Schutzhund ?! "scharf" machen ??!

  • Hallo allemal ..

    also erstmal ...

    Ich hab ne Cane Corso Hündin die im August 1 Jahr (jung) wird, und lebe in Bosnien. Leider gibt es in Bosnien keine Schutzhunde ausbildung so würde ich das gerne alleine machen. Wieso ?? hm .. Bosnien ist gefährlich :) ..
    Neben Schutzuhund habe ich auch "scharf" machen geschrieben .. das kommt deswegen da ich meinem hund "fass" beibringen möchte.. jaa ich weiß jetzt bin ich der buhmann hier, aber .. ich will natürlich nicht das mein hund ein agressiever hund ist, sondern mir nur aufs wort folgt, in jeder situation überall, und es ist nur zu seinem besten. Ich würde "fass" nie bei einem menschen anwenden .. aber ich traue mich fast nicht mehr aus dem haus da wir soooo viele Straßenhunde haben. Es wäre ja kein problem wenn es einfach nur straßenhunde wären, aber diese hunde sind sowas von aggressiv, und beißen, und NIEMAND macht etwas dagegen. Diese sind meißtens in gruppen von 5 6 mitgliedern... und ja .. wenn die da so stehen, drumherum um einem .. (egal wie sehr man hunde liebt) wird einem seeeehr mulmig zu mute..
    Jetzt zu dem eig. problem .. ich würde nie auf die idee kommen meinem hund fass bei zu bringen wenn er sich "alleine" verteidigen könnte... aber ich sehe er kann es nicht.. und bitte .. ich brauche keine komentare wie "wenn du in gefahr wärst und dein hund echte zuneigung hat verteidigt er dich / oder er kann sich im notfall selber verteidigen" weil NEIN das können manche hunde einfach nicht. Sie ist sowas von ängstlich ... wenn will sie mit den Straßenhunden spielen, wenn die anfangen zu knurren und bellen, versteckt sie sich mit eingezogenem schwanz hinter mir, oder läuft weg.
    Ich will ihr eig. die Angst nehmen und ihr bewusst machen das sie eig. ein starker hund ist und keine angst haben soll .. und ja .. hört sich vielleicht blöd an .. aber das sie auch zubeissen kann im notfall, falls sie ein anderer hund angreift...
    wie gesagt.. unnötige kommentare, die meine situation nicht verstehen, brauche ich nicht. Ich will keinen "kampfhund" ausbilden oder einen aggressiven hund haben (Schutzhunde können die größten schmuser sein, und trzd. auf kommando zubeissen !!) Ich will einfach nur, keine angst haben müssen mit ihr gassi zu gehen .. erstens um mich .. zweitens um sie ..

  • ahso .. jetzt habe ich mich nur gerechtfertigt haha ..

    Kann mir vielleicht jemand tipps geben wie ich das meinem hund beibringen kann ?? ... natürlich ohne ihn zu schlagen oder so ..

  • Ich glaube ein c.c. Wird such als molosser zu wehren wissen. Wenn nicht hat es einen Grund.
    Ein junghund wird sich wenn er nicht bescheuert ist nicht mit 5-6 erwachsenen Wildhunden anlegen,'vorallem, wenn er spürt, dass du ihm keine Hilfe bist, weil du Angst hast.
    Ich würde ihm daher erstmal ganz aktiv die fremden Hunde vom leib halten. So dass er sieht was du willst und dass du es kannst.
    Irgendwann werdet ihr ein team sein und deine Hündin selbstbewusst genug auszustrahlen was dumdir wünscht- bleib mir Vom Leib.
    Alles andere wird eh nicht funktionieren.

    Viel Glück!

  • bei einem cc kann sowas sehr schnell nach hinten los gehen.

    ich denke am besten wäre sowas von einem trainer zu lernen, wenn man sowas einem hund selbst beibringen möchte, kann es schnell nach hinten losgehen.

    ich denke ein cc ist - was die abwehr von anderen hunden angeht - eher die falsche rasse. idealer sind eher für sowas herdenschutzhunde.

    inwieweit du aber in bosnien einen trainer kennenlernst, ist mir jetzt nicht bekannt.

    evtl. mal beim züchter deines cc nachfragen, von deiner beschreibung her ist deine hündin ungewöhnlich für einen cc, da sie doch wach- und schutztrieb haben.
    hängt aber auch stark von der zuchtlinie ab.

    aber ich würd mich da trotz allem mal bei züchtern der rasse cc umhören, vllt. haben die mehr tips für dich.
    oder du wendest dich an die leute von http://www.canecorsoaustria.info/forum/index.php, dort sind auch viele züchter und halter von cc.

