Leinenpöbeln - wer hat es geschafft?

  • :???:
    sorry, aber tust Du jetzt nur so doof, oder...? ....

    Wie lernt man das alles denn?

    Jaja, ich weiß, dem Hund machst Du ne Ansage, setzt ne Grenze oder wie auch immer, was Du ja immer noch nicht erklärt hast, also kann ich ja wieder nur meine Fantasie spielen lassen... :pfeif:

    Hast Du meinen Post davor denn überhaupt gelesen? Solltest/Könntest Du vielleicht mal nachholen, da steht die Antwort eigentlich schon drin...

    @Slyjeannys: nicht vors Schienbein treten ist Erziehung? Dann erklär mir es doch bitte... Warum?

    Meine Meinung: Entweder ist es ein abwägen oder Impulskontrolle. Aber auch Impulskontrolle ist im Grunde ein Trick, wie eigentlich ALLES Erlernte im Leben: Erfolg und Mißerfolg. Motivation und Meidemotivation....

  • Zitat


    Brunos Frauchen: Wo schrieb jemand: Ich habe recht?
    Es geht um Pro und Contra. Um Argumente. Erfahrungen...

    Und nein, da widerspreche ich vehement: Es kann und soll nicht jeder machen, wie er denkt. Denn auch Stachel, TT und Co funktionieren und sagt man da auch: jeder wie er will? Jeder, wie er es für richtig hält? Nein, nein, und nochmals nein...
    Es gibt Dinge, die erlaube ich mir abzulehnen. Und wo der eine erst bei Schmerz seine Grenze hat, ziehe ich meine Grenze schon früher.

    Nein, für MICH geht es hier nicht um Argumente. Für MICH geht es hier nur darum, wie der eine dem anderen eins reinwürgen kann bzw. ihm Unfähigkeit unterstellen kann.

    Hier hat niemand ein Stachelhalsband oder einen TT empfohlen, weils funktioniert. Bitte, bleiben wir doch beim Thema des Threads, alles andere führt doch zu nun wirklich überhaupt nix.

    Du kannst es ablehnen mit Schmerz zu arbeiten, das tue ich auch. Dennoch wird die 1.000ste Diskussion dazu nichts bringen, denn wer davon überzeugt ist, der bleibt es auch.
    Man kann aufklären, wenn jemand "ahnungslos" den Hund z.B. auf den Rücken wirft. Wenn derjenige es aber nach der Aufklärung immer noch tut, dann kann man hier im Forum einfach nichts tun, oder siehst du das anders?

    Zitat

    Was machst du, wenn dein Junghund im Begriff ist ... auf die Straße zu laufen, etwas möglich giftiges zu fressen, ein Kind anzuspringen, etc. würdest du dann nicht beherzt ins Fell packen, wenn er aufs NEIN nicht hört (sofern er ein NEIN kennt, was aber ja auch negativ wäre) oder siehst du zu, weil du ja nicht handgreiflich werden willst ?

    Das eine ist, mit welcher Methode ich erziehe, das andere ist, wie ich Notfallsituationen regele...das sollte doch eigentlich schon von vorn herein klar sein. ;)
    Ich persönlich sehe keinen Sinn darin beherzt ins Fell zu packen, weil Hund an der Leine Terror schiebt. Etwas völlig anderes ist eine Situation, in der das Leben des Tieres, das Leben eines anderen Tieres oder das Leben/die Gesundheit eines Menschen auf dem Spiel steht.

    Ich finde solche Fragen irgendwie bissl ungünstig, weil es Äpfel mit Birnen vergleicht! Wenn mein Kind auf die Straße läuft, ich hinterher renne und es so schnell es irgendwie geht von der Straße weg ziehe, sei es nun am Arm, am Pullover, an der Kapuze oder sonst wie, weil sein Leben in Gefahr ist, dann heißt es doch noch lange nicht, dass solche Methoden im normalen Alltag notwendig sind.

