Ihr Beschützerverhalten wird zu heftig...

  • Hallo ihr lieben,

    meine Maggy (2,5, seit 1/2 jahr bei mir, griechische Straßenhündin) war anfangs völlig problemlos und superlieb - eher der ängstliche Typ..
    Langsam - anfangs fast unmerklich hat sie zunehmen "beschützt" - mich, meinen Zweithund Murphy (durchgeknallter hyperaktiver Jacky-Mix) und nun vor allem meine Wohnung...

    Wenn Bekannte kommen freuen sich beide sehr (Murphy mit lautstarkem Gekläffe...Maggy ruhig mit wirklich liebevollem "Küssen"). Kommt aber ein Fremder (z.b. gestern Heizungsmonteur) in die Wohnung muß ich sie inzwischen schon anbinden oder an de Leine halten.
    Sie keift fremde Menschen (vor allem Männer) derart massiv an daß ich befürchten muss, sie zickt ihn in die Wade . Ihr Gebell klingt sehr aufgeregt und böse, sobald sich derjenige in ihre Richtung dreht, weicht sie bellend zurück (Angst,Unsicherheit...?)
    Sie bleibt dann weder im Sitz/Platz - nur auf meinem Arm ist Ruhe - aber diese Aufmerksamkeit sollte sie ja dann eher nicht kriegen...

    sie scheint mir leide rnicht zuzutrauen, daß ICH solche Dinge regle..
    Draußen ist es ähnlich - Fremde Leute, fremde Hunde...wenn sie ohne Leine ist ist alles ok - dann spielt sie auch mit jedem Hund..also eigentlich typische Leinenaggression und Beschützerverhalten.

    Fällt euch noch was ein was ich ausprobieren könnte? Ablenken mit Leckerli klappt bei Besuch manchmal, Spielzeug interessiert sie in solchen Momenten nicht..
    Draußen wirken Leckerli nur bei "ungestörtem" Training - sie jagt stark woran ich seit Monaten mit der Schleppe arbeite und der Rückruf klappt jetzt schon recht gut - es sei denn es kommt jemand - hinrennen, bellen, zurückweichen wenn sich der Mensch zu ihr dreht - wenn Hund dabei, normales Schnüffeln und evt. dann spielen...
    Muß sie an der Leine bleiben (z.B. Straße) - längeres Gekeife und Gekläffe, irgendwann wenn der andere Zeit hat und ich "übe" (ich stehe auf der Leine) legt sie sich ruhig hin. Sobald sich Hund oder Mensch aber wieder ein Stück auf mich zubewegen gehts erst mal wieder los...

    Ich bräuchte mir zuhause wohl keine Sorgen machen, daß ungebetene Gäste reinkommen... aber mein Ziel ist es doch, daß sie nicht jeden derart massiv angeht...

  • Das übliche Problem ... zu lange gewartet mit der Erziehung. Du hättest jegliches Verhalten in die Richtung von vornherein abbrechen sollen.

    Ich würde dir zu einem Trainer raten, der sich auch das Verhalten deines Hundes mal anschaut, um zu schauen, was die Motivation dahinter ist und der sich euer Mensch-Hund-Gespann anschaut, da ist oft einiges im Argen was dazu führt, dass solche Probleme auftauchen.

    Auch mit Murphy scheint es ja nicht optimal zu sein, auch wenn es dich nicht zu belasten scheint. Durchgeknallt und hyperaktiv sind Atribute die auch nicht normal sind, wenn man dem Hund Regeln und Ruhe beibringt. Von daher würde ich für das Gesamtpaket einen guten Trainer ins Haus holen.

    Vielleicht kann man dir ja eine Trainerempfehlung für deine Stadt geben.

