Mein Hund hatte grad Angst vor mir..:-(

  • Doch, meine Trainerin hatte mir mal Tipps gegeben vor etwa 2 Wochen..., die allerdings nichts brachten, was wahrscheinlich ja auch wieder an mir und meinem vielleicht manchmal zu wenig ausgeprägten Selbstbewusstsein lag.. :/
    Aber ich habe im April einen Termin hier bei uns mit ihr und hoffe, dass sie dann, wenn sie genau weiß, was ich meine, helfen kann. Ich denke schon, ich bin sehr zufrieden und sie hat uns auch schon ne Menge beigebracht..
    Mal schauen..

    Smillas Verhalten mir gegenüber hat sich übrigens seit gestern nicht drastisch verändert.. Puhh... =)

  • was genau hat dir deine trainerin geraten?

    hey das wird schon. :smile: die hauptsache ist, dass du erst mal ein bissel zur ruhe kommst. ich würd an ihr bis zu eurem termin nicht mehr großartig "rumerziehen", sondern dinge mit ihr machen, die die stimmung auflockern und die euch beiden spaß machen.
    dann kommst du auch aus dieser frust-phase raus.

  • Sie hatte mir zwei Sachen geraten:

    1. Smilla kann eigentlich sehr gut Fuß laufen und macht es theoretisch auch unter Ablenkung (Radfahrer, Auto, Leckerlies auf dem Boden, etc.) sehr gut..., ABER bei beweglichen lebenden Objekten funktionierte das eben bisher gar nicht. Wir haben hier in der Nachbarschaft einen Hund, der immer am Zaun sitzt und wenn jemand vorbei kommt, bellt.. Ich habe es versucht, sie schon etwa 200m vorher ins Fuß zu nehmen, sie so zu "zwingen" auf mich zu achten, wenn sie es nicht tat, habe ich Richtungs- und Tempowechsel gemacht.. Alles soweit so gut aber eben nur solange bis der Hund nicht in Sicht war. Und das Schlimme ist, dass sie sich so oft selbst belohnt, weil ich sie teilweise einfach wirklich nicht mehr halten kann.. Hinzu kommt das Problem, was tun, wenn ein Hund unerwartet und plötzlich z.B. aus einem Hauseingang auftaucht?! Groooßes Problem..

    2. Schon bei Sichtkontakt beruhigend zu ihr sprechen (nach dem Motto sie muss nicht aufpassen, ich sehe es und es ist ok), schon die ersten Anzeichen der Kontaktaufnahme zu verbieten und immer darauf achten, einen "Wohlfühlabstand" einzuhalten.. Der ist allerdings bei Smilla etwa 20m groß..., und das ist leider auch nicht immer so.. Und unsere Bürgersteige und Wege hier lassen das auch nicht immer zu..

    Ich habe es auch schon versucht, sie dann mit etwas Abstand zum Weg/Bürgersteig absitzen zu lassen und sie mit "Bleib" davon zu überzeugen, diese Position auch einzuhalten.. Klappt auch eher selten.. :/

    Naja, ich denke wir haben momentan einfach ein ganz schönes Tief, das wir überstehen müssen.. Auch beim Anti-Jagd-Training läufts nicht so berauschend... Schon komisch alles, denn vor etwa einem Monat hab ich noch gedacht, was für ein tolles Team wir so sind... Und nun ertappe ich mich immer wieder dabei, darüber nachzudenken, ob es wirklich richtig war, sich einen Hund zu holen... Und bereue es im nächsten Moment wieder, das gedacht zu haben und könnte heulen bei der reinen Vorstellung, dass sie nicht mehr da ist.. Alles komisch.. Gibts auch sowas wie einen "Ein-Jahres-Blues"?!

