Jagtrieb bei Reitbegleithund
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Gibt es hier noch mehr leute, die ihren Hund trotz Jagtrieb mit auf Ausritte nehmen? Wie händelt ihr das, wie habt ihr trainiert – und wie funktioniert es?
Bin grad frustriert… Pferd: noch nicht lange angeritten, aber super unproblematisch, wir sind gerade bei kurzen Ausritten bis 1 Std im Schritt und Trab, alleine und in Pferdegesellschaft.
Pferd und Hund kennen und verstehen sich super, alles kein Problem.
Hund, hab ich hier schon öfters geschrieben, 3 J, Schäfer-Border Mix, mega temperamentvoll, ausgeprägter Jagdtrieb, ansonsten sehr gut handelbar.
Wir waren mit dem Training soweit, dass ich ihn abrufen kann, wenn ich den richtigen Moment bevor der Impuls durchbricht erwische. Hat auf den ersten gemeinsamen Ausritten auch super geklappt, Hund war mit der neuen Situation beschäftigt, Pferd ruhig, alle glücklich, ich konnte ihn abrufen.
Jetzt war ich 2 x kurz abgelenkt – durch das Pferd /Pferdegesellschaft –war nicht schnell genug mit dem Abrufen – Hund weg im Unterholz. Er kam nach einigen Minuten wieder, aber es setzt sich fest – gleiches Muster beim nächsten mal und das abrufen klappt schlechter. So von wegen selbstbelohnendes Verhalten beim Jagen.Mist, Mist…. Ich kann natürlich zu Fuß erstmal wieder mit Schlepp arbeiten, aber nicht auf dem Pferd. Will jetzt anfangen, mit Pferd und Hund an der Leine zu arbeiten… wie macht ihr das? Seine Leinenführigkeit ist gut, das ist nicht das Problem.
Könnte so schön sein, unser Hund braucht viel Auslauf, das Pferd Bewegung und beide verstehen sich.. dieser blöde Jagdtrieb… :zensur:
Frustrierte Grüße,
Trixi + Diego -
19. November 2010 um 22:55
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Gibt es etwas, wo der Jagdtrieb ausgelebt werden darf?
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An was denkst du?
Am Stall auf nach Mäusen auf dem Misthaufen graben - ja.
Ballspiele in verschiedenen Variationen - ja : Ball werfen + apportieren, Fussball mit meinem Sohn - einschließlich bleib und warten auf den Ball - (Hund ist der Torwart) ja, nicht täglich, in maßen, um den Balljunkie zu vermeiden, aber regelmäßig.
Drinnen Leckerli suchen - ja.Fährten oder Dummy training - bis jetzt noch nicht.
Hab mir aber schon überlegt, auf dem Ausritt mit Futter zu arbeiten - anstatt der Nachmittagsmahlzeit ( eine Tasche für den Hund und dann noch eine mit Pferdeleckerlis... )
Lg, Trixi + Diego
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Mit den Leckerlis hat bei uns super funktioniert. Wenn ich merke, das sie auf irgendwas reagieren, irgendwo was raschelt werden Wuffs gerufen und paar Leckerlis in andere Richtung geworfen- dann sind sie Moment beschäftigt. Auch so zwischendrin müssen sie mal Sitz, platz kurz Fuss etc machen, dafür gibts dann auch Belohnung. So sind sie geistig immer bei mir und zeigen mir inzwischen Wild einfach nur an & gucken dann kurz zu mir, worauf ich lobe, sie ranrufe & Leckerlis werfe.
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Ballspiele würde ich auch kontrolliert mit so einem Hund nicht machen.
Wenn er den Jagdtrieb nirgends ausleben kann, dann tut er es eben bei Euren Ausritten

Viele Grüße
Corinna -
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Ich kenn das Problem allzu gut. Ich kann meinen Jago leider gar nicht mit zum Reiten nehmen. Sobald ich auf dem Pferd sitze geht er seine eigenen Wege. Wenn ich absteige ist er dann wieder besser abrufbar (wobei er im Wald nei 100% abrufbar ist und ich den daher eh vbersuche zu meiden).
Also auf gut geritten Pferden hab ich ihn auch schon als "Handhund" an der Leine dabei gehabt. Er kennt das vom Fahrrad fahren und weiß, dass er auf jeden Fall an der Seite bleiben muss. Da ich aber meine eigene Ponystute auch erst zureite fällt das momentan auch aus.
