Scheue, sensible Hündin...was kann ich tun?
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Hallo,
ich habe eine scheue, sensible Ridgeback-Hündin und würde gerne daran arbeiten ihr mehr Sicherheit zu geben. Leider hab ich noch keine Idee wie. Ich hoffe ihr helft mir mit nützlichen Tipps nach denen ich arbeiten kann...Die kleine ist ein knappes Jahr alt. Sie mag es nicht besonders gestreichelt zu werden und lässt sich nicht gerne Bürsten oder alles Andere was mit Körperpflege zu tun hat. Sie lässt das dann wohl über sich geschehen, zieht aber den Schwanz unter den Bauch und zieht den Kopf ein.
Wenn sie auf der Erde liegt und ich mich dazulege, steht sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auf und legt sich einen Meter weiter wieder hin. Das kommt mir zum einen komisch vor, zum anderen wäre es toll wenn wir auch mal etwas kuscheln könnten.
Draussen ist alles um uns herum interessanter als ich/wir.Wenn die Infos nicht reichen, schreibe ich natürlich gerne noch was. Legt das bitte nicht als schreibfaulheit aus, ich hab einfach keine Ahnung was noch relevant sein könnte. Fragt bitte einfach!!
Danke und Gruß Tom
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23. April 2011 um 12:56
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Hallo Tom,
wie lange hast du deine Hündin denn schon?
Woher kommt sie?
Was macht ihr so am Tage? Also wie sieht der Tagesablauf für den Hund aus? -
Hallo,
wir haben sie mit acht wochen von einem Züchter bekommen. Da merkte man ihr schon ihr zurückhaltenes Wesen an. Das soll jetzt nicht negativ klingen, es ist ein toller Hund. Nur einfach um zu betonen, dass das wohl ein Charakterzug von ihr ist.
Wochentags ist sie oft bei Bekannten auf einem Hof und kann mit anderen Hunden spielen. Wenn wir sie nach der Arbeit abholen lassen wir sie etwas ausruhen und gehen dann mit ihr raus (Feld, Garten, See usw.) und beschäftigen uns mit ihr (Spielen, Trainieren, Schwimmen). Zuhause kommt dann abends nochmal seit neustem ne Runde Clickertrainig dazu. Das kommt aber immer drauf an wie fit sie dann noch ist. Am Wochenende ist sie eigentlich auch immer dabei. Die einzige Zeit in der sie alleine ist, ist beim allene-sein-Training. Wenn ich das hier so schreibe, hab ich irgendwie das Gefühl dass wir sie zu sehr betüddeln...
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Wenn dir das schon so auffällt beim Schreiben, betüdelt ihr sie wahrscheinlich wirklich.
Offensichtlich machst du dir sehr viel Gedanken über den Tagesablauf deines Hundes.
Versteh mich nicht falsch, natürlich muss man sich mit dem Hund beschäftigen, aber ihr macht da schon ganz viel.Unsicherheit kannst du auch nicht mit Beschäftigung "bekämpfen". Ich könnte mir vorstellen, dass sie von Anfang an betüdelt wurde, weil sie ja schon als Welpe schüchtern war. Wenn das so ist, habt ihr sie in ihrer Unsicherheit bestärkt.
Was machst oder sagst du denn, wenn Körperpflege angesagt ist ist? Redest du beruhigend auf sie ein? Wenn ja, würde ich das unterlassen, denn dadurch verstärskt du ihr Unbehagen. Ganz normale Dinge im Hundeleben sollten ganz normal und wie selbstverständlich durchgeführt werden. Da ist ein "Weniger" manchmal ein deutliches "Mehr". -
Zitat
Wenn ich das hier so schreibe, hab ich irgendwie das Gefühl dass wir sie zu sehr betüddeln...

