Neurotischer Gasthund / Psychosen beim Hund?
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Hundefreund1000 -
24. Mai 2011 um 05:20
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So, hallo. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll...

Es ist gleich fünf Uhr nachts und ich hätte gerne bereits mehr als eine halbe Stunde Schlaf heute Nacht gehabt, außerdem ist mein Puls seit einer halben Stunde auf 180 und ich komme einfach nicht mehr runter. Arg!
Meine Freundin und ich haben einen 8 Monate alten Lhasa Apso, mit dem soweit alles gut läuft. Er macht kaum Probleme, scheint gesund zu sein, lernt schnell und gehorcht bereits relativ gut. Seit etwa drei Wochen haben wir nun außerdem einen Gasthund von einer Freundin bei uns, ebenfalls Lhasa, mit dem wir immer mehr Probleme in vielerlei Hinsicht haben. Sie heißt Chanel und ist etwa 9 Jahre alt...
Wir sollen Chanel für 10 Wochen behalten und da wir sie vorher nur flüchtig kennengelernt hatten, dachten wir uns nichts weiter dabei und sahen es als Chance, unseren "Einzelkind"-Hund etwas sozialtauglich zu machen. Da ich grade auf die Ergebnisse meiner Abiprüfungen warte, verbringe ich viel Zeit zu Hause und kann mich wunderbar viel und gerne mit den beiden Hunden beschäftigen...So, nun zu Chanel.
Chanel ist ein wirklich sehr sehr anstrengender Charakter - sie ist äußerst anhänglich und braucht extrem, wirklich extrem! viel Aufmerksamkeit und Liebe. Sie läuft einem immer und überall hinterher, muss IMMER direkt bei einem sein und wenn ich mich zum Beispiel aufs Sofa setze, um fern zu sehen, springt sie einfach drauf, setzt sich auf oder direkt neben mich und starrt mich die ganze Zeit über an...sie sitzt manchmal 20 Minuten oder länger vor mir und starrt mich einfach an. Natürlich will sie gestreichelt werden, was sie oft genug wird (wir kümmern uns wirklich viel und gut um sie!), aber ich existiere nicht, um 12 Stunden am Tag Chanel zu streicheln. Wir haben ihr schnell beigebracht, zu "fragen" bevor sie aufs Sofa kommt, aber wenn sie nicht darf, setzt sie sich so nah wie es geht neben das Sofa und starrt mich an. Einfach so. Wenn es sein muss, stundenlang.
Geht man in einen anderen Raum, kommt sie sofort mit - sie "stalkt" uns richtig. Geht man in einen anderen Raum und schließt die Tür, legt sie sich mit dem Rücken an die Tür und wartet dort bis man wieder rauskommt...
Da ich vor meinem eigenen Lhasa noch keinen Hund hatte, kann ich nicht einschätzen, inwiefern Hunde sowas tun und das normal ist, aber meine Dalia hat auch genug eigene "Pläne" und Intentionen was ihre Freizeitgestaltung angeht...sie legt sich irgendwohin und schläft, geht auch mal in einen anderen Raum...spielt mit Gegenständen und Spielzeug und hat ihren Spaß. Chanel nicht. Chanel verfolgt mich. Den ganzen Tag über.Naja, das ist noch die harmlose Seite des Ganzen. Ein weiterer schwieriger Punkt ist ihre Eifersucht. Sie ist nicht immer gleich aggressiv, aber sobald unsere Dalia mal ein Fünkchen Aufmerksamkeit abbekommt, geht sie zu ihr hin und "bedroht" sie durch lange, böse Blicke. Hin und wieder rastet sie auch aus (z.B. wenn Besuch da ist, der auch Dalia begrüßt), geht auf unsern Junghund los und fetzt sich mit ihr. Ich habe aus den letzten zwei Wochen bereits 2 heftige Bisswunden von ihr, weil ich schlichten musste, als sie unser Baby verprügeln wollte...das ist echt übel. Wir geben uns schon Mühe, unsern eigenen Hund nicht so zu bevorzugen, aber das kann doch echt nicht angehen, dass die so auf Dalia losgeht, nur weil die mal kurz von irgendjemandem Beachtung bekommt, den Chanel grade für sich beanspruchen möchte!
