Schutzdienst
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Gast45931 -
27. Juni 2011 um 21:38
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Danke für die ganzen Infos :)
Wer sagt denn, dass ich Gaby abtue? Ich schätze ihre Meinung sehr und hole diese auch regelmäßig in verschiedenen Sachen ein.
Das ist frei in meiner Entscheidung bin, darüber bin ich mir im Klaren und werde mich auch nicht einschränken lassen

Ich finde Erfahrungsberichte sehr gut, ich werde mir es auch nochmal gründlich überlegen. Trotzdem ist Aimee einfach nicht der typische Neufundländer, wie schon vorher auf den Seiten geschrieben.
Ggf. werde ich mir das Training einmal (ohne Hund) anschauen und dann entscheiden ob es für meinen Hund etwas ist. Ich habe bei uns aber noch niemals jemand mit diesem "Stock" trainieren sehen?? Was ist der Sinn davon?
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Schutzdienst*
Dort wird jeder fündig!-
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Was ich immer noch nicht nachvollziehen kann: Wo wird beim SD Hund oder Halter bedroht?
Bei einem normalen Aufbau lernt der Hund doch etwas völlig anderes. Und das "verstehen" auch schützende Hunde.LG
das Schnauzermädel -
Das war das, was ich von unseren Trainer und einer Freundin, die mit ihrem Russen mit Schutzdienst angefangen hat gehört habe. Deshalb wollte ich mich auch weiter informieren.... Vielleicht sollte ich wirklich einmal beim Training zuschauen.
Wie ist das denn nun mit diesem Stock? Trifft der den Hund auch?
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der hund wird mit dem stock nicht verdroschen.

