Avatar

Pflegehund bellt uns plötzlich an

  • ANZEIGE

    Hi,
    Unser Pflegehund Kimbo ist nun seit 2 Wochen bei uns.
    Anfangs war er sehr ängstlich (anderer Threat).
    Nun taut er immer mehr auf aber zeigt auch immer mehr komisches Verhalten.
    z.B. gehen wir Abends in unser Schlafzimmer. Die Hunde schlafen davor auf dem Flur.
    wenn ich es jetzt noch mal wage wieder aus dem Zimmer zu kommen steht er bellend vor mir und beruhigt sich
    auch nur schwer.
    Oder gestern kam mein Mann von der Spätschicht. Als er im Wohnzimmer stand, bellte Kimbo plötzlich los, war wieder
    schwer zu beruhigen und knurrte dann sogar.
    Kurz danach gingen wir Gassi und als wieder kamen, bellte er plötzlich wieder los (drinnen).
    Könnt Ihr das erklären ???
    Den ganzen Tag über ist er total lieb und schüchtern. Nur Abends gehts plötzlich ab :verzweifelt:


    Danke euch
    Minija

  • ANZEIGE
  • könnte es sein, dass die Augen nicht ganz in Ordnung sind, denn wenn es häufig am Abend ist, dann wäre es mein Tipp.


    Oder erklärt sich zum Nachtwächter :hust: -


    Hoffe ihr findet bald eine Ursache.


    Hier kommen bestimmt noch einige Antworten, die kennen sich dann vllt. besser aus


    Liebe Grüße

    Kitty - Wald und Wiesenmix - geb. 1987 -03/2002


    Wolly - Riesenschnauzer - Briardmix - geb. Febr. 1996 - 28.05.2010


    Xena - Tochter von Kitty und Wolly - geb. 21.10. 1998


    Der Mensch kann nicht zwei Wege gehen, entscheide Dich daher für den Einen richtigen

  • kann es auch sein, dass sein Beschützerinstinkt erwacht, denn er ist ja nun seit zwei Wochen bei Euch.
    Hunde brauchen oft eine Zeit um warm zu werden.


    Was anderes fällt mir auch nicht ein.


    Alles Gute

    Kitty - Wald und Wiesenmix - geb. 1987 -03/2002


    Wolly - Riesenschnauzer - Briardmix - geb. Febr. 1996 - 28.05.2010


    Xena - Tochter von Kitty und Wolly - geb. 21.10. 1998


    Der Mensch kann nicht zwei Wege gehen, entscheide Dich daher für den Einen richtigen

  • ANZEIGE
  • Zitat von "Minija"

    Die Hunde schlafen davor auf dem Flur.
    wenn ich es jetzt noch mal wage wieder aus dem Zimmer zu kommen steht er bellend vor mir und beruhigt sich
    auch nur schwer.


    Ich hab als erstes überlegt, ob er sich nicht einfach erschreckt. Er döst, plötzlich geht die Tür auf -> Schock!


    Wie sieht denn die Körperhaltung aus beim verbellen?


    Zitat von "Minija"

    Als er im Wohnzimmer stand, bellte Kimbo plötzlich los, war wieder
    schwer zu beruhigen und knurrte dann sogar.


    Kannst Du einen Zusammenhang zu deiner/eurer Körpersprache herstellen? Also sind das Situationen wo jemand frontal auf ihn zugeht oder sich schnellen Schrittes nähert?
    Hat er evtl. keine Möglichkeit gehabt auszuweichen/sich zu verkriechen?



    Achso: Wie hast du versucht das bellen abzustellen, also was habt ihr gemacht das es aufhört?

    Viele Grüße,
    Annika und Enki - rumänischer Allesdrin (*15.01.2010)

  • Hallo,


    das Bellen und Knurren spricht für große Unsicherheit, offensichtlich hat er Schwierigkeiten mit der Dämmerung.
    Entweder sieht er tatsächlich nicht so gut oder aber in seinem früheren Leben sind Negativ-Verknüpfungen entstanden.
    Abends ist einiges unheimlicher, so lange ist er auch noch nicht bei euch, dass er sich sicher fühlen kann.
    Er braucht noch viel Zeit.


