• Es kommt wohl auf den Hund und auch auf die Stadt drauf an. München finde ich für die Hundehaltung einfach super. Ich kann in den Parks ohne Leine gehen, hauptsache die Steuermarke is dran. Es gibt viele Flächen dort, keine Straßen, keine Landwirtschaft wo der Hund nicht hin machen soll. Außerdem komm ich überall hin (Parks, Wald, Heide, etc.) - ganz ohne Auto. Ich finde es sooo viel einfacher hier Gassi zu gehen als am Land (zumindest dort wo ich mit ihm bis jetzt war).

    Mein Hund liebt Straßenbahn fahren über alles, auch der Verkehr stört ihn nicht. Klar, wir haben beim Umzug geschaut, dass die Parkanlagen gut und schnell erreichbar sind.. Ist Frauchen glücklich ist auch Hund glücklich. Und ich bin nun mal ein Großstadtmensch, je größer desto besser.. Landleben ist mir persönlich ein Graus, ich würd wie eine Primel eingehen.

  • Zitat

    Wie seht ihr das? Können Hunde in Großstädten ein schönes Leben haben oder geht das nur auf dem Land? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Meiner Meinung können auch Hunde in der Großstadt ein glückliches Leben führen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Landhunde (bei gleicher Zuwendung und Beschäftigung) glücklicher sind und viel mehr Möglichkeiten haben. Ich bin nicht gegen Hundehaltung in der Stadt, könnte mir das für mich persönlich aber nicht vorstellen (ich bin wohl doch eher ein Landei :p ).
    Wenn ich jetzt einen meiner Hunde vermitteln müsste, oder auch einen fremden, würde ich das Landleben wohl doch vorziehen, aber das kommt auch immer auf die zukünftigen Besitzer an.

    Ich habe Hunde in Berlin kennengelernt, die völlig relaxt in der U-Bahn zwischen Menschemassen saßen, die unangeleint vorm Geschäft direkt neben einen stark befahrenen Straße lagen und dort auf ihren Besitzer warteten. Ich denke es ist für die Hunde (wie für die Menschen) eine Gewohnheitssache.

  • Zitat

    Meiner Meinung können auch Hunde in der Großstadt ein glückliches Leben führen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Landhunde (bei gleicher Zuwendung und Beschäftigung) glücklicher sind und viel mehr Möglichkeiten haben.


    Warum?? Wie kommst du da drauf? Was für mehr Möglichkeiten? Warum glücklicher?
    Würde mich ernsthaft interessieren.

    Ich seh das ziemlich gelassen: es kommt va auf den/die HH an!
    Ein Hund, der keinen Auslauf, außer dem Garten hat, ist immer eine arme Sau!
    Ein Hund, der tageintagaus immer das komplett identische Programm mitmachen muss, ist in meinen Augen eine arme Sau! (ich meine damit keine Regelmäßigkeiten, sondern immer gleiches Pflichtprogramm)
    Ein Hund, der nicht gefördert wird, ist immer eine arme Sau!
    Ein Hund, der falsch/gewaltsam/gar nicht... erzogen wird, ist immer eine arme Sau!
    Ein Hund, der Ersatzfunktionen wie Kinder, Partner/in... übernehmen muss, ist immer eine arme Sau!
    Ein Hund, der tageintagaus an der Kette hängt, ist immer eine arme Sau!
    ....
    Und ob das nu auf dem Einsiedlerhof, dem Winzkaff, der Kleinstadt oder in der Großstadt so wäre, ist vermutlich egal!

    Und dann kommt noch der Hund dazu:
    Ein Hund, der von neuen Eindrücken sehr schnell gestresst oder erregt ist, wird sich in der Stadt schwer tun.
    Ein Hund, der große weite Flächen meidet, wird sich in der Stadt vermutlich wohler fühlen.
    ...


    Von daher finde ich solche "Vergleiche" immer überflüssig, sinnbefreit und überbewertet! :p

  • Zitat

    Wir wohnen wirklich mitten in der Altstadt, und ich bin mir recht sicher, dass unser Hundi trotzdem glücklich ist. Klar scheint sie richtig zu lachen, wenn sie über ne rießen Wiese flitzen kann, wenn wir mal rausfahren, aber deswegen unglücklich wo wir wohnen sind wir alle nicht. Wir fahren aber auch so 3 mal in der Woche "raus" oder zu meinen Eltern, damit Hundi was anderes sieht als unsere normalen Gassirunden. Bei denen kann Cookie aber auch immer offline laufen, (nachdem sie inzwischen von der Schlepp befreit wurde :D ) weil wir wunderbar in nem Graben gehen, wo rechts und links hohe Burgmauern sind und so kein Auto weit und breit. Außerdem find ichs toll, dass Cookie so jeden Tag Hunde trifft. Wenn wir bei meinen Eltern zb spazieren, nehmen die meisten Leute ihren Hund zu sich, und Hundis haben so keinen Sozialkontakt. Hab bis jetzt wirklich kaum jemanden gefunden aufm Land, der den Hund mal länger als 5min hat spielen lassen...

