Wie verhält man sich hierbei richtig ?

  • Hoffe, ich bin hier richtig gelandet bei Thema Haltung, Erziehung & Co!

    Möchte gerne wissen, wie man sich, in dieser Situation, richtig verhält:
    Ich hatte meinen Sam an der kurzen Leine (kurze Leine, weil an einer Straße entlang) und ging mit ihm spazieren.
    Uns kam ein Hund entgegen, ca. 3 mal so groß wie Sam (Sam, Zwergpinscher 40 cm, 6 Kg) mit seinem Frauchen. Der Hund war unangeleint (Leinenpflicht besteht da in der Gegend).
    Das Frauchen machte auch keine anstalten ihren Hund anzuleinen und ließ ihn einfach laufen.
    Sam erblickte den Hund und legte sich flach hin. Kopf aufgerichtet.
    Der andere Hund kam uns in dieser Haltung entgegen...genau auf uns zu:
    gefletschte Zähne, gerader Rücken...wie eine Linie von Kopf bis Schwanz.
    Hebte den vorderen Bereich der Lefzen an, so daß seine Schneide- und Fangzähne zu sehen waren und blickte Sam direkt an.
    Sam stand auf und bellte wie irre den anderen Hund an.
    Der andere Hund stürmte auf Sam los (Frauchen ging einfach vorbei) und schmiß sich auf ihn drauf.
    Beide am, knurren und Zähne fletschen wie verrückt und versuchten sich zu beißen.
    Versuchen zu beißen, weil ich Sam wegzog.
    Ich ging mit Sam weiter. Sam aber immer noch am knurren und bellen und Zähne fletschen.
    Der andere Hund stürmte hinter uns her und wieder auf Sam drauf.
    Wieder versuchten sich beide Hunde zu beißen.
    Ich ging weiter weg, zog Sam weg (sehr kurze Leine).
    Der andere Hund wieder hinter uns und wieder auf Sam drauf.
    Dann kam doch das Frauchen angelatscht und konnte nur mt Mühe ihren Hund am Halsband bekommen, so dass wir weiter weg gehen konnten.....unbeschadet.
    Das "Spiel" wäre wohl so weiter gegangen, hätte die "Olle" nicht doch ihren Hintern bewegt und eingegriffen.
    Ich war im Moment damit völlig beschäftig mich und meinen Sam von den Hund, der immer wieder hinterher kam weg zu kommen.
    Hatte echt schon die befürchtung, dass dieser Hund entweder doch noch meinen Sam beißt (Sam hätte auch zurück gebissen) oder ich hätte den anderen Hund in mein Bein gehabt, da beide Hunde ständig zwischen meine Beine kamen.

    Natürlich ist mein Hund nicht ganz unschuldig, aber Sam war ja angeleint und ich bin ja weg gegangen...wollte weg gehen aus der Situation.
    Kann gar nicht genau sagen, wer nun zuerst wirklich gebellt hat von den Beiden.

    Kenne die Frau nicht, aber die muss bei mir in der Nähe wohnen. Letztens habe ich die von Ferne gesehen.
    Hab beim Ordnungsamt angerufen und die Dame hat mir gesagt, dass da absolute Leinepflicht besteht.
    Da befahrene Straße...Kinderspielplatz in der Nähe und viele Häuse stehen.
    Was ich in dieser Situation machen können, wußte die Dame auch nicht. Sie sagte, sie kennt sich mit Hunden nicht aus.
    Ich sollte aber mal beobachten, ob dieser Hund öfter unangeleint da rumläuft und der Dame nachgehen (wenn möglich) um zu erfahren, wo die wohnt, dann könnte das Ordnungsamt da was machen, bevor was passiert.

    Also, was könnt Ihr mir dazu raten. Bitte um Hilfe!
    Danke

  • ich würde in so einem moment versuchen, den fremden hund zu verscheuchen.

    wir kamen mal in eine ähnliche situation: ein großer schwarzer hund kam (unangeleint) auf uns zu gerannt und sah danach aus, als wäre er auf krawall gebürstet (drohende körpersprache). ich parkte meinen hund hinter mir und ging mit körperspannung nach vorn. der besitzer war weit und breit nicht zu sehen. der hund war, nach der zweiten "attake" meinerseits (drohende körperhaltung, grollende stimme)- beeindruckt und ich konnte ihn verscheuchen.

