Meinen Rüden Kastrieren?
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Gast47704 -
21. November 2010 um 13:08
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Hallo zusammen,
mein Marty ist nun knapp 1 Jahr alt. Als er mich fand war er ca 7 Monate. Zu Anfang war er absolut sozial, hatte Spaß mit anderen Hunden, doch das änderte sich nach 6 Wochen schlagartig. Zunächst dachte ich, es hängt damit zusammen, dass gerade im September hier unheimlich viele Hündinnen läufig waren. Doch mittlerweile glaube ich, dass er extrem trieborientiert ist.
Mit Hündinnen gibt es soweit keine Probleme, ausser dass er unermüdlich versucht, aufzureiten. Er lässt sich durch nichts beeindrucken, immer wieder versucht er es. Eine Hündin hier mag er besonders. Sie ist mindestens doppelt so groß als er und will nur spielen. Doch Marty will nur aufreiten. Über 1 Stunde haben wir die beiden mal gelassen. Unermüdlich, bis ich weg gehe, versucht er es.
Dann gibt es hier noch ein Bulldoggen Pärchen. Marty stellt gleich klar, dass er der Boss sein will. Aber er ist ein 5 KG Hund, klein und denkt offenslichtlich er sei ein Riese. Gibt natürlich ärger.
An Kastraten zeigt er absolut kein Interesse, da er nicht spielen will. Wenn wir einen Rüden treffen, checkt Marty lediglich ab, was es ist, sobald klar ist, es ist ein Intakter Rüde, geht er drauf. Er selbst wurde mittlerweile schon 2 Mal ordentlich gezwickt. Wie gesagt, er macht auch vor großen Hunden den Macker.
Wenn eine Hündin und ein Kastrat miteinander spielen, greift Marty auch den Kastraten an.Ich denke nun, dass eine Kastration Abhilfe schaffen könnte. Es ist nach meiner Meinung reines Triebverhalten. Vor der Pupertät war es ja nicht so.
Ich wünsche mir einfach, dass er zumindest umgänglich mit anderen Hunden ist. Er gehorcht so gut, ist wirklich ein toller Hund, aber ich muss immer aufpassen, dass kein anderer Hund in der Nähe ist, weil dann ists vorbei mit dem gehorsam.
Gestern hat er MICH das Erste mal angeknurrt, weil ich ihn von einer Hündin, die läufig ist, weggeholt habe. Ich habe ihn dann wortlos an die Leine genommen und bin nach Hause.
Ach ja, spielen mit mir geht draussen auch nicht. Im Haus immer und gerne, aber draussen hat er nicht mal an seinem tollsten Leckerchen interesse, sobald ein anderer Hund ( potentielle Hündin ) in der Nähe ist. Und auch sonst ist alles spannender, als sein Leckerchen.
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Hallo,
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Kastrieren würde ich nicht einfach, wenn überhaupt dann erstmal mit einem Kastrationschip, der ist nicht entgültig.
Das klingt aber eher als ob da andere Dinge im Argen sind, da solltet ihr dran arbeiten.
Häufig kompensieren Hunde mit Aufreiten Stress, das ist dann nicht sexuell motiviert. -
Ähm, du hast einen Rüden, der sich benimmt wie ein unerzogener Rüde.
Wäre Erziehen da nicht sinnvoller?LG
das Schnauzermädel -
Ich denke auch, da ist erst mal weitere Erziehung nötig! Wenn du aber eine Kastration ins Auge fasst, würde ich auch erstmal diesen Chip probieren. Eine Kastration allein ist nicht die Lösung allen Übels! 
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Natürlich ist eine Kastration nicht die Lösung allen Übels. Aber bei ausgeprägter Triebhaftigkeit sicherlich das effektivste. Denn ansonsten habe ich einen wirklich gehorsamen Hund, dem ich einfach alle Freihéit bieten möchte, die möglich ist.