    Anderes Beispiel aus meinem Leben: mein Kater ist im Begriff auf den heißen Herd zu springen. Ich muss dazu sagen, dass Paul ein bissl ein Problemkater ist. Im normalen Leben würde ich ihn nie anschreien oder unkontrolliert auf ihn zu rennen, weil er damit überhaupt nicht umgehen kann und wohl möglich vor lauter Unsicherheit anfängt unsauber zu werden. Er sitzt also vor dem Herd und setzt an zum Sprung. Ich hab GEBRÜLLT "Paul, lass das!" und bin trampelnd wie ein Elefant auf ihn zu gerannt und hab ihn weg gejagt.
    Ja, die Konsequenz waren zwei Tage Futterverweigerung und eine Woche hin und wieder in die Wohnung pinkeln. Anfassen ließ er sich von mir ein paar Tage nicht. Aber all das war mir in dem Moment egal, denn die Unversehrtheit meines Katers war mir wichtiger.
    In der normalen Erziehung aber würde ich NIE so mit ihm umgehen.

    Zitat


    Alles eine Frage der Definition, oder ?

    Richtig. Das eine ist, wie ich Notfallsituationen manage, das andere, wie ich den normalen Alltag gestalte.

  • @ Fräuleinwolle :

    Ich wiederhole das Zitat gerne, dann kannst du es genau zelebrieren und vielleicht verstehst du dann, dass es hierbei lediglich darum geht, dass es außer Clickertraining auch noch andere Wege gibt (zumindest interpretiere ich dieses Zitat so).... ;)

    Zitat

    Im übrigen Clickere ich auch, sehr viel sogar. Ich nutze ihn im Aufbau und zur Korrektur und man glaubt es kaum, ich bin damit auch recht erfolgreich. Aber ich sehe neben Clicker noch sehr viel mehr und wenn ich ausser dem kleinen Kästchen keine adequaten Lösungen mehr sehe, dann ist mein Horizont doch sehr klein.

    Ich hebe den Satz extra für dich nocheinmal hervor, der mich besonders beeindruckt hat:

    Zitat

    und wenn ich ausser dem kleinen Kästchen keine adequaten Lösungen mehr sehe, dann ist mein Horizont doch sehr klein.

    Um mehr ging es mir nicht, ich hoffe, dass Missverständnis ist nun aus der Welt :gott:

  • Zitat


    Ich hebe den Satz extra für dich nocheinmal hervor, der mich besonders beeindruckt hat:

    Um mehr ging es mir nicht, ich hoffe, dass Missverständnis ist nun aus der Welt :gott:

    Wer hat denn jemals so etwas gesagt, behauptet? Daß es außer dem kleinen Kästchen sonst nix mehr gäbe?... :???:

  • Ich finde es überflüssig in "Erziehung" vs "Trick" zu unerscheiden, denn es muß beides gelehrt werden. und wieso sollte es für den Lehrer oder den Schüler einen unterschied machen, denn Lernen funktioniert nun mal immer nach den gleichen regeln. Man wiederholt, was sich lohnt, man vermeidet, was igendwie "doof" ist.

    Sowohl "was sich lohnt" als auch "was irgendwie doof" ist, liegt nicht im Auge des Betrachters, sondern in den Emotionen des empfangenden Endes.


    Zu den "was würdest Du machen, wenn..." Fragen, die an dieser Stelle wohl unweigerlich kommen müssen, da sie verdeutlichen sollen, warum man doch immer ein aversives Abbruchsignal wie "Nein" braucht...
    Jedes Signal für ein bestimmtes Verhalten ist ein "Abbruchsignal" des Verhaltens, das der Hund gerade macht, wenn man das Signal gibt. Sprich, wenn der Hund auf dem Weg ist, über die Straße zu brettern, habe ich entweder den Rückruf, oder ein Stop-Signal, dass ich anwenden kann - welches ich nehme hängt unter anderen davon ab, auf welcher Straßenseite ich mich im Verhältnis zum Hund befinden.

    Anspringen von XY läßt sich durch so viele verschiedene Signale "abbrechen" - z.B. Rückruf, z.B. Sitz auf entfernung, zum Beispiel Stop...

    Gabs noch ein Beispiel? Ach ja, Zeugs fressen... Rückruf, Stop, Sitz... Automatisches Anzeigen...)

    Alle diese Signale oder zumindest das Rückrufsignal muß man ja nun irgendwie sowieso bombensicher trainieren - warum "darf" man das dann nicht anstelle von "Nein" verwenden, das man ebenso trainieren und generalisieren müßte und das eine Komponente ins Hundetraining bringt, die nun mal manche Hundehalter so gering wie möglich halten möchten?

