Mobben/angreifen von unterlegenen Hunden
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Hi zusammen!
Ich will jetzt doch mal eine mir sehr wichtige Baustelle von meiner Sita zur Diskussion stellen:Sita ist mit anderen Hunden im Allgemeinen zwar etwas dominant, aber sehr freundlich und kommuniziert sehr schön, sie spielt gern, zwar teils etwas ruppig, aber lässt sich auch sofort sagen, wenns reicht, selbst, wenns ein Minihund ist, der die Ansage macht.
Was allerdings garnicht geht, ist, wenn irgendein Hund "Opfer" auf der Stirn stehen hat, also sich übertrieben unterwürfig zeigt oder gar wegläuft! Da ist Sita dann sofort knurrend hinterher, stellt ihn und geht ihn teils richtig heftig an, und kartet auch noch nach wenn er schon quietscht und sich eigentlich am liebsten unsichtbar machen würde... Auch das ist ziemlich unabhängig von der Größe des anderen Hundes. Ernsthaft gebissen worden ist niemand, ich bin dann immer sofort dazwischen, und bisher gabs auch nur zwei Vorfälle (die Beißerei mit dem Hund meiner Freundin ist denk ich was anderes, wenns auch irgendwie auf dieser Schiene läuft, Abby ist auch ziemlich unsicher), weil ich inzwischen erstmal an kürzerer Schlepp teste, ob die mit Sita auch können, aber ne Grundtendenz seh ich da definitiv schon... will auch verständlicherweise nicht austesten, wie weit das gehen würde, wenn ich mich nicht einschalte, kann also nicht sagen, ob sie wirklich auf Blut aus ist oder den Unterlegenen "nur" bis zur Selbstaufgabe zusammenstauchen würde. Trennen geht auch ganz gut: wenn ich da reinstiefel und kurz laut werde geht Sita sofort die zwei Schritte zurück und hat mich wieder im Blick, dann kann ich sie auch einfach festhalten bis der andere Hund weg ist und sie wieder was runterkommt.
Was mir zudem aufgefallen ist, ist, dass dieses Verhalten jedesmal aus Hetzspiel-Situationen entstand (einmal "nur so-Rumgejage", anderes mal kam der andere Hund immer mal provozieren-schnell wiederweg-wieder provozieren).
Sita ist - abgesehen von anderen Hunden - sehr umweltunsicher, ich könnte mir vorstellen, dass sie da Kompensationsmobben betreibt ("ah, da hat einer mehr Angst als ich"), andererseits wie gesagt sind Hunde allgemein kein Problem, und Sitas Angst hat nie mit anderen Hunden zu tun (eher Menschen, plötzliche Geräusche oder "urbane" Umweltreize die sie nicht einordnen kann) und das beantwortet sie nie nach vorne...Meine Freundin meint, das bekäme ich wohl nie weg, und sie sieht auch definitive Beschädigungsabsicht (sie hat leichte Vorurteile gegen Schäfis im Allgemeinen und Malis im Besonderen... war auch bei keinem Vorfall dabei, ich habs ihr nur erzählt), ich hingegen bin noch nicht bereit, da ein definitives Urteil zu fällen, aber wie gesagt, so Situationen hab ich auch nicht vor laufenzulassen, nach dem Motto "Mal sehen ob sie den anderen Hund wirklich plattmacht" (auch wenn einer der Halter so ein "Die regeln das selber und meiner fragt sich das auch immer"-Typ war, aber A) gibts da auch andere und B) tu ich das dem anderen Hund nicht an!)... Abruf ist noch keine Option (daher ist sie auch immer an der Schlepp), da sie den leider jetzt bei mir erst anfängt zu lernen, und bis der auch dann sitzt wenn ganze Katzen-Hasen-Elefantenhorden den Weg kreuzen ist es noch ein entsprechender Weg...
So... Feuer frei, Fragen, Tips, Kommentare...
Liebe Grüße
Micha -
23. April 2011 um 09:09
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Mobben/angreifen von unterlegenen Hunden - Vor einem Moment
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Wie alt ist Sita?
