Kommst du oder nicht?

  • Hallöchen,

    hab leider nichts gefunden, das gepasst hat und hab deshalb das Thema nochmal aufgemacht.

    Es geht mal wieder um das alte Thema des "Nicht-Kommens"

    Mein kleiner hört zu Hause in unserer 3 Zimmer Wohnung wie eine eins auf "komm her". Egal in welchem Zimmer wir sind.

    Draußen jedoch schaut er meist nur, reagiert gar nicht, oder rennt erst recht weg. Oder er setzt sich hin. Es kommt auch vor, das er auf mich zu rennt, aber dann in einem kleinen Bogen an mir vorbei.

    Meist drehe ich mich weg und gehe dann in die andere Richtung. Dann kommt er auch, aber rennt an mir vorbei.

    Was meint ihr?

  • Habt ihr schonmal an eine Hundepfeife gedacht? Die klappt bei mir besser als das gesprochene Wort. Eine Pfeife ist emotionslos und klingt immer gleich im Gegensatz zu einer Stimme ;)

  • Hallo,

    ich meine, dass da noch mal ein wenig Nachholbedarf besteht :D

    Klar, dass er in der Wohnung super hört, da ist ja auch nicht Spannendes für ihn.

    Meine Idee:

    Bewaffne dich mit Käse, Wurst, irgendetwas, worauf dein Hund scharf ist.
    Hund ins Geschirr, Schleppleine ans Geschirr und dann suchst du dir irgendeine Stelle, die wenig reizvoll ist.

    Zuerst rufst du nur, wenn er sowieso schon auf dich achtet. Kommt er, gibt´s eine riesige Belohnung, tut er das nicht, kannst du mit der Schleppleine nachhelfen.
    Trotzdem loben, sobald er bei dir ist.
    Nur eben kein Jackpot.

    Klappt das verlässlig (und erst dann), erhöhst du langsam die Umweltreize.
    Sonst verwendest du das Kommando, was du dazu benutzen möchtest, nicht.
    Auch würde ich "Komm" nicht mehr dazu nehmen, denn er weiß jetzt schon, dass das eben "Komm oder eben auch nicht" heißt.

    Viel Erfolg und liebe Grüße


    Edit: Oh, erst 6 Monate alt, da stehen die Ohren gerne auf Durchzug.

    Die Pfeife baust du genau so auf.

  • Das Wort ist total egal, ich verwende "Hier". Das heißt aber auch, dass er sich vor mir hinzusetzen hat.
    Will ich nur, dass er sich in meine Nähe begibt, hat sich "komm mal her" eingeschlichen.

    Kannst aber auch "gibt Käse" brüllen, ist wirklich nicht wichtig ;)

  • Was ich zu Lisa noch ergänzend sagen kann: Glaubt nicht dass dieses "Programm" in 2 Wochen fertig ist und erwartet nicht zu viel von eurem Rabauken.

    Die Pfeife habe ich erstmal in der Wohnung konditioniert. Das heißt ich geh in eine Raumecke und pfeife. Da wurde sie natürlich neugierig und kam angeschlichen. Bei mir gabs ein Leckerchen. Das haben wir quer durch die Wohnung gemacht. Auch bei jedem Fressen wurde vorher gepfiffen. Als es dran ging es nach draußen zu verlegen, haben wir auch erst mit Schleppleine geübt. Als Belohnung fürs herkommen gabs Leberwurst.

    Auch heute würde ich meinen Hund (wenn keine Gefahr da ist) erst pfeifen wenn ich mir 100% sicher bin dass er kommt, das heißt wenn z.b. die Nase nicht grade in einem Mauseloch steckt. Fürs Pfeifenkomm (ist bei mir eine Stufe höher als das "HIER") gibts aber auch IMMER eine Superbelohnung. Ich habe kleine Leberwurstschälchen aus dem Großhandel (wie beim Hotelfrühstück). Die sind immer in der Jackentasche, müssen ja nicht gekühlt werden.

  • Ich würde ehrlich gesagt das alte Kommando belassen, das kann er ja prinzipiell schon. Ich würde ihm nur nochmal mittels Schleppleine verdeutlichen, dass es kein Angebot für eine Handlung sondern ein verbindliches Kommando ist.

    Viele Grüße
    Frank

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