• Hallo liebe DogForum-Gemeinde.
    Heute verleitet mich ein für mich außergewöhnliches Ereignis zu diesem ersten Beitrag. Derzeit lebe ich in Südafrika in einem Township bei einer Gastfamilie.
    Meine Familie hat seit 2 Jahren eine Hündin, die bei ihnen im Garten lebt. Nun ist das Hundeleben in Südafrika leider nicht mit dem Hundeleben in Deutschland zu vergleichen. Hier sind Hunde Nutztiere, Tierschutz ist ein Fremdwort. Sie werden weder richtig erzogen, noch sind sie der beste Freund des Menschen. Die Hündin die bei meiner Gastfamilie im ca. 50qm großen Garten lebt, darf niemals ins Haus, ihr Essen besteht hauptsächlich aus den übrig gebliebenen Essensresten. Zu 50% sind das Hähnchenknochen. An Stubenreinheit ist nicht zu denken. Sie macht in den Garten wohin es ihr gerade passt. Bei dem Wetter ist der Kot aber eh nach 2 Tagen getrocknet. Sie lebt die meiste Zeit des Tages alleine und erst seitdem ich vor 2 Monate eingezogen bin, kümmert sich überhaupt jemand um sie in Form von Streicheleinheiten.
    Vor einigen Wochen ist uns aufgefallen, dass sie schwanger zu sein scheint und heute hat sie dann während unser Abwesehenheit geworfen. Insgesamt 6 Welpen, wovon jedoch eins tot ist. Die anderen scheinen meiner laienhaften Meinung nach wohl auf zu sein.
    Leider finde ich im Internet keinerlei Informationen was nun zu tun ist. Man findet immer nur Informationen, wenn die kleinen bereits 8 Wochen alt sind und die Mutter verlassen.
    So stellt sich mir die Frage, was man beachten muss.
    - Darf man oder sollte man die kleinen bereits so früh wie möglich an den Menschen gewöhnen indem man sie streichelt?
    - Bis wann reicht ihnen die Milch ihrer Mutter?
    - Was kann man ihnen danach zu Essen geben? Muss man bereits beginnen sie zu erziehen?
    - Ab welchem Alter öffnen sie die Augen?

    Außerdem habe ich den toten Welpen aus dem Bretterverschlag heraus genommen und ihn erstmal an eine andere Stelle des Gartens gelegt. Die Mutter kam dann und hat es zurück getragen und es abgeleckt. Sollte man ihn so schnell wie möglich entsorgen?
    Tipps wie zu einem Tierarzt zu gehen sind leider unrealistisch, da dafür absolut kein Geld da wäre.

    Ich habe absolut keine Ahnung von Hunden, aber dem Rest meiner Familie sind die Welpen relativ egal. Bin für jeden Tipp dankbar.

    Viele Grüße, Dominik

  • hallo,
    meine hündin bekommt auch in einigen tagen ihren ersten wurf- habe viele infos dazu im netz gefundenindem ich einfach welpenaufzucht gegooglet habe. grundsätzlich were es gut gewesen wenn die hündin vor der geburt entwurmt worden were(aber das ist dir sicher auch nicht möglich oder?) den toten welpen würde ich auf jedenfall so schnell wie möglich entsorgen.
    erstmal kümmert sich die mami jetzt ca 2 wochen um die kleinen, dann muß man spätestens zu füttern- leichtekost, kartoffeln,gemüse,joghurt. vielleicht findet sich auch ne möglichkeit n präperat zur entwurmung zu besorgen.
    liebegrüße
    und viel glück
    was passiert eigentlich mit den welpen die durch kommen???

  • Es ist sehr schön das du dich kümmern willst, findest du allerdings keine Notorga werden die kleinen Welpis wohl nicht lang machen. Die Menschen in den Townships haben ja kaum genug um selbst zu überleben.

    Versuch eine Orga zu finden die die Welpen abnimmt. Alles andere wird wohl die Natir dann von selbst regeln. frei nach dem Motto "der stärkere gewinnt"

    übrigens sehr mutig, das mit dem Township. ich hab selbst eine Zeit in SA gelebt. Darf ich fragen wo du bist?