Ich glaube einfach, dass mein Hund selbst unter seinen Trieben leidet. Wenn wir zu Hause bin, er manchmal herumjammert, sich permanent am Penis leckt, halte ich das auch nicht gerade für entspannend für den Hund.
Jetzt mal Ernsthaft, kann man einem Tier seine Triebe aberziehen? Wenn es schon die Hunde unter sich nicht hinbekommen. Ich sehe es bei anderen Rüden, sie versuchen aufzureiten, Hündin beißt sie weg und sie lassen ab und fangen an zu spielen. Das ist normal. Aber mein Marty denkt nicht dran.
Noch ein Indiez, er ist ein Angsthund. Die Vorbesitzer, die ihn dann offensichtlich auch ausgesetzt haben, müssen ihn total geprügelt haben. Er hat Angst vor Menschen im allgemeinen und vor Männern im Besonderen. Wenn ich ihn mal scharf anspreche, zieht er sich zusammen, manchmal zittert er auch vor angst.
Doch all das ist vergessen, sobald ein Hund in der Nähe ist. Sorry, aber das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Somit kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es mit Erziehung irgendwie besser wird. -
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Und wie kommt du zu dem Schluss, dass es die Hormone sind?
Das Gehirn bleibt drin und je nach Entwicklung im Mutterleib ist es mehr oder weniger männlich. Auch manch Rüde, der unter 16 Wochen Alter kastriert wurde, deckt später selbstverständlich und findet Hündinnen super.Erziehung hemmt Trieb, egal ob bei den Damen oder bei Jagdobjekten.
Hier lebt alles durcheinander und alle sind intakt. Nachwuchs oder sehr viel Stress haben wir trotzdem nicht. Anfangs sind die Herren natürlich völlig durch den Wind und nicht ansprechbar. Aber nach genügend Training pennen die locker neben einer heißen Hündin, sitzen neben einer Hündin in der Standhitze in der Doppelbox im Auto und liefern trotzdem auf dem Platz saubere Arbeit ab.
Sie sind halt erzogen, also schränken die Kronjuwelen ihre Freiheit nicht ein.LG
das Schnauzermädel -
Dein Hund muss nicht gequält worden sein, es kann auch einfach sein dass er in den ersten Monaten seines Lebens nicht genug mit Menschen in Kontakt gekommen ist.
Die wenigsten Menschenscheuen Hunde sind geschlagen worden.Ansonsten kann ich mich Schnauzermädel nur vollstens anschliessen, such die eine Huschu die nicht gleich von Kastra redet und gehe mal das Problem der fehlenden Bindung/Erzeihung an.
(@ Schnauzermädel, das mit dem Hirn ist ein klasse Spruch den ich mir merken werde
) -
Zitat
Er hat Angst vor Menschen im allgemeinen und vor Männern im Besonderen.
Das ist nichts besonderes. Neben mir liegt ein Rüde, bald 6 Jahre, intakt. Wenn es nach vielen schlauen Tipps gegangen wäre hätten wir ihn auch kastrieren müssen. Wir habens mit Erziehung gelöst. Die braucht Du so oder so, spätestens wenn er zu pubertieren beginnt. Such Dir einen gute Hundeschule oder Verein, Du musst später noch oft genug zum TA. Spar Dir das Geld und investiere es in Deine und seine Ausbildung. -
Für mich ist es fast sicher, dass er misshandelt wurde. Ich lebe auf Gran Canaria und mein Hund wurde auch hier ausgesetzt. Und sein Verhalten in so manchen Situationen lassen auch darauf schließen.
Hundeschule wäre gut, aber die Auswahl hier ist mehr als dürftig. Ich selbst weiß absolut keinen Ansatz, wie ich dem entgegen wirken könnte. Ich hab mittlerweile alle Sendungen von Martin Rütter gesehen und es gab da mal einen Fall, bei dem er zu einer Kastration geraten hätte.
