Wann sollten die Grundkommandos "zuverlässig" sitz
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Mich würde wirklich interessieren, wie hier "können" definiert wird. Ich habe hier einen Junior von 5 Monaten, einen Jagdhund, und der "kann" eigentlich nichts von dem, was hier als grundlegend betrachtet wird. Kennen tut er allerdings das meiste. Für eine zuverlässige Ausführung unter starker Ablenkung kann ich allerdings noch nicht garantieren.
Ja, es fällt leicht, einem Welpen etwas beizubringen, darum habe ich die Sachen, die mir wichtig sind, auch früh eingeführt. Aber bis es immer und überall klappt, ist ein weiter Weg, und wenn so ab 4, 5 Monaten ein stark gesteigertes Umweltinteresse dazukommt, kann es auch mal Rückschritte geben, wie dann auch in der Pubertät. Ich schimpfe auch nicht mit meinem Junior, wenn er das Bleib auflöst, denn ich will kein Bleib aus Angst vor Strafe aufbauen. Das hat aber nix mit seinem jugendlichen Alter zu tun, der würde die Strafe schon wegstecken. Ich baue aber all diese Übungen grundsätzlich positiv auf, und dabei wirkt Strafe kontraproduktiv. Springt er auf den Tisch, um was zu klauen, sieht das schon anders aus....
Drum nochmal, was heisst "können"? Interessiert mich grad, denn ich habe eine ähnliche Anfrage per Mail erhalten, bezüglich eines Rüden von 6 1/2 Monaten, der wohl etwas gar grenzenlos agiert.
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Moin,
für mich beginnt "können" in dem Augenblick, wo der Hund weiß, was er tun soll, auf mein Kommando.
Ichhab ja sehr viel nach dem Motto Versuch und Irrtum gearbeitet. Beim Sitz z.B. das Leckerlie dem 8 Wochen alten Hund hoch gehalten, er hat alles versucht, springen, schnappen, irgendwas.... kam aber nicht ran. Irgendwann setzte er sich hin und sagte, während er sich setzte, "sitz" und gab ihm das Leckerchen....... das hatte er nach dreimal begriffen und setzte sich dann bereits nach dem Kommando.
Auch das "Komm" hab ich derart aufgebaut, wann immer er draußen im Garten auf mich zulief, also bereits tat, was ich ihm beibringen wollte, rief ich "komm hier" und lobte ihn wie bescheuert, wenn er dnn da war..... später haben mein Ex und ich das gemeinsam gemacht, den Hund auf Entfernung zwischen uns hin und her gerufen...... bei jedem von uns gab`s ein Leckerlie. Das alles war spielerisch..... und ich hab immer aufgehört sobald ich merkte, die Aufmerksamkeit lässt nach, so endete jede Unterrichtseinheit mit einem Erfolgserlebnis. Das war mir immer wichtig.
Versuch und Irrtum sind Abläufe, die jedes Tier selbst heraus findet und ein Leckerlie bekommen ist immer ein Erfolgserlebnis. Natürlich musste er sich nie 30 mal nacheinander setzen..... mir reichte das eine Mal völlig, für diesen Moment.
Auch als er noch sooo klein war, arbeitete ich mit dem Kommando "Fuß", wenn er von allein dort ging, lobte ihn und nachdem ich das eine Weile so gemacht hatte, probierte ich es einmal anders, er lief rum, ich sagte "Fuß" und er kam und lief neben mir. So hat er viele Dinge quasi nebenher von allein erlernt.
Bis in die Pubertät hin hab ich das gut festigen können und natürlich probierte es dann auch aus, was passiert, wenn ich nicht mache, was ich tun soll.... na ja, es passierte dann halt das ein oder andere. Aber da mien Hund zum Glück auch recht verfressen war, waren meine Meinungsverstärker immer hilfreich.
Malik ist ja auch ein Jagdhund.... und unter Ablenkung waren die Dinge dann nur noch fein zu arbeiten. Irgendwann hatte er, im Ausbildungskurs auch verknüpft, das er immer irgendwann auch dran kam...... und lernte si zuverlässig Platz und Bleib. Selbst das andere Hunde um ihn herum apportierten hat ihn nicht gestört.