  • Hallo :)
    Soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe, lebst du 6 Monate in Bosnien und sechs Monate im Jahr in Österreich? Ich kenne die Rasseliste aus Ö nicht, aber ich würde an deiner Stelle zum einen dafür sorgen das dein Hund nicht auffällig wird und zum anderen versuchen, in Österreich eine Hundeschule zu besuchen?

    Dein Hund ist jetzt gerade einmal um die 6 Monate alt. Das ist das von dir beschriebene Verhalten ziemlich normal ;) Das sie sich nicht gegen 5 oder 6 Hunde behauptet .... überlege doch mal, sie ist noch ein Junghund.

  • Wenn ich sowas lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    a) gehört dein Hund nicht zu den Gebrauchshunde rassen
    b) ist er noch viel zu jung.

    Du solltest deinem Junghund erstmal Sicherheit geben, die er jetzt brauch und nicht mit - Faß - herumspinnen :roll: zu sowas ist er überhaupt noch nicht in der Lage.

    Bei den Gebrauchshunden beträgt die Prüfungszulassung ab 18 Monaten, da kannst du dir vorstellen wie früh du dran bist,gefestigt sind diese Hunde etwa nach dem 3. Lebensjahr.
    Und was soll der Ausspruch - aber nicht mit schlagen - ? Willst du den Hund mit Schlägen zum beißen bringen ? das kannst du vergessen.

    Kauf dir ein Buch über die verschiedenen Entwicklungsstufen deines Hundes, der kann einem ja nur leid tun.

  • Was glaubst du, was passiert, wenn du einen an sich unsicheren Hund mittels eines Kommandos dazu bringst, eine große Gruppe von freilebenden Hunden anzugehen?

    Die werden über deinen Hund und wenn du Pech hast, über dich herfallen.

    Also laß den Gedanken mal ganz schnell wieder fallen.

  • Mein Hund ist auch sone Angstbüx,ich denke es ist genau der verkehrte Weg ihn "scharf zu machen".

    Je mehr Sicherheit ich ihm gebe um so sicherer wird er und glaube mir wenn er bedrängt wird von mehreren Hunden dreht er den Spieß um und würde sich verteidigen.

    Er läßt sich doch nicht von Hunden beißen und würd sich nicht wehren.
    Außerdem denke ich wenn der HUnd ein ängstliches Wesen hat und du ihn umkrempeln willst geht das schief,stell dir mal vor du willst einem ängstlichen Menschen unbedingt beibringen das er in einer Menschenmenge tanzen soll.
    Der geht ja zugrunde.
    Das Beispiel ist etwas mager aber ich finde mann kann keinen Hund komplett um gestalten.
    Wenn ich mir vorstelle ich würde Snuup Fass beibringen wie soll er sich denn auf mich verlassen wenn er das selber regelt,und schon habe ich wieder einen unsicheren Hund der dann alles regelt.

  • Danke für eure beiträge erstmals ..

    das mit Österreich, der hund ist nie in Österreich, der bleibt dann bei meiner familie. Könnt dem hund nicht antun in einer 50qm wohnung rumzuliegen wenn er nen 100qm garten hat. Naja ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich will dem hund ja nicht beibringen sich in die menge zu stürzen und selbstmord zu begehen. Ei nur das sie keine angst haben soll und selbstsicher ist. Ich treffe mich auch mit anderen CC haltern, deren hunde genauso jung sind, die sind aber in keinster weise so ängstlich wie meine, eher neugierig und "selbstbewusst". Es ist ziemlich schwer meinem Hund sicherheit auszustrahlen wenn ich ja selber vor 5 Hunden ein mulmiges gefühl habe :) ..
    Das mit dem Schlagen, in Vereinen gibt es diese art dem hund dieses kommando beizubringen. Da benutzt man einen stock der mit moosgummi umwickelt ist und man deutet den schlag nur an. Das habe ich damit gemeint das ich das nicht machen möchte.
    Auch wenn ich mit ihr schimpfe, ist sie total ängstlich, ich will ihr nur klarmachen das sie etwas nicht darf, und ihr nicht eine heidenangst einjagen.. Ich will ja nichteinmal mehr "schimpfen" da ich gleich ein schlechtes gewissen hab weil sie so angst hat, obwohl ich meine stimme nur ein bissen hebe.

