Knurren unterbinden bzw. Alternative

  • Zitat

    Auf ihren Platz schicken und gut is.. kann ihr gefallen oder nicht, dass sie gerade hinten anstehen muss, muss sie aber trotzdem durch.

    Würde ich auch so machen. Ich habe früher das Knurren meines Hundes ignoriert (Katzen kommen rein, während er schläft etc.), weil ich auch hier gelesen habe, man soll es auf GAR KEINEN FALL abgewöhnen etc. und bin dadurch richtig verunsichert worden. Und was habe ich davon gehabt?

    Der olle Köter hat angefangen ständig mit Knurren seine Meinung zum Guten zu geben und zwar in immer mehr und verschiedenen Situationen! Irgendwann war alles, was ihm nicht gepasst hat, ein Brummen.
    Mittlerweile habe ich einiges schon wieder im Griff, aber hätte ich von Anfang an richtig gehandelt, wäre es ja soooo viel einfacher gewesen. Manchmal sollte man sich auch nicht so sehr verrückt machen lassen und das tun, was man instinktiv für richtig hält :roll:
    Nicht der Hund ist König, sondern Ich. Und ich bestimme, wer wann wo rein kommen darf und wer wann gestreichelt wird.

  • Also mir geht es hier nicht darum, wer welche Rangordnung hat. Das ist bei uns eindeutig geklärt!!!! :D

    Mir geht es um die Frage, wenn ich einem Hund ab und zu mal das Knurren untersage, wird er dann irgendwann generell nicht mehr knurren und wenn ja, welche Alternativen gibt es, um ihn nicht das Knurren zu verbieten.

    Bei meinem genannten Beispiel ist es halt, dass Beenden des Streichelns...

  • Hm, du weißt ja, dass Inchen durchaus zickig sein kann & war, dementsprechend auch mal "eifersüchtig", sich dazwischen drängelte, Sam wegschickte etc. Wir haben es so gehändelt: jedes Mal, wenn es dabei um UNS ging, also meinen Mann und ich, darum wen wir gerad kraulen, wer gerad bei uns liegen darf etc. & egal wer dann knurrte, wurden BEIDE weggeschickt.. :smile: Das haben beide sehr, sehr schnell begriffen und dann war Ruhe, da für beide das Wichtigste war, in unserer Nähe zu sein und da akzeptiert man den "Gegner" dann auch :D
    Wenn es nur um Sam & Ina dabei ging, dann durften und sollten sie es "ausplaudern", wenn ihnen was nicht passte :smile:

  • Zitat

    Also mir geht es hier nicht darum, wer welche Rangordnung hat. Das ist bei uns eindeutig geklärt!!!! :D

    Mir geht es um die Frage, wenn ich einem Hund ab und zu mal das Knurren untersage, wird er dann irgendwann generell nicht mehr knurren und wenn ja, welche Alternativen gibt es, um ihn nicht das Knurren zu verbieten.

    Bei meinem genannten Beispiel ist es halt, dass Beenden des Streichelns...

    Mmh, ok, so wollte ich eigentlich auch antworten, ist vielleicht anders rüber gekommen oder ich drücke mich falsch aus. Finde das Thema auf jeden Fall sehr interessant. Aber mein Hund darf z.B. auch die Katzen nicht anknurren, da er einfach generell viel zu schnell knurrt. Würde die Katze jetzt auf sein Kissen gehen, ok. Aber wenn sie nur den Raum betritt? Ne, nix da. Und ich denke, das kann ein Hund auch verstehen. Es geht ja nicht darum, ihm eine rüber zu ziehen, sobald er nen Mucks macht, sondern einfach nur zu sagen: Diese Situation ist von mir akzeptiert also musst du sie auch akzeptieren.
    (Hund ist bei mir und der andere kommt auch zum Streicheln)

    Habe ich mich jetzt besser ausgedrückt oder ist das immer noch komisch? :ops:

    Ich meine, mit dieser Maßnahme (wegschicken) wird ja nicht das Knurren unterbunden, von daher kann es nicht schaden, sondern man übernimmt die Kontrolle über die Situation.