Zurück zum Thema, also, sobald der Hund sicher weiß, was ein Kommando bedeutet, sobald kann er das, was er tun soll. Er hört uns immer, tut aber nicht das, was er soll, egal ob es ums "komm" geht oder um andere Dinge und eine der schwersten Sachen für Jagdhunde ist es, Kommandos auch auf Entfernung zu befolgen oder auf Handzeichen, wer schreit schon gern durch den Wald herum..... auf der anderen Seite, weiß er irgendwann auch, was er da macht, nämlich mit mir zusammen einen wundervollen Job, das ist vielleicht noch etwas anderes als reine Beschäftigung?
Und nochmal, selbst ich würde für meinen Malik keine Hand ins Feuer legen, das er immer un jederzeit vollständig hört.

Liebe Grüße
Sundri -
Zitat
Mich würde wirklich interessieren, wie hier "können" definiert wird. Ich habe hier einen Junior von 5 Monaten, einen Jagdhund, und der "kann" eigentlich nichts von dem, was hier als grundlegend betrachtet wird. Kennen tut er allerdings das meiste. Für eine zuverlässige Ausführung unter starker Ablenkung kann ich allerdings noch nicht garantieren.
Ja, es fällt leicht, einem Welpen etwas beizubringen, darum habe ich die Sachen, die mir wichtig sind, auch früh eingeführt. Aber bis es immer und überall klappt, ist ein weiter Weg, und wenn so ab 4, 5 Monaten ein stark gesteigertes Umweltinteresse dazukommt, kann es auch mal Rückschritte geben, wie dann auch in der Pubertät. Ich schimpfe auch nicht mit meinem Junior, wenn er das Bleib auflöst, denn ich will kein Bleib aus Angst vor Strafe aufbauen. Das hat aber nix mit seinem jugendlichen Alter zu tun, der würde die Strafe schon wegstecken. Ich baue aber all diese Übungen grundsätzlich positiv auf, und dabei wirkt Strafe kontraproduktiv. Springt er auf den Tisch, um was zu klauen, sieht das schon anders aus....
Drum nochmal, was heisst "können"? Interessiert mich grad, denn ich habe eine ähnliche Anfrage per Mail erhalten, bezüglich eines Rüden von 6 1/2 Monaten, der wohl etwas gar grenzenlos agiert.
Jo, für mich gibts auch nen Unterschied zwischen "können" und "kennen". Können kann Ewok den Abruf, kennen tut er wesentlich mehr. Kann auch sein dass das Können des Abrufs nochmal wankt wenn er diverse Phasen der Pubertät durchläuft. Aber im Moment kann ich sagen er kann das ^^ Ist aber auch etwas worauf ich sehr viel Wert lege und meine ganzen Übungen und mein Umgang mit dem Hund basiert eigentlich darauf dass der Abruf funzt. Sonst ging es mit Beagle einfach nicht.
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Zitat
Zurück zum Thema, also, sobald der Hund sicher weiß, was ein Kommando bedeutet, sobald kann er das, was er tun soll. Er hört uns immer, tut aber nicht das, was er soll, egal ob es ums "komm" geht oder um andere Dinge und eine der schwersten Sachen für Jagdhunde ist es, Kommandos auch auf Entfernung zu befolgen oder auf Handzeichen, wer schreit schon gern durch den Wald herum..... auf der anderen Seite, weiß er irgendwann auch, was er da macht, nämlich mit mir zusammen einen wundervollen Job, das ist vielleicht noch etwas anderes als reine Beschäftigung?Und nochmal, selbst ich würde für meinen Malik keine Hand ins Feuer legen, das er immer un jederzeit vollständig hört.