MR schaute sich das an und erkannte, dass der Hund sich ganz normal verhielt, er war zwar triebig, doch lies er sich von der Hündin wegbeißen und sie spielten dann ganz normal.Ebenso lies sich dieser Hund ablenken und abrufen, nach ein wenig Training. Rütter nannte dann alle Argumente, die für eine Kastration gesprochen hätten, die ich in meinem sehe.
Ich arbeite nun seit 2 Monaten daran, dass er für mich und die Spiele mit mir ein größeres Interesse zeigt, als an anderen Hunden. Bisher absolut erfolglos. Im Haus ist er ein begeisterter Spieler, sobald es nach draussen geht, interessiert ihn nicht mal bei Hunger sein allerfeinstes Leckerchen, sobald ein Hund auftaucht. Und gestern, mich anknurren, weil ich ihn von der Hündin hohlte, ist auch nicht gerade toll für mich.
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Hallo,
ich kann wohl verstehen das das Verhalten Deines Hundes nervig ist,aber glaube nicht,das mit er Kastra alle Probs behoben sind!
Ich hadere im Moment auch mit meinem Rüden.Er hatte im Frühjahr einen Chip gesetzt bekommen weil er arg unter läufigen Hündinnen litt und bei uns aufritt.Als der Chip wirkte war er der tollste Hund der Welt und seine Ohren funktionierten auch wieder
Nun hat der Chip keine Funktion mehr und momentan sieht es so aus,das er in dem Sinne unter den Hündinnen leidet,das er ständig wie ein Wolf jaulend in Haus/Garten sitzt und seit 3 Wochen nur noch die halbe Tagesportion seines Futters frisst.Allerdings reitet er weder bei Hund/Hündin oder Mensch auf,das finde ich sehr positiv!ER hat seine Ohren auch nicht mehr so ganz auf Durchzug gestellt.Kommt ein anderer Hund des Weges lasse ich ihn absitzen und gut,auch wenn er dann jaulend da sitzt weil er zum anderen Hund will bleibt er sitzen.ER versteht sich allerdings gerade mit etwa gleichgroßen Rüden nicht mehr,Aber das liegt ja wohl daran das er mittlerweile etwsa über 2 Jahre ist und quasi erwachsen,da muß man nicht mehr everybodys Liebling sein. NAtürlich wäre manche Situation einfacher wenn er nicht merh so triebhaft wäre und ständig jaulen,Futter verweigern und sämtliches Pipi von Hündinnen aufsabbern würde.....Aber irgendwie tue ich mich doch schwer mit dem Entschluß einer Kastra,denn das Hauptproblem-die Aggressivität gegen manch einen Rüden-ist damit ja nicht 100 % vom Tisch.Wir lassen ihn gerade vom TA durchchecken,da das größte Prob für den Hund ja eher Futterverweigerung und die bei ihm sehr harten,angeschwollenen "Kronjuwelen" sind.Wenn der TA meint ,das es für den Hund gesundheitlich besser ist,dann werde ich erst nochmals einen Chip setzen lassen,aber erst im Frühjahr,denn so langsam ebben die läufigen Hündinnen hier ja wieder ab.
Die Entscheidung für oder gegen Kastra sollte im Sinne des Hundes fallen und nicht,weil wir Menschen ein Verhaltensprob mit Hund haben-da sollten wir uns schon die Zeit für eine gute Erziehung nehmen!Kastra isr nunmal nicht "das Allheilmittel" für Erziehungsprobleme!! Und menschlieche Triebtäter werden ja auch nicht kastriert.....sondern (versucht) therapiert!!Und da mache ich heir mal keinen[/b Unterschied zwischen Mensch und Tier,beide haben in meinen Augen in [b]dieser Situation die gleichen Rechte.(Ja,das Bsp. hinkt-brauche jetzt keine Kommentare dazu-vllt. versteht der Eine oder Andere was ich damit wirklich sagen will).
LG - Vor einem Moment
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