    LG von Jule und Smilla

  • Fühl dich mal ganz doll gedrückt! Es gibt solche Tage und die gehen vorbei. Shena hat leider auch übermäßig viel Jagdtrieb entwickelt, sodass frei laufen lassen nicht mehr drin ist. Wir haben aber gearbeitet und mitlerweile läuft sie, zumindestens bei mir, an der Leine ordentlich und mit einer Schlepp geht es auch. Du brauchst einen langen Atem, aber irgendwann hast du es geschafft! :solace: :hug:

  • Zitat

    Und das Schlimme ist, dass sie sich so oft selbst belohnt, weil ich sie teilweise einfach wirklich nicht mehr halten kann

    Wie hat man sich das vorzustellen? Sie sprintet vor, Du lässt die Leine los und sie läuft frei? Das wär natürlich totaler Mist.

    Wieso kannst Du sie denn nicht halten? Wenn ich das richtig sehe, hast Du ein ca. einjähriges Golden Mädchen, das wohl kaum Masse genug hat, um eine Frau aus den Puschen zu hauen ;) .

    LG Appelschnut

  • Zitat

    Wie hat man sich das vorzustellen? Sie sprintet vor, Du lässt die Leine los und sie läuft frei? Das wär natürlich totaler Mist.

    Nee die Leine lass ich nicht los..., sie zerrt mich hinter sich her.. :ops:

    Manne ich weiß, dass das total albern ist, eine einjährige Golden Hündin nicht halten zu können..., aber mir rutscht dann irgendwie die Leine durch die Hände oder ich gebe mich geschlagen und lasse sie eben hin, wo sie hin will, weil sie sich so in die Leine stämmt, dass ich Angst habe, sie erdrosselt sich.. Ganz doof, ich weiß.. :hilfe:

  • Wichtig ist es ihr Sicherheit zu vermitteln...das tust du nicht indem du ihr gut zuredest- Hunde verstehen kein Deutsch und so "puscht" du sie nur noch mehr hoch...sie denkt "ach siehste Frauchen hat auch angst/ist beunruhigt" dann muss ich ran...

    Tipp: Du siehst den Hund- entweder du stellst dich vor sie- schirmst sie irgendwie ab, das kannst du am besten wenn sie sizt.(so kann sie dich auch nicht unvorbereitet weiterzerren) wenns gut klappt- und das dauert, aber du wirst merken es klappt- steigerst du es mit dem Kommando "schau" so bekommst du sie später auch ohne sitz u.ä sachen dazu auf dich zu achten.

    Wenn du läufst sollte Smilla neben dir bzw. besser sogar ein bisschen hinter dir laufen (so kannst du eingreifen wenn ein Hund "plötzlich aus dem Hauseingang oder anderswo herkommt und dich seitlich oder auch direkt vor sie stellen. Beug dich vor und "vertreib" den anderen Hund) hierzu nimmst du die leine hinter deinen Rücken, so kannst du sie besser korrigieren. belohne sie sehr häufig.Auch ist hier das typische "in die Leine springen" vorbei, denn bis sie vorpreschen kann kannst du sie mit einem seitlichen Ausfallschritt bremsen.

    Diese Übungen dienen Smilla dazu, DIR zu vertrauen, dass du die Situation im Griff hast und sie entspannen kann

  • Meine Dame hat Tage an denen sie, wenn ich sie mal lauter anspreche, sich duckt und tut als hätte ich sie gerade halb tot geprügelt.
    Sie tat mir immer unendlich Leid und das ging so weit, dass ich nur mehr nett und freundlich mit ihr gesprochen hab und ne Hemmung entwickelt habe, sie mal richtig anzufahren.
    Die Dame hat das natürlich gleich gecheckt und noch schneller so reagiert. Mein Trainer hat das Ganze dann mal beobachtet und mir gesagt, dass sie mich verarscht. Sie weiß dass ich mich nicht lauter werden traue und macht einen auf armer Hund.
    Mittlerweile nehm ich in dieser Hinsicht keine Rücksicht mehr (Nein, sie wird nicht geschlagen, Nein ich brülle nicht herum, ich werde lediglich wenns nötig ist lauter und es ist ab und an nötig). und siehe da: kein Problem.