Ein weiterer von tausend Punkten: Wenn Chanel merkt, dass Gassizeit ist und ich mir die Schuhe anziehe, Leine nehme etc., rastet sie richtig aus. Sie fiepst und jault die ganze Zeit rum, solange bis man draußen ist (also gut und gerne 10 Minuten lang) und beruhigt sich nicht mehr. Wenn man mit ihr schimpft, versteht sie nicht, was das Problem ist und fiepst weiter...Die Besitzerin sagt dazu, dass Chanel Angst hat, dass man sie doch noch zurücklässt und sie alleine sein muss. Außerdem kann Chanel auch nicht alleine bleiben mit ihren 9 Jahren, weil sie sonst die Einrichtung demoliert, Türen zerkratzt und stundenlang bellt und heult.
Wenn man mit Chanel rausgeht, zieht sie so heftig an ihrem Geschirr, dass sie sich selbst damit würgt. Aber anstatt langsamer zu gehen und mehr Luft zu holen, zieht sie aber trotzdem so heftig und nimmt den Atem-Mangel in Kauf. Das hat zur Folge, dass sie die ganze Zeit über am Röcheln ist wie nach ner Dreiwöchigen Sahara-Tour und Nachbarn und andere Hundebesitzer uns ansehen wie Tierquäler ("Ist alles in Ordnung mit ihrem Hund?" "Ja - der würgt sich gerne").
Mir würden noch hundert Dinge einfallen, die mit diesem Tier nicht stimmen, aber die erspare ich euch mal. Aber eines kommt jetzt auch noch oben drauf: Vor einigen Tagen ist Chanel läufig geworden. Sie hatte bereits vorher schon diese ganzen komischen Eigenschaften, bitte versucht nicht, das alles auf die Läufigkeit zurückzuführen.
Da wir im Schlafzimmer Teppichboden haben, muss Chanel natürlich ein Höschen mit Slipeinlage tragen, da sie uns sonst unser Bett und unseren Boden voll blutet. Jetzt hat sie aber angefangen, nachts zu warten, bis Frauchen und ich schlafen, sich dann den Slip wieder auszuziehen (sie kriegt das hin, wir haben echt probiert, den fester zu machen und sonstwas. Bringt alles nix) und sich zu uns trotz Verbot ins Bett zu legen. Morgens wachen wir dann sozusagen in ner ekligen "Blutlache" auf und können das Bett neu beziehen. Im Wohnzimmer kann sie auch nicht schlafen, weil sie dann die ganze Nacht durchjault und heult, bellt und kratzt. So wie eben auch. Zunächst haben wir ihr Körbchen ins Wohnzimmer gelegt und die Tür geschlossen. Nach 20 Minuten Lärm, haben wir den Fernseher angemacht und mit ihr geschimpft. Als es immer noch nicht aufhörte, haben wir ihr Körbchen in die Küche getan und sie an der Heizung festgebunden (vll. auch aus Wut...). Hat nix gebracht. Jetzt haben wir sie im Schlafzimmer an der Heizung festgebunden, wo sie wenigstens Ruhe gibt.Ein weiterer komischer Punkt, ist der Körper dieses Hundes. Sie bewegt sich total seltsam. Irgendwie steif. Das ist schwer zu beschreiben, aber sie bewegt sich manchmal wie ein Roboter. Unsere Dalia geht sich nach nem leckeren Essen öfter auf dem Teppichboden suhlen. Ziemlich süß sieht das aus...Chanel suhlt sich immer auf Gegenständen rum, die sie gerne hat. Zum Beispiel hat sie vorhin nen Stück Hundewurst mit ins Schlafzimmer genommen und sich darauf rumgesuhlt, bis die Wurst schön im Teppich klebte (*augenroll*). Naja, jedenfalls sieht das immer so komisch aus, wenn sie sich suhlt...total versteift, als wäre ihr Rücken ein Baumstamm und ihre Beine die Äste...sie hat die Beine immer ganz ausgestreckt und hasst es außerdem, wenn man ihre Pfoten anfasst...