Da heißt es leider Hund und Pferd getrennt bewegen -
Mit zwei vierbeinigen Azubis ist es halt immer ein wenig schwieriger.
Da hilft nur, den Hund nur dann mitzunehmen, wenn man eben nicht allzu sehr abgelenkt ist.
Schon das zweite Pferd ist ja im Grunde eine Steigerung der Ansprüche an den Hund.Jetzt, nach den ersten Erfolgen für den Hund, hilft nur, noch mal von vorne anzufangen, bis der Abruf wieder sitzt.
LG, Chris
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Ich reite mit meinem Aussie trotz vorhandenen Jagdtriebs seit einem Jahr aus. In dieser Zeit hat sich schon vieles gebessert und unsere Ausritte verlaufen mittlerweile meist recht entspannt.
meine Tipps:
1. Glöckchen ans Halsband - so hört man stets, wo der Hund läuft, ohne runterschauen zu müssen, und das Pferd kann den Hund gut erkennen, wenn er mal von hinten oder seitlich aus dem hohen Gras ankommt.
2. Unterwegs mit dem Pferd heißt automatisch 'bei Fuß' - freies Folgen ist nur auf ausdrückliches Kommando erlaubt.
3. Hetzpeitsche (Jagdreiter) mitnehmen. Der baumelnde Schlag (Schlag = Fachausdruck für die lange Schnur aus Ledergeflecht am starren Griff)
verdeutlicht dem Hund, daß er sich noch in Reichweite befindet, einfach indem man ihn begrenzend vor seiner Nase baumeln läßt oder ihm damit durchs Genick streicht, wenn er abgelenkt ist. Schlagen mit der Hetzpeitsche ist kontraproduktiv!!!4. Ab und an Leckerlis von oben mit gleichzeitigem Lob, wenn der Hund gut mitläuft oder Blickkontakt sucht. Durch das Ratschen des Klettverschlusses meiner Leckerlitasche schaut er auch hin, wenn er anfängt die Umgebung abzuscannen. Fürs Hinschauen gibt es ein Lob und dann ein Leckerli, das bei akuter Gefahr dann so geworfen wird, daß er es erst mal suchen muß.
5. Flottes Fortreiten, wenn der Hund ansetzt zum Entschwinden - animiert zu Mitrennen.
6. Wenn das Gelände es hergibt, bin ich auch schon hinterhergeritten und habe den Hund in Bedrängnis gebracht, was große Wirkung zeigte...
7. Sollte er trotz allen Vorsichsmaßnahmen hinter Wild herhetzen, rufe ich ihn mit der Büffelhornpfeife zurück, die immer um meinen Hals hängt, wenn ich reiten gehe. Ich setze sie nicht sofort ein, sondern erst nach ca. einer Minute, denn in der ersten Euphorie hört er gar nichts mehr... Mein Hund kommt stets nach kurzer Zeit und im gleichen Tempo zurück, in dem er losgesprintet ist. Ich habe niemals gestraft oder geschimpft, sondern ihn fürs Zurückkommen gelobt und bin dann weitergeritten. Im heißen Sommer hat er dann angefangen, seine Kräfte einzuteilen und zumindest die Vögel nicht mehr zu beachten,weil er fühlte, daß es sonst sehr anstrengend für ihn werden könnte.
Ich wünsche Dir viel Erfolg - gib nicht auf! Es gibt nichts Schöneres als mit Hund und Pferd unterwegs zu sein.
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Unser Hund hat auch einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Ich nehme ihn trotzdem mit auf Ausritten, obwohl es manchmal echt lästig ist. Reite mit ihm allerdings nicht mehr in Wohngegenden. Hatte einmal so ein tolles Erlebnis: Hühner liefen frei auf dem Hof rum, direkt an der Seitenstraße hinter einem Busch. Ich habe die Hühne also viel zu spät gesehen, erst als Hundi sie auch gesehen hat und da war natürlich alles zu spät. Zum Glück ist mein Hund dann doch ziemlich schnell wieder gekommen, hatte aber auch schon ein Huhn im Maul gehabt.
Sowas kann ich einfach nicht verantworten, deshalb darf der Hund nur noch mit, wenn wir auf Feldwegen reiten.flying-paws schrieb:
ZitatWenn er den Jagdtrieb nirgends ausleben kann, dann tut er es eben bei Euren Ausritten zwinkern
Ich dachte immer, je öfter ein Hund jagt, desto intensiver wird der Jagdtrieb. Hab ich mal irgendwo gelesen. ???
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