  • Wenn's ne griechische Straßenhündin ist würde ich erst mal versuchen rauszubekommen, was da alles drin ist - vielleicht brauchtst Du Dich dann über Ihr Beschützerverhalten gar nicht mehr wundern.
    Auf diese Art kam schon mancher zu nem Herdenschutzhundmix. :D

  • Zitat

    Wenn's ne griechische Straßenhündin ist würde ich erst mal versuchen rauszubekommen, was da alles drin ist - vielleicht brauchtst Du Dich dann über Ihr Beschützerverhalten gar nicht mehr wundern.
    Auf diese Art kam schon mancher zu nem Herdenschutzhundmix. :D

    Aber auch ein Herdenschutzhund muss nicht alles ankläffen was sich bewegt. Auch bei dennen kan man was tun wenn sie das Beschützen allzu sehr übertreiben! :???:

    Würde auch zu einem Trainer raten da man aus der Ferne immer schlecht sagen kann wo das Problem sitzt. Wichtig ist das dein hund lernt dir zu vertrauen und das du jede Situation im Griff hast..sie braucht dich und sich selbst nicht schützen weil du das regelst.

  • Ich kenne das. So ist die Podencohündin meiner Mutter auch, bei ihr ist es Unsicherheit gepaart mit Angst und gewissem Unwillen damit aufzuhören.
    Ich würde dir empfehlen, mal das Zeigen & Benennenauszuprobieren, findest du über die Suchfunktion. Ich arbeite selber damit gegen die Leinenaggression meines Hundes und es wird.
    Damit bringst du ihr bei, dass sie selber regeln kann, wie sie sich fühlt, wenn jemand Fremdes kommt. Wenn du so arbeitest, dass sie immer auf dich angewiesen ist, dann wird sie es alleine bzw. wenn du mal nicht gleich dran bist, das nicht hinbekommen.
    Klickere, auch wenns doof klingt in erster Zeit alle Interaktionen mit dem Hund oder Mensch, auch wenns anbellen und knurren ist. Während sie dort hinschaut, versuchst du ihr ein Leckerlie vor die Nase zu halten, ein wenig seitlich, sodass sie sich leicht vom Hund/Menschen wegdreht.
    Klappt das, nochmal klickern und Leckerlie geben. Mit der Zeit wird sie sich auf ein Signal (bei uns: Wo ist der Hund/Mensch/Wild) dem Reiz zuwenden und danach gleich wieder ab, weil sie sich von dir ein Leckerlie abholen wird. Sie verknüpft dann: fremder Hund/Mensch =ich kriege Leckerlie, wenn ich hinguck und dann zu Frauchen guck.
    Also wird sie bald nicht mehr unsicher oder böse zu fremden Hunden/Menschen sein.
    Allerdings sage ich dazu, dass das nur funktionieren wird, wenn deine Hündin wirklich nur unsicher ist und nicht wirklich komplett vor Angst reagiert, denn Ängste funktionieren nochmal anders. Da würde ich auch eher einen guten Trainer ranlassen, der damit Erfahrung hat.

  • Zitat

    Aber auch ein Herdenschutzhund muss nicht alles ankläffen was sich bewegt. Auch bei dennen kan man was tun wenn sie das Beschützen allzu sehr übertreiben! :???:

    Würde auch zu einem Trainer raten da man aus der Ferne immer schlecht sagen kann wo das Problem sitzt. Wichtig ist das dein hund lernt dir zu vertrauen und das du jede Situation im Griff hast..sie braucht dich und sich selbst nicht schützen weil du das regelst.

    Klar kann man was tun - aber man kann dann bei der Erziehung besser drauf eingehen. Weil sich grundsätzliche Charaktereigenschaften eben nur lenken lassen aber nicht aberziehen.

  • Ich hatte schon 2 x meine Trainerin vom Hundeplatz da (dort zeigt Maggy das Verhalten übrigends nicht..dort fühlt sie sich wohl "sicher") - eher wegen Murphy und dessen Theater beim rausgehen... Er "platzt" schier wenn er sich in irgendeiner Form aufregt (Gassigehen, Spielen, Besuch), ansonsten ist er schon recht ruhig - seine 3 Geschwister sind mittlerweile alle im Tierheim gelandet, eine Schwester bekommt von den neuen Besitzern wegen angeblichem ADHS (??) Beruhigungsmittel..Das käm mir nie in den Sinn - ich nehm ihn wie er ist, beim Rausgehen 2 Minuten wildes Gekläffe, dann ist es gut...