  • Nastasja, ich hatte auch weniger dich damit gemeint! ;)

    Du unterbindest also auch ab und zu das Knurren? Naja und da setzt meine Frage halt wieder an, ob der Hund nicht dadurch verlernt, zu knurren? Es heißt hier im Forum immer, man soll das nicht unterbinden, aber wie in deinem genannten Beispiel, möchtest du das nicht und musst es ja irgendwie unterbinden. :ka:

    Da steckt man doch in der Zwickmühle, oder??? :???:

    PS: Musste gerade bei deinen Namen schmunzeln, denn aus deinem Kosenamen ist der Name unserer Tasia entstanden. :D

  • Zitat

    Hm, du weißt ja, dass Inchen durchaus zickig sein kann & war, dementsprechend auch mal "eifersüchtig", sich dazwischen drängelte, Sam wegschickte etc. Wir haben es so gehändelt: jedes Mal, wenn es dabei um UNS ging, also meinen Mann und ich, darum wen wir gerad kraulen, wer gerad bei uns liegen darf etc. & egal wer dann knurrte, wurden BEIDE weggeschickt.. :smile: Das haben beide sehr, sehr schnell begriffen und dann war Ruhe, da für beide das Wichtigste war, in unserer Nähe zu sein und da akzeptiert man den "Gegner" dann auch :D
    Wenn es nur um Sam & Ina dabei ging, dann durften und sollten sie es "ausplaudern", wenn ihnen was nicht passte :smile:

    jup. ganz ähnlich regeln wir das auch.

    wobei hier bei uns joey der knurrhahn ist :lol: aber wenn er meint, sam oder dem dackeltier unflat an den kopf werfen zu müssen, nur weil herr joey grade den "streichelplatz" auf der couch inne hat - dann hat es sich ausgestreichelt - er geht von der couch. und der jeweilige "dazwischendrängler" geht ebenfalls.

    klare regel. mittlerweile erkenn ich schon an joeys blick, dass er gern mal eben "was sagen würde" da reicht schon ein räuspern und der entspannt sich wieder - und sam bzw. jimmy tun so, als wär das eh nur ein versehen gewesen....

    meistens aber liegen sie hier ganz friedlich nebeneinander auf der couch und lassen sich abwechslend den bauch kraulen :smile:

  • Ich unterbinde auch Knurren von meinem Hund - aber nur in Situationen wo ich direkt involviert bin und wirklich möchte, dass er eine Situation aushält, in der er normalerweise knurrt. Die Belohung für's nicht knurren ist die Auflösung der Situation.
    Um das Alternativverhalten einzuleiten gibt's von mir einfach das übliche Abbruchssignal für "zeige mir etwas anderes". Der Hund bleibt in der Situation, wo er knurren möchte, wechselt dann aber ins neutrale, ignorierende Verhalten. Wenn ich die Situation auflöse, gibt's ein "fein" und ich gehe weiter.

    LG

  • für mich klingt das eher alles nach eifersucht, pöbeln bzw. mobben ist da was anderes.

    ich würd beide hund wegschicken, sprich streicheln beenden. gestreichelt wird dann nur noch wenn ich das möchte, mit dem hund mit dem ich das grad möchte (oder eben beiden) und der andere muss sich dran gewöhnen zu warten bis er auch dran kommt.
    wichtig ist das er auch dran kommt, die reihenfolge würd ich variieren.

    knurren generell unterbinden würd ich nicht, da es ein kommunikationssignal zwiscen hunden ist. wenn meinem hund was nicht passt darf er das auch mitteilen, er muss aber dann eben nicht konsequenzen rechnen.

