im Endeffekt passiert da nix ...

  • Hallo,

    was ich nicht verstehe: Warum vermittelt man einen Hund an eine Familie, wenn man ein "mulmiges Gefühl" im Bauch hat?

    Ich denke nicht, dass die Möglichkeit besteht, den Hund dort rauzuholen.

    Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Familie von dem sicher gut gemeinten Einmischen eher genervt ist, als dass sie sich darüber freut.

    Die Orga kann eine Nachkontrolle machen oder auch zwei und dabei noch einmal auf die Thematik und die Wichtigkeit der Hinzuziehung eines Trainers hinweisen.

    Viele Grüße

    Doris

  • Ich denke nicht, dass du überreagierst und kann gut nachvollziehen, dass du den Hund lieber heute als morgen dort wegholen würdest.
    So wie es klingt wird es auf Dauer nicht gut gehen und die Leute auch nichts unternehmen bis es endgültig zu spät ist.

    ABER egal ob du oder die Orga da hinfahren und den Hund zurück verlangt, so lange die Familie nicht gewillt ist den Hund abzugeben, werdet ihr da nichts erreichen können.

  • Hey Doris ...

    Ich habe meine Bedenken bzgl. der Kinder der orga ja auch mitgeteilt. Aber diese war der Meinung das es schon passen würde, und die Familie sich mit Tia zusammenrauft. Nunja, wenn ich gesagt bekomme der Hund geht dorthin - was soll ich machen???

    Klar werden die genervt sein, aber sie haben seit Monaten versprochen zu handeln und es passiert einfach nix. :sad2:

  • Zitat

    Nunja, wenn ich gesagt bekomme der Hund geht dorthin - was soll ich machen???

    Das kang anders:

    Zitat

    Die Vermittlung von Tia und die Betreuung liegt hier eben in meiner Hand.

    Du hast keine Möglichkeit, wenn die Familie nicht kooperativ ist. Und die Orga auch nicht.

    Du kannst einzig beim nächsten Anruf, dass der Hund weg soll, SOFORT ins Auto springen und den Hund holen, bevor die Familie die Meinung wieder ändert. Solltest Du davon ausgehen, dass das eintritt, kläre das mit der Orga, damit Ihr im Falle des Falles einen Rücknahme-Vertrag bereit liegen habt, der von der Familie unterschrieben wird.

    Umso wichtiger finde ich, als Pflegestelle vertraglich zu vereinbaren, dass man selbst das letzte Wort hat, was die Vermittlung anbelangt. Denn keiner kennt den Hund so gut wie Du.

    Liebe Grüße

    Doris

  • Ja Doris, du hast völlig Recht mit der Vereinbarung über das letzte Wort.
    Tia war mein erster Pflegling, und leider ist mir eben dieser Fehler unterlaufen.

    Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Es ist so das ich die Interessenten hier vor Ort besuche, mit Ihnen Gassi gehe und Ihnen jederzeit die Möglichkeit des kennenlernens gebe.
    Am Ende entscheidet die Erga ob der Hund vermittelt wird,oder nicht. Ich kann nur mein Bauchgefühl und meinen Eindruck schildern.
    Natürlich habe ich mich auch leiten lassen von der Meinung das sich alles einspielen wird. Ich war vielleicht doch zu blauäugig/ naiv und hab mich auf die Erfahrungen in Bezug auf die Vermittlung auf die Orga verlassen? Ich weiß es nicht ... und es ärgert mich sehr.

    Am Wochenende wollen wir der Familie auf jeden Fall einen spontanen Besuch abstatten und sehen was nun tatsächlich der Stand der Dinge ist.
    Die letzte Äusserung die wir bekommen haben war sinngemäß: Wir haben nicht mit dem Hund gearbeitet, nun liegt es an Euche ob ihr Tia wieder mitnehmt.

    Ich weiß nicht was ich machen soll.
    Auf der einen Seite wünsche ich ihr ein Heim und ich weiß das die Kinder und die Mutter den Hund wirklich mögen.
    Auf der anderen Seite sehe ich das nicht an dem Problem gearbeitet wird, und so wie ich Tia kennenglernt habe wird sich das eben steigern. So lange bis sie wirklich mal richtig beisst ...

  • Warum hattet du eigentlich ein mulmiges Gefühl?
    Was hat denn die Famile für einen Eindruck gemacht?

  • Ich würde Dir raten: Geh hin, mach eine Nachkontrolle und sprich Deine Bedenken in einem persönlichen Gespräch nochmal ganz konkret an.
    Wenn die Familie Tia wirklich liebt, wirst Du sie ja vielleicht doch von einem Training überzeugen können, oder aber viellecith davon, den hund besser in erfahrenere Hände zu geben. Von Auge zu Auge fruchtet so etwas meist besser, als am Telefon.

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