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Was mir spontan auffiel ist: ich kann Sita festhalten bis der andere Hund weg ist...
Was soll dein Hund dabei lernen?Ich würde jegliches Verhalten von Sita dieser Art im Ansatz sofort unterbinden. Dein Hund MUSS lernen sich zurückzunehmen, aus dem Weg gehen etc.
Nicht Frauchen hilft mir, dass der andere Hund verschwindet. -
Hallo Micha,
da hätte ich vorerst ein paar Gegenfragen:
- Gehst Du mit ihr in eine Hundeschule/verein oder desgleichen?
- Was machst Du bisher, wenn sie das Verhalten zeigt? Lenkst Du sie ab? Brichst Du das Spiel ab?
- Wie alt ist sie jetzt und in welchem Alter hast Du sie bekommen?
- Wie reagiert sie wenn sie Angst vor Menschen/Umweltreizen hat? Gehts sie nach vorne? Versteckt sie sich? Rennt sie panisch hin- und her?
Also ich kenne Malis allgemein als eher nervöse Tiere.
Copper ist auch so ein "Mobber", wobei wir das mitlerweile recht gut in den Griff bekommen haben. Ich hab damals angefangen mit einer Wurfkette und Discscheiben zu trainieren.
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Zitat
Was allerdings garnicht geht, ist, wenn irgendein Hund "Opfer" auf der Stirn stehen hat, also sich übertrieben unterwürfig zeigt oder gar wegläuft! Da ist Sita dann sofort knurrend hinterher, stellt ihn und geht ihn teils richtig heftig an, und kartet auch noch nach wenn er schon quietscht und sich eigentlich am liebsten unsichtbar machen würde...
Hi,
da haben wir wohl das gleiche Problem
Ich leine meine Hündin definitiv an(....ich kenne ihre "Mobbing-Opfer" inzwischen) und riskiere lieber nichts. Viel zu schnell entwickelt sich aus einem Hinterherjagen ein gefährliches "Beutegreifen" und je ängstlicher der andere Hund ist(....auch egal ob Rüde oder Hündin), um so "bösartiger" wird meiner!
Wir beobachten dieses Verhalten in der Hundeschule auch und können dann aber gezielt mit Getöse eingreifen und die Mobbing-Situation beenden......denn auch meine Hündin ist Menschen gegenüber eher "unterwürfig". Wird sie dementsprechend "korrigiert" beendet sie ihre Attacken, muß aber immer immer weiterhin beobachtet werden. In der Regel ist sie dann gut zu händeln
Leider ist das auf Hundewiesen oder anderen Treffpunkten nicht so, d.h. nur wenn ich mich auf sie ständig konzentriere und jeden Angriff im Keim ersticke, dann geht`s......aber das bedeutet eigentlich: keine nette Kommunikation mit anderen HH, sondern ständiges "Neiiiiin-Gebrüll", was mir persönlich ziemlich auf die Nerven geht!
Also greife ich zur Leine und meide Plätze, wo wild herumgewuselt wird, wo sich unsichere Hunde tummeln und ich keinen richtigen Überblick habe.
Zum Glück hat meine Hündin einen recht großen "Freundeskreis", wo sie sich austoben kann, so daß sie an meinen harten "pädagogischen" Maßnahmen keinen Schaden nimmt
LG
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Meine Große hat auch so Mobbingtendenzen ... Daher lass ich sie selten zu anderen Hunden hin, insbesondere nicht zu kleinen und sehr ängstlichen. Einmal (da war sie erst ca. 2-3 Wochen bei mir) hat sie sich ja einen Westi geschnappt und ihn geschüttelt, als sei er ihr Spielzeug oder ein Stück Beute. :/
Auch mit meiner Kleinen spielt meine Große nicht "schön", sondern ich empfinde es immer als eine Mischung aus Spiel und Mobbing. Sie jadt meine Kleine, treibt sie in die Enge und zieht sie dann z.B. am Bein meterweit über die Wiese o.ä.
