Nach Biss wieder Zutrauen gewinnen

  • Hast du nicht die möglichkeit dem Hund da irgendwie zu helfen. Vielleicht anzubieten das du Pflegestelle bist und der Hund bis zur vermittlung bei dir bleibt?

    Glaube bei dir hät der Hund es bestimmt besser wie bei dem ganzen heck meck, was der Trainer und das TH mit dem veranstalten.

  • Wär auch ein Gedanke gewesen... aber wenn Jana sagt, dass sie erst seit einem runden halben Jahr überhaupt was mit Hunden zu tun hat könnte so ne Großbaustelle ein Happen sein, den sie nicht schlucken kann... Andererseits könnte sie dann auch eigenverantworlich echte Profis zu Rate ziehen...

    Frage ist jetzt natürlich, wie sie sich in Sachen Hund jetzt mal kundig macht, denn ohne gehts nicht bei so nem Projekt... Hundebücher würde ich definitiv mal ne Reihe kaufen (mal im guten Fachgeschäft fragen, eher Tierladen als Buchhandel... paar Empfehlungen gabs ja schon... Man kann auch schon ohne Hund zu Hundetrainern gehen - wenn Du sagst wo Du her bist gibts eventuell auch ein paar Tips zu guten Adressen - , z.T. auch ( meist halt kostenpflichtige) Praktika dort machen, die viel Anschauungsmaterial und wenn der Trainer gut ist auch viel Erklärungen übers warum, wieso und auf welche Weise bieten... ist halt alles ne Geldfrage, aber die Therapierung dieses Hundes wird sowieso mit Profihilfe ne Stange Geld verschlingen, das sollte auch klar sein!

  • Mein Rüde war ähnlich Aggressiv gegen Menschen, als ich ihn bei mir aufnahm. Hatte zwar etwas mehr Erfahrung, wurd aber trotzdem nach 2 Wochen mal gebissen... Naja mein Fehler^^. 10Stunden Forum lesen und schlau drüber machen, wie die richtige reaktion auf sowas auszusehen hat und schon war das Trainings Konzept zusammen gestellt.

    Darum glaube ich hat Brazilia auch das Zeug dazu so einen Hund zu meistern und gut zu betreuen. Vorallem das sie den Hund innerlich noch längst nicht abgeschrieben hat nach dieser Attacke.

    Mein ex Freund wollt meinen Rüden am liebsten auch sofort ins TH zurück bringen... Dabei hatte Jack ja garkeine Schuld dran das er mich gebissen hatte.


    Brazilia mach dir mal gedanken darum. Der Hund ist schon seit 7 Monaten im heck meck und wanderpokal... Trotz des ganzen Trainings was dem auferlegt wurde, hate er dich gebissen.
    Mein Rüde war schon nach einem Monat soweit das er nicht mehr Beissen musste. Hab dem sogar vertrauen können wenn ich an Kindern vorbei ging und fremde konnten den sogar anfassen.

    Gibt viele Menschen die so bekloppt sind solche Hunde bei sich aufzunehmen ;) .


    Was ich aber niemals mit meinem Rüden tun würde ist VPG, weil er würde niemals auf den Beißarm gehen sondern sich den Menschen der ihn trägt merken und würde das als zusätzliche Schlechte Erfahrung abspeichern gegen Menschen.

    Hatte schonmal das erlebniss das mich ein Betrunkener angepöbelt hat und Jack ging sofort nach vorn in die Leine. Weil er Sensibel ist, hat es 3 Wochen gedauert bis er nachts keine Menschen mehr angepöbelt hat.

  • Das Problem bei VPG: Es hängt alles vom Helfer ab, also dem der den Ärmel/Spielzeug trägt. Und natürlich vom Hundeführer. Leider leider sieht das Training zum Schutzhund in den meisten Vereinen immer noch übel aus, weswegen ich da tatsächlich kritisch wäre.
    ABER: mal wegen der ganzen Stimmen hier gegen VPG: ein GUT aufgebautes VPG-Training UND ein GUTER Hundeführer UND ein GUTER Figurant können einem unsicheren Hund dabei helfen selbstsicherer zu werden und durch das spielen mit dem Figuranten und später anderen Menschen kann Vertrauen aufgebaut werden. KANN....

    (ehrlich gesagt denke ich aber, daß dies an der "alten Schule", die auf den meisten VPG-Plätzen betrieben wird, scheitern würde).....

    Aber generell zu sagen: mit diiiieeeesem Hund bloooooß kein VPG machen....????