Dass sie nicht so gut hört im Moment, mag wirklich an der Läufigkeit liegen. Das ist aber wie ihr seht weiß Gott nicht das Hauptproblem...Sie kennt an sich einige Kommandos, aber sie befolgt diese sozusagen "ungern". Man sagt ihr freundlich "sitz" und sie starrt einen nur an. Man sagt es lauter und sie starrt weiter. Erst wenn man sie fast schon anbrüllt "SITZ CHANEL" reagiert sie drauf, setzt sich ne Sekunde hin und steht wieder auf. Unser Junghund reagiert tausend mal so schnell auf jedes Kommando und bleibt auch im Sitz oder Platz, zumindest für einige Sekunden.
Pfff...Das "Stalker"-Ding, das dauernde Gefiepse und Gejaule Tag und Nacht, das ausziehen des Slips, das Röcheln mit der Leine (geht ja nicht ohne, wenn die läufig ist...haben bereits nen neues Geschirr für sie gekauft, auch damit wirds nicht besser), die Eifersucht und Aggressionen, diese krankhafte Sucht nach Aufmerksamkeit und Liebe, am liebsten 24 Stunden am Tag körperkontakt, das "Angestarre", das "betteln" (sie bettelt bei jedem Essen wieder und frisst außerdem unserm eigenen Hund das BARF weg, wenn wir ne Sekunde nicht hingucken), der Terror, den sie beim Autofahren ständig macht (unser Junghund ist total brav und lieb und macht schön Platz auf dem Rücksitz, während Chanel die ganze Zeit sabbert, spotzt, fiepst, jault, kratzt und Theater macht)...
was ist eigentlich los mit diesem Hund? Komplett falsch erzogen? Sind das sowas wie Zwangsneurosen, oder was macht einen Hund so? Und vor Allem die entscheidende Frage: Wie gehe ich / gehen wir noch weitere sechs Wochen damit um? Im Notfall arrangieren wir uns damit und halten das einfach so aus, aber in Momenten wie diesem hier kann es einem wirklich den letzten Nerv rauben.
Wir wollen ja nur das beste für das Tier, aber wir haben es wirklich schwer mit dem...Viech...und sind echt froh, dass unser Hund so normal und brav ist. Sind natürlich trotz allem immer noch extrem lieb zu Chanel, sie kann sicher nix dafür, dass sie so ist, wie sie ist und sie tut einem irgendwo auch Leid, aber das Verhalten macht einen manchmal richtig aggressiv, meine Freundin wollte ihr vorhin schon nen Eimer Wasser ins Gesicht kippen

Joa, wenn jemandem spontan ein guter Tipp zum Umgang mit dem Tier einfällt, würde ich mich freuen. Ansonsten wären natürlich auch Erklärungsversuche für das Verhalten ganz praktisch. Traumatisiert? Schlecht Erzogen? Von Natur aus gestört? Opfer der Futtermittelindustrie? Krank?
Ich meine...der Hund ist vom Züchter und nicht irgendwo aus nem polnischen Zwinger und wurde in nem völlig normalen Alter von 12 Wochen an die Besitzerin abgegeben...irgendwo muss doch der Haken sein.Puh. Das war jetzt ziemlich viel, aber hat mir gut geholfen, ein Bisschen runter zu kommen und meinen Frust wegen dieses Hundes zu verarbeiten...Vielen Dank schon mal an alle, die sich die Mühe gemacht haben, das hier zu lesen und ich freu mich über jede Antwort zu diesem sehr besonderen Fall...Wir selbst sehen das eigentlich ja auch ein Bisschen locker und versuchen, es humoristisch zu verarbeiten, nur in manchen Momenten ist es nicht so leicht...