Liebe Grüße
Sundri
Tja, und da erhebt sich die Frage: woher weiss ich, ob mein Hund sicher weiss, was ein Kommando bedeutet? Da werden doch die meisten Fehler gemacht, weil man nach einigen erfolgreichen Versuchen einfach annimmt, dass der Hund es nun wisse.... Ich seh das wunderbar grad an Splash. Man könnte wirklich meinen, er weiss nun, was Sitz bedeutet (zumindest in meiner Nähe), aber ab und an kommt es vor, dass er mich bloss staunend anguckt, als ob ich chinesisch sprechen würde. Nein, er weiss es noch nicht sicher, er hat eine Idee davon, lotet aber immer noch die Bedeutung in verschiedenen Kontexten aus. Ich verstehe aber, was du meinst, wenn der Hund schlicht andere Prioritäten hat. Wobei, wenn es wirklich im Bewusstsein ankommt, ist es wieder eine Verständnisfrage. Es ist was anderes wenn Sitz heisst "tu den Po sofort auf den Boden", oder, "tu den Po sofort auf den Boden, egal wie wichtig das ist, was du gerade tust". -
Meiner Meinung nach weiß er es sicher, wenn er es ohne Ablenkung zuverlässig ausführt....
Ich glaube im Alltag gibt es Unterschiede, dem einen ist es nicht so wichtig, ob und wie konsequent ein Kommando ausgeführt wird, das ist schon bei mir in der Familie so. Mein "Fuß" bedeutet, Hundekopf auf meiner Kniehöhe. Mein Liebster sieht das nicht so eng, Hundeschulter an seinem Knie reicht ihm da..... und bei den Kindern ist "Fuß" nur irgendwo in der Nähe an ihrer Seite.
Dem einen reicht es, wenn der Hund so tut, als sitze er, der andere will das zuverlässig haben.... immer, egal was den Hund mehr interessiert.
Gebrauchshunde müssen zuverlässiger im Gehorsam stehen, als Freizeitbegleithunde. Mein Hund kann auf der Jagd, wenn ich schieße, nicht irgendwo neben mir sitzen, sondern ich muss ganz sicher sein, das er an meinem rechten Bein sitzt. Und er muss sitzen bleiben bis ich ihn los schicke, damit er nicht unter Beschuß gerät, von daher sind meine Grenzen enger, als die von anderen Leuten. Denen macht es nicht, wenn das Apportel fällt und der Hund schon davon fegt, bei uns kann es hingegen um Leben und Tod gehen und da gibt`s keine Ausnahmen, sondern einfach nur Gehorsam.
Wehe der schleicht herum, im Jagdbetrieb und ich kann mich nicht darauf verlassen, das er bleibt, wo er ist..... ich bin stolz darauf, das ich ihn nicht anbinden muss.... aber davon schleichen kann tödlich enden..... das will ja keiner.
Und wie ernst wir etwas meinen, das lesen Hunde aus unserer Körpersprache ebenso heraus wie aus unserem Tonfall.... da gibt es nämlich auch die, die erst das tun, was sie tun sollen, wenn der Tonfall ernst genug ist oder das Kommando drei mal genannt wurde. Hunde lernen vielfältig.

Liebe Grüße
Sundri -
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Und wie ernst wir etwas meinen, das lesen Hunde aus unserer Körpersprache ebenso heraus wie aus unserem Tonfall.... da gibt es nämlich auch die, die erst das tun, was sie tun sollen, wenn der Tonfall ernst genug ist oder das Kommando drei mal genannt wurde. Hunde lernen vielfältig.

Liebe Grüße
SundriDas ist aber schlichtweg ein Fehler beim Lehren des Kommandos. Ein Hund kann durchaus verstehen, dass auch ein freundliches, leises Kommando bedingungslos auszuführen ist.
Erst beim x-ten mal hören zu müssen bringt der Mensch dem Hund bei, indem er Kommandos mehrfach gibt, dabei vielleicht auch noch immer lauter wird usw. -
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Meiner Meinung nach weiß er es sicher, wenn er es ohne Ablenkung zuverlässig ausführt....
Meiner Meinung nach weiss ein Hund ein Signal sicher, wenn er es unter der grösstmöglichen Ablenkung zuverlässig ausführt. Vorher kann man absolut nicht von "sicher" reden.
Und DAS kann weder ein Welpe noch ein Junghund. Dazu brauch es locker 1-2 Jahre und eben die besagten 3000-5000 Wiederholungen in allen möglichen Situationen.
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Meiner Meinung nach weiß er es sicher, wenn er es ohne Ablenkung zuverlässig ausführt....
