Spielverhalten... ziemliches Problem

  • Hallo =)

    Ich hab eine 10 Monate alte Labradorhündin, sie ist kastriert (ich denke aber nicht das das hier ausschlaggebend ist).... aber um mal zu meinem Problem zu kommen.... sie hört auf platz und warte.... trainier ich immer mit ihr auch in verbindung mit anderen Hunden bevor es zum spielen geht... klappt ganz gut

    Sam hat genu 2 Hunde mit denen sie total gut befreundet ist, eine Border hündin und ein kleiner Mischlingsrüde.... bei beiden konnte ich das jetzt beobachten... ich lass sie immer ablegen und geb ihr dann das Kommando das sie spielen gehen darf... klappt bei allen Hunden wirklich prima... sie lässt sich abrufen ohne Probleme..... nur bei diesen beiden nicht.... sie fängt sie wirklich an zu jagen und überennt sie halb... sie wird zwar auch mal gejagt aber sie scheint immer recht oft die oberhand zu haben... sie lässt sich auch nicht mehr abrufen und jeglicher ablenkungsversuch ist sinnlos.... ich entfern mich dann immer vom ort des geschehens.... zu 99% kommt sie dann auch nach... doch wiederholt sich dieses ständig....

    nun zu meiner Frage... was kann ich gegen dieses Verhalten tun? Sie tut das wirklich nur bei Hunden die sie gut kennt ... so nach dem Motto "mit denen kann man es ja machen" bei anderen Hunden ist das nicht so... meist wird sie da ein wenig gehagt oder spielt mit einem Stöckchen....

    Welche Methode wäre da die beste um es ihr abzugewöhnen? Schleppleinentraining vielleicht? oder doch stur immer wieder weggehen?.... usw. .... ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich :smile:

    LG

  • Bei Aimee war das in dem Alter auch ganz extrem. Inzwischen ist sie recht vorsichtig geworden und außer mit ihren Freunden auch gar nicht mehr so heiß auf Spielen.

    Ich habe verschieden Trainer gefragt und alle haben mir gesagt, dass man am Spielverhalten des Hundes nichts ändern kann. Man kann nur den perfekten Abruf üben und "gleichwertige" Gegner suchen. Aimee und ihr bester Freund (Jimmy) sind z.B. ziemlich gleich. Die jagen sich gegenseitig etc. Ich finde es nicht gut das laufen zu lassen, ich finde der Labbi bekommt dann auch die Grenzen nicht mit. Ich meine was sollen die anderen Beiden denn machen?

    Richtig Spielverhalten ändern kann man meiner Meinung nicht, aber man kann dem Hund durchaus Höflichkeit und Respekt beibringen. Rüpelt er, wird er angeleint und es wird gegangen. Finde aber soweit sollte es gar nicht kommen...

    Auch wenns mir viel Kritik einbringen wird, ich finde, bei sowas sollte ein anderer Hund mal eine Ansage machen. Einer ders auch kann, vielleicht kapierts dann auch der trampelige (nicht bös gemeint) Labbi.

  • Also auf jeden Fall würde ich stur und immer wieder jeden Ansatz dieses Verhaltens unterbinden, aber so weit warst du ja schon ;)
    Aber halt gar nicht erst abwarten oder sonst was, sondern wirklich sofort auf dem Absatz kehrt, wenn sie damit anfängt.

    Wie du das am Besten machst, hängt von deiner Hündin ab.
    Langfristig würde ich den Abruf trainieren bzw. neu aufbauen. Da findest du über die Suche sicher ein paar hilfreiche Dinge zu ;) Ziel sollte es schon sein, dass sie sich auch aus dem Spiel abrufen lässt.
    Bis dahin würde ich es über das Weggehen versuchen, wenn das wirklich recht zuverlässig funktioniert. Mit Schlepp lässt sich das denke ich doch eher schlecht üben, weil das Spiel ja schon eingeschränkt ist.

    Haben die beim Spielen denn einen so großen Radius? Gerade bei Jagdspielen natürlich schwierig... Mein Anjou spielt häufig sehr körperlich und mehr auf der Stelle. Da kann ich meist auch hingehen und ihn raus pflücken.

    Schleppleine wäre vermutlich die effektivste Vorgehensweise, das Ganze durchzusetzen. Das kannst du am Besten beantworten, wie oft es denn wirklich nicht anders funktioniert.
    Wenn du es mit der Schlepp versuchen solltest, würde ich dir empfehlen nicht so eine normale zu nehmen, weil ich da schon Angst vor Verletzungen hätte.

  • Zitat

    Auch wenns mir viel Kritik einbringen wird, ich finde, bei sowas sollte ein anderer Hund mal eine Ansage machen. Einer ders auch kann, vielleicht kapierts dann auch der trampelige (nicht bös gemeint) Labbi.

    Gebe ich dir Recht mit =) Ich lasse es, wenn Anjou nur nervt (wirklich problematisch ist er ja - noch - nicht) auch gerne mal laufen in Absprache mit den anderen Hundehaltern. Ne Ansage kann der sich schon mal kassieren.