    Versucht mal, den Hund anzusprechen, bevor ihr in den Raum kommt, in dem sich Kimbo aufhält.
    Ansprechen entspannt, aber das richtige Timing ist wichtig, ansprechen, bevor er bellt.
    Sollte er schon bellen/knurren, solltet ihr das ignorieren, ihn nicht großartig beachten, einfach beiläufig seinen Namen nennen, ohne ihn dabei anzusehen und euch anderen Dingen widmen.
    Nicht auf ihn zugehen und versuchen, ihn zu beruhigen, das bestätigt ihn oder er wird noch unsicherer, weil er durch das Bellen/Knurren Distanz einfordert, die aber nicht eingehalten wird.


    Gruß
    Leo

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Hi,
    mir ist auch aufgefallen das das Bellen noch schlimmer wird wenn wir drauf eingehen.
    Mit dem ansprechen werde ich ausprobieren.
    Schlechte Erfahrungen hat er sicher gemacht da er aus einem Auffanglanger aus Mailand kommt. :sad2:
    Mit den Augen in der Dämmerung ist mir auch schon in den Sinn gekommen aber gerade gestern im Wohnzimmer nach dem Gassi gehen hat mich echt verwundert. Da saß er unter unserer Essbank und mein Mann lehnte am stuhl und auf einmal fing das bellen an.
    Seine Unsicherheit ist aber wohl offensichtlich.
    Danke für Eure HIlfe.
    Mal sehen ob das heute Abend wieder so geht.
    lieben Gruß
    MInija

  • ach so, wir haben erst versucht sanft auf ihn einzureden aber da ich dann Angst bekam das gleich das ganze Haus wach ist (2 Kinder) wollte ich schon etwas bestimmender klingen.
    Also so wie: Nein, aus jetzt, pscht (war wahrscheinlich genau falsch)

  • hej,


    ich poste Dir mal eine Methode ein, die einen Hund beruhigen kann.
    Weil der Hund noch nicht so lange bei Euch ist, bitte nicht zu viel Druck aufbauen.


    die ruhige Hand


    immer wieder kommen wir in Situationen, in denen wir gerne hätten, dass der Hund uns die Kontrolle überlässt, dass er sich etwas zurückzieht, kurzum, dass er sich beruhigt.


    Die normalen Kommandos funktionieren eigentlich dafür nicht besonders gut.
    Besonders das "Nein" hat selten den erwünschten Erfolg, wenn wir wollen, dass der Hund aufhört zu bellen, nicht nach vorne prischt, nicht hochspringt und vieles anderes aber wieso ist das so?
    Einer der wichtigsten Gründe ist wohl der, dass wir "Nein" viel zu oft gebrauchen, dabei benutzen wir auch die Stimme dabei, so wie wir es gerade fühlen, wir sagen es leise, laut, schreiend, frustriert, drohend usw.
    So wird aber das "Nein" nicht zu einem Kommando, dass beim Hund beruhigend wirkt, vielmehr regt es ihn auf, frustriert ihn, bedrängt ihn, kurzum es ist nicht ein Kommando, dass ein Hund wohl angenehm findet.
    Muss er auch nicht aber wenn ein Kommando unangenehm ist, kann es eigentlich nicht beruhigend wirken.
    Dazu kommt dann noch, dass wir "Nein" auch in Augenblicken gebrauchen, bei denen wir eigentlich genau wissen, dass es nicht funktioniert und wir es aber versuchen durchzusetzen, indem wir es schreien oder es eigentlich nur eine Vorwarnung ist, das wir gleich unangenehm werden, in den Augen des Hundes.


    All dies sollten wir versuchen in Erinnerung zu behalten, wenn wir ein neues Kommando einfallen lassen wollen, dass den Hund beruhigt.
    Diese Fehler sollten wir nach Möglichkeit nicht wiederholen.