Ich auch. Ist schon ein mächtig strammes Programm für so einen jungen Hund. Wann hat sie denn mal Ruhe?Und nicht jeder Hund ist ein "Knuddler". Ich hab auch Hunde, die können so Kontaktliegen und Dauerkuscheln gar nicht ab, deswegen mach ich es nicht.
Viele Grüße
Corinna -
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Ich finde das auch ein ziemlich heftiges Programm.
Vor allem: Ihr macht alle möglichen Sachen, sie spielt auf einem Hof mit Hunden, ihr geht spazieren, zum See oder spielt und clickert im Garten. Und vor lauter Hund bespaßen und artgerechter Auslastung etc.pp. vergesst ihr das Wichtigste:
Den Hund mit seinem Lebensraum, der Welt der Menschen, Autos, Skateboardern, Staubsaugern, Tierärzten, voller fremder, unnatürlicher Geräuschen, Gerüchen und allem drum und dran, vertraut zu machen.Allerdings kann ich aus deinem Beitrag nicht so recht herauslesen wann dein Mädel ängstlich reagiert. Auf was oder wen reagiert sie ängstlich? Wie sieht das aus, will sie weglaufen oder vorgehen, wufft sie, zieht sie die Rute ein? Woran machst du fest, dass es sich um Ängstlichkeit handelt?
Zurückhaltung ist vollkommen ok, solange der Hund dabei nicht furchtbar unter Stress steht und entweder versucht abzuhauen und sich zu verstecken oder nur auf die Gelegenheit wartet vorgehen zu können.
Sich von Fremden nicht anfassen lassen, nicht hingehen, ausweichen, sowas ist alles nicht unbedingt Angst, manchen Hunden liegt das einfach nicht, solange sie dabei niemanden gefährden ist es doch in Ordnung.
Und dass sie keine Knuddlerin ist, naja, ich hatte auch mal ne Hündin, die hatte da nix für über... wir kamen gut miteinander klar, arbeiteten auch richtig gut zusammen, aber kuscheln war nicht ihre Welt.
Sowas ist sicher auch irgendwie angeboren, ich z.B. bin auch eher reserviert, nicht unfreundlich aber ich mag Körperkontakt mit Fremden gar nicht, selbst unter Bekannten und Freunden kann ich Umarmungen und Bussis etc. nicht ausstehen und verweigere mich dem strikt. Meine beste Freundin hingegen ist ganz anders, die kennt 100000 Leute und alle immer schon mit groß Hallo und Bussi hier und da...
Da gibt es einfach persönliche Unterschiede. Und ich denke, es ist bei Hunden nicht anders. -
Hallo,
ich denke wir haben den kleinen in der Prägungsphase sehr viele verschiedene Eindrücke geboten. Wir haben uns an das Buch "Auf ins Leben" gehalten. Darin ist für die ersten Wochen ein täglicher Trainingsplan was man dem Hund zeigen sollte (Stadtbesuch, Zugfahren, ältere Leute, verschiedene Bodenbeläge usw.). Es sind aber nicht unbedingt die Umgebungsreize oder fremde Leute (da ist sie recht aufgeschlossen und sucht selber Kontakt) die mir Sorgen machen. Ich versuche das Problem mal an Beispielen zu beschreiben:
Wir haben die kleine Kastrieren lassen. Da sich die Narbe etwas entzündet hat, mussten wir diese täglich desinfizieren. Dazu haben wir ein Spray werwendet. Wenn wir das gemacht haben, war Sie mehrere Stunden beleidigt und wollte nichts mehr mit uns zu tun haben. Ähnlich war das bis vor kurzem auch mit dem Bürsten (geht jetzt aber eigentlich ganz gut). Wenn wir sie mal baden möchten endet das ähnlich (haben wir nur zweimal probiert und ist nicht möglich).