    Zum Beißen:

    Mein erster Hund Bodo war 4,5 Jahre als er zu mir kam. In seinem Impfpaß standen 4 Namen durchgestrichen, ich war wohl also schon mindestens der 5. Besitzer, er war fett wie ein Otter, konnte nix, ging jagen und war ein 1a Ressourcenverteidiger, wobei er wirklich ordentlich zubiß (durch den Fingernagel)....
    Da ich damals auch auf mich alleine gestellt war, besorgte ich mir Literatur, schaltete meinen gesunden Menschenverstand ein und begann mit Bodo zu trainieren. Innerhalb weniger Wochen wurde er ein super Hund, dem ich absolutes Vertrauen entgegen bringen konnte. Ich mußte weder bei Kindern noch bei sonstwas Angst haben, daß was passiert...
    Das war bis dahin viel Arbeit, vorallem an mir selbst, da ich auch lernen mußte, den Hund zu lesen. Es war mein erster eigener Hund.

    Nungut, für mich ist ein Hundebiß aber auch kein Vertrauensbruch oder sowas. Für mich ist das ne Ansage vom Hund, daß ich Scheiße gebaut habe. Und daß ich das nächste Mal besser aufpassen muß, mehr an SEINEM Vertrauen in mich arbeiten muß usw...
    Wenn der Hund schnappt, weil man an einer schmerzhaften Stelle fummelt, dann ist doch da ein spezieller Grund, warum er eben schnappt. Dann käme ich gar nicht auf den Gedanken, ob ich ihn nicht sonst normal behandeln kann.

  • Och, sie könnte das gewiss, liegt halt daran, wie gut sie sich jetzt kundig macht und wie bereitwillig sie Hilfe annimmt wo sie sie braucht...

    @ Fräuleinwolle: Das ist aber auch der Grund, warum ich sage, VPG geht nicht: die Wahrscheinlichkeit, ein gutes, die Selbstsicherheit stärkendes Training zu bekommen ist recht mau... und "alte Schule" würd ich in so einem Fall weder mir noch dem Hund antun... vielleicht, wenn die TO das selber macht und viel Zeit und Energie investiert ein solches gutes Training aufzutun und zu organisieren, aber nicht mit dem nächsten besten Hannes, dessen Methoden eh schon bißl Bauchgrummeln verursachen...

  • Ich hab's vielleicht ueberlesen, also sorry falls das schon beantwortet wurde. Ist das TH informiert? Allein wegen der Versicherung sollte das TH von diesem Vorfall wissen!

    VPG finde ich nicht generell schlecht. Allerdings hab ich das Gefuehl, der Hund hat ganz andere Probleme und man sollte an denen arbeiten. Wer sagt denn, sein neuer Halter hat Bock auf VPG? Besonders cool wird das, wenn sie den Hund 'falsch' arbeiten und er dann mitten in der Ausbildung vermittelt wird (falsch in ' weil es verschiedene Wege gibt und die je nach Hund/Helfer passen koennen oder auch nicht). Sportliche Ausbildung wuerd ich mal hinten anstellen :nixweiss:

    Und eben das MK-Training! Das gibt auch dir Sicherheit. Was ne Ueberlegung waere: Ihn ggf. ruhigstellen beim TA und die Stelle anschauen lassen wegen der er nun schon 2x reagiert hat..

  • Zitat


    ABER: mal wegen der ganzen Stimmen hier gegen VPG: ein GUT aufgebautes VPG-Training UND ein GUTER Hundeführer UND ein GUTER Figurant können einem unsicheren Hund dabei helfen selbstsicherer zu werden und durch das spielen mit dem Figuranten und später anderen Menschen kann Vertrauen aufgebaut werden. KANN....

    ich bin nicht gegen vpg, wenn es gut aufgebaut wird.
    aber in diesem fall schon, denn der hund hat weder einen guten hundeführer, noch scheint mir der trainer, so wie beschrieben, gut zu sein. woher/ob er einen guten figuranten hat, ist auch die frage.

    wenn der trainer jetzt nach alter schule mit dem hund arbeitet, kann der schuß ordentlich nach hinten los gehen.

    michaliegerad hat es wunderbar geschreiben, da gibt es ncihts mehr hinzuzufügen.:D

    gruß marion

  • Man kann den Hund auch ueberfordern, ohne nach der alten Schule zu arbeiten.
    Lee hatte auch ein Problem mit Maennern, der hat das SD spielen geholfen (leider hat der Helfer dann gewechselt)..

  • so meinte ich es doch auch..... =)

    Ich fand nur, daß so mancher hier im Fred so ganz pauschal was gegen VPG hat, wurde ja sogar gesagt: der Hund lernt noch zu beißen.... und ganz so pauschal kann man es halt nicht sagen... ist aber ja eigentlich off topic.. :rollsmile:

    Mir tut halt der Hund leid..... armes Wauz...

  • Zitat

    Und eben das MK-Training! Das gibt auch dir Sicherheit. Was ne Ueberlegung waere: Ihn ggf. ruhigstellen beim TA und die Stelle anschauen lassen wegen der er nun schon 2x reagiert hat..

    Finde ich auch, da scheint ja was zu sein.

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