Altes Pferd - Bis zu Ende behalten oder Schlachter ?

  • ZUm Schlachthof geben würd ich es definitiv nicht... es hat dich lange Jahre begleitet, ist in Frieden uralt geworden, und als Dank dann die verachtende Behandlung, Todesangst und Panik auf so ner Fleischfabrik... geht garnicht... Ob Du ihn bis zum letzten Atemzug natürlich sterben lässt (wenn es gesundheitlihc geht), oder ob Du es erlösen lässt würd ich Dir überlassen...Auch gegen irgendeine Form der "Verwertung" hätte ich prinzipiell nichts, aber dann lieber mit nem bißchen Respekt für den langjährigen Begleiter...

  • Ich finde, dass ein Herdentier zu Artgenossen gehört. Auch ein altes, ausgedientes Pferd hat ein Recht auf Kommunikation mit Seinesgleichen.


    Ansonsten wäre Schlachten eine Option. Es soll ja auch Metzger geben, die das alles in Ruhe machen und es dem Pferd keinen Stress bereitet...


    Viele Grüße
    Corinna

  • Seid Vorsichtig mit dem Tipp Gnadenbrot-Hof etc.
    Niemand bindet sich ein - mit hohen kosten verbundenes Pferd - für lau ans Bein.
    Verantwortungsvoll wäre, ihn als Beisteller in eine nette Herde zu stellen und für die monatlichen Kosten aufzukommen.
    So bist du auf der sicheren Seite - weils noch dein Pferd ist - und dem Pferdchen geht es gut.


    Mein Dicker ist mittlerweile 20 jahre, wird schon seit fast 9 Jahren nicht mehr aktiv geritten ( ich zähle die gemütlichen Ritte einmal im Monat 5km mal nicht zu "Aktiv" reiten dazu)
    er ist also im Grunde auch ein "unnützer Fresser" - aaaber ich habe ihn seit er 1 jahr alt ist, er hat mir so viel beigebracht, ging mit mir durch dick und dünn - hielt meine reiterlichen Fehler aus und hat mir so manchen Fehler verziehen.
    Da bin ich es ihm einfach schuldig ihm einen netten "Lebensabend" zu bereiten.
    Er ist hier - er gehört dazu und wenn die Zeit gekommen ist, wird er hier zuhause eingeschläfert.


    Würde ich jetzt in die Situation kommen, ihn mir nicht mehr leisten zu KÖNNEN (nicht wollen ;) ) dann würde ich ihn nicht weiterreichen sondern ihn einschlafen lassen.


    Es ist immer ein großes Wagnis einen solchen Kandidaten weiter zu geben, man schaut potentiellen "Käufern" nur vor den Kopf !


    ihn zum Schlachter zu geben um evtl. noch ein paar Euros abzugreifen :nein: das würde ich nicht übers Herz bringen.
    Der Bauer bei dem er steht, zahlt ja sicherlich in die Tierseuchenkasse ein, das heißt der "Abtransport" würde keine kosten verursachen.


    LG Sarah

  • Zitat


    Der Bauer bei dem er steht, zahlt ja sicherlich in die Tierseuchenkasse ein, das heißt der "Abtransport" würde keine kosten verursachen.


    ...wobei er dann ja auch einer Verwertung zuführt werden würde... also im Grund nix anders als beim Metzger ;)


    Aber ich kann Deine Hintergedanken schon verstehen. Selbst ich habe es geschafft, dass mein erstes Mutterschaf so alt wurde, dass es einen natürlichen Todes starb (und vorher noch einige TA-Kosten verursacht hat für Behandlungen, die ich bei anderen so nie machen würde)...

  • Also der Bauer ist ziemlich gut mit dem TA befreundet , da müsste das machbar sein . Das Pferd ist ehrlich gesagt eine komplette Baustelle für einen TA . Ausser den Hufen und dem Husten hatte er letztens auch noch Kauprobleme . Ihm sollen angeblich die Pferdeleckerlis , mit denen ich ihn fast überschütte ( irgendetwas muss man dem Pferd doch ab und zu mal mitbringen und seine Leckerlis gibt es nur in den 1/2 kg Packungen ) geholfen haben . Ich wollte ihm schon so einen 25kg Sack mit spezialfutter für ältere Pferde , die nicht so gut kauen können im Internet bestellen . Meine Mutter meinte es wäre unnötig für ihn .Das Problem ist ja , dass er so ein intelligenter Bursche ist , dass er total lieb zu Kindern ist , Erwachsene aber beißt usw. Daher könnte das mit Behindertenwerkstatt ein Problem werden .
    Ich möchte ihn ja jetzt nicht loswerden , aber mich schon einmal mit der Idee anfreunden was ich machen soll , wenn es ihm schlechter geht . Letztes jahr dachte ich noch er sein Anfang 20 und ich könnte mit ihm bisschen Longenarbeit oder so etwas machen , aber jetzt ist er halt schon so alt und ihr könnt euch bestimmt denken , wie schwer es ist ihn zu sehen und zu denken , was ich mit ihm machen soll , vor allem da wir damals auch schöne Sachen erlebt haben z.B. als er mal meinen Vater ( ich weiß man sollte so etwas nicht machen ) auf der Weide , als er ihn nur am Halfter mit mir obendrauf rumgeführt hat , umstieß und mit mir dann kurz Galoppiert ist .