    Hundi ist außerdem an wirklich alles gewöhnt und hat vor kaum Sachen Angst. Bus, Straßenbahn, Zug, große Autos, Roller, alles kein Problem... und Menschenmassen ist sie so auch gewöhnt, auch wenn wir sie sicher nicht mit ins größte Chaos Samstagnachmittag oder so nehmen. Aber sie kennt eben einfach auch viele Leute um einen rum.

    Gleiche Stadt, gleiche Aussage ;)
    Außer dass Vento keinen Bock auf Hundespiele hat.

  • ich wohne in einer Großstadt im Ruhrgebiet
    und es ist wunderbar
    in 10, 20 und 30km Entfernung haben wir große eingezäunte Hundefreilaufflächen, wir haben hier viel Grün ...

    und ehrlich, ich finds toll ;)

  • Diese eingezäunten Hundefreilaufflächen in den Großstädten finde ich eine super Idee. :gut: Das ist ein großes Plus für die Großstädte.

    Da hat man es in einer Kleinstadt oder gar auf dem Dorf mit einem Hund, der an der Leine bleiben muss, leider nicht so gut. =)

  • Die ersten 1,5 Jahre habe ich mit Kimba in der Satdt gelebt, aber in einem Randbezirk. Wir haben tatsächlich viele Menschen und viele Hunde getroffen. Die Gassirunden waren aber nicht so schön. Man hat nur wenig Möglichkeiten den Hund offline laufen zu lassen.

    Auf dem Dorf ist es da schon schöner. In 5 Min. sind wir auf dem Feld und es heißt Leine los. Sie kann nach herzenslust über die Felder flitzen ohne das ich sie ständig ranrufen muss, weil ein Fußgänger oder Radfahrer kommt. Dafür sind die Hundekontakte aber sehr selten geworden. Außerdem gibt es bei uns 80% Leinenpöbler. Und wenn man eh schon einen unsicheren Hund hat, tun diesem die wenigen Kontakte zu Menschen und Hunden nicht wirklich gut. Daher gibt es bei uns auch 2-3x pro Woche Stadttraining.

    Aber ich denke Kimba ist hier auf dem Dorf glücklicher. Sie liebt es durch den Garten zu flitzen oder einfach mal in der Sonne zu braten. Wir haben einfach mehr Freiheit hier und wenn ich immer das riesen Grinsen auf ihrem Gesicht sehe, wenn wir zu zweit durch Felder, Wälder und Wiesen stromern, dann bin ich mir sicher hier geht es ihr besser.

    Aber ich habe hier auch die Erfahrung gemacht, dass die Leute nur kurze Runden mit ihren Hunden drehen und bei sehr schlechtem Wetter und sehr heißen Tagen sieht man niemanden draußen.

  • Ich war noch nicht mit meinem Hund auf dem Land und kann das daher nicht wirklich beurteilen. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass Amy hier unglücklich ist. Wir haben hier viele Feldwege (wohne am Stadtrand, also eher ruhig) und praktisch um die Ecke (Hofheim) ein schönes Waldgebiet. Innerhalb unseres Wohngebiets gibt es einen Park in dem ich Amy auch ohne Leine laufen lassen kann. Da gab es bisher nie Probleme. Selbst als das Ordnungsamt mir mal entgegen kam, hat keiner was gesagt. Ich denke man kann seinem Hund überall was bieten, sofern man nach Möglichkeiten sucht und bereit ist, dafür auch einen etwas größeren Weg in kauf zu nehmen. Ich kenne auch viele Hundehalter aus der Innenstadt, die am Wochenende mit ihren Hunden in den Wald fahren. Jeder Hundehalter der seinen Hund liebt, wird wissen was er braucht und sich bemühen ihm das zu bieten. Zumal ich mir vorstellen kann, dass die meisten Hundemenschen es auch selbst genießen mit ihrem Hund aus der "Stadt" rauszukommen und einen schönen Tag in der Natur zu verbringen.

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