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24. Mai 2011 um 05:20
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Neurotischer Gasthund / Psychosen beim Hund? - Vor einem Moment
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Also ich erkenne bei deiner Schilderung keinen gestörten Hund, sondern höchsten einen etwas schlecht erzogenenen.
Aber an dem Verhalten, dass sie euch anstarrt und hinterher läuft, finde ich überhaupt nichts annormales. Der Hund ist völlig fremd bei euch, hat nach 9 Jahren verwöhnt werden, jetzt aufeinmal sein Frauchen nicht mehr da und versteht die Welt nicht mehr.
Ihr seid ihr einziger Zusammenhang zum Zuhause und klar, läßt sie euch nicht aus den Augen, weil sie die Welt nicht mehr versteht und durcheinander ist.
Hinzu kommen dann noch zusätzlich die Hormone durch die Läufigkeit.
Also einbischen mehr Verständnis für die Situation des Hundes fände ich da schon passender, wie dem Hund Psychosen zu unterstellen
Warum muß sie eigentlich so lange bei euch bleiben?
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Ich finde auch nichts unnormales an dem Verhalten. Ein 9 Jahre alter Hund muß ja erstmal versuchen sich anzupassen,deswegen würde ich auf das nachlaufen überhaupt nicht eingehen, das wird sich von selber legen, wenn sie merkt daß das nichts bringt.
Und das anstarren; warum ignorierst du das nicht ganz einfach, brauchst ja nicht hinzugucken
Und das sie Kommandos nicht gleich befolgt, ist denn gewährleistet, daß bei dem alten Hund das Gehör noch in Ordnung ist
, viell. sieht sie auch schlecht
sind die Gelenke in Ordnung
Du vergleichst die Hündin mit deinem Hund, sie wird sich mit 9 Jahren nicht von heut auf morgen umstellen können, zumal auch noch die Hitze hinzugekommen ist, ein bisschen mehr Verständnis wäre schon angebracht. -
Hallo,
für mich liest es sich auch ein wenig so,
daß der Hund wenig erzogen, eventuell sogar eher "verwöhnt" worden ist.Ich würde diesen Hund nicht beachten, wenn sie Dich "anstarrt".
Ignoriert es doch einfach. Besonders, wenn Dich ihre Blicke stören.
Denn jeder Blick Deinerseits zum Hund, oder sogar jedes Ansprechen, wie "Laß das!",
ist eine weitere Aufmerksamkeit von Dir, und der Hund hatte mit seinem Verhalten "Erfolg" gehabt.Gegen diese Geräusche, die der Hund produziert, könntest Du ja Kopfhörer aufziehen und Musik hören.
Dann merkt der Hund, daß sie mit ihrem Verhalten bei Euch nicht weiter kommt.Da es der Hund Deiner Freundin ist, und diese wahrscheinlich so ist, wie die Freundin ihren Hund haben will, wirst Du diese Hündin wohl kaum umerziehen "dürfen".
Aber Du kannst dem Hund natürlich Grenzen setzen.
Schließlich ist es "nur" ein Gasthund.
Und Gasthunde müssen sich auch benehmen.Wenn Du Dich zum Beispiel um Deine eigene Hündin kümmerst, diese streichelst, oder so,
dann wirst Du dem Gasthund klar machen müssen, daß sie nicht "stören" darf.
Denn Du entscheidest, welcher Hund gerade Deine Aufmerksamkeit bekommt.Daß der Gasthund Dir die ganze Zeit über "stalkt", kannst Du ihr eventeuell madig machen,
indem Du einfach "grundlos" von einem Raum in den anderen gehst.
