Ich bin so hilflos und so traurig ...

  • Meine süße 17 Monate alte Schäfermaus Layla habe ich seit fast 5 Monaten aus TH geholt, von ihr Vergangenheit weiß ich nur so viel, dass sie von Vorbesitzer in die Wohnung eingesperrt , 6 Tage, ohne Futter und Wasser allein gelassen wurde. Sie war mehr Tot als lebendig als man sie aus der Wohnung geholt hat. Ihre seelischer Verfassung hat sich im TH sehr deutlich gebessert und als ich sie dort sah war sie eine freundliche, schüchterne kleine Maus.

    Die ersten Wochen war sie bei uns zu hause natürlich unsicher, hatte draußen von fast alles Angst, fühlte aber mit der Zeit immer sicherer an meiner Saite. Bis eines Tages ich ohne mir was dabei zu denken, ein nasses Lappen auf dem Tisch fallen lies und es machte "Plach" und dann sah ich die Layla, sie stand da, schaute mich an und zitterte. Ich bin sofort zu ihr gegangen , sie sah aus wie ein Häufchen elend. Mir sind so viele Gedanken auf einmal durch den Kopf geschossen, Hat sie Fieber? hat sie sich vergiftet? stirbt sie jetzt? Aber sie hat mich so schuldbewusst angeschaut ( dieses Blick kannte ich von ihre Angstpipi Phase) dass ich mich sofort beruhigte, dachte sie hat wohl im Zimmer Pipi gemacht, also die Leine Genommen und bin raus mit ihr. Ihr hättet sie sehen sollen wie dankbar sie war. Die Ganze weg zum Wiese hat sie mich richtig angehimmelt. So etwas habe ich noch nie bei ein Hund erlebt. Als wir zurück ins Haus gingen, hat sie sich wieder klein gemacht und hatte wieder Angst und traute sich nicht in meine nähe. Ich habe die ganze Wohnzimmer abgesucht da war nichts, sie hat nichts kaputt gemacht, kein Pipi oder sonnst was.( sie hat mich dabei die ganze Zeit beobachtet und traute sich nicht ins Zimmer zu kommen) Ich konnte einfach nicht verstehen warum sie so Angst hatte.
    Bis ich die nasse Lappen genommen hab ( um ins Keller zum waschen mitzunehmen ) Da hat sich in die ecke Verkrochen und schaute mich an als würde sie sagen "hier bin ich, schlag mich endlich" :( Erst da habe ich kapiert dass sie wahrscheinlich bei Vorbesitzern Geschlagen worden ist, wenn sie Pipi im Haus machte. Wahrscheinlich sogar mit dem nassen Lappen denn von trockene Lappen hat sie keine angst ( hebt es sogar für mich auf und trägt hinterher). Seit dem war ich immer extrem Vorsichtig damit ich sie nicht nochmal so erschrecke. Aber es gab paar mal wieder Vorfälle wo Wasser verschüttet wurde und sie wieder erstarrt war von Schreck als sie mich das wegputzen sah. Ich nahm sie einfach mit ins andere Zimmer sonnst hätte sie sich nicht bewegt und gewartet auf ihre Straffe.

    Und nun ist sie läufig und hat nur noch angst. Sobald ich mich umschaue macht sie sich klein und rund, geht ein Bogen um mich und legt sich auf ihren Platz. Sie achtet richtig panisch darauf ja kein Tropfen auf dem Boden zu übersehen und beobachtet mich dabei ständig. Sobald ich mich nur Suchend umsehe macht sie sich klein und ich habe das Gefühl sie wartet nur noch darauf dass ich sie Schlage. Ich kann das einfach nicht mit ansehen, wie verängstigt sie ist und ich weiß einfach nicht wie ich mich dabei verhalten soll. Ich tu so als wäre nicht, geh hin und her, putze koche und dabei beobachtet sie mich, Ich muss mich nur bücken um was von Boden aufzuheben und schon ändert sich ihre Gesichtsausdruck. Ich fühle mich gerade sehr hilflos :( was kann ich nur machen, damit sie versteht dass ich ihr NIE weh tun werde?

  • Viell. könntest du ihr in der Wohnung ein Hösschen anziehen, dann tropfst es nicht mehr :???:

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, "tropft" der Hund gar nicht.
    Und achtet sogar noch extra darauf, ja keine Tropfen zu "verlieren".


    @ jois,

    Dein Hund scheint wirklich eine traurige Geschichte mitgemacht zu haben.
    Hinzu kommt noch, daß sie jetzt läufig ist.
    Meine kleine Maus hatte mit ihrer dritten Läufigkeit eine weitere Unsicherheitsphase durchgemacht.
    Könnte sein, daß Deine Hündin jetzt ebenfalls in einer Unsicherheitsphase steckt, und deshalb so reagiert, wie von Dir beschrieben.

    Ich glaube, Du brauchts bei ihr wirklich sehr, sehr viel Zeit und Geduld.

