Aussie als Familienhund?

  • Zitat

    Fremder kommt und will Aussie streicheln -> im Optimalfall geht er ignorant weg oder lässt sich, weil Frauchen es so möchte streicheln, tut aber angeekelt oder gelangweilt.

    Vielleicht sollte man an dieser Stelle auch den häufig anzutreffenden Fall beim Aussie nennen: Aussie droht und setzt es im Zweifel auch mit den Zähnen durch, dass er nicht angefasst wird.

    Beide Rassen sind in der Regel Sichtjäger. Labrador Retriever kann man gut mit Dummyarbeit auslasten - da sind sie in ihrem Element. Beim Aussie geht das auch, ist aber häufig trainingsintensiver. Beide Rassen neigen zum Überdrehen und müssen besonders im ertsen Lebensjahr lernen Ruhe zu halten. Aussies sind bellfreudiger.

    Der markanteste Unterschied ist definitiv Wachinstinkt. Der Aussie bewacht in der Regel ziemlich gut. Der Labrador Retriever hilft dem Dieb lieber das Zeug rausschleppen... Mal überspitzt gesagt ;)

    Viele Grüße
    Corinna

  • Naja Clowns sind meine auch :P erwachsen ist anderst!
    Aber was stimmt ist: Aussies habven einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Schutztrieb und der kann je nach Besitzer nach hinten bzw nach vorne losgehen!

  • (M)Ein Aussie ist ein absoluter Familienhund. Cheyenne liebt ihre Familie und ich bin ihre absolute Bezugsperson!
    Am liebsten wäre sie 2/3 des Tages in meiner Nähe, ab und an verzieht sie sich in ihre Box und will ihre Ruhe.
    Wenn ich nicht daheim bin aber mein Mann, dann orientiert sie sich an ihm, ist auch er nicht zuhause, dann steht meine Schwiegermutter im Vordergrund.

    Wir sind aktiv im Hundesportverein (machen UO und Obe) und üben viele Tricks, fahren Rad, gehen Joggen und Walken.
    Alles in Maßen, denn ein Aussie ist eine Gradwanderung zwischen Unter- und Überlastung!

    Unter "Familienhund" verstehe ich aber nicht, dass der Hund so nebenher läuft. Ein Aussie ist enorm intelligent und muss beschäftigt werden, sowohl körperlich als auch geistig. Genauso muss er aber auch Ruhe lernen.

    Ein Aussie gehört in meinen Augen ohne Ausnahme in den Familienverbund (also nicht in den Zwinger oder ähnliches).

    Wenn man sich für einen Aussie entscheidet, dann entscheidet man sich für einen aktiven und herausfordernden Partner.

    Aussies sind toll, für mich die Verkörperung des perfekten Hundes, sowohl in Bezug auf das Interieur als auch das Exterieur.
    Aber man muss bereit sein, ein Stück von sich aufzugeben um dem Aussie gerecht werden zu können!

    VG, aussiemausi!

    P.S. ähnliches gilt wohl für den Labbi.

    Edit: mit Schutz- und/oder Hütetrieb muss gerechnet werden!
    Einen Balljunki würde ich vermeiden (meine interessiert sich eher bedingt für Bällchen, zerrt lieber und lässt sich fangen!). Für Cheyenne ist eine ruhige Beschäftigung besser als z.B. Agi, sonst erinnert sie mich eher an einen Duracell-Hasen!

  • Zitat

    Naja Clowns sind meine auch :P erwachsen ist anderst!

    Hm, vielleicht ist es dann Grisu-typisch, nicht Aussie-typisch... Ich wünschte, er wäre mal was lockerer und würde nicht alles so ernst sehen... Er macht aus allem gleich eine Aufgabe, denkt zu viel und hat sehr klare Vorstellungen davon, wie die Welt sein sollte. Mehr Feld-Marschall als Clown :roll:

  • Ein Aussie kann ein Familienhund sein, wenn er in der richtigen Familie gehalten wird.

    Die Zurückhaltung die du von den Aussies im Rudel erfahren hast ist ganz typisch. Das hat nichts damit zu tun, dass das Rudel interessanter ist, sondern unterstreicht ein ganz normales Merkmal beim Aussie: Fremde sind blöd.

    Wie bereits geschrieben wurde, verdeutlicht das manch ein Aussie auch mit knurren/bellen/beißen. Da ist es dann die Aufgabe des Halters, nicht jeden den Hund antatschen zu lassen und ich muss sagen, dass ich das persönlich auch ganz schrecklich finde, wenn jemand ungefragt meinen Hund betatschen will.

    Ansonsten ist der Aussie auch "nur" ein Hund, mit vier Pfoten, zwei Augen und zwei Ohren. Er braucht ebenso Erziehung wie jeder andere und ist auch nicht leicht zu erziehen, aber welcher Hund ist das schon? Er lernt schnell Tricks, aber ebenso schnell lernt er Unerwünschtes. Er ist ein sehr guter Beobachter, aber dadurch auch sehr gut im Manipulieren.
    Man muss sich gut mit der Rasse auskennen, wenn man sie halten möchte. Muss die Bedürfnisse eines solchen Tiers kennen und den Zeitpunkt erkennen, wann er was braucht. Damit meine ich vorrangig die Auslastung eines Aussies.
    Die Auslastung ist ein sehr sehr schmaler Grat, auf dem man sich bewegt. Man darf gerade so wenig fordern, dass der Hund nicht überfordert wird und somit aufdreht und ein ewiges Nervenbündel wird. Im ersten Jahr, viel Ruhe. Gar keine Action. Kein Hundesport doer sonstige Querelen.
    Später muss der Zeitpunkt erkannt werden, wo man dem Hund etwas mehr zumuten kann. Mal ein wenig Obedience oder Frisbee. Wie gesagt, es ist eine Gratwanderung.

    Du kannst dich auf http://www.vdh.de über gute Züchter informieren, aber viele Züchter züchten unter dem Dachverband "ASCA". Schau dir die Züchter genau an, sprich mit ihnen was für Zuchtziele sie verfolgen. Schau die Stammbäume und Linien genau an und achte darauf WAS du dir da ins Haus holst.

    Ein Aussie kann ein Familienhund sein. Sogar ein richtig toller. Aber du musst dem Hund geben was er braucht um von ihm verlangen zu können, was du möchtest. Australian Shepherds sind offensichtlich ein Modehund geworden, aber bei weitem nicht jeder Halter ist richtig für einen Aussie.

    Solltest du mehr zum Labrador tendieren, verwirf die Idee mit dem aussie. Die Rassen sind so unterschiedlich, informiere dich genau.

    LG, Franzi mit Aussie Titus

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