  • Es gibt ja auch verschiedene Arten von Knurren und wenn man die kennt, wird es einfacher...
    Beispiel: Sam ist nen Grunzkäfer, der knurrt beim Strecken, beim Toben mit Ina, wenn er seinen Stock in der Mangel hat, wenn ein Auto auf den Hof fährt knurrt und fiept er gleichzeitig, wenn Ina seinem Napf einen sehnsüchtigen Blick zuwirft, dann knurrt er auch manchmal, wenn er auf seiner Decke bleiben soll, wenn ihm was richtig weh tut knurrt Sam auch oder einfach nur, um mal seinen Protest zu äußern, dass er das jetzt voll doof findet.. Und in allen Situationen ist es unterschiedlich. Sam hat also viele unterschiedliche Gründe zum Knurren und das dann in verschiedenen Tonarten :lol: Und genau in diesen Situationen sollen beide Mäuse "sagen", was sie denken! Wenn Inchen derzeit Sam zu forsch zum Spielen auffordert, da bekommt sie schon mal nen unfreundlichen Knurrer, aber genauso ist es umgekehrt, wenn Sam ihr in seiner Tollpatschigkeit ihren Bobbes mit seinem Trichter vor sich her schiebt, dann knurrt Ina auch und das ist voll und ganz ok ;) (würd ich ja auch und da wäre ich wohl wesentlich unfreundlicher als Inchen :lol: )

    Beispiel:
    Ganz am Anfang seiner Nagelbettentzündung hat Sam beim Eincremen einen riesen Terz veranstaltet gezappelt und geknurrt, was das Zeug hält, dabei still liegen, geschweige denn locker lassen, ging gar nicht.. Allerdings war es bei ihm dieses sehr, sehr dunkle warnende Knurren, mit dem er mir "Bescheid" gegeben hat, das was nach "WARNUNG" klingt. DIESES Knurren habe ich nicht unterbunden oder verboten. Denn es war ok, so hat er mir wunderbar gezeigt, dass ihm das jetzt gerade ziemlich weh tut und es für ihn durchaus Ernst ist :smile: ..

    Jetzt, die Entzündung ist so gut wie weg und es nervt Sam einfach nur, wenn ich ihn eincreme, es tut ihm nicht mehr weh, aber dann "bockt" er halt rum und sein Knurren klingt wesentlich heller, freundlicher und eher nach "oh nöö, hör auf, ich mag jetzt net...", lässt es aber über sich "ergehen", zappelt nicht oder ähnliches. Es ist dann einfach nur Protest... Und da sag ich dann schon durch aus mal: "Sam, es reicht jetzt" und dann hält er auch die Klappe, lässt locker und macht auch mal die Augen zu :p

  • @ Ati und Aaron:

    Ach so. Ja dann reden wir doch über ein und dasselbe :D
    Also ich bin jetzt wie gesagt dazu übergegangen, den Hund in solchen Situationen wegzuschicken, weil durch Ignorieren das Knurren zu sehr überhand genommen hat bei uns (muss ja jetzt auch nicht bei jedem Hund so sein!)

    Ich habe dadurch eher beobachtet, dass der Hund gelernt hat: Ich kann auch weggehen und mich so der Situation entziehen, wenn sie mir nicht passt. Jetzt entscheidet er meist selbst: bleibt er liegen und ist still oder hat er kein Bock drauf und geht weg?

    Ich denke nicht, dass dadurch das Knurren abgewöhnt wird, war aber auch lange Zeit sehr verunsichert. Aber für mich ist Ignorieren eben der FALSCHE Weg, weil meine Töle sonst auch recht unausstehlich wird :hust:
    Und ich unterbinde ja nicht überall das Knurren! Nur da, wo ich es eben unangebracht finde. Denke, das ist normal und muss so sein und der Hund kann auch verstehen, dass nicht Knurren generell verboten ist, sondern hier an dieser Stelle einfach unerwünscht.

    Ja, mein Spitzname ist auch Tasja, aber mit "j" :D Habe da auch schon des öfteren drüber grinsen müssen wenn ich was von dir gelesen habe. ;)

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