    Bevor ich jetzt darauf eingehe, wie wir mit den Hunden arbeiten können, möchte ich zu einem Selbsttest auffordern.
    Man kann es zur Not alleine machen aber es geht viel besser mit einem Partner.
    Der Partner bekommt zur Aufgabe, sich langsam dem Gesicht zu nähern, währendem wir einfach einmal losplappern.
    Irgendwann ist die Hand so nahe, dass uns dies so unangenehm ist, dass wir den automatisch den Mund halten, wenn wir die Hand nicht versuchen zu ignorieren.
    Bewegt der Partner die Hand zu schnell oder beginnt zu nahe, dann hat diese Hand aber einen anderen Effekt.
    Sie kann erschrecken, Abwehr Bewegungen hervorrufen, aggressiv machen und vieles andere, auf jeden Fall ist sie dann unangenehm.


    Mit dieser Erfahrung versuchen wir genau das Gleiche, wenn der Hund wieder einmal beruhigt werden soll, vielleicht weil er bellt oder auch weil er uns auf eine andere Weise bedrängt.
    Wenn man es im richtigen Augenblick macht, wird der Hund aufhören zu bellen, wird uns nicht mehr bedrängen, er wird ganz einfach ruhiger.


    Dies sollte man mit einem Lob bestätigen.
    Hier reicht ein ruhiges, warmes "fein", "guut" oder ähnliches.
    Kein "Toll", "Suuper" oder Leckerli, all dies könnte gerade den umgekehrten Effekt haben und den Hund aufregen, den wir beruhigen wollen.


    Es ist erstaunlich, wie schnell die Hunde verstehen und immer wie schneller ruhig sind, wenn wir uns mit der Handfläche ruhig nähern.
    Tatsächlich kommt es innerhalb weniger Durchgänge schnell so weit, dass der Hund versucht sich zu beruhigen, wenn er nur schon die Handfläche gegen sich gerichtet sieht.
    Dies wird aber nie perfekt, denn für Hunde ist die Bewegung das eigentliche Signal, nicht die Handfläche.
    Natürlich sucht man sich die Augenblicke am Anfang sehr gut aus, bei denen man dieses Signal anwendet, ein Hund muss über genügend Selbstbeherrschung verfügen, dass er sich überhaupt beruhigen kann, sonst ist alles bedeutungslos.
    Dies heisst ganz einfach, er darf nicht zu aufgeregt sein, dabei ist sein Empfinden das Mass.


    Berücksichtigt man dies alles, hat man ein klares Signal, dass man in unglaublich vielen Situationen einsetzen kann.
    z.B. wenn der Hund bellt, hochspringen will, wir ihn hinter uns halten wollen, wenn er sich ruhig hinlegen soll usw.
    Man kann auch gezielt daran üben, dass der Hund es auch versteht, wenn wir weiter weg sind, dabei lassen sich Distanzen von zehn Meter und mehr ohne grosse Probleme erreichen.
    Entscheidend ist aber immer, dass der Hund überhaupt eine Chance hat, dieses Signal umzusetzen.
    Er muss über genügend Selbstbeherrschung verfügen, um diesem Signal nachkommen zu können.


    Wenn es nur in Ausnahmefällen vorkommt, dass wir die Situation falsch einschätzen, hat dies nicht die grossen Auswirkungen auf das Signal, das ist aber ganz anderst, wenn wir Anfangen es immer wieder einzusetzen, wenn wir eigentlich wissen, dass es nicht funktionieren wird.
    Machen wir dies, wird das Signal genau so bedeutungslos wie das "Nein", es wirkt auf jeden Fall nicht mehr sehr beruhigend.
    Deshalb fordert dieses Signal auch eine gewisse Selbstdisziplin, da es sich aber um ein Handsignal handelt, kann uns dies leichter gelingen.


