wie sieht die Körpersprache des unsicheren hundes aus?

  • Ein unsicherer Hund hat meist die Ohren nach hinten gelegt, Rute unten bzw eingeklemmt und stellt den Kamm auf... Kann man allerdings nie so pauschal sagen, da jedes einzelne Kommunikationsmittel (Rute, Körperstellung, Ohren, Lefzen etc) in Bezug zum Ganzen gesehen werden muss...

    Ein sicherer Hund läuft schon allein ganz anders, ich würde sagen er stolziert... :roll:
    Ausserdem trägt ein sicherer Hund die Rute hoch erhoben, verströmt so seinen Duft und hat die Ohren nach vorne gedreht...

  • Ach ja ausserdem muss noch die Rasse beachtet werden, Windis tragen nun mal die Rute eingeklemmt, heißt aber nicht das sie unsicher sind... Ein Ridge läuft auch ständig mit Kamm rum, da kann er auch nichts dafür :D

  • ich weiss immer noch nicht wie es sich bei meinem verhält:zum beispiel geht er zu fremden hunden hin,bellt,knurrt schnappt,schwanz ist in der höhe und nackenhaare sind oben....wäre er unsicher,müßte doch die körperhaltung anders sein,oder?

  • Beim Machogehabe geht der ganze Hund irgendwie nach vorne. Rute ist hoch, Ohren nach vorne gedreht und auch das Gewicht ist nach vorne verlagert. Der unsichere Hund kann bluffen und auch die Rute hoch nehmen, die Ohren sind dann aber evtl. nach hinten gekippt, evtl. ein helles Bellen, in Verbindung mit einer Kopfbewegung von unten nach oben. Das Gewicht ist dann eher nach hinten verlagert.

    Aufgestellte Nackenhaare und ein evtl. geduckte Haltung bedeutet Unsicherheit.

  • Ich denke, Machogehabe ist gleich (kompensierte) Unsicherheit - wie bei manchen Männern halt auch :D - man (oder frau) riecht das, auch, wenn's anders aussieht.

    Die Typen mal überspitzt dargestellt:

    Das geht vom unterwürfigen, sich dauernd auf den Rücken werfenden, mit eingeklemmten Schwanz gebückt rumlaufenden Angsthasen bis zum dauerprollenden, angstaggressiven Schlägertypen und alles dazwischen.

    Das Gegenteil wäre ein souveräner Hund, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt, der es nicht nötig hat, dauernd auf Krawall gebürstet zu sein. Er hat eine Ausstrahlung, die man an der Reaktion der anderen Hunde sieht. Er braucht sich nicht oder selten zu kloppen, damit er sich durchsetzt.

    Bei Dir hört es sich ein wenig wie ein Macho an - auch, wenn der Schwanz oben ist. Die Nackenhaare sprechen für Aufregung - nicht so sehr für Souveränität. Beschreib mal weiter... wie geht es meist aus? Wie reagieren die anderen Hunde?

  • Zitat

    ich weiss immer noch nicht wie es sich bei meinem verhält:zum beispiel geht er zu fremden hunden hin,bellt,knurrt schnappt,schwanz ist in der höhe und nackenhaare sind oben....wäre er unsicher,müßte doch die körperhaltung anders sein,oder?

    Da wäre jetzt noch interessant wie das Körpergewicht verlagert ist: Wie Fiete+Frauli geschrieben hat, legt der unsichere Hund sein Gewicht mehr auf die Hinterpfoten...
    Duckt er sich, steht er hoch erhoben da, wendet den Kopf leicht ab usw sind alles Hinweise auf die innere Gestimmtheit. Das Gesamtpaket muss betrachtet werden!

    Was mich ein bisschen stutzig macht: dein Hund sucht selber den Kontakt zum fremden Hund und schnappt dabei schon durch die Luft und knurrt? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
    Ist es bei jedem fremden Hund so?

  • Rein körpersprachlich ist das für ein ungeschultes Auge unter Umständen schwer zu erkennen.
    Außerdem mischen sich meist mehrere Dinge zusammen (Unsicherheit, imponieren/Eindruck schinden wollen, Frust ablassen wollen usw.) die Übergänge sind dann fließend.
    Um die Rute hochzutragen reicht auch Stress, Rute einklemmen hingegen ist schon nicht mehr unsicher sondern ängstlich.
    Am leichtesten lässt sich ein unsicherer Hund an einer sehr widersprüchlichen Körpersprache erkennen. In der Körpersprache spiegelt sich dann die innere Zerissenheit vom Hund. Z.B. knurren/Zähne fletschen und gleichzeitig rückwärts gehen und/oder häufiges züngeln, aber auch draufzulaufen, vorher abstoppen, wuffen und dann doch abhauen ohne Kontakt aufzunehmen... das kann ganz verschieden sein, aber eben sichtbar widersprüchlich. Der Hund kann sich nicht für eine Strategie entscheiden- er ist unsicher.

  • also es folgendermaßen abgelaufen:wir sitzen mit bekannten HH und ihren Hunden am wasser...von weitem sehe ich schon das fremde angeleinte hunde kommen....also war ich schon auf gebelle vorbereitet....die unbekannten hunde wurden abgeleint und meiner gleich hin,bellend,knurrens,schnappend....die hunde haben sich aber nicht beeindrucken lassen.........ich habe meinen abgerufen und bin ein stück weiter gelaufen um ihn auch abzulenken...klappte bis die hunde folgten...dann ging es wieder los.................bisher hat nur 1hund zurückgebellt und gezeigt,dass er es sich nicht gefallen läßt(meiner kam mit eingezogenem schwanz und jaulend zu mir).....................

    ich weiss nicht wie ich mich richtig verhalte

  • Zitat

    Rein körpersprachlich ist das für ein ungeschultes Auge unter Umständen schwer zu erkennen.
    Außerdem mischen sich meist mehrere Dinge zusammen (Unsicherheit, imponieren/Eindruck schinden wollen, Frust ablassen wollen usw.) die Übergänge sind dann fließend.
    Um die Rute hochzutragen reicht auch Stress, Rute einklemmen hingegen ist schon nicht mehr unsicher sondern ängstlich.
    Am leichtesten lässt sich ein unsicherer Hund an einer sehr widersprüchlichen Körpersprache erkennen. In der Körpersprache spiegelt sich dann die innere Zerissenheit vom Hund. Z.B. knurren/Zähne fletschen und gleichzeitig rückwärts gehen und/oder häufiges züngeln, aber auch draufzulaufen, vorher abstoppen, wuffen und dann doch abhauen ohne Kontakt aufzunehmen... das kann ganz verschieden sein, aber eben sichtbar widersprüchlich. Der Hund kann sich nicht für eine Strategie entscheiden- er ist unsicher.


    ja so ist es bei meinem...hin,irgendwie wieder zurück usw....

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