Fixieren, bellen, beißen

  • Zitat

    Hui sehr hinterhältig.


    Als ob ein Hund hinterhältig sein kann. :roll:

    Die Situation wurde schlichtweg unterschätzt bzw. der Hund eventuell nicht richtig eingeschätzt,
    feine Signale seitens des Hundes übersehen oder falsch interpretiert... wie auch immer... man
    war ja nicht dabei.

  • Spike1508: Nein, nicht hinterhältig. Das können nur Menschen fertig bringen.
    Klar gibt's mobile Trainer. Aber die muss man ja auch erstmal bezahlen können ;)

    Der Witz ist, dass wir ein super Team sind. Sie ist der beste, tollste Hund der Welt und hört wie eine 1, solange keine anderen Hunde oder Leute im Spiel sind, die sie nicht mag. Ich glaube nicht, dass bei uns grundsätzlich etwas nicht stimmt. So schlimm ist es auch erst in den letzten zwei, drei Monaten. Vorher gab es mit anderen Leuten kaum Probleme, geschweige denn, dass sie irgendwen gebissen hätte! Etwas muss passiert sein :/

    Ich bestrafe sie grundsätzlich nicht... wenn sie knurrt und es nicht soll, bekommt sie ein "Aus", und damit ist's meistens gut. Je nach Situation gehen wir ansonsten einfach weiter.

    Den Maulkorb kennt sie schon. Im Winter darf sie nicht ohne raus, weil sie sonst den ganzen Schnee frisst.

  • Zitat

    hm was ist es dann? Wenn ein Hund sich nix anmerken lässt und dann aus dem Hinterhalt zubeisst?

    Das ist menschliches denken. Hunde sind nicht hinterhältig.

    Zitat

    Ich glaube nicht, dass bei uns grundsätzlich etwas nicht stimmt. So schlimm ist es auch erst in den letzten zwei, drei Monaten. Vorher gab es mit anderen Leuten kaum Probleme, geschweige denn, dass sie irgendwen gebissen hätte! Etwas muss passiert sein :/

    Du hast bezüglich der Leinenaggression schon im August 10 gepostet: https://www.dogforum.de/pobeln-an-der-…4.html#p8556048

    Das ganze hat sich jetzt einfach noch weiter aufgebauscht, weil du nix effektives dagegen getan hast. Es kann durchaus sein, dass etwas grundsätzliches nicht stimmt, sonst würde dein Hund sich nicht immer schlimmer benehmen. Vielleicht kannst du ihm keine Sicherheit geben, vielleicht nimmt er dich nicht wahr, vielleicht vielleicht vielleicht ... das kann nur ein gescheiter Trainer vor Ort feststellen.

    Würde alles stimmen, dann würde dein Hund nicht beißen ;) , dass mußt du dir klarmachen, denn nur dann wirst du bereit sein, dass man dir helfen kann.

    Einen Trainer leisten ... das Geld muss man investieren. Du hast dazwischen im Trainingszeiten. .. im Zweifelsfall vereinbare 1 x im Monat einen Termin, dann trainierst du fleißig und dann wieder einen Termin, dann liegst du bei ca.30-50 EUR / je nach Trainer pro Monat. Ein guter Trainer wird nicht mehr als 3-5 Stunden benötigen, um dich entsprechend anzuleiten.

    Du verlierst nur Zeit, wenn du selber an dem Problem rumdoktors ... vor allem hat sie ja nun auch schon gebissen ... also spätestens jetzt solltest du das Geld zusammenkratzen ;) .

  • Hm, als erstes würde ich sie draußen mit Mauli sichern, denn so ist sie eine Gefahr für Euer Umfeld.

    Dann würde ich aufmerksamer gehen, denn wie Du schon schreibst, Dein Timing stimmt nicht.

    Trainer würde ich auch empfehlen, zumal dieses Problem offenbar schon länger (August letzten Jahres) besteht.

    Birgit

  • So, jetzt mach ich mich unbeliebt, aber egal.

    Mein Dicker war fast genauso, also nicht ganz so kraß, er hat nicht gebissen aber ansonsten "Willkommen im Club"
    Kommt uns ein Hund entgegen dann: fixieren, volle Spannung und null ansprechbar, dann voll in die Leine - bellen - reißt mir fast den Arm ab und nix ist mehr mit Kommandos, blockieren, ablenken. Keine Chance mehr und sind wir vorbei, läuft er fröhlich weiter.