  • Vielen Dank für eure Antworten.
    Ich wohne im Township Zwide in Port Elizabeth.
    Unter Welpenaufzucht habe ich jetzt auch einiges gefunden. Mir hat anscheinend nur das passende Suchwort gefehlt.
    Habe den gestorbenen Welpen jetzt mittlerweile verbuddelt.
    Ich bezweifel, dass der Hund jemals entwurmt wurde. Werde mir selbst dazu erstmal noch einiges durchlesen müssen und dann mal schauen, ob ich hier so etwas bekomme. Sollte aber kein Problem sein, da Südafrika ja immerhin auch ein Industrieland ist, mit großen Shoppingmalls usw., wo man eigentlich alles kaufen kann.
    Flöhe hat der Hund wohl auch, könnte das ein Problem darstellen?
    Also was mit den Welpen geschehen soll, wissen sie selbst noch nicht. Wenn ein männliches dabei ist, bleibt das wohl als Zweithund hier um über das Haus zu wachen. Ich denke der Rest wird verkauft/verschenkt.
    Inwiefern ist eine Notorganisation notwendig? Ich denke Nahrung werden sie genug bekommen. Auch wenn die Nahrung vielleicht nicht die Beste ist, schaffen es die zahlreichen Straßenhunde hier ja auch irgendwie zu überleben.

  • ok... die townships unterscheiden sich ja alle... Ich lebte in JHB und bei dem dortigen wärs sicherlich anders.

    In den Malls findste sicher was. Ich weiß das Pick&Pay immer ne große Abteilung hatte mit so Medikram oder du suchst mal bei den "Straßenapotheken" :headbash: :lachtot: :schockiert:

  • Zitat

    Wenn ein männliches dabei ist, bleibt das wohl als Zweithund hier um über das Haus zu wachen. Ich denke der Rest wird verkauft/verschenkt.

    Oh je, schon Mal daran gedacht, dass es dann recht regelmäßig Welpen geben wird? :/ Also versteh das nicht als Vorwurf, du kannst natürlich nix dafür. Aber kastrieren wird man da ja wohl keinen der beiden (und dann auch noch der enge Verwandschaftsgrad). Meinst du, du kannst sie umstimmen eine Hündin zu behalten?
    Wobei... Die Jetzige ist ja auch trächtig geworden. Draußen sind sie natürlich für streundende Rüden leicht zu erreichen. Bleibt sicher ohnehin nicht bei diesem einen Mal :sad2:

    Klasse, dass du dich kümmern willst. Wirklich helfen kann ich dir leider nicht. Dafür gibt es hier aber viele kompetente Mitglieder ;)
    An den Menschen gewöhnen kannst du sie übrigens von Anfang an, wenn die Hündin dich lässt :) Aber das scheint sie ja zuzulasen.

  • Ja, das dachte ich mir auch schon. Habe meinen Hostdad jetzt darauf angesprochen und war doch verblüfft, als er meinte: "That's what I want"...
    Nachdem ich mit ihm über Inzucht gesprochen habe, sah er es aber ein und möchte die Hündin kastrieren lassen.
    Mal sehen, wie seine Meinung dazu ist, wenn er die Kosten erfährt.
    Den Rüden kastrieren zu lassen ist für ihn keine Option, da dieser ja als Wachhund dienen soll und somit möglichst "männlich" sein soll. Jetzt habe ich allerdings keine Ahnung, ob kastrierte Rüden weniger "aggressiv" sind und somit weniger als Wachhund taugen?

    Dass die Hündin dieses mal schwanger geworden ist, ist eher ein unglücklicher Zufall, weil jemand als wir verreist waren das Gartentor aufgebrochen hat. Ansonsten kommt sie eigentlich nie raus und auch nicht mit anderen Hunden in Kontakt.

    Und ja, ich kann so ziemlich alles mit ihr und den Welpen machen.
    Bei Pick&Pay werde ich mal schauen, was ich dort so finde.

    Vielen Dank nochmal für die ganzen Antworten :smile:

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