Versuch es doch mal mit einem Zweithund

  • Hallo :smile:

    Dieser Satz beschäftigt mich jetzt schon ein paar Wochen...
    Bin mir nicht ganz sicher ob meine Frage in diese Rubrik gehört,denke aber schon,sonst bitte verschieben.

    Mein Labrador ist jetzt 2,8 Jahre alt.
    Ein lieber Schmusebär mit kleinen Baustellen und einer großen die die letzten zwei Jahre weder mit Huschu´s noch mit Einzeltraining in den Griff zu kriegen waren.
    Die eine Baustelle ist/war der Jagdtrieb,die andere Baustelle ist das unbändige Verlangen zu anderen Hunden gehen zu dürfen.
    Wenn 35 kg in der Leine hängen,jaulen,fiepen,bellen,sich querlegen und mit nichts aber auch gar nichts ablenken oder beruhigen lassen,dann ist das kein Spaß mehr.
    Das Gassigehen wird zum Spießruten laufen von den Kommentaren der anderen Hundehalter mal abgesehen.
    Typisch Labbi,schlecht erzogen,Frau hat keine Ahnung,fehlt die Konsequenz usw usw...
    Egal,da steh ich mittlerweile drüber...ich weiß ja was ich versucht habe um die Baustelle in den Griff zu kriegen.

    2 Jahre, 3 Hundeschulen und 1 Trainer weiter haben wir den Jagdtrieb gut im Griff,aber die Hundebegegnungen sind weiter katastrophal geblieben...ich wollte schon aufgeben und es so nehmen wie es ist.
    Eine Trainerin habe ich mir dann aber doch noch gesucht,in der Hoffnung auf neue Ideen.
    Von ihr habe ich zwei Denkanstöße bekommen.
    Einmal die Schilddrüse untersuchen zu lassen und einen zweiten Hund zum Üben zu besorgen.
    Die Schilddrüse wurde untersucht und es kamen grottenschlechte Werte dabei heraus.
    Seit ich Forthyron gebe habe ich schon einen ganz anderen Hund.Ruhiger,gelassener konzentrationsfähiger.Einfach toll.
    Dann habe ich mir mutig zu einem Spaziergang einen anderen Hund "geborgt".Ein gutes Gefühl hatte ich dabei nicht,aber Versuch macht klug.
    Es war toll,es war richtig toll.Kein gezerre und gebelle egal wieviel Hunde uns begegneten.Meinem Labbi war sein Kumpel plötzlich genug.Ist mir in der Huschu aber auch schon aufgefallen,da war er immer lieb solange genug Hunde um ihn drumrum waren.Deshalb konnte mir auch keiner so richtig helfen,denke ich mal.
    Allein unterwegs ist und bleibt es ein Spießrutenlauf.
    Die Trainerin ist der Meinung ich hätte einen Hund der sich nur in Gesellschaft so richtig wohl fühlt.
    Ob ich denn mal über einen Zweithund nachgedacht hätte....oder denken wolle?
    Und nu denke ich und überlege hin und her.
    Geht es meinem Chaoten besser mit einem Kumpel?
    Zeit,Platz,Geld alles vorhanden.Und ganz tief drin schlummerte schon immer der Wunsch nach einem zweiten Hund.Aber kann ich das bei den Baustellen schon wagen?
    Wäre dankbar für eure Meinung und ein paar Denkanstöße... :???:

    LG
    Sylvia

  • Würde ich nicht machen.

    Du möchtest nämlich, trotz dass es von den äußeren Umständen her auch gehen würde, eigentlich einen Zweithund, damit sich der Ersthund benimmt. Wart mal ab, was passiert, wenn du noch so ein Kaliber an der Leine hast, sie sich besser kennen und evt. beide pöbeln.

    Nein, ich würde auf einen Zweithund warten, bis der Ersthund keine Baustellen mehr hat. Und wenn du weißt, dass er mit einem anderen Hund problemlos ist, dann gehe doch öfter mit anderen Hundebesitzern spazieren und trainiere so Hundebegegnungen...

  • Ob du das wagen kannst, das kannst nur du entscheiden !

    Zwei Hunde sind toll, keine Frage und wenn du Zeit, Platz, Geld dafür hast, alles vom Sitter bis zum Auto zu lösen ist, dann wär der Zweite eine Bereicherung.

    Aber ... anfangs ist ein Kumpel interessant, irgendwann spielt sich das Ganze ein. Was, wenn dein Hund dann in sein altes Verhalten fällt ? Was, wenn du nur mit deinem jetzigen unterwegs bist, ohne den Zweiten, weil der vielleicht (ich wünsch es keinem *klopfaufHolz*) einen Kreuzbandriss und Hausarrest hat. Bekommst du ihn dann noch gehalten ?