  • Mein erster Hund wurde wurde nicht gebissen,sonder wortwörtlich zerfetzt.Ich war da noch sehr klein.Zum Glück hat er überlebt.Dieses schock Erlebnis sitzt noch ganz tief in mir drin,weil ich es ja miterlebt habe.
    Manchmal wenn ich mit meinem jetztigen Hund spazieren gehe und ein größerer Hund uns entgegen kommt,werde ich leicht nervös und habe ein bisschen schiss,dass das alles noch mal passiert.
    Und ganz ehrlich,ich hätte die Besitzerin erstmal zusammen geschrien,wenn das nicht hilft und der andere auf meinen Hund losgeht,würde ich meinen Hund verteidigen,entweder auf den Arm nehmen oder ganz einfach auf den Hund losgehen.Manchmal hilft schon,dass man mit den Hund schimpft.Und wenn nicht,dann muss ich wohl eingreifen...
    Das ist sicherlich keine Lösung,aber ich kenne mich und würde das machen,weil ich so ein Horrorerlebnis schon mitmachen musste.

  • @ Tante Flauschig
    glaube dieser Hund hätte sich nicht so einfach verjagen lassen von mir :sad2:
    Finde es traurig, wenn solche Hundehalter sich so passiv verhalten, wenn deren Hund sich so verhält.

    @ BorderPino
    das hört sich ja schrecklich an, was euch da passiert ist. Dein armer Hundi :(
    Kann mir gut Vorstellen, dass man da nervös wird beim Gassi gehen.
    Manchmal bin ich auch unsicher, wenn ich die Hunde und Hundebesitzer nicht kenne, die mir über den Weg laufen.
    Viele Hunde (und Besitzer) habe ich schon kennen gelernt in den letzten Monaten und weiß inzwischern wie Hunde und Besitzer so "ticken"...einigen gehe ich, mit großen Bogen, aus dem Weg und bei den anderen, da laß ich mein Sam hinlaufen an der langen Leine.
    Kann inzwischen die Hunde gut einschätzen und weiß, wann die Hunde genug haben von Sam´s Abschlabberei.

    Sam schlabbert anderen Hunden immer die Ohren ab, egal ob Rüde oder Weibchen, egal wie klein oder groß die Hunde sind...mmmhh, warum macht Sam das ? Bin gerade überfragt :???:

    Bei einigen Hunden kläfft Sam schon, wenn er sie von Weiten sieht, dass sind diese, die WIR nicht mögen...weder die Hunde noch die Besitzer!
    So wie der Hund meiner Nachbarin (Golden Redriver-Rüde), der (und sein Frauchen :D ) sind so aggro, dass dieser Hund meinen Sohn im Vorbei gehen beínahe ins Bein gefasst hätte.
    Mein Sohn hat dem Hund kein Platz gemacht im Hausflur. Er hatte nen TV-Gerät auf dem Arm und wollte raus gehen und das hat weder dem Hund noch Nachbarin gepasst.
    Wenn mein Sam diesen Hund wittert, dann dreht Sam völlig ab in der Wohnung und ich kann den kaum beruhigen.
    Ich geh auch schon nicht mehr in den Hausflur, wenn der Hund gerade da steht wo ich lang gehen will, der knurrt mich auch ständig an, auch wenn mein Sam nicht dabei ist.
    Könnte mit Sam auch gar nicht an denm vorbei gehen.
    Meine Nachbarin "erklärte" mir, dass wäre halt das "Revier" von ihrem Hund und der würde sie bedindungslos beschützen.

    Angeschrien hätte ich diese Besitzerin zu gerne, aber war zu beschäftigt damit uns Beide aus der Schußlinie zu bekommen!

  • Das, was Du machen kannst, das ist den anderen Hund blocken, sodass er gar nicht erst zu Sam durchdringt sondern immer bei Dir als Endstation landet.