    Was ich damit sagen will, beobachte sie genau und lasse sie beobachten, aber das wirst du mit der Trainer eh gemacht haben, und lass dich nicht verarschen. Die Hunde sind schlauer als man denkt..
    Ich werd von meinem Hund häufiger verarscht als mir lieb ist. hmpf

  • Maaaaaaaaaaaaan, ständig werden meine Beiträge hier nicht gespeichert, warum auch immer... :???:

    Aaaalso, zu Jule:

    Meinst du denn wirklich (so rein von den Schilderungen her), dass Smilla aus Unsicherheit so reagiert? Ich dachte eigentlich eher immer, dass ich Leinenkontakte einfach zu oft zugelassen habe, und sie das deshalb so "gewöhnt" ist und immer UNBEDINGT allen "Hallo" sagen will.. Sie ist ja auch nett zu den Hunden..., wenn sie denn hin darf..

    Und zu der Variante mit dem Absitzen lassen und sie "abschirmen"..., so richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.. Was genau bewirke ich denn damit? Dass sie nicht zu dem anderen Hund kann, klar..., aber doch nicht das Problem "Hund=Frauchen nervt weil ich dahin will"... Oder? Ich fänd es schön, wenn Smilla mich toller und interessanter fände als fremde Hunde.. Davon sind wir meilenweit entfernt.. :sad2:

    Zu Bonita:

    Ich werde das definitiv beobachten, aber ich denke nicht, dass es bei uns so ist.. Es war ja erst einmal und ich hoffe es bleibt auch dabei.. Sie ist eben ein Sensibelchen... Aber ich werde deshalb nicht aufhören, auch mal etwas lauter mit ihr zu sprechen..

    LG

  • Hallo Jule,

    erst mal möchte ich mich den anderen anschließen. Auch ich drücke dich ganz fest und kann mich gut in dich hinein versetzen. Meine Luna ist jetzt 19 Monate alt, ein Goldi-Labi-Mix und auch ein ziemlicher Sturkopf. Sie macht es mir manchmal auch nicht leicht und wir hatten schon ganz schreckliche Erlebnisse, bei denen ich ihr schon fast mal das Tierheim von innen zeigen wollte ;)
    Luna hat auch einen ganz schönen Jagdtrieb, ist schon mal einer Ente fast eine 3/4 Stunde im See hinterher geschwommen (hat mich ganz vergessen und war voll im "Jagdfieber", außerdem hat sie eine Vorliebe für ekelige Dinge fressen, z.B. Kot und auch das kriegen wir irgendwie nicht so richtig in den Griff. Bei allen Dingen klappt es manchmal wieder besser und ich bin stolz, und dann gibt es Zeiten wo irgendwie gar nichts mehr klappt. Luna legt sich auch immer flach auf den Boden bei Hundebegegnungen und fordert Hundekontakte ein. Manchmal ist es zum Verzweifeln.
    Denke dran dass deine Smilla nun in der Pubertät ist (ich glaube es gibt gaaaanz viele Pubertätsphasen) und sie dich auch austestet. Konsequenz ist also das A und O, aber das weißt du sicher auch alles, deswegen will ich dir jetzt keine großen Tipps geben. Ich glaube das Grundlegende weißt du bereits. Ich bin übrigens auch sehr perfektionistisch, setze mich ganz stark unter Druck bis etwas klappt, mache mir 10000 Gedanken. Das blockiert. Ich versuche das alles manchmal lockerer zu sehen. Eine Freundin von mir kann das locker sehen, wenn ihre - vierjährige (!) - Hündin mal nicht hört, dann sagt sie "sie ist halt ein Charakterhund mit eigenem Willen". Ich finde diese Gelassenheit gut und würde sie mir oft auch wünschen. Vergiss nicht die positiven Dinge zu sehen, auch wenn man manchmal das Gefühl hat dass alles schlecht läuft.

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