Ist der Hund hinter Dir angekommen, geht es einfach in den nächsten Raum, oder wieder zurück in den Raum zuvor.
Alles, ohne den Hund anzusprechen, oder diesen dabei großartig anzuschauen.Wenn der Gasthund dann mal schnallt, daß es eigentlich "blöde" ist, ständig hinter Dir / Euch herzulaufen, und sich mal hinlegt, dann kannst Du sie beachten und dafür loben.
Zum Gassi gehen:
Du könntest Dich öfters am Tag "fertig" machen, und dann einfach wieder alles ausziehen und zurücklegen.
Oder Du setzt Dich auf die Couch.
Dann wird sie eventuell merken, daß es nichts Besonderes ist, wenn Du Dir Schuhe anziehst und die Leine nimmst.
Schimpfen wird Dir nichts bringen, weil Du dem Hund ja dann Deine Aufmerksamkeit schenkst, und diesen deshalb auch unbewußt für ihr Verhalten belohnst.Ob Ihr diesen Hund für den restlichen Auffenthalt bei Euch noch "erziehen" wollt, das bleibt Euch überlassen.
Aber alles dulden würde ich auch nicht wollen.Gruß
SheltiePower -
An Verständnis mangelt es nicht, wir spekulieren ja schon die ganze zeit darüber, woran es liegen kann und wie wir es ihr und uns irgendwie leichter machen können.
Sie tut uns Leid, weil sie so viel zeit bei anderen leuten verbringen muss und wir würden uns über tipps freuen, wie wir richtig in solchen situationen mit ihr umgehen sollen. wir haben einfach das gefühl, es wird nicht besser, obwohl wir uns schon sehr viel zeit für sie nehmen.Eine sehr schwierige Sache ist auch, dass sie nie genug bekommt und je mehr Aufmerksamkeit man ihr gibt, desto mehr will sie auch.
Und also ich weiß ja nicht, was für euch ein "bisschen" schlecht erzogen heißt, aber ich finde, es ist nen absolutes no-go, dass der Hund 1) Seine Ausraster kriegt wegen irgendwelcher Kleinigkeiten, wenn er z.B. mal eine Minute nicht die Nr.1 ist und 2) dass Chanel dann sogar mich/uns beißt. Das sind heftige Bisswunden für so nen kleines Lhasa-Mäulchen. Wenn sie unsere Dalia so erwischt hätte, hätten wir direkt in die klinik fahren können. Das ist kein Spaß und ziemlich mieses Verhalten. Hormone oder nicht. Sie reagiert nicht auf abruf - was sollen wir denn tun, um dem vorzubeugen und wie gehen wir damit um, wenn es wieder passiert?

Übrigens ist davon auszugehen, dass ihre Sinne noch intakt sind. Wenn sie bei meiner Freundin im Nebenraum ist und ich in normaler Gesprächslautstärke ihren Namen sage, kommt sie sofort angesprintet. Aber dass sie schlecht hört im Moment, mag wirklich an ihrer Läufigkeit liegen.
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Und vielen, vielen Dank an SheltiePower!! Das sind super Tipps, mit denen wir was anfangen können.

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Ich kann nur sagen: Arme Chanel. Sie macht doch eigentlich alles richtig. Versucht einen Junghund zu erziehen und in seine Schranken zu verweisen, himmelt Euch an - alles ganz normal und nix Psycho. Und das diese Hunderasse sich sehr eng an ihre Besitzer bindet, sollte Euch ja auch bekannt sein.
Das sich Hündinnen die Einlagen bei Läufigkeit entfernen ist auch nicht unnormal. Viele Hunde putzen sich dort selbst intensiv und da stört so eine Einlage nur. Das ist nunmal so, wenn man eine intakte Hündin hat - Verunreinigungen durch Blut kommen eben vor.
Auch gegen die Zieherei kann man was machen - einfach stehen bleiben. Konsequent durchgezogen, dürfte das nach ein paar Tagen viel besser werden.