  • so wird das nix, mit selbstbewusstem hund.

    ein tatsächlich selbstbewusster hund kann sich - auch wenn ihm mehrere fremde hunde gegenüberstehen - i.d.r. (!) ohne beisserei oder klopperei "verteidigen".

    mein gos dAtrua rüde (sam) braucht sich, obwohl mit 22kg/55cm nicht grade ein schwergewicht und unkastriert, überhaupt nicht mehr zu "kloppen" um irgendwelchen anderen hunden zu sagen, dass er keinen wert auf ihre gesellschaft legt. und zwar egal, ob die auf krawall gebürstet sind oder nicht, egal ob die grösser/schwerer oder in der mehrzahl sind.

    ist ein bisschen schwer zu beschreiben, wie er das macht - denn da läuft in sekunden unglaublich viel an kommunikation zwischen den hunden ab - für mich als mensch schwer zu erkennen - aber für andere hunde sehr eindeutig.

    ich beschreibs gern so: begegnet uns ein "krawallo" - dann zeigt sam ihm dermaßen die kalte schulter, dass die meisten sich sofort wieder an die gute kinderstube erinnern, und sich erstmal höflich vorstellen. wenn dann mal einer dabei ist, der das nicht versteht, dann wird er ein wenig deutlicher dran erinnert: sam wird langsamer in der bewegung, wird förmlich grösser, bleibt quer stehen, lässt den anderen kommen - was er dem anderen dann sagt, weiss ich nicht (das ganze läuft i.d.r. sehr unhörbar ab) und spätestens dann überlegen es sich die krawallbrüder immer anders und weichen aus. gaaanz selten zieht er leicht die lefzen und viel viel seltener geht er dann kurz nach vorne. danach folgt meistens von beiden seiten ein kurzes beschwichtigungsritual und jeder geht wieder seiner wege - meistens geht erst der andere und sam wartet noch ein kleines sekündchen ab und wirft dem/den anderen noch einen langen langen blick zu...

    joey, der herdimix, macht das schon ganz ähnlich - nur isser noch nicht ganz so cool drauf, bei ihm ist noch viel mehr "machogehabe" zu sehen und wenn er auf einen selbstbewusseren kanditaten trifft, dann schaltet er blitzschnell vom "imponieren" auf "beschwichtigen" um. ausserdem ist er altersgemäß (jungrocker) ner zünftigen wirsthausschlägerrei nicht immer abgeneigt - wenn er auf gleichalte jungrocker trifft. (wird natürlich nicht zugelassen von mir und unterbunden, bevors zur prügelei kommt.) wobei er als herdi-spätentwickler jetzt langsam aber sicher auch mehr coolness entwickelt und sich nicht mehr so leicht provozieren lässt.

    sogar der dackel kann das ganz gut, wenn er will.

    wie bringt man einem hund sowas bei? ich glaub nicht, dass das so einfach ist. liegt viel am hund selber, aber am besten wäre wohl ein souveräner althund, ders einfach vormacht.

    zumindest war das bei uns so - sam hatte immer mal wieder einen "grossen bruder" zur seite, der das ganz ähnlich löste - ich bilde mir ein, sam hat sich da viel abgeschaut - und nun schaut sich joey da viel von sam ab.....

    ich selber gehör aber wohl auch eher zur "ruhigen" sorte und mach mir bei hundebegegnungen eher weniger sorgen - ob das nun so ist, weil auch meine frühere hündin von der selbstbewussen art war, sie so wurde, weil ich das eher entspannt sah oder umgekehrt - weiss ich nicht. (ist die geschichte vom huhn und vom ei wahrscheinlich).

    auf alle fälle wär zu empfehlen, selber ruhig zu bleiben, gut zu beobachten, selber einzuschreiten (möglichst auf ruhige art) und dem hund wenn er sie braucht, sicherheit zu bieten.

    ob das bei einem rudel strassenhunde immer so möglich ist weiss ich nicht, gibts hier ja nicht.

    ein nach vorne gehen auf kommando halte ich allerdings für gefährlich, vorallem, wenns denn im endeffekt nur aus "unsicherheit" passiert - könnte unter umständen sehr ins auge gehen. grad gegen mehrere andere hunde. noch dazu, wenn die anderen womöglich auch weiber sind - das geht dann unter umständen auch mal bis aufs blut.

    besser wärs, dein hund könnte irgenwie lernen, wie man kritische situationen deeskaliert.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!