    Das Problem ist nur, dass Anjou sehr wohl weiß, wo er so aufdringlich spielen kann und wo eben nicht :roll:
    Deswegen ist es immer eine Frage, wie der andere Hund tickt. Weiß der sich zu helfen, kann man ruhig mal auf eine Ansage warten. Ist er eher eingeschüchtert oder lässt sich schlicht alles gefallen würde ich dazwischen gehen.


    Achso. Und wenn du deinen Hund ein mal raus holst, würde ich ihn dann auch draußen lassen. Das Verhalten scheint sich ja gefestigt zu haben, du schriebst ja was in der Art es wiederholt sich immer wieder. Bei Anjou hilft kurzes Anleinen ihn daran zu erinnern, dass er sich benehmen soll. Wenn er aber nach ner Minute oder so schon wieder im alten Verhalten drin wäre und sich auch nicht ermahnen lassen würde (er kennt zum Beispiel ein "langsam"), dann würde ich ihn spätestens beim zweiten mal dran behalten.

  • Danke für eure Tipps! :D

    Gut dann üben wir nochmal den abruf intensiver... muss ich mich nochmal belesen....

    Ich bin ja auch immer dafür das sie von einem anderen Hund mal gezeigt bekommen muss wo der Hammer hängt... problem ist nur das sie nie mit einem so extrem spielt >.< meine weiß halt auch wie dein Anjou wo sies machen kann und wo nicht..... anleinen hab ich auch immer gemacht... sie weiß auch das sie es übertrieben hat... aber gerade der Broder Collie stachelt sie dann immer so lange an, dass das ganze wieder von vorne losgeht :roll:

    Ich bleib jetzt erstmal konsequent und geh weg wenn sie anfängt und üb nochmal den abruf mit was besonders gutem... mal schauen wie gut das klappt... sie is ja sehr lernbegierig :smile:

  • Vielleicht solltest du erst mal das Spiel mit den beieden unter binden, eher mal zu ruhigen Gassi runden treffen das wieder ruhe rein kommt, so was können auch revier oder macht Kämpfe sein.
    Wenn sie die beiden nur als Jagd und Spiel Objekt kennt, würde ich wirklich versuchen gemeinsame gassi Runden zu machen am anfang ohne gemeinsames Speil erst wenn entspannung drin ist immer mal kurz ableinen laufen lassen und wieder an leinen bevor es zur Extremen Jagd kommt.......

  • Also zumindest bei dem Border Collie kann ich mir nicht vorstellen das das Revierverhalten ist :???: Das ist der Hund meiner Freundin... die sehen sich täglich... wir gehen auch normale Gassirunden... ich lass sie schon kaum noch mit ihr Spielen... gerade weil Sam ja eh ruhephase hatten wegen Kastration... und dann hatte sie Probleme mit ihrem Vorderbein... da war eh schonung angesagt.... gestern haben wir es halt mal versucht.. aber da ging kein weg rein... ich glaub sie war so überglücklich das sie gleich übertrieben hat.... ich bin wie immer einfach gegangen und sie kam dann auch... aber meine Freundin war halt ganz schön sauer... :/

  • Naja, wie ich schon sagte, die Trainer habe mir gesagt, man könne Spielverhalten nicht ändern.

    Aus diesem Grund habe ich sie gar nicht erst mit "Schächeren" oder mit Hunden, die keine Ansage machen können spielen lassen.

    Wie auch schon gesagt, Aimee ist im Alter ruhiger und durch viel Mühe meinerseits höflicher und respektvoller geworden, in dem Alter deines Hundes habe ich aber noch genaustens selektiert. Ist blöd, ich weiß, aber ich denke nicht, dass er aufhören wird es beim Border Collie zu übertreiben. Vielleicht wird er mit der Zeit vernünftiger oder du schaffst es ihm ein wenig Respekt und Höflichkeit beizubringen.

    Ich weiß, es ist blöd, aber je mehr du ihn so pöbeln lässt, umso mehr wird er sichs angewöhnen und dann wirds auch im Alter schwer sich das abzugewöhnen. Aimee hat zum Bsp. (unverschuldet muss man allerdings sagen) von einem kleinen JRT einen Tag lang (trotz meiner Versuche ihn abzuhalten) öfter ziemlich eins auf den Deckel bekommen. Naja, seitdem schaut sie sich die kleinen Hunde erstmal genau an. Hunde sind in diesem Fall wirklich die besten Lehrer. Aber nicht für ein besseres Spielverhalten, sondern für Respekt und Höflichkeit ;)

  • Ich habe auch so eine Spiel verrückte zuhause.
    Sie jagt auch gern die anderen Hunde und dreht schnell auf, wenn es mir zu bunt wird rufe ich Sie heran, entweder gehen wir weiter oder ich lass die ein paar minuten runterkommenl.

    Aber das abrufen in diesen situationen war auch immer sehr sehr schwierig es hat lange gedauert bis das mal saß.

  • Zitat

    Ich hab eine 10 Monate alte Labradorhündin, sie ist kastriert (ich denke aber nicht das das hier ausschlaggebend ist)....

    Jein !
    Deine Hündin wird nie richtig erwachsen werden, das hat schon enorme Auswirkungen aufs Verhalten und dann noch Labrador ... die eh schon recht distanzlos sind (ja, nicht alle).

    Gruß, staffy

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