Ne, dann hat er eine Idee, worum es geht - er kennt das Kommando, können tut er es deswegen noch lange nicht, das sehe ich wie yane. Solange er nicht weiss, dass das Signal auch gilt, wenn er grad einen Brotrest oder seinen Hundekumpel gesichtet/gewittert hat (von höheren Ablenkungen ganz zu schweigen), weiss er eben noch nicht sicher, was das Signal bedeutet.Das hat auch nichts mit Gebrauchshund/Familienhund zu tun. Jenachdem, was mir wichtig ist, habe ich immer Signale, die der Hund sicher wissen und können muss, und solche, bei denen er einen Interpretationsspielraum hat.
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Moin,
die Sache mit dem Befolgen von Kommandos unter Ablenkung ist etwas, das man üben muss..... dazu muss der Hund auch lernen, das er mit seinen Sinnen immer (!) bei einem sein soll, immer......
Er soll so eine feste Beziehung zu einem aufgebaut haben, das er, selbst beim Spielen in der Hundegruppe hört, wenn man ruft oder pfeifft. Dazu kann man nun selbst etwas tun..... ich rufe immer, wenn ich sehe, das mein Hund eben nicht mit all seinen Sinnen im Spiel ist, sondern hoch schaut, sich umsieht oder sonst ein Zeichen erkennen lässt, das seine Aufmerksamkeit irgendwo herum schwirrt. Und so helfe ich ihm, mir zu gefallen und zu hören.
Natürlich klappt das nicht immer...... natürlich kennen wir alle Hundemenschen die irgendwo stehen und immer verzweifelter rufen "komm" und deren Hund nicht im Traum daran denkt, zu kommen. Man kann mitunter sehen, das der Hund hört, an den Bewegungen des Ohres oder schlimmer, er schaut auf und tut dann doch, was er will. Kann er nun das Kommando "komm" nicht sicher?
Ich zweifele daran, ich glaube, er kann es, aber er will nicht. Er hat gelernt, das sein Mensch da schreit und das es auf ihn keine Wirkung hat..... und, vielleicht hat er auch gelernt, das er, wenn er dann kommt, gelobt wird, weil man sich ja freut, wenn sein Hund kommt. Und in keinem Fall dann noch sauer ist. Was also hatte es für ihn für Folgen, das er nicht hört oder anders gefragt, was hat er aus dem Verhalten seines Menschen gelernt? Nämlich nur eines, ich muss nicht kommen, wenn ich weiter weg bin........ cool.
Was beim Spiel das eine ist, ist bei der Jagd etwas anderes.... wenn ich meinen Hund schicke, das geschossene Wild zu holen und er hat lieber Lust selbst zu jagen und macht was er will, dann bin ich eventuell 300 oder mehr mtr. von ihm weg..... und kann nicht mehr direkt einwirken. Er könnte, auf Gesellschaftsjagden ins Treiben geraten und die Jagd gefährden, sich selbst natürlich auch. Also ist es lebensnotwendig, das er hört was ich ihm andeute, durch Sichtzeichen oder Pfiff. Und das unterscheidet am Ende einen brauchbaren Jagdhund von einem unbrauchbaren.....
Ihn hinter flüchtendem ansichtigen Wild im Gehorsam zu haben, hat uns ermöglicht, immer ohne Leine gehen zu dürfen..... auch in den Brut- und Setzzeiten, der ortsansässige Pächter wusste, wie gut er hört.... und das ist Triebunterbechung, extrem schwer..... langwierig in der Ausbildung, keine Frage, aber lohnend. Und ohne wenn und aber.....
Können bedeutet auch "wissen was ich tun soll" menschlich gesprochen.... und das ein Hund tut was er soll, das ist Beziehungs- und Ausbildungssache. Malik z.B. mag nicht immer sitzen..... wenn ich stehen bleib. Draußen ist es kalt und nass und das Gras ist eklig..... er hat aber gelernt, bereits als junger Hund, wenn Chefin stehen bleibt muss ich mich setzen. Egal wo... ob an der Ampel oder im Gelände. Und so schiebt er hin und wieder seinen Po in Richtung Boden und verharrt dann dort irgendwo schwebend. Ich könnte es nun gut sein lassen, weil ich meinen Po auch nicht ins nasse Gras drücken wollte - aber was würde er aus meinem Verhalten lernen? Nur eines, ich muss das was Chefin sagt nicht wirklich tun. Will ich das?
