Ungehorsam, manchmal nicht Abrufbar, beisst TIPS?

  • Also als Erstes würde ich den Hund an die Schlepp packen. Konsequent und überall. Ohne Leine gibt es erst mal nicht. Dann wird der Abruf neu aufgebaut und durch gesetzt. Heißt, dem Hund wird durch die Leine gar nicht die Gelegenheit gegeben weg zu hüpfen. Durch "hinterher jagen" bestätigt man das Verhalten nur.
    Auch andere Dinge (wie z.B. den Ball wieder bekommen) kann man so besser durchsetzen und gerät nicht in so ein "Jagdspielchen".

    Der Hund muss sehen, dass er mit seinem Verhalten nicht weiter kommt. Er erreicht Dinge nur, indem er mit dem Halter zusammen arbeitet. Warum sollte er das tun, wenn es anders funktioniert und es doch so viel Spaß macht?

    Abgesehen davon würde ich aber ganz dringend einen Trainer empfehlen. Von hier aus kann keiner beurteilen was das für ein Schnappen ist. Ich glaube nicht, dass der Hund aggressiv ist oder so, aber hier fehlt scheinbar ein gewisses Grundverständnis, an dem mal in ein paar intensiven Sitzungen gearbeitet werden sollte. Jemand, der drauf guckt, Verhalten analysiert und die Augen öffnet. Aber eben intensiver in Einzelsitzungen, statt Hundeschule.
    Zu Trainern kann euch bestimmt jemand im Forum weiter helfen, wenn ihr gezielt sucht. Auch da tummeln sich ja leider viele schwarze Schafe...

  • Zitat

    Hallo

    Also auf dem feld kommt er ja der unehorsam ist sozusagen ortsabhängig.

    Wie schon geschrieben:
    Die Ablenkung ist zu groß.
    Er hat keine Lust und keinen Grund, die "Party" zu verlassen.

    Zitat

    Eine Übersprungshandlung ist es nicht.

    Sondern? :???:

    Zitat

    Vom Welpenkurs zur Rüpelgruppe ins Basistraining.

    Warum Rüpelgruppe?

    Wie reagiert deine Bekannte auf die Schnappattacken?
    Sie braucht einen guten Hundetrainer.
    Wo ungefähr wohnt sie?
    In welchem PLZ-Bereich?

    Gruß
    Leo

  • jap, schliess mich mal den anderen soweit an:

    1. gscheiten hundetrainer suchen

    2. für den 13monate alten dobi das programm ein wenig runterfahren und umstellen. der muss mehr runter.

    3. mal ganz allgemein: wenn er das platz mal macht und mal nicht - dann kann er es eben nicht zu 100% sondern zu 50%. ein 100% ist dann gegeben, wenn ein hund ein kommando überall auch unter ablenkung ausführt. macht er es nicht, dann muss man das mit geduld und langsamer steigerung und viel bestätigung üben.

    dein beispiel mit: er geht zwar kurz ins platz aber steht sofort wieder auf und dann, wenn das kommando nochmal kommt, fährt er sich hoch und schnappt in den arm zeigt das ja recht schön.

    ein platz und bleib - denn das sollte er ja wohl machen - das in jeder situation wirklich sitzt ist für einen hund in dem alter, vorallem wenn er ein hibbel ist, schon ne ganz schöne nummer.

    genauso wie einen abruf in jeder situation bzw. ein herkommen.

    also: es wär wirklich am besten, wenn ein trainer kontaktiert wird, der sich das ganze mal anschaut und den hh zeigt, wie sie den dobi ein wenig runterfahren und wie man an der impulskontrolle arbeitet.

    viel "auslauf" bzw. "viel bewegung" ist nicht immer das geeignete mittel, einen hund "ruhiger" zu bekommen - meist hat das den gegenteiligen effekt.

