Von Anfang an alles richtig/Bezugsperson

  • Hallo,

    mein Böxilein zieht in 2 Wochen (nach nie endenden scheinenden 3 Monaten) endlich bei mir ein.
    Er ist 3 Jahre alt. Gewöhnt ist er schon an mich, da ich 3mal in der Woche mit ihm spazieren gehe.

    Bei uns leben noch 2 weitere Hunde (Mini-Hündinnen) im Haus, beide auch um die 3 Jahre.

    So, nun zur eigentlichen Frage:

    Ich soll seine Bezugsperson sein, d.h. er soll sich weder an den anderen beiden Hunden, noch an anderen Familienmitgliedern, sondern nur allein an mir orientieren.
    (Hört sich bestimmt gerade egoistisch an :hilfe: aber es soll eben so sein und ich denke eine Bezugsperson reicht einem Hund)

    Nun stellt sich mir die Frage: Wie stelle ich das von Anfang an richtig an?

    Ich werde natürlich die Einzige sein, die mit ihm spazieren geht, ihn füttert, etc.
    Ich werde also die Einzige sein, die sich richtig um ihn kümmert. (Damit meine ich nicht mal knuddeln, etc. das dürfen alle ;) , bloß die wichtigen Sachen werde ich natürlich ganz alleine übernehmen)

    Doch trotzdem habe ich furchtbare Angst, dass er sich jemand anders als Bezugsperson aussuchen wird.

    Bei meinem anderen Hund ist das nämlich auch so:
    Sie ist viel lieber mit anderen Familienmitgliedern zusammen als mit mir, mir schenkt sie (drinnen) fast keine Beachtung, was mich super stört, doch draußen merkt man schon, dass sie zu mir eine viel höhere Bindung hat, da sie auf mich am meisten hört und sich draußen auch an mir orientiert.)

    Ich hoffe, ihr versteht so einigermaßen, worauf es mir ankommt.
    Ich will diesmal alles richtig machen.
    Der Hund soll wissen, dass er (nur) zu mir gehört.

    Bin euch sehr dankbar für gute Tipps, Kritik, etc.!

    GLG Rettungshund

  • Hunde suchen sich ihre Bezugsperson häufig ganz alleine aus, da kannst du nix machen.
    Ich verstehe auch nicht was daran der Sinn ist ihn so auf dich festzunageln.
    Ich hab hier so einen Boxer der nur auf mich festgenagelt ist, das ist ganz schöner Mist wenn ich weg will, oder einfach nur aus dem Blickfeld gehe oder auch wenn Herrchen ihm was sagt. Kratzt ihn überhaupt nicht wenn ich dabei bin.
    Aber gehe ich weg (ich arbeite), zittert er, jault, sabbert, hechelt.
    Maht er bei Herrchen nicht.
    Ich arbeite daran, es ist für uns beide hart, da er wirklich darunter leidet wenn er mich nicht kontrollieren kann.

    Tu deinem Hund das bitte nicht an.

    Vielleicht bist du deinem anderen Hund einfach viel zu verkrampft und er sucht sich deswegen die Personen aus die lockerer sind und nicht mit aller Macht wollen dass nur sie der "Gott" sind?

  • Tatsächlich hört sich das ganze ein wenig egoistisch an.
    Möchtest du einen Hund haben, der nur dich als Bezugsperson ansieht, dann solltest du alleine in einer Wohnung/Haus leben, dann kann er sich an niemand anderen orientieren/richten.

    Das kann man im vorraus so nicht planen.
    Der Hund wird sich meistens an die ganze Familie richten, wird alle in sein Herz schließen und seine Bezugsperson selber wählen, wenn du es wirst, bist du es, wenn nicht, was passiert denn dann?
    Gerade Boxer gelten als Familienhunde, da sie wirklich die ganze Familie lieben, sogar die Hausfliege ;)

  • Zitat


    Ich verstehe auch nicht was daran der Sinn ist ihn so auf dich festzunageln.
    I

    Ich weiß, es ist noch etwas hin, aber wenn ich in 2 Jahren von zu Hause wegziehe würde ich nicht gerne einen Hund mitnehmen, der sich an jemand anderem aus der Familie orientiert, sodass er dann noch womöglich Trennungsprobleme bekommt, etc. .

