Hündinnenverhalten!?

  • Ich hab mal ne Frage.
    Und zwar genauer, zum Thema, Hündinnen und Ihr Verhalten!

    Nach der 2. oder 3. Läufigkeit werden Hündinnen ja Erwachsen. Was mit sich bringen kann, dass Sie zickiger, unverträglicher, …. etc. zu Artgenossen werden können.

    Wird dies durch eine evtl. vorzeitige Kastration „behoben“? Sprich, bleiben Sie dadurch freundlicher?
    Dem würde entsprechen, dass bei früheren Kastrationen die Hündinnen „Babyhafter“ bleiben.

    Allerdings sagt man doch auch, dass nach einer Kastration die männlichen Hormone zunehmen, bzw. im Verhältnis dann mehr sind, was wiederum heißen würde, das Sie „männlicher“ bzw. „aggressiver“ werden würde!?

    Oder ist das Jacke wie Hose!?!?!?!

    Was meint Ihr dazu?

  • Kastrationen und deren Auswirkungen (im positiven wie im negativen Sinn) sind ein weites Feld, biologisch nicht ganz unkompliziert und daher nicht mal eben so zuerläutern. Ob eine Kastration sinnvoll ist, zu welchem Zeitpunkt, wie sie sich auf den einzelnen Hund auswirkt und ob sie ein spezielles Verhalten verstärkt oder abschwächt hängt von sehr vielen Faktoren ab.
    Ich kann die diesbezüglich dieses Buch sehr ans Herz legen:


    ...oder auch das hier - da ist ebenfalls ein Kapitel der Kastration gewidmet:

  • Bücher zu diesem Thema hab ich schon gelesen, mich hätten mal die "Live" Erfahrungen interessiert.
    Es geht auch gar nicht darum ,ob ich kastrieren lassen möchte (möcht ich nämlich nicht) , sondern einfach nur, wie sind Eure Hündinnen? Kastrierete, sowie unkastrierte. Wie haben Sie sich entwickelt, ... wie verhalten Sie sich jezt?

  • Ich denke ob verträglich oder nicht hängt vor allem mit der Sozialisation zusammen.
    Alle Hunde, die von klein auf bei uns am Hundeplatz sind, sind alle mit allen Hunden verträglich. Ob Hündin, ob Rüde, ob kastriert oder nicht.

    Das einzige was bei manchen Rüden vorkommt, ist Leinenaggression, aber ich denke das ist ne Sache des Trainings.

  • Zitat

    Ich hab mal ne Frage.
    Und zwar genauer, zum Thema, Hündinnen und Ihr Verhalten!

    Nach der 2. oder 3. Läufigkeit werden Hündinnen ja Erwachsen.


    schön wär's! :lol: :lol: :lol:

    Im Ernst: Meine Madame wird nach jeder Läufigkeit (wir haben die 5. hinter uns) ein kleines Stückchen mehr erwachsen. (Ob sie das Endstadium allerdings jemals erreicht, wage ich noch zu bezweifeln. Ist halt ein kleiner Kasper.)

    Auch aus diesem Grund bin ich heilfroh, dass wir sie nicht haben kastrieren lassen.

  • Zitat

    Ich denke ob verträglich oder nicht hängt vor allem mit der Sozialisation zusammen.
    Alle Hunde, die von klein auf bei uns am Hundeplatz sind, sind alle mit allen Hunden verträglich. Ob Hündin, ob Rüde, ob kastriert oder nicht.

    Das einzige was bei manchen Rüden vorkommt, ist Leinenaggression, aber ich denke das ist ne Sache des Trainings.

    Amy war mit 9 Wochen in der Welpenschule, und wir gehen immernoch regelmässig auf den Hundeplatz. Vor ihrer Läufigkeit war sie mit wirkich JEDEM Hund verträglich. Aber seit sie Läufig war ist sie ne kleine Zicke geworden. Und gegen wen sie zickt ist für mich schwer vorher zu sagen. Kastriert oder nicht, und auch das Geschlecht ist egal. Also die These kann nicht stimmen. Die franz. Bulldogge meiner Cousine wurde frühkastriert, mit 5 Monaten, und ist tatsächlich immernoch sehr welpenhaft, obwohl sie schon bald 2 Jahre alt ist. Sie ist auch mit allen Hunden verträglich. Mehr kann ich zu dem Thema nicht sagen. Amy wird fürs erste nicht kastriert.

