Bindung oder Beziehung?
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Gast27456 -
4. November 2010 um 12:04
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Hallo Zusammen,
die beiden Begriffe Bindung und Beziehung werden von manchen synonym benutzt, manch einer spricht ausschließlich von Beziehung zum Hund, ein anderer bietet Training zur Intensivierung der Bindung an.
Dann hört man mal wieder Bindung sei einseitig und drückt nur eine Art Abhängigkeit aus.
Mich würde mal interessieren, wie ihr für euch Bindung bzw Beziehung zum Hund/ mit dem Hund definiert.Dieses Thema soll weder ein Experiment noch ein Test noch sonst irgendwas sein, sondern ich freu mich auf einen Meinungsaustausch.
LG Kerstin
- Vor einem Moment
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Hi,
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Das ist halt eine Frage der Definition. Für mich ist Bindung und Beziehung weitgehend das Selbe. Wenn man eine Beziehung zueinander hat ist man aneinander gebunden, wenn man eine Bindung zu jemandem hat steht man in Beziehung zu ihm ;-)
Der Unterschied ist in meinen Augen dass Bindung innerhalb einer Familie von selbst entsteht. Wenn man an der Beziehung arbeitet festigt man diese also höchstens, aber da ist sie sowieso wenn man miteinander lebt.
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Für mich ist das ein ganz klarer Unterschied. Ich bin auch einer von jenen, die den Begriff Bindung als Abhängigkeit sehen.
Die Beziehung zu meinen Hunden ist für mich etwas emotionales, die Bindung geht für mich in die Erziehung hinein.
Generell halte ich aber beide Begriffe für überbewertet, und ich finde sie werden sehr oft falsch angewandt (aus meiner Sicht). Wenn ich höre, dass immer gesagt wird "Du mußt an Eurer Bindung/Beziehung arbeiten" wenn der Hund einen gewissen Radius hat und gern selbstständig etwas unternimmt, les ich kaum noch weiter. OK, bei der Bindung (als Abhängigkeit) mag das sogar stimmen, dann sollte man das aber nicht als verklärten Ausdruck von Gefühlen verwenden.
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ich schließen mich meinem Vorschreiber an
ich bin nicht an meinen Hund gebunden, möchte ihn aber an mich binden
bedeutet, ich möchte ihn von mir abhängig macheneine Beziehung beruht aber auf Gegenseitigkeit und die möchte ich zu dem Hund aufbauen
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Zitat
Mich würde mal interessieren, wie ihr für euch Bindung bzw Beziehung zum Hund/ mit dem Hund definiert.
Ich definiere es für mich so, dass Bindung aus der Beziehung entsteht.
LG
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Ich differenziere nicht großartig zwischen den beiden Begriffen.
Ob Bindung oder Beziehung ... es dürfte wohl so sein, dass unsere Hunde sowieso in einer gewissen Abhängigkeit zu uns stehen.
Wir sorgen für ihre Grundbedürfnisse, also binden wir die Hunde gewissermaßen an uns. Unsere Beziehung zueinander zeichnet sich noch durch weitere Faktoren aus, wie die Art der Kommunikation zwischen uns funktioniert, wie viele gemeinsame Erlebnisse wir miteinander haben usw.
DAS wiederum stärkt auch unsere Bindung ANEINANDER.ZitatIch definiere es für mich so, dass Bindung aus der Beziehung entsteht.

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Da ich gerade auf der FB-Seite von Th. Baumann schmökere, habe ich etwas zu Bindung/Beziehung entdeckt, was zu diesem alten Thema passt.
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Die Mutter scheint wohl für den Ernst des Lebens zuständig zu sein und die Tochter für den Spaß. Kennt man ja auch von Kindern, wo ein Elternteil schaut, dass gesund gegessen wird, und auch mal Süßigkeiten gestrichen werden und der andere Elternteil eher "luschig" ist und den Kindern alles erlaubt. An den "ernsten" Elternteil wenden sie sich eher in brenzligen Situationen und der andere ist halt für den Spaß zuständig.
Ideal ist natürlich, wenn beides zusammenfällt.
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Hi,
Definition für mich: Beziehung ist alles, was wir miteinander tun und wo wir interagieren. Die kann auch mal wechseln.
Bindung. Hm. Hat für mich ein wenig eine andere Bedeutung, als die hier angeführte Abhängigkeit. Und ist für zumindet für mich wechselseitig. Ich kann meinen Hund nicht an mich binden ohne mich auch gleichzeitig an ihn zu binden.
Wenn ich sagen müsste: Hier ist ne Bindung entstanden, würde ich das tun in dem Moment, in dem wir einfach füreinander präsent sind. Ein Gefühl für die Anwesenheit des anderen zu haben, ohne dass man ihn bewusst sieht oder wahrnimmt. Ganz ohne metaphysische Aspekte, da habe ich keinen Vertrag mit.
Woran auch immer es liegt: Meine Hunde sind mir präsent. Ich habe einen Begriff davon, wo sie sind und wie sie drauf sind, auch wenn ich sie nicht sehe. Und umgekehrt glaube ich, dass meine Hunde einen Begriff von meiner Anwesenheit haben, der auch irgendwie anders funktioniert, als bei einer „Beziehung.“
Sie haben einfach eine fixe Verbindung zu meiner Sinneswelt.
Klingt doof, ne? Ich kann es nicht wirklich besser ausdrücken. Ohne ins Schwärmen zu verfallen
und dafür ists zu spät in der Nacht.
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