    Ich verbiete meinen Kunden übrigens nicht, ein Nein aufzubauen, oder zu benutzen, viele kommen damit und benutzen es sehr häufig. Meistens irgnoriere ich das, ausser es fällt alle paar Sekunden.
    Es verschindet - ganz automatisch... Scheinbar brauchen es die Leute nach einer Weile einfach nicht mehr... na sowas.

  • Oh, jetzt hab ich im vorletzen Beitrag noch was vergessen.

    Es wird ja immer wieder ins Feld getragen, dass "viele Wege nach Rom führen".

    Stimmt. Und auf welche von diesen sollte man aus welchem Grund keine Markersignale mitnehmen können und warum?

  • Fräuleinwolle ich sags jetzt nochmal ganz speziell an dich, weil es mir bei dir gerade extrem auffällt.


    Es gibt noch irgendetwas zwischen den Hund verprügeln und immer nur mit Clicker rumrennen (wenn es dir noch nicht zu Ohren gekommen ist, markieren kann man auch ohne Clicker).


    Das du es anscheinend permanent nötig hast anderen irgendetwas zu unterstellen, finde ich ziemlich armseelig.

  • Zitat

    Jedes Signal für ein bestimmtes Verhalten ist ein "Abbruchsignal" des Verhaltens, das der Hund gerade macht, wenn man das Signal gibt.

    Richtig. Wir verwenden natürlich auch mehrere Signale, damit Bruno bestimmte Dinge nicht tut. "Tierkaka fressen" könnte man natürlich mit "nein" unterbrechen, ich zeige Bruno mit einer Armbewegung in die richtige Richtung und dem Kommando "weiter" dass er an dem Haufen vorbei gehen soll. Wenn er an uns hoch springt sage ich "runter", wenn er in der Wäsche wühlt gibts ein "raus da", wenn er beim Spielen zu grob wird gibts ein "vooorsichtig", weil das Entspannungssignal noch nicht gefestigt ist usw. usf.

    Natürlich arbeiten auch wir mit dem Abbruch eines Verhaltens. ;) Wir haben einen Tag lang mal eine Liste geführt, wie oft wir NEIN gesagt haben...joa, da wurde es dann Zeit das Radiohören zu unterbrechen, neue Kommanos einzuführen, die gezielt genutzt werden und die für Bruno positiv waren zu erlernen. :D

  • Zitat

    Anspringen von XY läßt sich durch so viele verschiedene Signale "abbrechen" - z.B. Rückruf, z.B. Sitz auf entfernung, zum Beispiel Stop...

    Und für mich gibts da keinen Unterschied in der Basis !
    Du siehst den Hund aufs Kind zurennen, rufst STOP und erzählst dem Hund dann, was er tun soll (vermute ich mal).
    Ich sehe meinen Hund auf dem Weg dorthin, ruf Lass Es (mein NEIN). Was Hundchen danach tut ist mir schnuppe, ausser er überlegt noch, dann schieb ich ein Komm nach.

    Wir brechen beide ein Verhalten ab -> nix anderes als strafen

    Und ich glaube nicht, daß wir (ausser dem Clicker) unsere Kommandos anders aufgebaut haben. Oder was machst du, wenn Hundi ein Stop überläuft ?

    Gruß, staffy

  • Zitat

    Fräuleinwolle ich sags jetzt nochmal ganz speziell an dich, weil es mir bei dir gerade extrem auffällt.


    Es gibt noch irgendetwas zwischen den Hund verprügeln und immer nur mit Clicker rumrennen (wenn es dir noch nicht zu Ohren gekommen ist, markieren kann man auch ohne Clicker).


    Das du es anscheinend permanent nötig hast anderen irgendetwas zu unterstellen, finde ich ziemlich armseelig.

    WO habe ich etwas derartiges geschrieben? WO habe ich irgendwem etwas unterstellt? Und wer hat es hier nötig, anderen etwas zu unterstellen?

    Soll ich jetzt mal staffy zitieren, der mir und meinen Hunden irgendwelchen Scheiß unterstellt? Aber das ist ja was anderes, gell? :ugly:


    Und staffy: Wo ist ein Signal für ein Verhalten eine Strafe? :???:

    Ist dann jedes Signal/Kommando eine Strafe?

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