Futter verdienen / Leckerchen ja - nein

  • Hallo,
    Ich wollte gerne mal eure Meinung wissen zu einem Thema das mich zur Zeit sehr beschäftigt. Von Anfang an habe ich Sumo - jetzt 8 Monate viel draußen aus der Hand gefüttert . Meistens mache ich das so das er auf der Morgenrunde sein ganzes Frühstück bekommt , für Fußlaufen oder Sitz vor der Straßenüberquerung oder auch bei Übungen wie ..im Platz liegen bleiben während ich weggehe. Selbst wenn wir morgens zusammen mit ihm und Thori rausgehen bleibt er meistens ohne Leine an meiner Seite , was ich dann auch ab und zu mit Leckerchen oder eben seinem Futter belohne. Ich gebe auch nicht immer was , sondern belohne ich auch oft nur mit Worten, oder auch mal mit etwas streicheln . Jetzt habe ich aber von einer Trainerin einen Rüffel bekommen - ich soll den Hund nicht so vollstopfen, er müsste auch ohne Futter gehorchen . Und im Angebot einer Hundeschule habe ich sinngemäß gelesen das sie keine Hunde wollen die sich nur für Leckereien ihren Haltern zuwenden , sondern halt Hunde die sich ohne alles dem Menschen zuwenden.
    Aber hier habe ich dann wohl den Denkfehler ...wie soll sich der Hund denn dann, wie es so oft empfohlen wird ,sein Futter erarbeiten ?

  • Zitat


    Jetzt habe ich aber von einer Trainerin einen Rüffel bekommen


    vergiß die trainerin und suche dir eine andere. ;)
    wenn du belohnst und nicht nur lockst, machst du es schon richtig.

    gruß marion

  • Ich mach das derzeit auch so, eine Mahlzeit am Tag (ich fütter morgens und abends) muss sie sich "erarbeiten" mit UO, ruhig an anderen Hunden/Fußgängern/Joggern/Radfahrern vorbeigehen, Distanzkontrolle etc.pp. Es gab mal ne Zeit, da hat sie ihr Futter nicht als Belohnung akzeptiert, aber seit einigen Tagen tut sie's. Find ich auch gut. Stell Dir vor, der Hund frißt 2x am Tag und unterwegs gibts noch Lecker; der wird ja schneckefett! Und wie Marion schon schrieb, Du setzt es ja als Belohnung ein und nicht als Lockmittel. Also mach weiter so und vergiß die Trainerin. Den von Dir beschriebenen Text habe ich auch auf der HP einer HuSchu gelesen: MEINER! Dort war ich aber nur zum Einzeltraining, erst wurde ohne Lecker gearbeitet und dann wurden die Lecker als Belohnung/Bestärkung eingesetzt. Auf dem HuPla der HuSchu sind Lecker und Spieli bei Strafe verboten.

    LG Marion

  • Zitat

    Auf dem HuPla der HuSchu sind Lecker und Spieli bei Strafe verboten.


    beides? warum das? wie bestätigt ihr den hund da? komischer verein. :hust:

    gruß marion

  • Zitat

    beides? warum das? wie bestätigt ihr den hund da? komischer verein. :hust:

    gruß marion


    Dem schließe ich mich an... Wie soll das gehen???
    Ganz kommt man um das Konditionieren ja wohl nicht rum... :???:
    Und was ist mit Triebwechsel und Impulskontrolle??? Wie soll das ohne Spieli gehen?
    Oder nehmen die da nur "Plüschtiere" an?

  • Yanie
    Ich bin auch der Meinung, dass ein Hund hören sollte, auch wenn er kein Futter dafür bekommt. So wie ich dich verstanden habe belohnst du ja variabel, d.h. dein Hund erwartet nicht zwingend ständig eine Belohnung und du belohnst auch mal mit streicheln und nicht nur mit Lecker.

    In meinen Augen machst du das genau richtig und von daher denke ich, dass du in der Hundeschule nicht glücklich werden wirst, denn der Ansatz dieser Hundeschule ist ein komplett anderer als das was du machst. Für andere Hundehalter mag es das richtige sein, wenn mir diese Einstellung auch zu massiv ist.

    Wenn ein Hund etwas wirklich kann, dann belohne ich auch nicht mehr mit Leckerlie, dann gibt es in größeren Abständen mal ne Belohnung (sei es nun ein Lecker, körperliches Lob oder Spieli) aber grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll damit zu arbeiten, grade wenn man neue Sachen trainiert.

    Eigentlich ist es ja gradezu vorbildlich, dass du deinen Hund das Futter erarbeiten läßt, deswegen würde ich mich da nicht verunsichern lassen und wenn deine Einstellung dort verurteilt wird, dann würde ich mir schon eine andere HuSchu suchen, die mehr zu euch paßt.

  • @rotti-frauchen: Der Trainer ist der Meinung, dass Spieli und Futter auf dem Platz Eifersüchteleien zwischen den Hunden verursacht. Verstehe ich zwar auch nicht, aber naja. Ich weiß nicht, wie er z.B. den Welpen oder Junghunden oder auch älteren, die noch nichts können, was beibringt, über das Stadium bin ich schon raus.
    Er begründet das halt so, dass der Hund ja dann nur das Kommando ausführt, weil er dann ein Lecker bekommt.

    LG Marion

  • Joschi ist 9 Monate alt und bekommt gerade tonnenweise Leckerlis draußen, weil wir Fokus auf mich und Schleppleine und Rückruf üben. Sein Trockenfutter (Markus Mühle) findet er nicht so spannend.

    Nach unserer Trainerin ist das völlig okay.

    Wir üben seit zwei Wochen intensiv und es gibt erste Erfolge. Joschi bleibt näher bei mir, ist aufmerksamer, kommt beim Rückruf (juchu!), ist auch mittlerweile draußen für Dogdancing-Kommandos empfänglich.

    Ich belohne aber auch nicht nur mit Leckerlis, sondern auch mit Spiel, gemeinsam rennen.

  • Hi,

    sowohl mein Hund als auch die Hündin von meinen Eltern sind komplett OHNE Leckerli erzogen worden.
    Damit meine ich nur die Erziehung, da wurde tatsächlich nur verbal gelobt und eben via Streicheleinheiten oder der Hund wurde eben damit belohnt, was er ohnehin wollte, wenn das möglich war. Für Tricks gibt es bei mir allerdings auch mal Kekse, für die Hündin meiner Eltern nicht. Die dreht schnell hoch, sobald Futter oder Spielzeug im Spiel ist. Es geht also durch aus auch ohne -"materielle"- Belohnung.

    LG Kerstin

  • Solange der Hund nicht auf die idee kommt: Ich höre nur wenn ein Leckerlie da is! finde ich Futter als Belohnung völlig okay. Klar geht es auch nur über verbales Loben aber der Hund führt doch seine Aufgaben mit viel mehr Freude aus wenn Lecker oder Spielie winkt.

    So wie du das machst also jeder Form der Bestätigung abwechseln finde ich genau richtig

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