Allerdings ist meine Kleine ein recht mutiger und selbstbewusster Hund, und sie fordert ihrerseits meine Große trotzdem ständig zum Spiel auf.Ich würde mich auch über Tipps freuen, wie ich es schaffen könnte, meine Große mit anderen Hunden verträglicher zu machen. Bei ihr kommt eben noch die unbekannte Vorgeschichte dazu (sie kam aus einem spanischen TH, war davor vermutlich auch mal ne Weile Straßenhund.)
Inzwischen mache ich es so, dass ich einige Meter ins Feld laufe, wenn uns andere (besonders kleinere) Hunde entgegen kommen, und sie mit Leckerli werfen ablenke. Das klappt super, und sie zeigt dann wenig Interesse an anderen Hunden.
Es gibt auch andere Hunde (auch kleine), mit denen sie sich gut versteht. Allerdings möchte ich das bei jedem neuen Hund auch nicht "austesten", was passieren würde, wenn ich meine Große von der Leine lassen würde.
Schade finde ich es aber trotzdem, dass Kontakte zu anderen Hunden dadurch so selten möglich werden. -
Meiner Meinung nach kann man das nur Kontrollieren.
Kann ja eine ganz feine kommunikation sein.
Also gute impulskontrolle und schöne Reaktion auf abbruchsignal.Hunde "spielen" schön und Halter konzentriert sich auf was anderes? Ich kann mir nicht vorstellen, das man das hinkriegt bei so einem Hund.
Bin auf Erfahrungen gespannt. -
Die gleiche Baustelle, habe ich bei meiner Hündin auch und zwar von Beginn an bis heute - sie ist inzwischen 6 Jahre alt. Bei ihr liegt keine Beschädigungsabsicht vor, sie hat also noch nie einem Hund auch nur eine Schramme zugefügt, aber sie neigt zum mobben und stürzt sich in Highspeed mit Gebrüll auf:
1. Manche Hunde, von denen sie sich bedroht fühlt - bei manchen weicht sie auch freiwillig lieber aus
2. Manche Geschlechtsgenossinnen, kann da kein Schema erkennen, außer dass sie halt generell bei Hündinnen zickiger regieren kann als bei Rüden
3. Manche junge Rüden, die sich auffallend ungestüm und "vorwitzig" verhaltenNatürlich habe ich die letzten Jahre immer wieder versucht, aus ihr einen entspannten Hund zu machen, der Fremdhundebegegnungen souverän meistert und im Zweifel halt lieber einen Bogen läuft. An dem Wesen meiner Hündin konnte ich jedoch nichts ändern. Ich kann solche Situationen heute lediglich besser und früher erkennen und entsprechend managen. Meist reicht ranrufen und ggfs. Bogen laufen, hin- und wieder leine ich sie aber auch sicherheitshalber an.
Meine Hündin würde ich als definitiv unsicher beschreiben - man weiß dabei leider nie in welcher Situation, sie wie mit dieser Unsicherheit umgeht. Mal ergreift sie die Flucht und ein anderes Mal sucht sie ihr Heil im Präventiv-Angriff. Zeigt sich auch gerne mal beim Staubsaugen
erst flieht sie vor dem Sauger und einen Augenblick später versucht sie reinzubeißen oder auch in umgekehrter Reihenfolge.Aber das präventive Angreifen bei vermeintlicher Bedrohung wird für sie wohl immer eine Option bleiben - das scheint fest in ihrem Wesen verankert zu sein.
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Warum lässt du deinen Hund denn überall hin?
Ich lasse meine Beiden nur zu Hunden hin denen ich ansehe dass sie der Typ Hund sind mit dem meine klar kommen. Ich habe zwar keine Mobber, sondern potentielle Opfer, aber in welche Richtung ist eigentlich egal - Hunde müssen nicht mit allen anderen auskommen und als Halter kann man da einfach einen Riegel vorschieben in dem man den Hund unter Kommando oder an die Leine nimmt oder ausweicht.