  • Zitat


    Das kann man im vorraus so nicht planen.
    Der Hund wird sich meistens an die ganze Familie richten, wird alle in sein Herz schließen und seine Bezugsperson selber wählen, wenn du es wirst, bist du es, wenn nicht, was passiert denn dann?
    Gerade Boxer gelten als Familienhunde, da sie wirklich die ganze Familie lieben, sogar die Hausfliege ;)

    Klar soll er die ganze Familie ins Herz schließen, er soll eben nur mich als Bezugsperson, als Rudelchef ansehen. :smile:
    Ist das wirklich zu viel verlangt?

  • Zitat

    Ist das wirklich zu viel verlangt?

    JA!

    Und je mehr du das erzwingen willst, desto weniger wird es gelingen.

    LG Eva

  • Hi,

    ich könnte mir vorstellen, daß Du mit Deiner Vorstellung, wie der Hund in Bezug zu Dir sein soll, ein ganz schönes Eigentor schießen wirst.

    Es könnte nämlich sein, daß Du "beim Training" einen so großen Druck aufbaust,
    daß sich Dein Hund erst recht von Dir abwenden und sich andere Bezugspersonen aussuchen wird, damit er eben nicht diesen Streß hat.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat

    Ich weiß, es ist noch etwas hin, aber wenn ich in 2 Jahren von zu Hause wegziehe würde ich nicht gerne einen Hund mitnehmen, der sich an jemand anderem aus der Familie orientiert, sodass er dann noch womöglich Trennungsprobleme bekommt, etc. .


    Und wenn das dann so ist, musst du da auch mit leben und den Hund evtl da lassen.
    Ich finde dein Vorhaben ehrlich gesagt nicht ok. Du kannst doch den Hund nicht auf Biegen und Brechen von dir abhängig machen, was ist wenn du mal nicht da bist, wenn du im Krankenhaus bist, arbeiten musst?
    Das mit dem Rudelchef lass mal gleich weg, ein Hund hat zu jedem in der Familie eine unterschiedliche aber vorhandene Verbindung. Zum Vater der wenig zu hause ist eine lockerere, zu der Mutter die den ganzen Tag da ist, ihn füttert, mit ihm gassi geht usw eine festere, zu der Teenager Tochter die ihn abgöttlisch liebt eine feste und zu dem Teenager Sohn der sich nicht viel aus ihm macht eine lockere.
    Das nur als Beispiel.
    Wenn du viel mit dem Hund machst kannst du sicher sein dass er eine Bindung entwickelt, aber du kannst und solltest nicht beeinflussen wen der Hund sich selber aussucht.
    Und dein Hund wird mit Siherheit Trennungsschmerz haben, das ist doch normal wenn jemand aus der Familie weg ist. Ob nun du oder der Rest der Familie ist ihm da egal.

  • Cheyenne liebt jedes Familienmitglied auf eine soezielle Art!

    Letzendlich bin ich ihre absolute Bezugsperson, d.h. aber nicht, dass sie ständig bei mir ist. Meistens ist sie im ganzen Haus unterwegs und besucht mal den einen mal den anderen!

    Dennoch ist sie definitiv "mein Baby" und ich denke das liegt nicht nur daran, dass der Aussie ein Ein-Personen-Hund ist!

    Ich habe Cheyenne ausgebildet, trainiere immernoch regelmäßig mit ihr. In den ersten Nächten habe ich neben ihrer Box auf dem Boden geschlafen, sie gefüttert, bin mit ihr zum TA!

    Was ich aber wichtig finde (nicht wegen dem Hund) ist, dass du diesen Gedanken ablegst. Das blockiert dich und dann gehts nach Hinten los!
    ;)

    LG, aussiemausi!

  • Zitat

    Hi,
    Es könnte nämlich sein, daß Du "beim Training" einen so großen Druck aufbaust,
    daß sich Dein Hund erst recht von Dir abwenden und sich andere Bezugspersonen aussuchen wird, damit er eben nicht diesen Streß hat.
    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Huhu,

    nein, also wir trainieren schon während unseren Gassizeiten und ich mache ihm da ganz bestimmt keinen Druck.

    Zurzeit sieht er mich soweiso als Bezugsperson an (meine einschätzung), aber ich möchte auch nicht,dass sich dies ändert, dass er sich womöglich nach dem Einzug an den anderen Hunden orientiert.

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