schau mal hier, dort stehen weitere Infos zum Thema SD:
http://www.hovawart-info.de/schutzdienst.htm
hier ein video:
http://www.youtube.com/watch?v=r2_jwzG9W1Y
Liebe Grüße
Biggi
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Der Stock trifft den Hund später schon und das auch durchaus kräftig. Hund soll eben auch eine gewisse Belastung mitmachen und sich nicht beirren lassen.
LG
das Schnauzermädel -
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Hier bügelt keiner irgendwen ab.
Nur ist es eben auch bei den vermeindlich gehorsamen Gebrauchshunden so, dass sie in Situationen der vermeindlichen Bedrohung eigenständig reagieren, sehr viel heftiger und unmittelbarer als die meisten "normalen" Hunden.
Vielleicht ist das einer der Gründe warum man man Dinge wie den Stockschlag nicht mehr als dramatisch sieht, weil man mit diesen Hunden noch viel mehr als mit "normalen" Hunden gezielt trainieren muss, eben nur zu reagieren, wenn der Hundeführer es wünscht. -
Hallo Anna,
bin zwar neu, möchte aber dennoch etwas Senf in den Topf geben.
Zur Frage der Eignung eines Neufis denke ich - wenn Rassebeschreibungen uns auch grobe Hinweise auf mögliche Charaktereigenschaften unserer Hunde geben, so sind es eben doch nur grobe Hinweise. Zum Glück gibt es den uniformen Rassevertreter nicht und jeder Hund ist ganz individuell. Also natürlich kann ein Neufi auch für den Schutzdienst geeignet sein oder ein guter Agi-Hund sein, sofern man gewillt ist die Sprunghöhe seiner relativ schwereren Masse anzupassen.Zur Frage, ob Schutzdienst, würde ich mich zunächst einmal erkundigen von welchem Schutzdienst die Rede ist;
Eher IPO im Sinne des VDH oder Ringsport nach dem Muster der Niederlande, Belgien oder Frankreich.
Bei der IPO wird nur der HF bedroht und der Hund darf nur angreifen, wenn der HF bedroht wird. Der zitierte "Stock" kommt erst zum Einsatz am Hund, wenn der Hund bereits in den Ärmel beißt. Im Ringsport wird auch der Hund direkt bedroht und es wird auch erwartet, dass der Hund ohne Kommando in einer solchen Situation selbstständig entscheidet anzugreifen. Daher schätze ich den Ringsport für Fehlverhalten im Alltag als kritischer ein, besonders wenn die Ausbildung nicht gut oder unvollständig abläuft.Zur Frage ob man den "Schutztrieb" eines Neufis mit dem Schutzdienst gefährlich fördern könnte, denke ich, dass kommt darauf an. (Wie eigentlich immer im Leben.)
Ich bleibe mal, wenn es mich auch etwas schmerzt bei den Triebbezeichnungen, weil sie im Schutzdienst Sport immer noch regelmäßig für Erklärungen genutzt werden.
Der Schutzdienst heißt ja heute aus verschiedenen Gründen nicht mehr Schutzdienst. Zum einen politisch korrekt - seit den Landeshundegesetzen wollte der VDH vermutlich sicher gehen, dass der Schutzdienst nicht auf den Index der verbotenen Ausbildungsmethoden zur Aggressivitätssteigerung kommt und zum anderen ist Schutzdienst eben mehr als das reine Zubeißen (Unterordnung & Fährte).
Außerdem ist der Begriff in sofern missverständlich, weil der VDH ganz klar sagt, dass die Ausbildung des Hundes eben genau nicht mehr über den "Wehr- bzw. Schutztrieb" läuft. Der VDH sagt es werde ausschließlich über den "Beutetrieb" ausgebildet. Wenn das so stimmt, dann kann also das eventuell vorhandene Schutzverhalten des Neufis nicht versehentlich ausser Kontrolle geraten. Beutefangverhalten hat nichts mit irgendeiner Form von Aggression zu tun, schon gar nichts mit sozialer Aggression gegenüber Bedrohungen gegen das "Rudel".
Weder ich noch Hund hegen persönliche Aversionen gegen Beute. Beute ist einfach nur Nahrung.
Und wenn mein Hund sich für Objekt-Beute, die ich ihm anbiete interessiert, ist das durchaus ein Eignungskriterium für die Schutzdienst Ausbildung. (Natürlich auch für andere Dinge, aber ich hege nicht den Wunsch eine Leiche unter Trümmern zu finden, nur damit mein Hund mit einer edlen Aufgabe ausgelastet ist.)Für meine Entscheidung ob Schutzdienst oder nicht würde ich also klären wollen, welcher Schutzdienst betrieben wird und über welchen "Trieb" ausgebildet wird.
"Wehrtrieb" fördern sollte man sich gut überlegen und wenn ja, sollte man mit der Ausbildung nicht aufhören, bevor der Hund nicht wirklich zu Ende ausgebildet ist und weiß, dass er nicht entscheidet, wann es Zeit für den Wehrtrieb ist. (Das auch so ausgebildete Hunde wunderbar in der Familie mit Kindern leben liegt einfach daran, dass Familie eben "Rudel" ist und kein Eindringling.)
"Beutetrieb" fördern funktioniert in der Regel sehr gut, besonders, wenn immer klar ist, dass die Beute weder ein Mensch, noch ein ungeschützter Arm eines Menschen ist. Denn ansonsten sehe ich auch das Training über den Beutetrieb durchaus kritisch. Hier geht es wie bei der Verteidigung, um die Förderung eines obligaten Verhaltens (hier: Nahrungserwerb). Ein Verhalten, dass beim Neufi gegenüber Wild (oder was Hund dafür halten könnte) vermutlich eher gering ausgeprägt ist, auch wenn er mit Objekten gerne spielt.
Beute macht man, indem man sie auf keinen Fall vorwarnt und dann möglichst schnell ergreift und tötet, bevor die Beute sich wehren kann ......! Beim "Schutztrieb" kann Vertreiben des Eindringlings schon reichen, Beute soll auf den Esstisch. Also gilt auch bei Beute - tut mans, muss man die Ausbildung wirklich zu Ende führen und dem Hund unmissverständlich vermitteln, dass Beute nur ein künstlicher Ärmel ist, sonst nichts.Und als letztes wäre es mir noch wichtig die Impulskontrolle meines Hundes einzuschätzen. Je geringer die Impulskontrolle, je schwerer ist das Verhalten zu kontrollieren und im Agility sind das vielleicht nur 5 falsch gesprungene Hürden, im Schtutzdienst kann das ein Biss in einen ungeschützten Arm sein.
Das wären also meine Auswahlkriterien. Wenn ich Bock auf Schutzdienst hätte, mein Hund sich eignen würde, eher eine gute Impulskontrolle hätte und der Schutzdienst im Sinne der IPO trainiert würde und eindeutig über Objekt-Beute trainiert würde, dann könnte mich nur noch ein Ausbilder Team (Trainer & Figurant) davon abhalten, das wenig kompetent wirkt. Daher würde auch ich mir das Training erst mal trocken ansehen und meinen Hund ganz sicher zu Hause lassen, weil man sich Gruppenzwang manchmal nur schwer entziehen kann und man mit Hund schon mal aufgefordert wird es doch einfach mal zu versuchen.
Viel Spaß mit Aimee, wofür auch immer Du dich entscheidest.
Silke
mit Kerlemann -
Danke für die Antworten!!
Silke: WOW, danke für die wahnsinnig lange und informative Erklärung!!! Dann werde ich mal nachfragen, bin immernoch unschlüssig, ich denke ich werde auch einfach mal ohne Hund zuschauen :)
Ich finde es super interessant, wie weit die Meinungen beim Schutzdienst auseinander gehen...

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Nochmal die Frage, wo wird der HF bei VPG bedroht. Die einzige Stelle kommt ganz am Ende, und Entschuldigung, wenn ein Hund einen auf das Gespann zulaufenden, brüllenden Menschen (mit dem er ganz bestimmte Bewegungsabläufe und Reize ewig erarbeitet hat), der noch mehr als 50m entfernt als Bedrohung ansieht, dann hat man auch Probleme beim Gassi und das hat nichts mit der Rasse zu tun.
Wieso ist Ringsport gefährlicher? Weil die Ämter es sagen?

LG
das Schnauzermädel -
Zitat
Wieso ist Ringsport gefährlicher? Weil die Ämter es sagen?
LG
das SchnauzermädelNuja wenn ich die armen Helfer sehe die schonmal inne Büsche liegen

Ich find Ringsport schon gefährlicher ... Für die armen Helfer ...
Da hats der 08/15 Sd-Helfer wohl um längen leichter ^^ - Vor einem Moment
- Neu
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