Und was überhaupt nicht geht: Einen Hund an die Heizung binden. Das arme Tier wird ja schon fast von Euch gegängelt. Den Schilderungen nach würde ich jetzt behaupten, der Hund ist so durcheinander, der weiss überhaupt nicht, was Ihr von ihm wollt. Ich weiss, das es schwer ist, wenn sein eigener Hund durch einen fremden und vor allem erwachsenen Hund aus unserer menschlicher Sicht zurück stecken muss, aber aus hündischer Sicht ist das normal. Meine Hunde himmeln mich alle an. Wenn ich aufs Klo gehe, passiert es auch schon mal, dass sie meinen, mitgehen zu müssen. na und ? Man kann sich natürlich auch was einreden. EIfersucht sehe ich in Chanel auch nicht - sie verteidigt Resourcen und das ist auch ihr gutes Recht.
Öffnet Euch für diesen kleinen Hund, der überhaupt nicht mehr zu wissen scheint, was mit ihm passiert. Hört auf, sie festzubinden, während Euer Hund fröhlich durch die Bude hüpfen darf. Und lasst sie himmeln.
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Hallo,
ich habe den langen Einleitungstext nur quer gelesen.Chanel ist einfach eine derzeit verunsicherte Hündin, noch dazu in der Läufigkeit, die bei manchen Hündinnen auch für ein hormonelles Chaos sorgt. Sie ist von Zuhause weg - warum auch immer - muss sich gerade an völlig neue Menschen und an einen weiteren Hund gewöhnen, bei Euch gibt es eine völlig andere Hausordnung als bei ihr daheim und glaub mir, das wäre für einen Menschen in einer völlig neuen Lebenssituation auch nicht einfach...stell Dir nur vor, Du wärst bei einem neuen Arbeitgeber, kennst Dich überhaupt noch nicht aus, hast einen Mentor als Ansprechpartner, der Dir kaum was erklärt - Du würdest aus Sorge, etwas zu verpassen oder falsch zu machen, auch den lieben langen Tag wie ein Schatten hinter ihm herlaufen...
MIr fehlt ein wenig Verständnis bei Euch für einen Hund, der doch in den 3 wochen noch gar nicht alles gelernt haben kann, was EUCH bei Euch daheim wichtig ist.
Ihr erwartet sehr sehr viel von diesem Hund, gebt ihm aber bisher noch nicht die richtigen Hilfestellungen, dass er, bzw. ja sie sich möglichst leicht an Eure Verhältnisse anpassen kann.
Viele Dinge, die Du schon ein wenig empört schilderst, sind völlig normales Hundeverhalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Chanel sicher ein paar Erziehungsdefizite hat, dahingehend, dass sie wenig Grenzen bisher erfahren durfte. Das macht es ihr natürlich momentan noch schwerer - sie ist wie ein verwöhntes Einzelkind, das bisher mehr oder weniger machen durfte, was es wollte.
Nur - da kann der Hund nichts zu.
Überhaupt nichts.
Chanel wurde damit bisher sicher kein Gefallen getan - denn Hunde sind Lebewesen, die dafür gemacht sind, in einem sozialen Gefüge mit Regeln und Grenzen zu leben. Dann fühlen sie sich geborgen und sicher.Chanel ist momentan hoffnungslos mit der ganzen Situation überfordert.
Sie bräuchte Ruhe, Sicherheit, jemanden, der sie so durch den Tag führt, dass sie wissen kann, was von ihr erwartet wird.
Stattdessen wird sie mit z. T. absolut ungeeigneten Maßnahmen regelrecht drangsaliert - ihr wird mit soviel Unverständnis für vollkommen normale Hunde-Verhaltensweisen begegnet, dass ich mich frage, ob Ihr es Euch wirklich gegenseitig antun wollt, diese 10 Wochen durchzuhalten?Einen Hund, der das Alleinsein nicht gelernt hat (kann der Hund was dafür? Nö...) in einem neuen Umfeld auszuschimpfen und an die Heizung zu binden - das ist nun überhaupt nicht der richtige Umgang mit einem unsicheren, mittlerweile vermutlich völlig verstörtem Tier.