    Vielleicht wäre das Tellington Touch eine Möglichkeit für Euch?


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Hallo Jois,

    Was du beschreibst, bricht dir sicher das Herz, jedem menschlichen Wesen mit Gefühlen würde es so gehen. Lass dich mal drücken :umarmen:

    Gib der Kleine Zeit und ganz viel Liebe. Aber versuche sie, auch wenn es noch so schwer ist, nicht ständig ängstlich anzusehen. Sie spürt das und wird selbst unsicher.

    Erlebt viel zusammen, spielt körpernah mit trockenen Lappen die immer wieder etwas feucht werden. :smile: Macht Spiele, wo sie selbstvertrauen bekommt. Zb Eimer umwerfen lassen, um an einen Keks zu kommen.

    Manila von Britta war auch so ein Angsthäschen. Sie hat sich toll gemacht und ist nun eine stolze Dame.

    Ich drücke euch die Daumen, dass sie bald sicher weis, dass sie keine Angst mehr haben muss. Ihr schafft das!

  • Hi,

    absolut traurige Geschichte. Mir würde auch das Herz brechen.

    Ich gebe Morrigan völlig recht. Das ganze Problem evtl. vorsichtig "wegspielen". Kein Mitgefühl zeigen
    wenn sie dieses Verhalten zeigt. Auch wenn es sehr schwer fällt.

  • Ich finde gut was Morrigan geschrieben hat! Ich kann dich bei dem was du hier geschrieben hast auch sehr gut verstehen, mir würde es 100% auch so gehen. ABER an Ängsten kann man arbeiten und sie kann bei dir gaanz viel positive Entwicklung machen. Schön dass sie jetzt dich gefunden hat!

    Ich kenne mich jetzt mit Angsthunden nicht aus, da können andere bestimmt noch Ratschläge geben. "Der ängstliche Hund" von Nicole Wilde soll gut sein (...ich überleg auch schon die ganze Zeit ob ich das Buch mal brauche...dabei hab ich keinen Angsthund*g*)

    Ich drücke euch beiden die Daumen

  • Hallo, es ist schon unglaublich, was manche Menschen im Stande sind zu tun! Deine arme Maus, sie hat sicher einiges durchmachen müssen!

    Umso wichtiger finde ich auch, dass du versuchst, eine absolute Harmonie einkehren zu lassen!
    Ich an deiner Stelle würde mich (immer wenn sie so um mich herum schleichen würde) runter bücken, mich richtig richtig arg freuen, die Arme aufmachen und sie locken! (vorausgesetzt, sie versteht das richtig, also musst du auf die Dosierung achten!)
    Sie dann knuddeln und knutschen, ein wenig spielen und sie dann wieder gehen lassen, wenn sie mag!

    Außerdem würde ich mich viel zu ihr auf den Boden setzten, sie zwischen meine Beine legen (sodas sie umschlossen ist), ein Buch lesen (oder einfach ihr irgendetwas erzählen) und sie dabei streicheln.

    Einfach ein absolutes Highlight daraus machen, dass sie in deiner Nähe ist!

    Auch wenn Cheyenne es eigentlich aus diesem Grund nicht nötig hat (sie hat ja nicht erlebt, was deine Maus mitmachen musste) mache ich das ganz oft so, einfach damit sie weiß, wie unglaublich froh ich bin, wenn sie in meiner Nähe ist!

    Ansonsten wünsche ich dir ganz viel Erfolg und hoffe, dass deine Maus bald verarbeiten kann, was sier erleben musste!

    VG, aussiemausi!

  • Oh danke ihr lieben, das tut gut eure Antworte zu lesen.
    Es stimmt heute bin ich besonderes Angespannt und schaue sie immer mal an. Weil sie heute so extrem ängstlich ist. vorhin als ich eine Wespe verjagen wollte ist sie wieder zusammengerollt. es ist einfach so schwer, ein Schäferhund in eine Dackelgröße schrumpfen zu sehen.
    Sie ist so eine fröhliche Hund, nur Unsinn im Kopf und dann muss ich nur ein Buch im Hand nehmen und schon zieht sie die Schwanz ein und macht sich klein. Ich lasse sie immer an alles schnuppern was ich im Hand halte und dann beruhigt sie sich. Aber Heute ist es ganz schlimm, mir kommt es so vor als traut sie sich nicht in meine nähe, wo sie sonnst nur bei mir sein will. :(
    Ich versuche sie nicht mehr so oft anzusehen und nicht so viel zu streicheln wenn sie wieder Angst zeigt. Nicht dass ich ihr noch bestätige dass es gut ist Angst zu haben.

  • Anschauen würde ich sie nicht, oft fühlen Hunde sich dann nur bedrohter.
    Ich würde so tun als ob nix wär,ausser halt eine bemerkenswert frohe Laune an den Tag legen.

    Wenn du sie betüddelst machst du es am Ende leider nur noch schlimmer.

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