    Was ist denn jetzt dein Hauptproblem. Das er sich in die Leine schmeißt und dir den Arm auskugelt, oder rennt er auch ungebremst hin, wenn er lose ist ? Wenn dem so ist, dann könnte es sein, daß demnächste zwei Hunde unkontrolliert zu fremden Hunden hinsprinten ...

    ICH würde erst an den zweiten denken, wenn der erste gesittet an der Leine gehen kann !

    Gruß, staffy

  • hallo,

    ich würde auch abraten, die kleinen baustellen werden dadurch unter umständen größer und die große baustelle wird dann erst recht "spaß machen", wenn du dann zwei solcher hunde an der leine hast. ;) denn es könnte sein, dass die beiden dann zusammen "ihr ding" machen wollen.

    arbeite erst mal an deinem hund, lies dir mal die beiträge hier durch, vielleicht hilft es dir weiter.

    gruß marion

  • Ich persönlich würde mir wohl einen zulegen, allerdings nicht aus dem Grund das er sich dann an der Leine vielleicht besser benimmt. Denn wie schon gesagt wurde: eventuell hast du dann auch 2 pöbelnde Hunde an der Leine.

    So ist es bei mir gelaufen. Wir hatten an der Leine eigentlich keine Baustellen, aber mit dem 2. Hund der panisch geschrien hat wenn wenn auch nur in weiter Entfernung ein hund in sicht kam, fingen die Probleme dann an. Mittlerweile haben wir das wieder ganz gut im Griff, allerdings muss man immer noch aufpassen und die kleine sofort bremsen wenn sie auch nur den ansatz von pöbeln anfängt.

    Wenn du für dich einen 2. Hund möchtest, dann leg dir einen zu. Du solltest aber im Hinterkopf haben das du eventuell auch mit beiden getrennt laufen musst bis es funktioniert.

  • Genau deshalb ist hier auch noch kein Zweithund eingezogen.Was passiert,wenn ich zwei Leinenpöbler habe :sad2:
    Die kann ich auf gar keinen Fall halten,das gebe ich ehrlich zu.
    Bis jetzt überwiegen bei mir die Minuspunkte zum Zweithund.
    Wäre schön wenn ein Zweithund die Non plus Ultra-Lösung wäre,aber daran glaube ich auch nicht.
    Das größte Problem ist wirklich das ungebremste losstürmen auf andere Hunde.Mit und ohne Leine.
    Alle Huschu´s haben mir dabei Freundlichkeit bescheinigt,es gibt keinerlei Agression.
    Aber ein "wirksames Mittel" dagegen habe ich bis heute nicht gefunden.Ich weiß nicht wieviele Methoden mir in den zwei Jahren vorgeschlagen und nahe gelegt wurden.
    Einige habe ich abgelehnt(z.Bsp.Stachelhalsband)andere habe ich über Wochen konsequent durchgezogen.Wirklichen Erfolg hatte ich bis jetzt nicht.Seit den Tabletten wird es etwas besser,leicht ruhiger bei den Begegnungen,aber eine Lösung hab ich nicht...hat hier vielleicht noch jemand eine Idee?
    Wäre schön...

  • Wie schon gesagt, laufe doch öfter mit anderen Hundehaltern ;).

    Ansonsten lies dich mal hier durchs Forum, diese Thematik gibt es sehr häufig!

  • Zitat

    Alle Huschu´s haben mir dabei Freundlichkeit bescheinigt,es gibt keinerlei Agression.


    es ist vollkommen egal, warum dein hund auf andere zurennt und ob er nett ist, oder auf krawall gebürstet ist. hast du mal an die anderen hh gedacht, wie es denen geht, wenn er angerannt kommt?

    wenn er nicht hört, gehört er an die leine. wenn er da abgeht, warum läßt du ihn nicht absitzen und bringt ihm bei, dass er dich ansieht? wenn er spielen gehen darf, erst absitzen lassen, und ableinen wenn er kontakt zu dir aufgenommen hat, erst dann freigeben.

    ich hatte dir einen link geschickt. impulskontrolle und unterordnung, blocken helfen auch, dem hund klar zu machen, was sache ist.

    ja, das ist nicht in 4 wochen erledigt, man muß das schon länger durchhalten und vor allen darf dem hund keinen erfolg mehr ermöglichen.

    gruß marion

  • Mal angenommen du entscheidest dich für einen Zweithund und möchtest die größt mögliche Wahrscheinlichkeit dass dieser dem Ersthund "hilft". Dann brauchst du einen Hund der gut erzogen ist, Hundebegegnungen gelassen hinnimmt, so präsent ist deinem Hund als Vorbild zu dienen.
    Allein die Suche nach so einem Hund würde schwierig werden.

    Ansonsten schließe ich mich Rotti-frauchen an!

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