Chanel ist nicht so wie Euer Hund. Das mag durchaus sein. Aber erstens kann sie nichts dafür, wenn ihre bisherigen Halter in Sachen Erziehung kläglich versagt haben und sie kann auch nichts dafür, dass sie nun bei Euch gelandet ist.
Tipps für den Umgang zu geben - ganz ehrlich, das ist sehr schwierig, man müßte bei Adam und Eva anfangen.
Wie ein Hund lernt, wie ein Hund sich in neuem Umfeld verhält, wie man ihm die Eingewöhnung leicht machen kann, die normalen Körperfunktionen des Hundes, speziell der Hündin... das sprengt den Rahmen eines Forums...Mein Tipp an Euch wäre, dass Ihr Euch mal ein paar Minuten Zeit nehmt, gemeinsam entscheidet, was Euch für die nächste Zeit an Regeln für den Hund wichtig ist und dies dem Hund auf ruhige, freundliche Art klar macht. Sobald Chanel z. B. einen kleinen Moment ruhig liegen bleibt, wenn einer von Euch aufsteht, ist das ein Verhalten, was sofort von Euch bestätigt werden sollte. Chanel muss nicht nur lernen dürfen, was sie nicht darf, sondern sie muss auch lernen dürfen, was sie stattdessen tun soll.
Also nicht nur: "Renn nicht ständig hinter mir her", sondern "Bleib in aller Ruhe auf Deinem Platz liegen. Gut so!"
Laßt diese ganzen überflüssigen Emotionen weg - Chanel muss Euch nicht leid tun, sie braucht nur ein wenig Verständnis. Wütend sein auf einen Hund, der es nicht besser wissen kann, naja....
Zeigt Ihr einfach ruhig und freundlich, was Ihr von ihr erwartet.
Stellt Euch einfach vor, Ihr kommt in ein Land, dessen Sprache Ihr nicht versteht und seid darauf angewiesen, dass Euch jemand in die Regeln dort einführt, indem er Euch rein körpersprachlich oder mit Hilfe der Tonlage der Stimme anleitet. Glaubt Ihr, dass Ihr etwas lernen würdet von den Regeln dort, wenn irgendjemand Euch völlig entnervt an der Heizung anbindet?
Überlegt Euch, wie Ihr Euch den Umgang mit Euch selbst wünschen würdet - ohne sprachliche Kommunikation, nur auf Körpersprache und Stimmlage angewiesen. Dann habt Ihr einen guten Ansatz, um mit Chanel in Zukunft besser und auch fairer umzugehen.
LG, chris
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Ich hätte da zwei ganz nützliche Tipps:
1. Mach ihr eine Hausleine dran, d.h. eine ganz leichte Schnur, die du an das Geschirr hängst. Damit kannst du sie gut führen, und wenn du meinst, dass eine Rauferein zu heftig wird, sie von deiner Hündin wegziehen. Damit schützt du dich selbst, denn Hundebisse sind nicht ohne.
2. Sie starrt dich an und will immer bei dir sein? Nimm eine leichte Decke, die du den ganzen Tag mit dir rumträgst. Wann immer du vorhast, irgendwo länger zu bleiben, legst du die Decke direkt neben dich (denn ganau da will sie momentann sein) und führst sie mit der Hausleine kommentarlos darauf und gibst ihr ein Leckerlie. Sie wird schnell lernen, dass die Decke Nähe zu dir bedeutet, und du hast ein bisschen mehr Ruhe.
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Zitat
Ich kann nur sagen: Arme Chanel. Sie macht doch eigentlich alles richtig. Versucht einen Junghund zu erziehen und in seine Schranken zu verweisen, himmelt Euch an - alles ganz normal und nix Psycho. Und das diese Hunderasse sich sehr eng an ihre Besitzer bindet, sollte Euch ja auch bekannt sein.