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So nach der Reihe:
@ Spikybub: Sita ist anderthalb. Auf die zweite Frage, was sie dabei lernen soll, wenn ich sie festhalte: Beim Lernen sind wir noch nicht, das ist erstmal Situation entschärfen, mehr nicht. UNd ja, wenn ich das sehe, dass sie grad damit anfangen will, unterbinde ich das auch sofort... ist halt im Moment noch bißl schwierig schnell genug zu schalten, denn auch auf die "Opfer" geht sie erstmal "normal" zu... zu einem am Horizont rennenden Hund, zu dem Sita hinwill, lasse ich sie gar nicht erst, das ist mir schon aus prinzip a) zu dynamisch, und b) zu weit weg zum eventuellen Eingreifen.
Tarlancriel: Ich hab sie seit letztem Sonntag fest bei mir sie war mir zugelaufen... unsere gemeinsame Geschichte gibts unter https://www.dogforum.de/52222-malinois…en-t129674.html sowie https://www.dogforum.de/sita-das-abent…nt-t130321.html. Ihre Angst vor Menschen zeigt sich indem sie zurückweicht und weglaufen will, und an der Leine entsprechend hin- und herrennt, ohne die Angstobjekte aus den Augen zu lassen. Hat sich gebessert, inzwischen kommt sie auch schon mal hilfesuchend zu mir, aber das ist noch situationsabhängig.
Wenn sie das Verhalten zeigt und ich das im Vorhinein mitbekomme (langsam wird meine Reaktionszeit kürzer
) variiere ich das... hab einerseits immer ein Stöckchen dabei, um mit ihr rumzuzerren, das hat sich als gute Ablenkung herausgestellt, andererseits ruf ich sie auch schon mal ran (so gut es geht, Grundkommandos lernt sie nämlich auch erst seit sie bei mir ist...) oder hol sie einfach ab und geh mit ihr paar Minuten abseits bis sie wieder runterkommt: Ich will ja auch nicht, dass SIE das Pöbeln als Kommando an mich benutzt "Los, ich will jetzt Stöckchen spielen, mach hinne"...
Hundeschule und Verein ist im Moment leider noch nicht denkbar, sie braucht erstmal Einzeltraining, denn in ner "normalen" Hundegruppe werden einfach Sachen vorausgesetzt, die sie noch gar nicht kennt...Kette und Scheiben und ähnliche "Schreckgespenster" will ich eigentlich erst als letztes Mittel einsetzen, und das auch nur unter fachkundiger Anleitung von jemandem, den ich mit sowas vertraue, denn da kann man meines Erachtens schnell was falschmachen wenn man selber unqualifiziert damit rumprobiert... außerdem: die kann ich auch nur dann effektiv einsetzen wenn ich eh schon nah genug dran bin, um da selber zwischenzugehen, aus 50 Metern in die ungefähre Richtung schmeißen wird vermutlich so viel bringen wie La Traviata zu trällern... und das darf, find ich, Sita durchaus wissen, dass da nicht was anonym klapperndes, sondern ICH PERSÖNLICH was gegen habe, dass sie sich aufführt wie vom Affen gebissen...
An die nachfolgenden Poster (fass ich mal zusammen, da es ja eigentlich die selben Erfahrungen sind die ihr gepostet habt): Dasselbe befürchte ich auch ein bißchen, insbesondere, da ich darüber auch mit ner Gruppe Schäfi(-mix)-Besitzer geredet habe während dem Spaziergang, und die alle sagten, dass sie sowas in irgendeiner Form kennen, und da müsse man halt nen gut sitzenden Abruf haben, schnell reagieren und sofort unterbinden...
Und nein, die Illusion, dass ich Sita irgendwann mal machen lassen kann was sie will während ich mir auf der Wiese entspannt eine rauche, hab ich definitiv nicht... ich werd sie immer im Auge behalten müssen... aber das kenn ich von den Jagd- bzw. Hütetendenzen gegenüber Wild
vom Border meiner Freundin schon: immer alles vor dem Hund sehen und reagieren, bevor sie es tut...Biomais: nee, mach ich auch gar nicht... die ersten 2 Tage war ich nur zwischendurch mal bißl langsam, aber Hundebegegnungen gibts nur noch kontrolliert... blöd natürlich, wenn wieder mal andere Hunde unangeleint bis ganz ran dürfen, obwohl die Halter sehen, dass Sita fest ist... da steht man immer vor so nem Dilemma...
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