Wann mit dem Alleinsein anfangen?

  • Zitat

    Nächste Woche möchte ich gerne mal anfangen sie alleine im Haus zu lassen für jeweils 30min, solange kann niemand auf sie aufpassen, udn ich denke das müsste machbar sein

    Von 0 auf 30 Minuten? Ich denke, das ist ein zu großer Schritt.

  • Klar, man muss das auch seinen Lebensumständen anpassen. Bei mir ist es halt kein Problem den Hund/die Hunde überall hin mitzuschleppen, drum finde ich das für einen Welpen die Schönste Lösung.

    Später hab ich dann immer den Nachbarn den Schlüssel dagelassen, falls er weint und später nur noch meine Handynummer an die Haustür geschrieben, falls er Krach macht. Waren alle ganz begeistert mithelfen zu dürfen und es gab nie Probleme. Wie gesagt, jetzt bleibt er auch mal vier bis sechs Stunden lang allein. Grad eben war ich allein mit dem Welpen draussen weil wir Leinelaufen üben wollten (das erste Mal jetzt nach ner Woche) und da war er auch total entspannt als wir heim kamen. Das freut mich einfach auch für ihn wenn es ohne "weinen" und "klagen" geht.

  • Ja klar, wenn kein Geweine und Klagen da ist, finde ich es auch schöner und entspannter für sie. Wir haben zwar grossen Garten aber 1-2x am Tag laufe ich nun auch ca 10min an der Strasse mit Leine, so dass sie regelmässig Autos und Fahrräder sieht.
    Hatten aber so einen Doofkopf der gehupt hat weil sie ihm wohl nicht schnell genug durch die Einfahrt lief :zensur: Die hat nen Mördersatz gemacht.

    30min allein sein in einer Woche üben dürfte zu schaffen sein, das sind 7 Tage mit Steigerungen täglich. Heute zb war ich nur noch im Haus unterwegs, hundert Mal die Treppe hoch, Toiltür auf/zu, Kellertreppe hoch/runter und irgendwann lag sie dann entspannt da und ist nicht mehr aufgesprungen.
    Andere haben auch nur 2 Wochen Urlaub und nicht alle werden deshalb zu Problemhunden.

    Wenn ich nun täglich 20h mit ihr Party mache, und sie nicht lernt sich auch mal allein zu beschäftigen und zu schlafen, dann habe ich nachher nen hypernervösen Hund, der aufspringt und winselt sobald ich mich auch nur bewege auf der Couch. Danke, das hatte ich schon, das will ich so nichz mehr haben

  • Also ich würde mal behaupten dass meine Hunde absolut tiefenentspannt sind obwohl sie dauernd einen Ansprechmensch haben. Selbst der Welpe bis auf seine abendliche Spielphase, die ich aber mit Knabberzeugs beende.

    Zwei Wochen finde ich schon krass wenig um einem Welpen dass Alleinsein beizubringen. Wie lang muss er denn dann allein bleiben?

    Andere Berufstätige holen sich halt nen adulten Hund, nehmen den Welpen mit zur Arbeit oder organisieren nen Sitter. Ich kenn niemanden der sich obwohl Vollzeit berufstätig einen Welpen holt und den nach zwei Wochen komplett allein lässt.

  • Wir haben es so gemacht dass der Welpe in den ersten 2 Wochen nie allein bleiben musste. Klotüre schließen ging aber schon früher.

    Unsere hat ihren Platz in einem faltbaren Kennel (3 Nummern zu groß, mit Wassernapf, Körbchen ect), wir haben geübt dass wenn sie dort drin ist nichts passiert und sie entspannen kann.
    Also immer wieder mal die Tür geschlossen obwohl wir im gleichen Zimmer waren, und dann auch mal ins andere Zimmer usw

    Der Schritt zum Haus verlassen war dann gar nicht mehr so groß und hat auch recht gut geklappt. Ich habe am Anfang immer ein Babyphone aufgestellt und gehört ob sie sich beschwert - sie war aber immer ruhig.

    Inzwischen (jetzt ist sie 9 Monate) klappt das Allein bleiben sicher 3 Stunden, sollte es mal länger dauern holt sie meine Schwiegermutter (wohnt im Haus) zu sich.

    Ich würde mir die Alternative mit dem Laufstall wirklich überlegen, aber sie muss wissen dass da drin Ruhe ist, also nicht dass sie drin schläft und immer wieder kommt jemand und streichelt sie oder fängt ein Spiel an.

  • Sie muss nicht länger als 30-60Minuten alleine bleiben, sonst würde ich ja gar nicht sagen dass es realistisch wäre es ihr in dieser Woche beizubringen.

