Hund von Reh angegriffen.

  • Habe seit anderthalb Monaten einen Zwergschnauzer mein erster Hund. Er ist jetzt acht Monate alt. Er ist so total lieb, freundlich allen Menschen und Hunden gegenüber, nur Kinder sind ihm etwas suspekt. Habe ihm am Anfang nur an der Leine gehabt und dann nach zwei Wochen mal an einer großen Wiese abgeleint. Dann haben mein Freund und ich ihn abwechselnd rangerufen, gab dann immer ein leckerli. Das klappte eigentlich ganz gut. Aber mittlerweile wenn ich ihn mal losmache kann er mich auch gut ignorieren. Mache ihn eigentlich nur im Wald los wenn keine Straße oder sonstige Gefahr in der Nähe ist. Aber er läuft sehr weit vor oder in den Wald hinein vorallem wenn da was interessantes ist z.B Vögel. Gehe dann eigentlich immer weiter und rufe ihn ein oder zweimal gehe aber weiter. Er kommt auch dann aber manchmal dauert es ganz schön lange. Will aber nun mich auch nicht da hinstellen und ihn dreißig Mal rufen daher gehe ich weiter damit er merkt Frauchen wartet nicht auf mich. Weiß aber nicht ob das richtig ist. Ich meine eigentlich soll er sich gar nicht soweit von mir entfernen. Heute der Hammer mache mir jetzt echt Vorwürfe, habe ihn freilaufen lassen er ist in den Wald gelaufen. Dann sehe ich wie da ein Reh läuft, das muss er aufgeschreckt haben. Auf einmal höre ich ihn nur noch mehrfach quietschen und schreien. Da muss ihn das Reh angegriffen haben, habe nichts gesehen da waren zuviele Bäume vor. Habe ihn dann panisch gerufen er ist dann auch auf mich zugerast gekommen. Der war ganz verschreckt, er war dreckig und eine Seite war etwas feucht. Aber konnte sonst nichts sehen und er verhält sich auch ganz normal ist also wohl nichts passiert. Aber ich hatte einen Schreck habe ihn dann an die leine gemacht. Als wir weiter gegangen sind stand das Reh dann im Wald und hat uns beobachtet. Dachte die wären scheu bin dann mal nen Schritt schneller gegangen. Aber da habe ich mir gedacht es muss was passieren er muss besser auf mich hören und darf nicht so weit weglaufen. Habe gedacht mir das Buch "Kommt nicht gibts nicht" von Claudia Toll zu bestellen. Kennt das jemand und wie ist das. Habe auch schon an Schleppleinentraing gedacht. Ist das da erklärt? Könnt ihr eventuell auch eine Schleppleine empfehlen? Will mir Sonntag auch noch nen Hundeverein anschauen die bieten auch Grunderziehung an.
    vlg niesel

  • Hallo,
    das Buch kenne ich leider nicht.
    Aber Schleppleinen Training kann ich wirklich empfehlen.
    Anfangs hat Meiky super gehört. Mit etwa 6 Monaten fing es an das er sich gar nicht mehr abrufen lies. Alles war interessanter oder er lief immer auf großem Abstand. Und wenn er mal gehört hat, wenn man ihn gerufen hat, ist er in meine Richtung gerannt. Aber immer an mir vorbei

    Haben dann mit dem Schleppleinen-Training angefangen.
    Und immer wenn er sich abrufen lassen hat gabs lecker Leberwurst. Dait er sich auch, dass an uns vorbei rennen abgewöhnt, musste er dazu auch noch immer Sitz machen.

    Mittlerweile ist er 8,5 Monate und wir haben keinerlei Probleme mehr mit dem abrufen. Es funktioniert einfach Klasse.

    Außer gestern, aber das war ne Ausnahmesituation. Wir waren draußen am Spielen und dann hat eine rießige Katze ihn angegriffen. Erst hatte er mega Panik aber nach ner Zeit wurde er sauer und wollte nur noch zu dieser Katze. Aber ansonsten hört er bisher immer. Aber trotzdem noch jeden Tag Training, damit er auch in solchen Situationen wie gestern bald auf mich hört.

  • Aber kann man beim Schleppleinentraining nicht auch viel falsch machen? Gibt es vielleicht Tipps wo ich mich einlesen kann, vielleicht auch im Web. Was nehmt ihr für Schleppleinen?

  • Ich kenne mich nicht aus mit kleinen Hunden. Aber ehrlich, Hund ist Hund. Und wenn der Rückruf nicht sitzt, dann hat der im Wald alleine nix verloren...