  • Zitat

    Eine Übersprungshandlung ist es nicht. Zum beispiel passiert es wenn der Hund plarz machen soll. Er kennt das Kommando zu 100% da er es, wenn ihm danach ist, ausführt. Manchmal
    Jedoch legt er sich nur kurz hin und wenn er aufspringen will
    Und der besitzer sagt nochmal
    Platz dann fängt er an nachndrm Arm zu schnappen. Wirklich zubeissen tutber nicht, er zwickt nur.


    Ich kann nur von Enki und mir sprechen, ob das bei euch da auch zutrifft weiß ich nicht.
    Ich kenne diese Reaktion von meinem Hund und ich habe das nun immer in den gleichen Situationen gesehen: Überforderung!
    Immer wenn er nicht weiß was er da jetzt genau machen soll, weil ich entweder unsauber bin (Körpersprache, Kommando schludderig ausgesprochen usw.) oder er das Kommando nicht genau beherrscht oder ich auch einfach zu viel fordere (zu schnell hintereinander bei vielen Umweltreizen usw.) reagiert er so.
    Teilweise mit Anspringen und schnappen usw.
    Was bei uns hilft: eine kurze Auszeit.
    Heißt: irgendwo kommentarlos anbinden/auf die Leine stellen (nur so das der Hund nicht weglaufen kann), warten bis sichtlich Entspannung eintritt (Hund setzt sich etc.) oder kommentarlos wegdrehen. Alles was irgendwie in Richtung Aggression geht (lauter werden, sauer werden etc.) stachelt Enki noch mehr an. Anschließend Hund einfach kommentarlos abmachen und weiterlaufen.
    Und eben sorgfältiger auf den Hund gucken, wenn's um Kommandos etc. geht und ruhiger üben bzw. einfordern. Nicht mit dem Hintergedanken: Mach jetzt Hund!, sondern locker und entspannt.

  • Zitat

    Hallo

    Also auf dem feld kommt er ja der unehorsam ist sozusagen ortsabhängig.

    Das hat nichts mit ortsabhängig zu tun, sondern mit der Ablenkung. Auf dem Feld werden sie allein sein, kein Mensch, kein hund eben nichts was interessant ist und da sind Herrchen/Frauchen interessant genug, um zu reagieren, weil alles andere noch langweiliger ist.
    Sobald es aber eine Alternative gibt, andere Hunde, andere Menschen etc. ist Hundi weg. Unerzogen mit schlechter Bindung.

    Zitat


    Eine Übersprungshandlung ist es nicht. Zum beispiel passiert es wenn der Hund plarz machen soll. Er kennt das Kommando zu 100% da er es, wenn ihm danach ist, ausführt. Manchmal
    Jedoch legt er sich nur kurz hin und wenn er aufspringen will
    Und der besitzer sagt nochmal
    Platz dann fängt er an nachndrm Arm zu schnappen. Wirklich zubeissen tutber nicht, er zwickt nur.

    Und was machen die Leute dann? In der Regel zieht man den Arm weg, hüpft rum, schuppst den hund vielleicht noch.... geniales Spiel für den Hund eine selbstbelohnende Aktion also.

    Zitat


    Aber was macht man wenn der Hund 1 m vor einem steht und sobald man einen schritt auf ihn zugeht er fangn spielen will.Dobermänner brauchen viel Auslauf, da bringt es kaum was wenn man den an der Leine spazieren führt.

    Nicht von der Leine lassen Herrgott nochmal! Auch ein Dobermann kann an der Schleppleine leben ohne dass er einen Schaden davon trägt, so lange er nicht zuverlässig abrufbar ist. Schlepp gibt es in bis zu 20m Länge der Radius reicht vollkommen aus und so lang der Hund nicht zuverlässig abrufbar ist, ist es höchst veranwtortungslos ihm Freilauf zu gewähren - gan egal um welche Rasse es sich handelt.