    Birgit, die bei solchen Aktionen auch schon mal laut wird

  • Zitat

    Mein erster Hund wurde wurde nicht gebissen,sonder wortwörtlich zerfetzt.Ich war da noch sehr klein.Zum Glück hat er überlebt.Dieses schock Erlebnis sitzt noch ganz tief in mir drin,weil ich es ja miterlebt habe.
    Manchmal wenn ich mit meinem jetztigen Hund spazieren gehe und ein größerer Hund uns entgegen kommt,werde ich leicht nervös und habe ein bisschen schiss,dass das alles noch mal passiert.


    großer gott :schockiert:

    das ist ja schrecklich.


    Marina:

    Früher hätte ich mir sowas auch nicht zugetraut. Das musste ich erst lernen. Wie BorderPino meinte, reicht es meistens auch aus, wenn du den anderen hund ausschimpfst. ein großteil der hunde ist alleine dadurch beeindruckt. selbstbewusste exemplare, die sich nicht so schnell beeindrucken lassen, tritt man am besten ebenfalls- selbstbewusst gegenüber.

  • Zitat

    @ Tante Flauschig
    glaube dieser Hund hätte sich nicht so einfach verjagen lassen von mir :sad2:

    Wie schon geschrieben: das kann man lernen und es hat aus meiner Sicht viel mit der inneren Haltung zu tun. Werde ich unruhig und hektisch (dazu gehört für mich auch rumschreien), habe ich kaum eine Chance. Bleibe ich ruhig, gelassen und bestimmt, braucht es eigentlich nicht viel, um den anderen Hund auf Distanz zu halten oder sogar zur Umkehr zu bewegen. Ich rede dabei meistens nicht mal.

    Insgesamt habe ich den Eindruck, dass du bei Hundebegegnungen unsicher bist (nicht böse gemeint und falls dem nicht so ist: einfach ignorieren). Ich würde versuchen die Situationen nicht zu meiden, sondern sie im Gegenteil zu suchen. Sieh einfach alles, was draußen so rumläuft als Übungsobjekt für dich und deinen Hund. Du musst die Menschen und Hunde ja nicht lieben, aber deswegen muss man ja keine Ehrenrunde drehen, nur um nicht daran vorbei zu müssen. Wie gesagt: wenn ich das falsch einschätze, ignoriere mein Geschwafel einfach.

    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    Ich hätte den Sam auf den Arm genommen!

    Diesen Fehler hab ich nur ein einziges Mal gemacht. Lucy hatte den anderen Hund dann am Schwanz hängen.

    Ich hab gelernt, andere Hunde abzublocken, auch wenn es mir anfangs sehr schwer gefallen ist. Ich mache mich groß, mach einen Schritt auf den anderen Hund zu mit vorgestreckter Hand. Im Normalfall reicht das.

  • "Sam erblickte den Hund und legte sich flach hin. Kopf aufgerichtet.
    Der andere Hund kam uns in dieser Haltung entgegen...genau auf uns zu:
    gefletschte Zähne, gerader Rücken...wie eine Linie von Kopf bis Schwanz.
    Hebte den vorderen Bereich der Lefzen an, so daß seine Schneide- und Fangzähne zu sehen waren und blickte Sam direkt an.
    Sam stand auf und bellte wie irre den anderen Hund an"

    Hallo!
    Will mal den Vorfall aus Hundesicht beschreiben. Hier hat ein territorialer Kampf statt gefunden. Die sind immer sehr heftig.
    Im Grunde ging die Interaktion schon vom Sam aus als er sich hingelegt hatte und den anderen angeschaut hat. Er hat gesagt:" Das ist mein Gebiet. Hier kommt keiner lang" Der andere hat die Geste verstanden und war anderer Meinung und fühlte sich dabei sehr sicher. Mit seiner Körpersprache und das grade drauf zu gehen sagt er: " Das ist mein Gebiet! Wir klären das jetzt!!!"
    Ich halte territoriales Verhalten für gefährlich und sollte am besten in den Anfängen unterbunden werden.
    Die Situation gar nicht erst entstehen lassen.
    Wenn Du merkst Sam legt sich hin und fixiert dabei andere Hunde an mach einen Richtungswechsel oder ein großen Bogen.
    Natürlich beschütze ich meinen Hund auch bevor er von anderen freilaufenden Hunden attackiert wird.
    Das beschriebene anfixieren und ebenso in grader Linie auf den Hund zu gehen wird von den Hunden schon eindeutig verstanden....aber was ist wenn er wie s.o. sagt : "OK, wir klären das" ?

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