    Vor allem würde ich einem Hund nie erlauben, sich aus meinem Sichtfeld zu entfernen. Was machst Du denn, wenn Dein Kleiner "ums Eck" einem grossen, angeleinten Hund entgegenläuft?

    Du brauchst nicht dreissig Mal rufen. Sichere Deinen Hund ab, bind ihm ne Schleppe an und trainiere. Bevor der Rückruf nicht sitzt, bleibt er an der Schleppe und verschwindet nicht aus Deiner Sicht.

    Ehrlich, ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass ein Reh Deinen Schnauzer angegriffen haben soll. Aber ich hoffe, Du machst Dir Gedanken darüber, dass auch ein anderes, u.U. gefährlicheres Tier Deinen Kleinen angreifen könnte.

    Bezüglich dem Buch kann ich Dir leider nix raten, das hab ich nicht gelesen. Aber Du findest im Web sicher einige Tipps, wie Du den Rückruf aufbauen kannst.

    Viel Glück!

  • Zitat

    Ich wette, dein Hund wird so schnell keinem Reh mehr nachstellen ;)

    Davon gehe ich auch mal aus und vielleicht hat sich damit ein Antijagdtraining erledigt.

    Mensch, das hätte uns mal passieren müssen.... :lol:

    Sag' mal, besuchst Du eine Hundeschule? Wäre sicherlich ganz angebracht.

    Das von Dir erwähnte Buch kenne ich zwar nicht, aber in solchen Büchern werden immer gute Tipps gegeben und bei konsequenter Umsetzung bekommst Du den Rückruf hin.

  • nun ja es ist ein Terrier - schau Dir bitte mal an, wozu dieser gezüchtet wurde. Da heißt es wirklich SCHLEPPLEINENTRAINING und zwar bis zum Abwinken.

    Vielleicht hatte das Reh ( die Ricke) auch ihr Kitz dort liegen und hat versucht Deinen Hund abzulenken.

    Dein Hund ist jetzt in einem Alter wo er erwachsen wird, da wird alles gelernte schnell mal vergessen - Herrchen/ Frauchen warten ja doch auf mich :hust: - das alles weiß so ein kleiner Kerl trotz allem.

    Aber für Deinen Hund kann so was auch gehörig in die Hose gehen, denn Du weißt nie ob nicht der Jäger oder Jagdpächter mit der geladenen Waffe irgendwo sitz und schießt.

    Liebe Grüße Suanne und Xena

  • Ja das ganze war mir eine Lehre, habe ihn heute im Wald nicht mehr abgeleint. Nehme jetzt erstmal wieder die Flexileine mit damit er ein bißchen mehr Bewegungsspielraum hat aber nicht weg kann.Zumindest bis ich eine Schleppleine habe. Mir wurde ja immer gesagt das der Schnauzer keinen Jagdtrieb hat aber es gibt wohl Außnahmen. Obwohl ich glaube es ist eher der Spieltrieb da er noch so jung ist. Wenn sich was im Wald bewegt ist das natürlich interessanter als Frauchen. Habe ihn auch immer nur los gemacht an Wegen wo so gut wie nie jemand unterwegs war. Aber bei anderen Hunden ist es auch nicht so ein Problem da lässt er sich bedeutend besser abrufen. Werde mir das Buch wohl aufjedenfall betsellen schaden kanns ja nicht. Wie gesagt schaue mir morgen einen Hundeverein an die auch Grunderziehung machen. Wir waren in einer Hundeschule allerdings nur zweimal es war einfach nicht das richtige. Bin da nie mit einem guten Gefühl rausgegangen die Chemie zwischen Halter, Hund und Trainer muss ja auch stimmen denke ich. Daher bin ich weiter auf der Suche, naja schaue mir das mal morgen an. Was habt ihr denn für ne Schleppleine und wie lang? Habe mal eine gesehen die war aus Kunststoff sah aus wie ne Wäscheleine. Dachte schonmal die wäre nicht schlecht da dort nicht alles hängen bleibt aber stelle sie mir auch rutschig vor wenn sie mal naß ist. Kennt ihr die oder mit welchen habt ihr gute Erfahrungen gemacht.

  • Zitat

    Davon gehe ich auch mal aus und vielleicht hat sich damit ein Antijagdtraining erledigt.

    Mensch, das hätte uns mal passieren müssen.... :lol:


    Kann allerdings auch böse für den Hund enden:

    KLICK

    (Nicht wundern, dass da erst ne Katze ist - die Sache mit dem Hund kommt relativ zum Schluss.)

  • Ich bin geschockt von dem Video!!! Und die Leute haben nichts besseres zu tun als zu Filmen...

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