Das sich Hündinnen die Einlagen bei Läufigkeit entfernen ist auch nicht unnormal. Viele Hunde putzen sich dort selbst intensiv und da stört so eine Einlage nur. Das ist nunmal so, wenn man eine intakte Hündin hat - Verunreinigungen durch Blut kommen eben vor.
Auch gegen die Zieherei kann man was machen - einfach stehen bleiben. Konsequent durchgezogen, dürfte das nach ein paar Tagen viel besser werden.
Und was überhaupt nicht geht: Einen Hund an die Heizung binden. Das arme Tier wird ja schon fast von Euch gegängelt. Den Schilderungen nach würde ich jetzt behaupten, der Hund ist so durcheinander, der weiss überhaupt nicht, was Ihr von ihm wollt. Ich weiss, das es schwer ist, wenn sein eigener Hund durch einen fremden und vor allem erwachsenen Hund aus unserer menschlicher Sicht zurück stecken muss, aber aus hündischer Sicht ist das normal. Meine Hunde himmeln mich alle an. Wenn ich aufs Klo gehe, passiert es auch schon mal, dass sie meinen, mitgehen zu müssen. na und ? Man kann sich natürlich auch was einreden. EIfersucht sehe ich in Chanel auch nicht - sie verteidigt Resourcen und das ist auch ihr gutes Recht.
Öffnet Euch für diesen kleinen Hund, der überhaupt nicht mehr zu wissen scheint, was mit ihm passiert. Hört auf, sie festzubinden, während Euer Hund fröhlich durch die Bude hüpfen darf. Und lasst sie himmeln.
Danke erstmal für die guten Tipps an alle, die welche auf Lager hatten. Dieser Beitrag allerdings ist weder konstruktiv, noch in irgendeiner Art und Weise von Nöten gewesen. Anscheinend hast du meinen Text nicht richtig gelesen, oder machst dir nicht die richtigen Vorstellungen. Sie entfernt nicht die Slipeinlage - sie zieht sich den ganzen Slip aus und kommt ins bett, während wir schlafen, obwohl sie weiß, dass sie es nicht darf. Wir haben zig Möglichkeiten durchprobiert, wie wir das verhindern können. Wenn du so viel schlauer bist als wir, kannst du ja gerne jeden Tag den Teppichreiniger auspacken und jeden Tag dein Bett zweimal neubeziehen. Ich halte eher was von Hundeerziehung und wie man sieht, gibt es hier genug Leute, die davon was verstehen und mir helfen können.
Ebenso das Stehenbleiben beim Gassi gehen. Machen wir ständig. Zeigt kaum Wirkung. Wir sind keine sehr erfahrenen Hundehalter, aber wir sind nicht blöd oder völlig unpädagogisch...
Übrigens konnte er an die Heizung gebunden wunderbar schlafen und ihm ging es prima damit. Ich wüsste nicht, was das Problem daran sein soll. Sie hatte ihr Körbchen, genug bewegungsfreiheit und hat super geschlafen und Ruhe gegeben. Das werden wir wohl morgen auch wieder so machen.Kann echt nicht verstehen, warum so viele Hundehalter ihre neunmalklugen Kommentare zu sowas abgeben müssen. Das hilft nicht und nervt nur....
Und Eifersucht siehst du auch nicht? Mehr Eifersucht hab ich in einem Lebewesen noch nicht gesehen. Es hat nichts mit verteidigung der natürlich Ressourcen zutun, wenn der Hund seine Gasteltern so sehr für sich beansprucht, dass er jedes Mal auf unsern eigenen Hund losgeht und heftig zubeißt, wenn der sich in unsere Nähe traut.

Aber wie gesagt. Zwei, drei Beiträge waren sehr hilfreich. Dafür danken wir.

Grüße
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