  • Bailey wurde nach ihrer zweiten Läufigkeit mit 2 Jahren kastriert (medizinisch notwendig). Ein halbes Jahr später merkten wir eine Veränderung, sie wurde ruhiger. Allerdings kann das auch einfach am Alter liegen. Sie ist keineswegs zickig, weder gegenüber Hündinnen noch Rüden, aber unsicher. Sie war früher schon sehr unterwürfig und ist es heute noch. Ansonsten ist sie ehr ne Couchpotato die draußen schon mal zum Flummi wird mit Menschen und Hunden, die sie kennt.

    Nein, ich kann nicht sagen, dass die Kastration sie in irgendeiner Weise beeinflusst hat als es auch ohne dazu gekommen wäre...

  • Hündinnen werden ja unkastriert nicht zwangsläufig zickig. Meine Hündin beispielsweise ist überhaupt nicht zickig zu anderen Hündinnen. Lediglich Rüden sortiert sie aus. Und da ist sie vor der Läufigkeit etwas extremer als sonst, aber alles im Rahmen. Ich kenne persönlich auch wenige Hündinnen, die so gar nicht mit anderen Hündinnen oder Rüden können. Ich sehe da keinen Vorteil in einer Kastra.

    Das ist einfach eine Charaktersache, von einer guten Sozialisation gehe ich mal aus, um Verhaltensauffälligkeiten aus diesem Grund auszuschließen.

  • Luna ist unkastriert
    was genau nu mit dem Erwachsen werden zu tun hat und was mit ihrer Eingewöhnung in die "Menschenwelt", kann ich nicht sagen

    sie war unsicher, auch bei fremden Hunden und war daher gerne das Mobbingopfer

    nach und nach wurde sie selbstsicherer, wird weniger gemobbt, ignoriert fremde Hündinnen und ist aufmüpfig gegenüber großen Rüden
    Jagdtrieb und Schutztrieb dazu ;)


    Kira war früher auch recht unsicher, sogar Angstbeißer und wurde danach Mobber
    nach jeder Läufigkeit wurden ihre fremde Hunde egaler, und Rüden hingen ihr dauerhaft am Hintern

    mit gut 4 Jahren wurde sie dann kastriert
    sie hat nu kein Problem mehr mit am Hintern hängenden Rüden, sie ist souverän, aber merkt besser als vorher, wann sie nachzugeben hat, was in unkastriertem Zustand zu Beißereien geführt hatte

    und sie hat mehr Interesse an fremden Hunden und mobbt (etwas) weniger

  • Unsere kastrierten Damen sind nach der Kastration "härter" geworden, d.h. viel mehr Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen.

    Der Teppich war davor sehr schüchtern und zaghaft, das typische Mobbingopfer. In der Läufigkeitsphase wurde es besonders schlimm, weil Rüden ohne Besotzer sie arg bedrängt haben. Jetzt würde sie eher selber mobben als gemobbt zu werden, ist aber viel selbstbewusster und fröhlicher geworden.

    Die Herderhündin hat davor entweder mit anderen Hunden gespielt oder sie ignoriert. Heute ist sie ne ziemliche Kampfnatter mit hohem Individualabstand. Mittlerweile hat sie gelernt, dass Freundlichkeit sich lohnt (Belohnungsprinzip, nicht von sich aus), aber lustig in ner Hundegruppe mitlaufen ist nicht.

    Ich habe mal gelesen, dass kastrierte Hündinnen (logischerweise) weniger Östrogen haben, welches wohl "weicher" macht. Nach der Katration fehlt dieses und sie benehmen sich halt etwas ruppiger. Ob es stimmt . . .

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