Ich habe irgendwie den Eindruck dass da das nötige Vertrauen fehlt. Vielleicht stimmt auch was mit der Bindung nicht, wenn wir draussen sind, sind wir sehr schnell abgemeldet und sie interessiert sich eher fürs Schnüffeln.Was denkt ihr? Ist eine RR-Hündin denn eigentlich mit einem knappen Jahr schon geistig ausgereift? Es sollen ja eher Spätentwickler sein. Kann es sein dass sich das noch etwas von alleine legt? Natürlich würde ich aber viel lieber daran "Arbeiten" als mich auf ein "Das wird schon!" zu verlassen...
Danke und Gruß
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Zitat
Was denkt ihr? Ist eine RR-Hündin denn eigentlich mit einem knappen Jahr schon geistig ausgereift? Es sollen ja eher Spätentwickler sein. Kann es sein dass sich das noch etwas von alleine legt? Natürlich würde ich aber viel lieber daran "Arbeiten" als mich auf ein "Das wird schon!" zu verlassen...
Danke und GrußHuhu Tom,
hast Du Dich denn schon intensiv mit der Rasse RR beschäftigt?
Ich wundere mich sehr über Deine Frage oben. Denn natürlich ist Deine Hündin mit einem Jahr nicht ausgereift, noch nicht mal ansatzweise.
Das wird sie mit 2,5 bis 3 Jahren sein.Einjährige RRs sind oft in einer sehr schwierigen Phase und Unsicherheit ist da ein ganz großes Thema.
Deine Hündin verhält sich also völlig Rassetypisch.Abwarten bis es sich "von selbst ändert" würde ich auf keinen Fall!
Sie braucht Anleitung, sie braucht konsequente Führung, sie braucht Sicherheit.
Und ihr braucht eine gute Bindung zueinander denn das ist bei einem Ridgeback die halbe Miete.Ich blicke bei eurem Tagesablauf noch nicht so durch.
Verstehe ich das richtig, sie ist wochentags zur Tagesbetreuung auf einem Hof mit mehreren Hunden? -
Die Situationen die du beschreibst, klingen füre mich weder nach Angst noch nach schlechter Beziehung. Das sind so ganz typische Sachen die viele Hunde einfach nicht mögen. Sprühdosen, bürsten und baden sind so ziemlich die Classics an Dingen, die die meisten Hunde nicht so prickelnd finden.
Da hilft nur üben und ggf. gewisse Notwendigkeiten über Gehorsam zu verlangen.Und nein, mit einem Jahr ist deine Hündin noch lange nicht ausgereift. Weder körperlich noch geistig, lediglich das Höhenwachstum dürfte annähernd abgeschlossen sein.
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Ja, es ist unser erster Ridgeback, ja, ich denke wir haben uns vorher (und auch jetzt noch) ausreichend über diese Rasse informiert und auch ganz bewusst für diese Rasse entschieden...und das auch nicht ohne vorher Ridgeback-Besitzer und andere Ridgebacks zu kennen.
Ich wollte mich mit der Frage nicht vergewissern, ob das jetzt WIRKLICH Spätentwickler sind, sondern eher hören wie ihr damit (bis zum Erreichen der endgültigen Reife) umgeht. Fakt ist doch dass es Dinge gibt die ein Hund blöd findet, die aber einfach sein müssen. Über Baden usw. kann man vielleicht streiten, aber sobald es um medizinische Dinge geht ist der Fall wohl klar.Meine Sorge ist doch einfach, dass sie uns solche beschriebenen Notwendigkeiten einfach dauerhaft übel nimmt und dass sich das negativ auf unsere Bindung auswirkt. Normalerweise versucht man ja dem Hund in einer unheimlichen Situation Sicherheit und Geborgenheit zu bieten. Nur findet sie die bei uns noch wenn wir mit ihr aus ihrer Sicht so unangenehme Dinge veranstalten (müssen)?!
Auch wenn ich da im RL nicht so oft gleichgesinnte treffe, bin ich der Ansicht, dass RRs schon etwas sensibler sind als andere Hunde...und an dieser Stelle möchten wir nichts falsch machen. - Vor einem Moment
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