    Zitat


    Der Hund um den es geht, geht2 x diewoche zur Hundeschule, ansonsten jedrn tag 2-3 STunden spazieren odrr auf die Hundewiese.

    Sag den Leuten sie sollen als erstes diese dämliche Hundewiese streichen! Denn genau damit erziehen sie sich das nicht hören wollen wenn andere dabei sind heran. Der Hund hat Spaß beim Toben und Rennen und Herrchen und Frauchen stehen irgendwo rum und warten. Man macht nichts mit dem Hund sondern lässt den einfach machen und wundert sich dann warum alles andere interessanter ist.
    Sie sollen die Hundewiese streichen und statt dessen mal MIT ihrem Hund Such- und Fährtenspiele machen. Lastet den Hund körperlich und gesitig herrlich aus, fördert die Konzentration, dreht ihn nicht so hoch wie Balli werfen und rennen und fördert wenn man es wirklich gemeinsam mit dem Hund erarbeitet die Bindung.

  • Zitat


    Sag den Leuten sie sollen als erstes diese dämliche Hundewiese streichen! Denn genau damit erziehen sie sich das nicht hören wollen wenn andere dabei sind heran. Der Hund hat Spaß beim Toben und Rennen und Herrchen und Frauchen stehen irgendwo rum und warten. Man macht nichts mit dem Hund sondern lässt den einfach machen und wundert sich dann warum alles andere interessanter ist.
    Sie sollen die Hundewiese streichen und statt dessen mal MIT ihrem Hund Such- und Fährtenspiele machen. Lastet den Hund körperlich und gesitig herrlich aus, fördert die Konzentration, dreht ihn nicht so hoch wie Balli werfen und rennen und fördert wenn man es wirklich gemeinsam mit dem Hund erarbeitet die Bindung.

    :gut:

    Sehe ich auch so - zumindest sehr, sehr drastisch reduzieren!
    Ein Hund muss nicht 5-7 x die Woche Party feiern.

  • So jetzt komme ich wieder zum antworten

    Zitat

    Was passiert, wenn die Halterin wegrennt?
    Schon mal ausprobiert?
    Wild gestikulierend, jubelnd, interessant wegrennen, mit Ball in der Hand...in die andere Richtung.

    Es passiert - NICHTS! Hund bleibt genau da stehen wo er war und schaut. Es bringt nichts wenn man einen Ball, Leckerli, Spielzeug etc. hat. Es ist so dass er zwar hinterherkommt, aber wenn man sich rumdreht bleibt er stehen - geht man auf ihn zu läuft er rückwärts weg. Auch wenn man sich komplett entfernt interessiert es ihn nicht.

    Zitat

    Sie sollte weglaufen, locken (hohe stumme), in die Hocke gehen und füttern, wenn der Hund da ist. Aufstehen, weglaufen, in die Hocke gehen, füttern etc.

    Er kommt nicht für Leckerli, egal für welche. Wenn er nicht will, dann will er nicht,da kannst du ein Schnitzel hinhalten, er legt da mehr Wert drauf, einfach mit Abstand stehen zu bleiben :muede:

    Zitat

    aber nicht herziehen, nur als Notleine verwenden, so als wäre sie gar nicht da!

    Wie soll man denn einen Hund sonst wieder bekommen, wenn er 2 Meter vor einem stehen bleibt. Er kommt nicht auf gut zureden, wegrennen, LEckerlis, Ball, Spielzeug etc. Weil er eben da bleiben möchte wo er ist.

    Zitat

    Von Grundsatz her richtig aber zuviel ist zuviel.

    Du meinst das was wir mit unserem Dobi machen? Also ich habe keinerlei Probleme mit meinem, so kann ich wohl nicht von mir behaupten, dass mir Hundeverständnis fehlt oder ich meinen Hund überfordere????

    Zitat

    Rüpelgruppe?

    Heisst bei uns so, wie schon ein Mitschreiber richtig geschrieben hat!