    Ich muss auch noch davor warnen, dieses Signal ganz falsch einzusetzen.
    Wenn das Signal mehr eine Schlagbewegung wird, weil wir frustriert sind oder weil wir ihm Nachdruck verschaffen wollen, dann muss man sich nicht wundern, wenn der Hund nach der Hand schnappt.
    Schliesslich ist dies kein Signal mehr sondern mindestens eine Drohung.
    Genauso wenig ist es noch ein Signal, wenn der Hund vollständig ausser sich ist, dabei spielt es keine Rolle ob er Angst hat, wütend ist oder aus einem anderen Grund zu aufgeregt ist, auch hier kann schnappen eine Reaktion auf das Signal sein.
    Wir können den Hund schlichtweg in so einer Situation überfordern.
    Dann ist auch wichtig, dass ein Hund dieses Signal kennt und versteht, macht man dies mit einem fremden Hund, wird der sehr wahrscheinlich nicht so reagieren, wie wir es wünschen.
    Tatsächlich kann ein fremder Hund dies so bedrängend empfinden, dass auch er schnappt oder sogar beisst.


    Wenn der Hund hinter uns steht, wird es vorkommen, dass wir das Signal verkehrt herum machen, also mit den Fingerspitzen nach unten.
    Zuerst ist dies für den Hund dann nicht das gleiche Signal, schliesslich ist unsere ganze Haltung dann auch anderst, nicht nur unsere Fingerspitzen.
    Trotzdem, wenn man dies weiss, dann ist es erstaunlich, wie schnell Hunde verstehen können, dass das gleiche gemeint ist.
    In solchen Situationen muss man aber besonders aufpassen, dass man den Hund nicht bedrängt oder erschrickt sondern dass es wirklich ein Signal für den Hund ist.


    Die ruhige Hand ist eine alte Kommunikationsform.
    Wenn man überlegt, dann kennen wir dieses Signal von unseren eigenen Erfahrungen und aus Film und Fernsehen.
    Auch dass es gegenüber Tieren angewendet wird, haben wir meistens schon im Fernsehen gesehen.
    Das wir aber nicht daran denken, wenn wir versuchen unseren Hund zu beruhigen, liegt wohl daran, dass wir meistens mindestens so aufgeregt sind, wie der Hund, wenn wir ihn beruhigen wollen.
    Das sind aber für uns nicht die besten Voraussetzungen um uns an so etwas zu erinnern.
    Dabei handelt sich aber um ein Signal, dass uns eine ganz wertvolle Kommunikation mit dem Hund ermöglicht und das nach meinem Empfinden mindestens so wichtig ist wie das "Nein"


    Liebe Grüsse aus dem Norden

    Gut abgerichtet kann der Mensch der beste Freund des Hundes sein. (Corey Ford)

  • Huhu Minja,


    und wie läuft's?


    Ich hab von meiner Hundetrainerin damals den Rat bekommen in so ein Verhalten rein zu clickern. Damit die Emotion sich ins positive dreht. Sobald der Hund nämlich dann Leckers im Rachen hat, kann er zudem nur noch weniger bellen. Also netter Nebeneffekt :lol:


    Ist natürlich davon abhängig wie die Situation in Echt war. Ich such mal den Thread dazu zu meinem Thema... und gefunden: http://www.dogforum.de/der-angsthund-thread-t92533-290.html


    Evtl. gibt es ja Parallelen und du kannst die vielen Tipps in dem Thread nutzen.

    Viele Grüße,
    Annika und Enki - rumänischer Allesdrin (*15.01.2010)

  • Hi,
    heute Mittag war ich schon ziemlich verzweifelt.
    ich dachte ich bin an einem Punkt wo ich mir nicht mehr sicher war, ob ich diesen Job machen kann.
    Heute morgen (4.30 Uhr) kam noch mal ein kleiner Anfall und als meine Kinder ins Wohnzimmer kamen,
    tickte er auch aus.
    Das hat mich ziemlich fertig gemacht.
    Heute tagsüber ging es wieder super wobei er sich wirklich mal richtig zurück gezogen hat.(an eine STelle wo kaum jemand vorbei kommt. ) Er konnte uns immer hören aber es war seine Entscheidung dort zu bleiben. Nur zum gassi habe ich ihn dann geholt.
    Wir haben ihn machen lassen.
    Ich werde versuchen das ein paar Tage noch durchzuziehen und sehen ob es besser wird.
    Hoffentlich !


    lieben Gruß
    Minija

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!