Und so haben Dinge, für die wir Verständnis oder Mitgefühl haben, auf Hunde andere Wirkungen als wir glauben. Nämlich eine Aufweichung des Gehorsams. Und ja, natürlich muss ein Hund wissen, das er immer und überall tun soll, was wir von ihm wollen.....
Malik z.B. hat als junger Hund auch vergessen wo ich bin und das ich gerufen habe..... ich hab mich da versteckt und das mitunter hundsgemein, über einen Bach oder eine Mauer drüber, so dass die Spur endete..... und er mich eben nicht auf meiner Rückspur verfolgen konnte. Was hat er durch mein Verhalten gelernt? Das ich verschwinden kann, wenn er nicht auf mich achtet.... ich hab ihn nie in Panik verfallen lassen.... aber er achtet, egal wo wir sind, auf mich. Heute reicht kleiner machen, in de Hocke gehen..... So hatte es Konsequenzen, wenn er nicht kam und er hat gelernt, auf mich zu achten, nicht umgekehrt.
Ich gestehe meinem Hund keinen Interpretationsspielraum zu, außer auf der Krankfährte eines Wildtieres, da verlasse ich mich auf seine Nase und notfalls darauf, das er mehr weiß, als ich, aber - ich kann das auch an seiner Körpersprache erkennen. Wir sind da ein eingespieltes Team. Interpretationen kann ich haben, aber mein Hund nicht, no way.
Sundri
P.S. im übrigen spreche ich mit meinen Hunden immer leise.... sie hören soviel besser als ich, ich muss nicht laut werden, wenn ich ein Kommando gebe, aber ich kann, bei Nichtbefolgung steigerungsfähig werden, da ich sonst immer leise spreche hat das Folgen.

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Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Kennen und Können, ja das ist ein großer Unterschied.
Und ich kann immer nur von meinem Hund ausgehen, der sehr schwer zu händeln war, nicht sozialisiert war, nichts kannte und bis ca. 2 Jahre ein Monster war. Diejenigen, die uns aus der Zeit noch kennen, werden heute noch drüber lachen, wie mich mein Hund durch die Gegend zerrte. Selbst mein TA hat mir damals geraten, den Hund wieder abzugeben, falls ich nicht Herr der Lage werde. Mein Hund hat Kinder gestellt, bei jedem Spaziergang alle Menschen im Umkreis von bis zu 300m alles gemeldet, etc. Es war schlimm.
Heute hat der Hund zweimal die Begleithundeprüfung, macht Obedience und unterwegs bekomme ich Lobs wie "Was für ein Team!". Das fühlt sich gut an.
Selbst manche erfahrene Obedienceleute gehen heute so weit, dass sie ihre Hunde erst mit über 13 Monaten beginnen richtig auszubilden, denn so wie Murmelchen sagt, es gibt vieles außer Sitz, Platz, Fuß, was ein junger Hund lernen sollte.
Ansonsten ist Erziehung auch ein zeitliches Problem. Bis ein Hund wirklich zuverlässig Dinge an kann, dauert es. Von "ich jage Jogger und Inliner" zu "oh ein Jogger kommt, ich laufe von alleine Fuß oder setze mich seitlich hin" ist es eben ein langer Weg. Oder da kommen andere Hunde, ich geh erst gar nicht hin, ich bleib meinem tollen HF, auch das ist ein langer Weg. Und dann kommt es immer darauf an, was man für einen Hund hat.
Ich kann nur sagen, es gibt Hunde, die können als Welpe und Junghund verdammt viel. Und kommt die liebe Pupertät und Flegelphase macht es blub und alles ist weg. Dann hat man den berühmten total tauben Hund, die Ungezogenheit pur an der Leine und jeder glaubt, der Hund ist nicht erzogen. Zum Glück geht auch diese Zeit irgendwann vorbei.
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