    Zitat

    mal ganz allgemein: wenn er das platz mal macht und mal nicht - dann kann er es eben nicht zu 100% sondern zu 50%. ein 100% ist dann gegeben, wenn ein hund ein kommando überall auch unter ablenkung ausführt. macht er es nicht, dann muss man das mit geduld und langsamer steigerung und viel bestätigung üben.

    Nochmal: Es ist so dass er es manchmal macht manchmal eben nicht. Gleiche Situation, gleicher Ort, gleiche "Ablenkung"... mal macht er es und wenn er eben nicht will dann nicht.

    freulein - danke das war eine gute Antwort

    Zitat

    Nicht von der Leine lassen Herrgott nochmal! Auch ein Dobermann kann an der Schleppleine ...

    Seit wir den Hund kennen geht er nichtmehr ohne Schleppleine. Also mal nicht aufregen!!!!

    Zitat

    ... als erstes diese dämliche Hundewiese streichen!

    Das sagen meistens Leute, die mit ihren Hunden da nicht hingehen können weil diese unverträglich sind. :lachtot:
    Ich sehe das nicht als herumstehen und Hund auslaufen lassen. Gerade hier kann ich üben, meinen Hund auch mal aus anstrengenden Situationen abzurufen, ich mache auch manchmal kleine Übungen auf der HuWi. Und siehe da - derHund führt diese auch aus. Ich finde HuWi gut.

  • Achso und über die Rasse braucht man mich auch nicht belehren, vielleicht haben diejenigen den Beitrag nicht ganz durchgelesen aber wir haben selber einen Dobermann, ich bin also bestens über die Rasse informiert.

  • TE, du hast um antworten gebeten - die sind gekommen - wenn auch scheints nicht nach deinem sinn.

    ob du dich nun mit dobis auskennst oder nicht - spielt ja eigentlich auch keine rolle - denn es geht ja nicht um deinen dobi sondern um einen anderen.

    Zitat

    Nochmal: Es ist so dass er es manchmal macht manchmal eben nicht. Gleiche Situation, gleicher Ort, gleiche "Ablenkung"... mal macht er es und wenn er eben nicht will dann nicht.

    und nun? was sagt uns das? richtig! es sagt uns, dass der hund das kommando eben nicht zu 100% ausführt. sprich, dass es eben nicht zu 100% sitzt. oder du hast ein völlig anderes verständnis von "immer und stets = 100%" als ich.

    und was kann man draus schliessen? richtig! dass man irgendwas falsch gemacht hat beim üben/trainieren - und dass man weiter dran arbeiten muss. event. auch mal andere wege beschreiten, andere methoden ausprobieren, einen anderen "trainingsstil" als den, den man hatte und der ja augenscheinlich nicht wirklich zum gewünschten erfolg geführt hat.

    würde einer meiner hunde 2m von mir weg stehen bleiben und nicht kommen und sogar wegrennen, wenn ich auf ihn zugehe - würde ich persönlich mich fragen, woran das wohl liegt. und auch da meine übungs/trainingsansätze überdenken....

    genau das gleiche gilt für das schnappen: auch das ist ja ein problem, das man gern gelöst hätte.

    natürlich, man kann da - wenn man gern will - dominanz/rudelrangfolge/absichtliches ärgern des hhs/ ect. mit reininterpretieren - aber so wie sich das liest, hat das bis jetzt ja nichts gefruchtet - warum also nicht mal andere lösungsansätze wenigstens in die überlegungen miteinbeziehen und es mit ruhe, konsequenz, neuen für den hund verständlichen übungen in kleinen sequenzen und einer gewissen ehrlichen selbsteinschätzung probieren?

    köpfchen fordern, nasenarbeit, impulskontolle, bindungsarbeit, hund runterfahren statt hochfahren, kleinere schritte machen - wieso ist das denn so schlecht, dass man nichtmal drüber nachdenken möchte?

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