    Das ist die Zeit wo der Hundesitter nicht kann, und ich dann spätestens wieder zurück bin.
    Später (dh ab 5 Monaten ca werden es dann 4-max 5h sein, und wenn das nicht geht, dann gibts auch jemand der mit ihr rausgehen würde.

    Was den Laufstall betrifft: de im Schlafzimmer akzeptiert sie problemlos, d steht sie neben dem Bett. Aber den ich im Wohnzimmer stehen habe, da hat sie panisch geschrien als ich sie reingesetzt habe. Da hat sie mir leid getan, und ich will sie auch nicht einsperren wenn ich nicht zuhause bin, wer weiss ob sie versucht durchzukommen und sich verletzt.
    Dann lieber den Flur mit Treppen und Türgitter zur Verfügung stellen.

    Babyphone ist eine tolle Idee, das werde ich mir noch besorgen dann kann ich vor der Tür besser lauschen

    Heute abend hat sie erstmal Durchfall, ich denke das war alles zu aufregend das alleinsein üben. Nun ist nur noch kuschel auf dem Sofa angesagt

  • also ich finde es unmöglich den kleinen Hund mit so jungen Wochen schon alleine zu lassen.
    Der Arme ist ja noch nicht mal angekommen. Da muß er Auto fahren, wo er Stress hat, da wird er gezwungen ruhig zu halten und wird dabei auch noch die ganze Zeit beobachtet, alleine muss er bleiben ohne zu mucken.
    Sag mal, wann darf das arme Tier eigentlich mal entspannen? Der steht ja ständig unter Strom.
    Die vier Wochen Urlaub reichen damit sich dein Kleiner einleben kann und damit er erfahren kann, das er bei dir sicher ist. Hier ist es gerade wichtig an eurer Bindung zu arbeiten, dem Hund Geborgenheit zu bieten.
    Aber nein, da wird gefordert und gefordert.
    Der Hund ist psychisch noch gar nicht in der Lage so früh alleine zu bleiben.
    Lass das Tier erst mal ankommen. Find ich echt traurig, das Tier ist doch kein Roboter. :sad2:

  • Ich habe mit einigen Hundetrainern gesprochen, und die sagten es wäre vom ersten Tag an wichtig den Hund alleine zu lassen. Und die haben sicher alle keine Ahnung? ;)))

    Interessant dass die Leute im Internet alles besser wissen wollen, als die realen draussen.
    Ich habe nämlich keine Lust, einen ständig bellenden und winselnden Hund zu haben, weil er 4 Wochen lang nur von hinten bis vorne betüdelt wurde und nie gelernt hat allein zu sein.

    Wäre der Hund dazu psychisch nicht in der Lage, würde er nicht schlafen und völlig verpennt und tappsend um erstmal wachzuwerden mir entgegenkommen

  • Also ich lauf auch "da draussen" rum ^^ Und ne, ich lass meine Welpen die erste Zeit nicht allein, ich schieb aber auch meine Babys nicht ständig zu den Omas ab. Ist ne Einstellungssache. Und komischerweise hat mein Hund null Probleme damit mal allein zu bleiben und meine Kindern gehen gern in den Kindergarten/zur Oma.

    Bedürfnisbefriedigung sollte halt immer vor der Erwartungshaltung stehen.

    Bei mir funktioniert es ohne dass ich meinen Tieren oder Kindern eine "lmaa" - Einstellung entgegen bringe. Und trotzdem oder gerade deswegen ohne fiepen oder weinen.

  • *fühlt sich ab...fühlt Hund ab* also mein Hund und ich sind beide real, obwohl ich gerade im Internet eine Nachricht verfasse. :D
    Spaß beiseite.
    Natürlich ist das von Hund zu Hund verschieden mit dem allein sein.
    Und nein, du sollst den Hund nicht 4 Wochen von vorne bis hinten betüdeln, das habe ich gar nicht gesagt. Nur hast du den Hund gerade mal ne Woche (?) und da soll er in der darauffolgenden Woche schon 30 minuten am Tag alleine bleiben? Ich sage ja nicht generell etwas gegen das alleinesein, sondern gegen den Zeitpunkt. Meiner Meinung nach ist es sehr früh einen Welpen mit 10 Wochen für 30 minuten alleine zu lassen. Aber wenn er das macht super. Ich habe das mit meinem später angefangen und wir fahren super gut damit. Er bleibt abends auch schon mal alleine, da schläft er dann.
    Wie gesagt, ist nur meine Meinung. Schien jedenfalls so, das dein Hund noch gar nicht richtig bei dir angekommen ist, deswegen würde ich ihm erst mal Zeit geben.

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