    Das Problem konnten wir lösen und auf die Gefahr hin, daß ich hier gleich gesteinigt werde:
    Hab mir eine kleine Wasserpistole zugelegt und immer in der Hand versteckt gehalten. Sobald die beschriebene Situation eintrat ein klares und scharfes "Nein" verbunden mit einem kurzen Spritzer ins Gesicht (einfaches klares Wasser). Das diente nichts weiter als einer Reizunterbrechung, um mehr gings nicht. Seine Aufmerksamkeit zurückholen und den Blickkontakt zum anderen Hund verhindern (also das fixieren). Dann gingen wir an kurzer Leine weiter, anfangs mußte die Prozedur ab und zu wiederholt werden. Momo haßte das, es erfüllte aber seinen Zweck.
    Nach drei-< oder viermal reichte dann beim fixieren schon ein "Nein", nur in besonders explosiven Situationen mußte die Spritze zum Einsatz kommen.
    Wichtig: sofort, wenn Du merkst, der Hund beginnt zuz fixieren, spannt sich, sofort dann Nein und Spritzer. Damit ist der Reiz unterbrochen und kommt in der Regel auch nicht wieder zustande. Wenn doch, wiederholen.
    Auch wichtig: Bist Du am anderen Hund vorbei und Deiner hat sich richtig verhalten, dann LOBEN und LOBEN und LOBEN - Leckerlie, streicheln oder was Du sonst machst, wenn er was richtig toll gemacht hat.

    ZTum beißen sollte es gar nicht kommen bei der Methode weil er sich ja nicht so hochfahren kann.

    Versuchs mal, wenn Du magst, kann mir vorstellen, wie verzweifelt Du bist. Bleib ruhig, bemüh Dich um Souveränität und vermittle Deinem Hund die Sicherheit, daß DU die Lage in der Hand hast.

  • März 10 ... jede Menge Probleme: https://www.dogforum.de/jede-menge-pro…ht-t103811.html

    Du siehst du hast schon seit geraumer Zeit diverse Probleme. Das ist auch nix schlimmes, eher normal bei dem alter deines Hundes aber damit jemand dir helfen kann, zu sehen, wo die Probleme sind (denn oft sieht man das selber nicht, wenn man mittendrin steckt), solltest du zeitnah agieren. Die Probleme werden ja nicht weniger.

    Man kann scheinbar eine supertolle Beziehung zu seinem Hund haben aber immer, wenn es wirklich drauf ankommt, dann ignoriert der Hund einen und das ist momentan bei dir - scheinbar - der Fall.

    Ich will dir auch gar nicht zu nahe treten aber du wirst ja auch nicht wollen, dass man dir nach dem Mund redet.

    Cimmaron
    Ich steinige niemanden. Rein interessehalber erkläre mir mal, was konkret der Hund in der Situation durch die Spritzpistole lernt?
    Ansonsten gibt es tatsächlich Hunde wo das funktioniert, andere interessiert es nicht die Bohne und die nächsten werden dadurch noch aggressiver. Ich verurteile das nicht, denn ich weiß, dass die Verzweifelung bezüglich der Leinenaggro seltsamste Blüten treiben kann. Man sollte sich aber immer überlegen auf welcher Basis man eine Beziehung zu seinem Hund möchte.

  • *alles durchles*

    Okay. Ich bin momentan im Mega-Zeitstress, also kommt über's Wochende nicht mehr allzuviel von mir dazu.
    Aber: Trainer geht gerade nicht. Mir ist klar, dass das die beste Option ist, aber ganz vom Finanziellen abgesehen, sind meine Eltern auch nicht damit einverstanden. Ab August habe ich mehr Zeit, mehr Geld, und vor allem ein Auto, und dann besorgen wir uns einen der besten Trainer, die es hier gibt. Aber bis dahin kann ich es nunmal nicht ändern...

    Spritzpistole kommt nicht in Frage. Auch keine Dosen, die mit Erbsen gefüllt sind, oder diese Discs, die geworfen werden. Kari reagiert sowieso schon empfindlich auf laute (scheppernde) Geräusche, und bei einem Hund, der so ängstlich ist, finde ich Lernen durch Meidverhalten arg fragwürdig ;)

    Im Moment tendiere ich wirklich zum positiven Umlenken im Sinne von "Ui, schau mal, was ganz Feines!". Ob es klappt, sei mal dahingestellt. Aber so kann es bei uns nicht weitergehen.