    Zu Maggy meinte die Trainerin: Ist Unsicherheit/Angst - anbinden und wenn sie ruhig ist, losmachen..wenn der Besuch dann sitzt, wird er noch kurz angekeift dann bekomtm sie vom Besuch ein leckerli und dann ist es gut - aber ich hätte ja schon gerne, daß irgendwann mal einfach Ruhe ist wenn jemand kommt...ohne den Hund erst einfangen und anbinden zu müssen.


    Maggy ist ein (lt. Impfpass) Dackel-Pekinese-Mix, ca. 29 cm hoch und sehr zierlich. Sie hat es in den fast 2 Jahren auf der Straße sicher nicht leicht gehabt - ist ansonsten im Umgang super lieb - mit Kindern usw...Futter kann ihr jeder wegnehmen - ich muss immer aufpassen daß Murphy es nicht mitfrisst...

    Nur - wenn mir ihr oder Murphy jemand zu nahe kommt oder eben in ihr Reich eindringt...dann wird sie echt mittlerweile zur Furie - es ist ja noch nichts passiert aber so weit darf es auch nicht kommen...

  • was du probieren kannst, ist eine "auszeit", also leine und geschirr dran, wenn besuch kommt und jedes mal wenn sie anfängt terz zu machen kommentarlos an der leine nehmen, zügig vor die tür bugsieren, ne knappe minute im flur oder in einem anderen zimmer "runterkühlen" lassen, an der leine wieder reinholen, sobald sie wieder loslegt wieder raus und dasselbe spiel von vorne.
    außerdem würde ich besuch bitten, den hund vollständig zu ignorieren, (also nicht ansprechen, nicht anlocken und am besten net mal groß angucken) und ihr dann einen platz zuweisen, wo sie sich hinzulegen hat (gegebenfalls festbinden!). wenn sie sich dann ruhig verhält kannst ihr ja ein knabberchen geben, mit dem sie eine weile beschäftigt ist.
    und vorerst, solange sie noch gestresst ist, keinen kontakt mit dem besuch erlauben, wenn sie sich da wieder erschreckt wirft das zurück. der erste schritt ist zu lernen, dass besuch nicht angebellt werden muss, da er gar nichts von ihr wissen will!

  • Auch wenn es hier eigentlich um Maggy geht: Mich macht es stutzig, dass Murphy und alle seine Geschwister Probleme machen. Das ist schon ein enormer Zufall, dass es in vier unterschiedlichen Familien, anscheinend so schief läuft. Wurde er mal gesundheitlich komplett durchgecheckt?

    Viele Grüße
    Frank

  • Klinisch ist Murphy topfit...die Tierärztin kennt ihn auch schon von Welpe an und meint, er wär sicher etwas hyperaktiv - es könnte schon ein genetisches Problem sein..
    Aber damti komm ich wie gesagt ganz gut klar - er ist wie er ist...im Rahmen unserer Möglichkeiten udn seiner Zugänglichkeit hab ich ihn schon gut hingekriegt.. Rückruf, Jagdverhalten usw. alles ist sehr viel besser geworden - nur seine Kläfferei (er zittert dann auch wie verrückt) wann immer er sich aufregt -
    Klar ist das für ihn selbst auch anstrengend aber da hab ich echt alles lange Zeit probiert.. Es scheint nur zu helfen.. Ganz schnell raus - schnell an die Wiese und dann ist er ruhig - dauert ja nur ca. 2 Minuten...
    Es liegt nicht an evt. Drang zum Lösen.. er geht jederzeit in den Garten...
    Sobald ich ein Spielzeug nur ansehe, gehts Gebelle los...er KANN nicht ruhig spielen...
    In solchenMomenten scheint ein Schalter bei ihm umzuspringen und er ist überhaupt nicht mehr ansprechbar...
    Aber wie gesagt...das kleinere Problem..
    Maggy macht mir da momentan mehr Kummer..
    Das mit dem jedesmal anbinden bzw. in ein anderes Zimmer sperren probier ich jetzt aus...

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