Plötzliche Aggressivität bei anderen Hunden durch Chip?

  • Hallo,

    ich bin mittlerweile wirklich verzweifelt. Ich hab meinen Kleinen vor gut 6 Wochen chippen lassen, weil mir alle geraten haben ihn zu kastrieren, da er hypersexuell sein soll. Hier bekam ich dann den Tipp mit dem Chip um es vorher zu testen. Und dieser Tip war wie es scheint Gold wert.
    Wir hatten nie Probleme wenn wir anderen Hunden begegnet sind, er hatte zwar mal 1-2 mit denen er nicht warm wurde, aber grundsätzlich hat er sich immr gefreut und gespielt. Bis jetzt. Plötzlich ist er aggressiv gegenüber fast jedem Hund der uns über den Weg läuft. Er knurrt und fletscht die Zähne und wenn der andere drauf eingeht, würde er den wahrscheinlich anspringen und ihn beißen. So kenn ich ihn nicht. Die anderen Hundebesitzer gucken einen dann auch immer gleich so an als hätte man ne "Bestie". :sad2:

    Könnte es an dem Chip liegen? Meine TÄ meinte dass es fremden Hunden gegenüber vorkommen kann aufgrund der Hormonumstellung, aber so schlimm hatte ich es nicht erwartet. Dann is es mir wirklich lieber das er alles besteigt, als diese Aggressivität.
    Hat vielleicht jemand auch solche Erfahrungen mit dem Chip gemacht? Wurde es besser? Oder Gott bewahre noch schlimmer? Hat sich das geändert als die Wirkung nachgelassen hat?

    Viele Grüße

  • Hm, also ne "Bestie" wurde meiner nicht vom Chip, aber Artgenossen gegenüber unsicherer wurde er schon. Da kann es auch schonmal vorkommen, dass er ausgesprochen zickig wird, wenn ihm ein anderer Rüde scheel über den Weg läuft. Mädels gegenüber ist er zwar immer noch freundlich, grossen und forsch auftretenden Hündinnen gegenüber hat er aber oft Bedenken und würde am liebsten gar nicht hingehen. Das war früher definitiv nicht so.

    Ob es wieder weg geht, weiss ich nicht. Aber ich hab auch schon gehört, dass der Wegfall des Testosterons bei Rüden zu Unsicherheit und Unverträglichkeit führen kann.

    Vielleicht kann ja jemand anderer noch mehr Erhellendes dazu sagen.

  • Wie ich ja auch in dem verlinkten Thread schon schrieb, ist Gremlin nach Setzen des Chips bzw. Eintreten dessen Wirkung auch wesentlich unsicherer anderen Hunden gegenüber geworden, was bei ihm auch durchaus schon in Richtung Angst-Aggression umzuschlagen drohte. So laaangsam lässt die Wirkung des Chips bei ihm wieder nach (nach nunmehr knapp 1,5 Jahren!), und mit den Bömmeln kommt so langsam auch die Selbstsicherheit und "Ruhe" gegenüber anderen Hunden wieder. Ich denke also schon, dass es bei ihm mit dem fehlenden Testosteron zusammenhing.

  • Danke, durch den Link werd ich mich mal durchwühlen, ist ja doch einiges zu lesen.

    Ich werde mal mit unserer Trainerin reden, ob es bei ihm auch Unsicherheit sein kann, weil für mich ist das eine neue Situation mit der ich leicht überfordert bin.

    Habt ihr eure Hunde danach noch kastrieren lassen? Weil wenn es wirklich durch den Chip kommt, wird es doch durch Kastration genauso. Nur die kann man dann ja nicht mehr rückgängig machen.

    Danke für die Erfahrungen :-)

  • Ja das ist gut möglich, dass man sich durch den Chip Probleme schafft die man vorher nicht hatte. Ich würde erstmal klären lassen, ob es wirklich Hypersexualität ist oder einfach Unerzogenheit. Dein Hund ist jetzt ca. 1,5 Jahre oder? Das paßt für mich eher auf das klassische Interesse am anderen Geschlecht und ein höherer Erziehungsanspruch an den Halter. Wirkliche Hypersexualität ist eher selten, es wird nur gerne so genannt und den Hunden wird dann zügig an die Eierchen gegangen.

    Wenn deine Trainerin dir dazu geraten hat, dann würde ich mir eine zweite Meinung eines guten Hundetrainers holen und eher auf den Chip verzichten. Sehr oft kommt es durch den Chip zu Unsicherheiten, daraus resultierend dann zu Aggressionen. Du möchtest ja auch nicht vom Regen in die Traufe kommen.

  • Fantasmita
    Er ist jetzt 21 Monate.
    Meine Trainerin hat mir nicht dazu geraten, dass waren die Tierärzte (war eine Gemeinschaftspraxis, hab jetz aber gewechselt) und die Besitzer der Huta. Da ich aber nicht so begeistert war, hatte ich hier nachgefragt und bekam den Tipp mit dem Chip.
    Und im Zuge dessen hab ich auch gleich noch die Hundetrainerin gewechselt. Wir waren jetzt erst 3x beim Training, da er noch Einzelunterricht bekommt. Aber auch sie meinte, dass er einfach sehr dominant ist und immer versucht der Chef zu sein.

  • Zitat

    Und im Zuge dessen hab ich auch gleich noch die Hundetrainerin gewechselt. Wir waren jetzt erst 3x beim Training, da er noch Einzelunterricht bekommt. Aber auch sie meinte, dass er einfach sehr dominant ist und immer versucht der Chef zu sein.

    Öhm, jahaaa, ich würd einen nochmaligen Trainerwechsel vorschlagen.

    Wie wurde Dir Dominanz erklärt und in welchen Momenten "will" Dein Hund führen?

    Und wie reagierst Du in dem Fall?

  • In Bezug auf Ängstlichkeit würde ich mal die Schilddrüsenwerte untersuchen lassen.

    Außerdem steigt manchmal der Testosteronpegel in der ersten Zeit noch mal an.

    LG Thera

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