    Bezüglich der Aussage, dass bei uns generell etwas nicht stimmt, habe ich vorsichtig mal in Martin Rütters D.O.G.S. Guide probegelesen. Schöne Ideen, aber demnach wäre alles, was Kari macht, mich herumzukommandieren, und da müsste ich gegenwirken. Will ich aber gar nicht, weil mein Hund - obwohl sie viele der im Buch beschriebenen Verhaltensweisen zeigt - trotzdem ein sehr lieber, relativ ausgeglichener Hund ist.

    Und das war sie nicht immer, wie man anhand meines von Fantasmita zitierten zweiten Beitrags ziemlich gut erkennen kann ;) Von den Problemen, die wir hatten, ist einzig die Aggression draußen geblieben. Also muss ich ja schon irgendetwas richtig gemacht haben...

  • Zitat


    Der Witz ist, dass wir ein super Team sind. Sie ist der beste, tollste Hund der Welt und hört wie eine 1, solange keine anderen Hunde oder Leute im Spiel sind, die sie nicht mag.

    Dieser Satz ist mir sehr ins Auge gefallen. Dein Hund ist weit davon entfernt der beste und tollste Hund der Welt zu sein. (meine übrigens auch!)
    Vielleicht seid ihr ein zuuuuu super Team. Ein gewisses Maß an Autorität, Führung und Konsequenz gehört auch zur Hundeerziehung. Mit Streicheleinheiten kommst Du da nicht weit.

    Schara kennt dieses von hinten in die Waden beissen auch. Oder mal jemand ankläffen, hinterher rennen und mal schnell reinzwicken, bevor man wieder zu Frauchen rennt. Also eigentlich eine feige, unsichere Art ihre eigene Angst zu zeigen. Zumindest habe ich es so gesehen.
    Meiner Meinung nach hatte Schara das Gefühl mich beschützen zu müssen und unangenehme Dinge in die Hand nehmen zu müssen. Ich habe versucht ihr diese "Angst" zu nehmen, indem ich egal was, die Führung übernommen habe. Bisher läuft es ganz gut und eine Schnappattacke hatten wir schon seit langem icht mehr.

  • Na ja, langsam.
    Die Beziehung zu meinem Hund hat mit seiner Leinenrüpeligkeit nicht allzuviel zu tun, denn die hat er mitgebracht als er vor 1,5 Jahren zu uns kam. Es war viel schlimmer am Anfang.
    Im Übrigen hab ich nicht behauptet, daß es ein Allheilmittel ist, bei uns hat es funktioniert, nichts anderes. Wer das nicht will, braucht es nicht machen.
    Der Beziehung zu mir hat diese Maßnahme keinen Abbruch getan. Was soll er lernen?
    Eigentlich ganz einfach: Sobald er fixiert (das merke ich sofort, weil ich ihn ja beobachte) kommt ein deutliches "nein", er sieht mich dann an oder auch nicht, ist egal, aber der Blickkontakt zum anderen Hund ist unterbrochen und damit das Ziel erreicht. Er soll lediglich in diesem Moment auf mein verbales Signal reagieren, nichts weiter. Dann gehen wir am Hund vorbei. Er ist zwar nicht entspannt, aber der Impuls ist unter Kontrolle und gut ist es.

    Er hat auf mein "nein" nicht reagiert, voll der Tunnelblick auf den anderen Hund, ich kam nicht bei ihm an. Also: kurzer Spritzer und gleichzeitig!!!!!!!!!!!! "nein"
    Jetzt sind wir soweit, daß ein "nein" ausreicht und damit ist alles o.k. Das Fixieren werd ich ihm wohl nie ganz abtrainieren können aber es kommt nicht mehr zu Ausrastern an der Leine. Ich trag die kleine Spritzpistole oft tagelang mit mir rum und benutze sie kein einziges mal mehr.

    Wer diese Maßnahme verwerflich finden will, bitte schön. Ich habe ihm nicht weh getan, ihn nicht verletzt oder geschlagen oder gequält. Ich hab massive Rückenprobleme und halte diese ständigen Kämpfe an der Leine halt nicht aus.

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