  • Hi,


    ich habe kein Pferd aber ich muss zuerst mal sagen, dass ich deinen Eingangspost sehr lieblos finde aber das nur am Rande.


    Anstatt darüber nachzudenken wie man das Pferd am schnellsten loswird, würde ich darüber nachdenken, wo er seine letzten Jahre zufrieden verbringen kann eben wie einige schon beschrieben haben als Beistellpferd o.Ä. Sofern natürlich er körperlich noch soweit in Schuss ist, dass ihm das noch Freude bringen würde, aber das ist Sache vom TA.

  • natürlich ist es nichts anderes ;)
    Aber wenn er zuhause stirbt erspare ich ihm den Transport und den durch den Geruch auf dem Schlachthof verursachten Stress.
    Ich verurteile niemanden der einen Metzger mit Bolzenschussgerät kommen lässt, anstatt den TA - fürs Pferd macht es - richtig gemacht - keinen Unterschied, wenn dann eher für den Menschen.
    Aber ich würde meinem Kumpel den Transport usw nicht zumuten.


    Was nach dem Tod mit dem Pferdekörper passiert ist mir ehrlich gesagt schnuppe, aber das Sterben ansich soll so "angenehm" und Stressfrei wie möglich sein.

  • Ein Pferd in dem Alter sollte mMn bedarfsgerechtes Futter und Behandlung bekommen. Zähne nachschauen lassen?


    Maaaaan...tut mir leid, aber ich lese hier nicht wirklich das raus, was ich erwarte :/


    Guck, dass ihr ihn auf eine artgerechte vernünftige Rentnerwiese stellt und lasst ihn regelmäßig kontrollieren und wenn es dann soweit ist erlösen.


    Solltest du einfach keinen Bock mehr haben oder dir die Kosten zu hoch sein, erlöse ihn, dann aber bitte durch einen Schlachter, der auf den Hof kommt, erschießen finde ich auch gut, oder halt durch den TA. Gut, kostet noch was...


    es liest sich leider so, dass das Pferd überflüssig ist, weil man nichts mehr mit ihm machen kann...


    Nur nicht weiter reichen :verzweifelt:


    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast! (der kleine Prinz) Und so ist es. Meine Tiere bleiben bis zum letzten würdigen Atemzug!

  • Wenn das Pferd leidet (also zum Beispiel chronische Schmerzen am Bewegungsapparat hat) oder du es aus anderen Gründen wirklich nicht behalten kannst/willst, würde ich es vom Tierarzt zuhause einschläfern lassen. Das ist ein wirklich sanfter Tod, und den bist du einem alten Freund nach so vielen Jahren einfach schuldig, statt ihm vorher nochmal Transport und Aufregung zuzumuten. Was für das alte Pferd sicher sehr viel belastender ist als das Ende selbst, da ist auch ein guter Schlachter sehr gnädig. Aber, wie gesagt: das Drumrum würde ich meinem alten Pferd auf keinen Fall mehr zumuten.


    Das älteste meiner Pferde ist gottseidank erst 23 und topfit, steht also noch ganz normal in der Herde und braucht nichts als altersgrechtes Zufutter. So lange es der Stute auch später gut geht, sie also Lebensqualität hat, freut es mich sehr, ihr ein glückliches Rentnerdasein ermöglichen zu können und dafür notfalls Knäckebrot zu essen.Sie hat genug gegeben, tut das auch heute noch und soll einfach ihr Leben genießen.


    Sobald das nicht mehr geht (und diese Grenze würde ich deutlich früher ziehen als bei einem Hund), wird sie auf dem Hof eingeschläfert. Glücklicherweise hat die Freundin, bei der sie jetzt steht, reichlich Erfahrung mit Senioren - ihr erstes Pferd ist gerade mit 41 (einundvierzig!) Jahren gestorben. Also bin ich mir sicher, daß wir den passenden Zeitpunkt finden werden. Zum Schlachter wird die alte Rote jedenfalls nicht gehen müssen.


    Gut gemacht geht Einschläfern übrigens so ruhig, daß es auch für anwesenden die Menschen nur traurig, aber nicht schrecklich ist. Ich hab's gerade letzte Woche bei einer alten Rehe-Stute mitbekommen, und das Pferd ist so friedlich eingeschlafen, daß es wirklich eine Erlösung war. An deiner Stelle würde ich einfach mal mit meinem TA darüber sprechen, jetzt und in Ruhe - dann wirst du im Notfall nicht so von allem überfallen, weißt, was auf euch zukommt und hast einen Plan. Auf jeden Fall noch alles Gute für den alte Herrn - so lange wie möglich!

  • Ich wollte hier eigentlich so allgemein klären , was so das "beste" Ende für ein Pferd wäre . Ich bin natürlich für die schnelle altersschwächebedingte Variante , aber bei wie vielen Pferden ist dies nicht der Fall ?


    Natürlich ist es am besten wenn das Pferd lange lebt und mir geht es nicht ums Geld ( hat sich vielleicht so angehört) ich wollte mir nur vorsichtshalber schon etwas aussuchen um ihn ,wenn es soweit ist, nicht länger leiden zu lassen !

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